Laserfusion: Was fehlt noch bis zum ersten Kraftwerk?

Shownotes

Laserfusion: Was fehlt noch bis zum ersten Kraftwerk?

Fusionsenergie soll eines Tages sichere, CO₂-arme und grundlastfähige Energie liefern. Bis dahin müssen jedoch noch zahlreiche technologische, industrielle und regulatorische Fragen gelöst werden.

Sophia Spritzer arbeitet bei Marvel Fusion im Business Development und in der Market Strategy. Im Gespräch erklärt sie, warum Marvel Fusion auf Laserfusion setzt und welche Schritte auf dem Weg von einzelnen Experimenten zu einem kommerziellen Fusionskraftwerk notwendig sind.

In dieser Folge

Wir sprechen unter anderem über:

  • die Grundlagen der Fusionsenergie
  • den Unterschied zwischen Magnetfusion und Laserfusion
  • den Nettoenergiegewinn auf Ebene der Fusionsreaktion
  • Lasereffizienz und Wiederholungsraten
  • Fast Ignition und Nanostrukturen
  • die Herstellung von Brennstoff-Targets
  • Modularität und Standardisierung
  • mögliche erste Kunden und Stromabnehmer
  • energieintensive Industrie, Rechenzentren und AI
  • PPAs und meilensteinbasierte Finanzierung
  • die Integration von Fusion in zukünftige Energiesysteme
  • politische und regulatorische Rahmenbedingungen
  • die Rolle Deutschlands und Europas
  • den geplanten Entwicklungspfad von Marvel Fusion

Technical Add-on aus Colorado

Im zweiten Teil berichtet Ilan von seinem Besuch an der Colorado State University in Fort Collins. Er beschreibt die entstehende ATLAS-Anlage, die dort eingesetzte Lasertechnik und die technischen Herausforderungen bei Hochleistungslasern, Targets und kontinuierlicher Wiederholung.

Gesprächspartnerin

Sophia Spritzer
Marvel Fusion
Business Development und Market Strategy

Kapitel

00:00 Intro
03:17 Sophia Spritzer und Marvel Fusion
08:46 Was ist Fusionsenergie?
15:30 Magnetfusion versus Laserfusion
18:38 Modularität und Lehren aus der Kernspaltung
23:28 Die Demonstratoranlage in Colorado
27:13 Finanzierung und Investoren
31:29 Fast Ignition und Nanostrukturen
37:34 Potenzielle erste Kunden
40:02 PPAs, Investitionen und Stromabnahme
42:11 Fusion im zukünftigen Energiesystem
45:28 Fusion und die Energiewende
48:31 Politische Unterstützung und Finanzierungsbedarf
50:00 Standortfragen und regulatorische Rahmenbedingungen
54:09 Der Weg zum ersten Fusionskraftwerk
57:16 Fusion und erneuerbare Energien
59:49 Welche politischen Maßnahmen braucht es?
1:01:24 Das größte Missverständnis über Fusion
1:03:15 Technical Add-on aus Colorado
1:06:54 Die ATLAS-Anlage und Petawatt-Laser
1:09:55 Wirkungsgrad, Wiederholungsrate und Kommerzialisierung
1:12:02 Outro

Einordnung

Die Folge gibt den Gesprächs- und Entwicklungsstand zum Zeitpunkt der Aufnahme wieder. Aussagen zu Technologie, Finanzierung, Zeitplänen und Regulierung sind als Einschätzungen und Unternehmenspositionen einzuordnen und stellen keine unabhängige technische oder finanzielle Due Diligence dar.

Webseite: http://www.energiezone.org Community: https://forum.energiezone.org Feedback: team@energiezone.org Alexander Graf: https://www.linkedin.com/in/alexandergraf Ilan Momber: https://www.linkedin.com/in/imomber/

Transkript anzeigen

Ilan: Hallo zusammen und herzlich willkommen in der Energiezone, eurem Podcast für

Ilan: Energiestrategien und Energiegeschäftsmodelle.

