Optimized Energy by Data mit GF Sebastian Braun (#133)
Shownotes
key topics
- Optender entstand aus Energieberatungsprojekten für DMG Mori, als für belastbare Energiekonzepte bessere Verbrauchsdaten fehlten.
- Die Software bündelt Messdaten, macht versteckte Verbraucher und Lastspitzen sichtbar und hilft, Einsparmaßnahmen nachzuverfolgen.
- Energiekosten lassen sich nicht nur über weniger Kilowattstunden senken: Lastmanagement kann vor allem Netzentgelte und Kosten bei flexiblen Preisen reduzieren.
- Optender prognostiziert Verbräuche anhand von Faktoren wie Produktionsplan und Außentemperatur, aber keine Strompreise.
- Der CO₂-Monitor ergänzt das Energiemonitoring um eine einfache, zentral konsolidierte Treibhausgasbilanz für Bestandskunden.
- Der Optender Co-Pilot soll Dokumentation erleichtern und konkrete Analysen unterstützen, etwa zu Lastspitzen und Abwärmepotenzialen; die Funktion ist noch in einem frühen Stadium.
- Ein Onboarding in ein bis zwei Wochen ist möglich, wenn Zählerinfrastruktur und Kommunikationsschnittstellen bereits vorhanden sind.
- White-Label-Partner wie die Stadtwerke Stuttgart erweitern den Vertrieb; Maschinenbauer können digitale Services und wiederkehrende Umsätze ergänzen.
- Brauns Ideal-Kunde ist ein mittelständisches Unternehmen mit mindestens einer Million Euro jährlichen Energiekosten und typischerweise 500 bis 5.000 Beschäftigten.
- Das Energieeffizienzgesetz hat Nachfrage und Aufmerksamkeit zunächst erhöht; nach angehobenen Schwellenwerten flaute der Effekt zuletzt ab.
takeaways
- „Optender steht für Optimized Energy by Data.“
- „Wir helfen Industrie- Gewerbekunden dabei aus Energiedaten Entscheidungen zu treffen und optimierte Energienutzung zu erreichen.“
- „Dann haben wir gesagt, brauchen nicht Bauchgefühl plus Sicherheitsaufschlag ist dann die Dimensionierung, sondern ja, sinnvolle Daten.“
- „Das muss halt irgendwie, am Ende muss es Geld sparen.“
- „Preise prognostizieren wir nicht.“
- „Wir haben das als logische Erweiterung gesehen.“
- „Aber es muss auch einen Sinn ergeben.“
- „Onboarding in zwei Wochen, da muss man dazu sagen, da muss die Zählerinfrastruktur schon da sein.“
- „Wenn du was mit Daten machen willst, brauchst du belastbare Daten.“
- „Wir agieren eigentlich, so formuliere ich das häufig, wie ein kleines Ingenieurbüro im Energiekonzern.“
key frameworks
- „Optimized Energy by Data“ als Leitidee für datenbasierte Energieentscheidungen
- Lastmanagement über organisatorische oder dynamische Maßnahmen, um Lastspitzen und Netzentgelte zu senken
action items
- Vor einem schnellen Software-Onboarding prüfen, ob Zähler, Kommunikationswege und Datenquellen bereits funktionieren.
- Verbrauchsdaten regelmäßig auf Lücken und Ausreißer plausibilisieren, bevor darauf statistische Analysen oder KI aufbauen.
- Lastgänge mit Produktionsplan und Außentemperatur verknüpfen, um den Verbrauch zu prognostizieren und Beschaffung oder flexible Lasten besser zu koordinieren.
- Versteckte Grundlasten und Lastspitzen identifizieren und die wirtschaftlichen Auswirkungen in Euro bewerten.
Soundbite
- "Wir brauchen da was Frisches."
- "Lösungen stehen im Mittelpunkt."
- "Am Ende muss es Geld sparen."
Kapitel
00:00Begrüßung und Kennenlernen mit Sebastian Braun
02:03 OPTENDA in einem Satz: Energieentscheidungen aus Daten
03:05 Die Gründung aus Energieberatung bei DMG Mori
05:25 Vom Monitoring-Prototyp zum Softwaregeschäft
06:18 Portfolio-Fokus und Wechsel in die Energiebranche
08:37 DMG Mori und Brauns Elektrotechnik-Hintergrund
10:31 Warum Energiekonzepte präzise Lastgänge brauchen
12:20 Wie schlechte Daten zu überdimensionierten Anlagen führen
14:33 Verbrauchsdaten als zweite große Energiewende-Baustelle
16:04 Was der Energiekonzern als Eigentümer ermöglicht
19:54 Ingenieursansatz statt klassischer VC-Gründung
23:10 Was der Energy Monitor für Industriekunden leistet
25:30 Vom Verbrauch zu wirtschaftlichen Einsparungen
27:08 Lastspitzen, Netzentgelte und flexible Strompreise
29:31 Verbrauchsprognosen mit Produktionsplan und Temperatur
31:36 CO₂-Bilanzierung als Erweiterung des Monitorings
34:24 Co-Pilot: KI für Energie- und Engineering-Analysen
38:41 Wann das Onboarding in zwei Wochen klappt
41:35 White Label und digitale Services für Maschinenbauer
44:06 Warum belastbare Daten das Fundament für KI sind
46:29 Optenders typischer Kunde: Mittelstand mit hohen Energiekosten
51:08 Webinare und Veranstaltungen als Vertriebswege
54:43 Energieeffizienzgesetz und die Wirkung auf die Nachfrage
57:26 Lastmanagement für Ladeinfrastruktur und Betriebsflotten
59:05 Was die Possehl-Digital-Beteiligung bringt
01:01:27 Digitalisierung im Mittelstand: vom Zählerchaos zur Datenflut
01:04:21 Co-Pilot-Rollout und Ausblick auf die nächsten zwölf Monate
01:06:58 Abschlussfrage: Reichen Viertelstundenwerte