Ilan: Ich bin Ilan, Dr. Ilan Momber, einer der drei Gründer von onu,

Ilan: onu.energy, B2B SaaS aus Berlin. Wir machen so Energiebeschaffung.

Ilan: Also wenn euch das interessiert, schreibt mir gerne auf LinkedIn.

Ilan: Aber das soll heute überhaupt nicht das Thema sein, komplett was anderes.

Ilan: Und heute geht es um eine Technologie, die den globalen Energiemarkt fundamental verändern könnte.

Ilan: Und am Anfang, als ich dann mit dem Film habe geschacht, da habe ich noch so

Ilan: gedacht, ja, also war es noch sehr abstrakt und nicht so klar und mittlerweile

Ilan: fasziniert es mich total,

ilan: Nämlich um Fusionsenergie und genauer gesagt Laserfusion.

Ilan: Es ist ja so, dass lange, wenn man so liest und auch in Deutschland eher ein

Ilan: bisschen skeptisch und kritisch über Fusion gesprochen wird,

Ilan: dann spricht man da so drüber als ewiges Forschungsprojekt.

Ilan: Bei dem man scherzhafterweise dann irgendwie sagt, es sei immer 30 Jahre in der Zukunft, egal wann.

Ilan: Und jetzt haben wir aber so ein Münchner Deep Tech Unternehmen Marvel Fusion,

Ilan: das antritt, um genau das zu ändern und zwar mit einem radikalen Fokus auf Kommerzialisierung.

Ilan: Und deswegen habe ich heute zu Gast Sophia, oder ich habe mir versprochen zu

Ilan: sagen, Frau Doktor Sophia Spritzer.

Ilan: Grüße gehen raus, zuständig für Business Development bei Marvel Fusion.

Ilan: Und wir haben in dieser Folge vor einigen Wochen bei uns im ONU Energy Office

Ilan: in Berlin aufgenommen und da hat sie berichtet

Ilan: im Interview schon sehr konkret, was Marvel Fusion plant und was im Umfeld von

Ilan: so Lasersystemen auch zum Beispiel in Colorado, Colorado, USA gerade entsteht.

Ilan: Ich greife das im Intro deshalb auf, weil ich das Video jetzt auch gerade hier

Ilan: aus Colorado aufnehme, kurz nachdem ich...

Ilan: Das Team vor Ort hier in Fort Collins an der Colorado State University besucht habe.

Ilan: Und die Eindrücke und technischen Hintergrundgespräche, die ich heute da geführt

Ilan: habe, passen perfekt zu der strategischen Logik, die Sophia dann euch auch gleich im Podcast erklärt.

Ilan: Und am Ende der Folge, habe ich mir jetzt gesagt, teile ich im Outro nochmal

Ilan: einen sehr ausführlichen persönlichen und technischen Reisebericht für alle,

Ilan: die da nochmal tiefer auch in die technischen Hardware-Themen und so weiter einsteigen wollen.

Ilan: Aber für alle anderen, jetzt geht es erstmal um die Grundlagen,

Ilan: warum Laser-Fusion statt Magnet-Fusion,

Ilan: wie funktioniert überhaupt so der technologische Pfad über Nanostrukturen und so weiter und

Ilan: vor allem auch, welche industriellen Logiken von Effizienz der Systeme über

Ilan: Skalierung bis hin zu den ersten Stromabnehmern dann auch dahinter stehen.

Ilan: Ganz kleines bisschen sprechen wir auch über die Finanzierungsrunden,

Ilan: die großen Finanzierungsrunden und vielleicht Subventionen, Unterstützung vom

Ilan: Staat für diese Art von Technologie.

Ilan: Naja, ihr werdet jetzt gleich selber alle hören, will gar nicht weiter ablenken.

Ilan: Ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei mit dieser tiefgehenden Analyse mit Frau Dr.

Ilan: Sophia Spritzer. Ganz viel Spaß dabei. Auf geht's, ab geht's. Let's roll. Ja, mega.

ilan: Sophia, herzlich willkommen in der Energiezone bzw.

ilan: Im Omegro-Office. Du bist ja hier nach Berlin extra für den Podcast.

ilan: Einige Leute, da ist mir das schön.

ilan: Nee, mega cool, dass du da bist. Herzlich willkommen und fangen wir mal an mit

ilan: so einer Einstiegsfrage, wo du dich einfach selber vorstellen kannst.

ilan: Also, ich habe jetzt schon in der Intro gesagt, dass es um Marvel Fusion geht und Fusionsenergie.

ilan: Wer bist du und was machst du bei Marvel?

Sophia: Ja, cool. Vielen Dank für die Einladung. Das freut mich sehr. Ich bin Business Development Lead.

Sophia: Markets Strategy mache ich bei Marvel Fusion. Was heißt das?

Sophia: Im Endeffekt sind es mehrere Säulen. Ich schaue mir an, in Gesprächen mit potenziellen

Sophia: Endabnehmern von Fusionsenergie,

Sophia: Wer sind die ersten Kunden? Was haben die für Anforderungen an der Fusionskraftwerke?

Sophia: Einmal als Input in den Kraftwerksentwicklungsprozess, den wir mit Siemens Energy zusammen machen.

Sophia: Zum anderen natürlich aber auch zum Aufbau von Partnerschaften,

Sophia: die sich irgendwann mal in den Stromabnahmevertrag entwickeln können.

Sophia: Und unterstützbar Fundraising, immer

Sophia: ein großes Thema, weil uns natürlich Kacklochheimwillag ist relativ hoch.

ilan: Ja, dann machst du hier Schlagzeilen, was immer total toll ist,

ilan: aus der Ferne so mitzubekommen, dass sowas in Deutschland auch entsteht.

ilan: Aber vielleicht zu dir zum Hintergrund. Wie bist du dazu gekommen?

ilan: Warst du schon immer irgendwie Fusionsenergie-Nerd oder wie ist das jetzt dann?

ilan: Hast du vorher auch schon was mit Fusionsenergie gemacht?

Sophia: Nee, also ich habe vom Hintergrund, bin Maschinenbauingenieurin,

Sophia: habe mich schon im Master so ein bisschen Richtung Energietechnologien,

Sophia: Energiesysteme spezialisiert.

Sophia: Es kam tatsächlich ein bisschen daher, Anfangs Studium begonnen,

Sophia: dachte ganz klassisch, ich mache mal Automobilindustrie, BMW,

Sophia: Porsche, Audi, wie auch immer.

Sophia: Und war dann zwischen Bachelor und Master ein Jahr in Bolivien,

Sophia: habe in einem sozialen Projekt geholfen und habe da so für mich entdeckt,

Sophia: dass es mich total begeistert,

Sophia: an einem Thema zu arbeiten, weil ich das Gefühl habe, das geht ein bisschen

Sophia: über meinen eigenen Scope hinaus und hat vielleicht einen positiven Impact für die Gesellschaft.

Sophia: Dann bin ich zurückgekommen, musste mich für ein Masterprogramm entscheiden

Sophia: und habe mich gefragt, okay, gut, wie kann ich jetzt diese beiden Erkenntnisse

Sophia: zusammenbringen? Ich habe schon immer noch Bock auf technische Inhalte,

Sophia: aber vielleicht ist es doch nicht mehr die Automobilindustrie für mich.

Sophia: Und dann hat sich da so ein bisschen die Ladenschaft für Energiesysteme entwickelt

Sophia: und die Frage, wie können wir unser Energiesystem so aufsetzen, dass wir einerseits.

Sophia: Kostengünstig Energie erzeugen können in ausreichenden Mengen und gleichzeitig

Sophia: aber CO2-Emissionen einsparen und da,

Sophia: Einfach auch in Europa ein resilienteres System entwickeln.

Sophia: Genau, das hat sich dann über die Zeit ein bisschen entwickelt.

Sophia: Ich habe erst mal bei McKinsey angefangen, dort auch extrem viele Energieprojekte

Sophia: gemacht, Dekarbonisierung im Öl- und Gasbereich, Digitalisierung in den Netzen,

Sophia: Offshore-Wind-Strategien und so weiter.

Sophia: Und genau, bei McKinsey gibt es ja dieses Modell, man macht zwei Jahre Consulting

Sophia: und dann kann man in den Educational Leave gehen, kann sich für so eine Promotion oder so freistellen.

Sophia: Ja, und da hatte mir, also ich kannte Heike Freund, unsere Chief Operating Officer

Sophia: bei Marvel Fusion, schon aus meiner McKinsey-Zeit, hatte damals auch verfolgt, dass die,

Sophia: in ihrem Exit dann zu Marvel Fusion gegangen ist und habe mir gedacht,

Sophia: wow, coolster Exit aller Zeiten.

Sophia: Wir waren so ein bisschen in Kontakt geblieben. Da dachte ich so,

Sophia: ja, ich mache einfach mal ein Outreach. Da haben die ja Bock,

Sophia: gemeinsam so ein Promotionsprojekt aufzusetzen.

Sophia: Genau, die fanden das dann auch cool, wenn man uns zusammengesetzt überlegt,

Sophia: welche Themen kann man sich einerseits wissenschaftlich anschauen und andererseits

Sophia: irgendwie mit einem strategischen Mehrwert für Marvel.

Sophia: Genau, und der Rest ist History-Sitzung.

ilan: Ja, schöne Grüße gehen raus an Heike, wir haben ja zusammen studiert.

ilan: Die alte Karlsruher Wirtschafts-Judor-Connection.

Sophia: Ja, wir sind auch sehr stark präsent bei uns.

ilan: Ja, ich weiß nicht, ich weiß noch, dass irgendwie alle immer zu den Beratungen wollten.

ilan: Also genau, schöne Grüße gehen raus und mega cool zu sehen, was da bei euch

ilan: entsteht. Aber dann ja eigentlich ein

ilan: bisschen ähnlicher Werdegang, so wie bei Eike, McKinsey und dann direkt in die Fusion-Branche.

Sophia: In Spider-Man.

ilan: Das. Und erzähl mal ein bisschen was zu Magnetfusion. Also wie lange bist du

ilan: dann jetzt schon dabei? Zwei, drei Jahre wahrscheinlich, oder?

ilan: Magen Sie mal einmal so ein Doktorarbeiten eigentlich, oder? Ja, hat dann 3,5

Sophia: Genau, genau so lange bin ich jetzt im Endeffekt auch bei Marvel.

Sophia: Am Anfang als Forschungsprojekt und jetzt seit zwei Jahren, etwas über zwei

Sophia: Jahren festangestellt.

Sophia: Genau. Marvel Fusion 2019 in München gegründet. Es sind jetzt etwas über 110

Sophia: Leute, glaube ich, aktuell. Fast so viel schon. Ja, genau. Also gemessen an

Sophia: unserer Aufgabe, es ist ja noch viel egal, aber sind ganz ordentlich gewachsen in den letzten Jahren.

Sophia: Genau, wir haben unseren Hauptsitz in München, haben noch ein klares Team in

Sophia: Colorado, wo wir aktuell eine Technologiedemonstratoranlage bauen.

Sophia: Und ja, widmen wir uns der Kommerzialisierung der Laserfusionsenergie.

ilan: Ist das auch der Satz, den du auf einer Dinnerparty sagen würdest?

ilan: Wenn du in einem Satz erklären musst, wird irgendwann der nicht ausgehend Energie

ilan: und mich ausgehend mit...

Sophia: Ja, ungefähr so. Dann würde noch folgen. Also, Fusion ist, man nimmt zwei kleine Artikel.

ilan: Also genau, fang doch mal von ganz vorne an. Was ist Fusion und warum ist das so spannend?

ilan: Also die meisten werden es schon mal gehört haben. Wir wissen ja auch viel,

ilan: wir nehmen Nachrichten und man rezipiert es hier und da. Aber was ist da die

ilan: große Chance? Worauf freust du dich?

Sophia: Ja, also was ist Fusion? Wir sehen es jeden Tag, heute besonders, weil die Sonne scheint.

Sophia: Man könnte auch sagen, Nature's Choice to Produce Energy.

Sophia: Die Sonne basiert auf Fusionsreaktionen, alle Sterne. Man nimmt im Endeffekt

Sophia: die kleinsten Atome, die es gibt, Wasserstoffisotope, bringt die zusammen und

Sophia: die formen dann ein neues Atom und dabei wird Masse in Form von Energie frei.

Sophia: Albert Einstein, ich habe es gleich EFZG verraten.

ilan: Ja, ja, ja.

Sophia: Was ist daran so spannend, wenn wir das schaffen, auf der Erde Fusionskraftwerke

Sophia: zu bauen, quasi so eine kleine Sonne hier auf der Erde einzusperren,

Sophia: dann haben wir einfach saubere, sichere Energie, die grundlastfähig ist und

Sophia: sehr wettbewerbsfähig sein kann und das Ganze geografisch flexibel.

Sophia: Also es ist mir egal, wo ich das Fusionskraftwerk hinbaue, ich habe einfach

Sophia: überall dieselben Stromkosten da, was natürlich insbesondere für Europa und

Sophia: die Frage der Energie- und Technologie-Souveränität extrem spannend sein kann.

Sophia: Aktuell haben wir ja schon Herausforderungen, insbesondere auch in Deutschland,

Sophia: dass wir einfach höhere Energiekosten haben, weil wir keine eidinnernden Fusilressourcen

Sophia: haben, weil wir, naja, unsere erneuerbaren Ressourcen einfach etwas schwächer

Sophia: sind als in anderen Regionen.

Sophia: Und das würde sich über Fusion lösen lassen, weil die Megawattstunde aus dem

Sophia: Fusionskraftwerk würde in Deutschland genauso viel kosten wie in den USA.

ilan: Also gibt es nicht die regionalen Unterschiede, was erneuerbare Ressourcen,

ilan: darin und mehr Verfügbarkeit angeht?

Sophia: Und da kommen dann natürlich ganz viele Faktoren dazu durch diese,

Sophia: also ich kann das hier bauen,

Sophia: dann spare ich mir die ganze Überintegration von den Erneuerbaren,

Sophia: bringe hier die Systemkosten runter und kann damit eigentlich dann ein wettbewerbsfähiges,

Sophia: Energiesystem in Europa bauen.

ilan: Und gibt es das nur in Europa oder wird das weltweit, also ich kann mir vorstellen,

ilan: so Tegu München, krasser Forschungsstandort,

ilan: da gibt es auch viel Talent, was sowas machen kann, das gibt es jetzt vielleicht

ilan: nicht in, keine Ahnung, Südafrika oder Australien, irgendeine andere Geografie,

ilan: haben wir da so Standortvorteile auch?

Sophia: Tatsächlich, ja, sind wir in Europa und in Deutschland sehr,

Sophia: sehr gut aufgestellt, insbesondere in der Laserfusion.

Sophia: Die Laserindustrie, die optische Industrie in Europa ist extrem stark.

Sophia: In den letzten, ich glaube, sieben oder acht Jahren sind zwei Physik-Nobelpreise

Sophia: an europäische Laserforscher, einer jetzt auch in München, gegangen.

Sophia: Und wir haben einfach diese industrielle Basis, die uns da auch in der Innovation helfen kann.

Sophia: Insgesamt, wenn wir so auf den globalen Fusionsmarkt schauen,

Sophia: dann haben wir natürlich, wie

Sophia: so oft im Deep-Tech-Bereich, schon eine leichte Verzögerung in die USA.

Sophia: Es gibt circa 50 Fusions-Stardust aktuell, davon ist es im Großteil mehr als

Sophia: die Hälfte in den USA und aktuell auch sehr stark im Auftrieb sind natürlich die Chinesen.

Sophia: Die sind aber aktuell noch eher so in der öffentlichen Finanzierung und öffentlichen

Sophia: Forschungseinrichtungen der Phase unterwegs. Es gibt bisher gleich nur ein öffentliches,

Sophia: Fusions-Startup in China.

ilan: Und wenn man das normalisiert auf die Populationsgröße, also auf die Anzahl

ilan: der Einwohner, dann haben wir wahrscheinlich...

ilan: Das ist ja wohl groß groß. China haben nämlich auch viele Einwohner angehört.

Ilan: Cool, spannend.

ilan: Und zur Gründungsgeschichte. Ich meine, du bist ja jetzt schon so relativ früh

ilan: dann dabei gewesen. und bist wahrscheinlich nah an den Gründerinnen auch dran, ähm,

ilan: Die haben das 2019 gegründet, hast du gesagt, zu einer Zeit,

ilan: wo wahrscheinlich alle anderen gesagt haben, Fusionsenergie ist noch 1,5 Jahre,

ilan: bis wir da hinkommen und so.

ilan: Weißt du, wie die Geschichte war oder was die überzeugt hat?

Sophia: Ja, auf jeden Fall. Ich finde es immer eine sehr coole Story.

Sophia: Also Moritz und der CEO wurde von einem Investor gefragt, ob er nicht eine Due

Sophia: Diligence im Fusionsbereich durchführen kann.

Sophia: Da hat sich ein kleines Team zusammengestellt und die sind da mal reingegangen,

Sophia: haben versucht zu verstehen, was die verschiedenen Fusionstechnologien sind

Sophia: und war dann eigentlich relativ enttäuscht,

Sophia: dass es eigentlich keine Technologie gibt oder gab zu dem Zeitpunkt,

Sophia: wo sie das Gefühl hatten,

Sophia: ja, die hat irgendwie das Potenzial, skalierbar zu sein, die hat das Potenzial,

Sophia: wirklich auch einen Unterschied zu machen und es vor allem zur Kommerzialisierung zu schaffen.

Sophia: Viele Fusionsprojekte, auch viele Fusions-Startups sind so klassische Ausgründungen aus der Uni.

Sophia: Die sich dann halt, die sehr wissenschaftlich an das Projekt rangehen und quasi

Sophia: in deren Hauptmeilenstein ist es, einen Demonstrator zu bauen.

Sophia: Aber ein Demonstrator muss dann nicht notwendigerweise Strom erzeugen.

Sophia: Für uns muss das Ziel sein, ein stromerzeugendes Demonstratorprojekt umzusetzen,

Sophia: weil nur dann, also es kann nicht einfach nur ein schönes Forschungsprojekt

Sophia: sein, sondern es muss wirklich ein kommerziell tragfähiges Projekt sein.

Sophia: Und sie haben dann auf ihrer Reise der Due Diligence eben überlegt,

Sophia: was die Alternativen sind.

Sophia: Und Moritz ist so jemand, der setzt sich was in den Kopf und dann macht er einfach

Sophia: mal sozusagen. Und da gab es zu der Zeit, 2018 meine ich, gegen einer der angesprochenen

Sophia: Physik-Nobelpreise, Gérard Mourou, der hat eine.

Sophia: Technologie entwickelt, die ganz wegweisend ist für die Entwicklung von Ketawattlasern.

Sophia: Also Hochintensität und Hochleistungslaser.

Sophia: Und dann hat er da quasi einfach angerufen und gefragt, wer ist nexus,

Sophia: was nur für Fusionskraftwerke nutzen könnte.

Sophia: Und er wiederum hat gesagt, ja, prinzipiell schon. Ich hatte mal einen Mitarbeiter,

Sophia: den Georg Korn, der hat sich das im Detail angeschaut, frag den doch mal.

Sophia: Und ja, da hat Moritz dann angerufen und hat das waren dann unter anderem die

Sophia: Gründungsmitglieder. Mega cool.

Ilan: Und hast du dir auch unterschiedliche Fusions-

ilan: Konzepte angeschaut und gesagt, Marvel Fusion ist der Ruder.

ilan: Glaubst du daran, wie stark bist du selber investieren?

Sophia: Ja, ich werde manchmal gefragt, ob ich selber in meine Firma investieren würde

Sophia: und muss sagen, ja, bin ich ja in der Defekt. Also ich bin investiert mit meiner Zeit.

Sophia: Ich könnte quasi auch was anderes machen. Wenn ich nicht dran glauben würde,

Sophia: dann würde ich das auch nicht tun.

Sophia: Von dem her, ich habe jetzt nicht davor eine umfangreiche Due Diligence gemacht.

Sophia: Zu meiner Zeit gab es auch noch nicht so viele, auch in in Deutschland noch

Sophia: nicht so viele Alternativen.

Sophia: Aber ich bin trotzdem super happy mit meiner Wahl und bin auch fest davon überzeugt,

Sophia: dass wir da einen Fair Shot haben, weil der kommerzielle Sogum zu werden.

ilan: Cool.

ilan: Ihr setzt ja in eurer Technologie auf Laser.

Sophia: Ja.

ilan: Was ist der Unterschied zu anderen Technologien und wie grenzt ihr das ab?

ilan: Warum siehst du da ein besonders Lichtpotenzial?

Sophia: Also grundsätzlich kann man die Fusionsansätze gliedern in zwei große Ansätze.

Sophia: Es gibt tausend Mischvarianten und so weiter, aber im Großen und Ganzen sind

Sophia: es zwei verschiedene Ansätze.

Sophia: Das eine ist der Magnetfusionsansatz. Hat man vielleicht schon mal gewählt.

Sophia: ITER in Frankreich gibt es ein großes Forschungsprojekt.

Sophia: Die Idee ist, dass ich quasi bei sehr starke Magnetspulen ein Plasma in der

Sophia: Mitte zum Schweben bringe und da dann quasi über Hitze und Druck Fusionsproduktion.

ilan: Die magnetische Vlasch.

Sophia: Ja, also man sagt auch Donut. Der Druck am Markt heißt das.

Sophia: In der Laserfusion, das ist quasi die zweite große Schule, nutze ich sehr,

Sophia: sehr intensive Laser, Laserpulse und schiebe es auf kleine Treibstofftargets,

Sophia: in denen ich dann die Fusionsreaktionen auslöse.

Sophia: Die Laserfusion ist die einzige und die schnellste, die bisher tatsächlich auch

Sophia: den Nettoenergiegewinn gezeigt hat.

Sophia: Das war 2022 in einem Forschungsprojekt in den USA, an einer National Ignition Facility.

ilan: National Ignition Facility?

Sophia: Ja, das ist eine eigene Waffenforschungsanlage, die aber da genau auch jetzt,

Sophia: also die für ihre Waffenforschung da Fusionsforschung machen.

Sophia: Und es war drei Monate, nachdem ich bei Marvel angefangen habe.

Sophia: War auf jeden Fall ein sehr aufregender, belebender Moment.

Sophia: Und wenn man sich die Historie anschaut, Laserfusion ist eigentlich die neue

Sophia: Technologie, wird so ungefähr seit den 90ern intensiv erforscht.

Sophia: Und trotzdem sieht man eigentlich deutlich, dass sie die schnellere Trajektorie

Sophia: hingelegt hat und eben, wie gesagt, die einzige ist, die bisher auch gezeigt

Sophia: hat, dass netto mehr Energie gewonnen werden kann, als benötigt wird,

Sophia: um die Fusionsreaktionen auszulösen. Warum ist das so?

Sophia: Aus meiner Sicht liegt das fundamental daran, dass ich in der Laserfusion die Dinge entkoppeln kann.

Sophia: Ich kann meine Laser weiterentwickeln, ich kann meine Targets weiterentwickeln

Sophia: und dann muss ich natürlich die Dinge zusammenbringen.

Sophia: In der Magnetfusion muss ich quasi immer ein ganzes System bauen,

Sophia: weil nur wenn der Tokamak am Ende geschlossen ist, der was? Der Tokamak, der Donut.

Sophia: Dann kann ich auch ein Plasma in der Mitte zu schön bringen und kann überhaupt

Sophia: erst Experimente machen.

Sophia: Wir bei Marifusion nutzen das auch und machen aktuell schon Experimente oder

Sophia: auch seit Gründung Experimente an bestehenden Laseranlagen, die gar nicht für

Sophia: Fusion entwickelt wurden, Vor allem oft für Medizinforschung,

Sophia: medizinische Isotope und solche Themen.

Sophia: Und trotzdem helfen uns die individuellen Aspekte unseres Ansatzes zu validieren.

Sophia: Und das macht uns natürlich viel schneller. Wir mussten nicht erst eine Infrastruktur

Sophia: aufbauen, sondern wir konnten direkt mit Experimenten loslegen.

Sophia: Und ich denke, das ist einer der fundamentalen Treiber, die dazu beigetragen

Sophia: haben, dass die Laserfusion da eine schnellere Trajektorie bewegt hat.

ilan: Also die Fragmentiertheit, die

ilan: Dezentralität quasi von den einzelnen Technologien, in der Kette im Test.

ilan: Und ist das auch das, was du dann in deiner Promotionsarbeit gemacht hast oder worum du bist da?

Sophia: Unter anderem auch, ja, also ich habe mir quasi zwei große Themen eingeschaut.

Sophia: Einmal so ein bisschen die Frage, was kann die Rolle für Fusionsenergie im Energiesystem

Sophia: der Zukunft sein? Was kann der Beitrag sein in einem kostenoptimalen Energiesystem?

Sophia: Und dann zum anderen die Frage, da kam schon ein bisschen raus,

Sophia: der Beitrag kann groß sein, wenn wir es schaffen, die Technologie auch schnell

Sophia: zu skalieren, die Supply Chain zu skalieren und die Rahmenbedingungen zu schaffen,

Sophia: dass wir schnell den Zubau machen können.

Sophia: Und das war ja quasi ein bisschen das zweite Projekt, was brauchen wir da für

Sophia: alle Bedingungen, wie muss es technologisch aussehen?

Sophia: Und da war auch ein Aspekt, diese Modularität der Laserfusion,

Sophia: die Möglichkeit zu standardisieren, auch die Möglichkeit, zentralen Fabriken,

Sophia: zum Beispiel die Laser und die Targets Massen zu produzieren

Sophia: und erst dann an einen Kraftwertstandort zu bringen und dort aufzubauen.

ilan: Also das gleiche Konzept, was man ja noch von SMRs kennt, oder?

ilan: Small Modular Reactors, das große Heimittel für die Kernspaltung.

Sophia: Ja, da bin ich auch wirklich sehr in die Tiefe reingegangen.

Sophia: Was sind so ein bisschen die Dinge, die man aus der Kernspaltung lernen kann? so Pits-Falls-Türm.

Sophia: Genau, um das jetzt dieses Mal richtig zu machen. Und da kamen genau solche,

Sophia: Dinge raus. Also ja, die Kernspaltung hat natürlich vor allem auch sicherheitsrelevante

Sophia: Rahmenbedingungen, die fundamental komplexer sind als bei der Fusionsenergie.

ilan: Warum ist das so? Weil man sozusagen, wenn es nicht gut funktioniert,

ilan: dann hört es einfach auf. Wohingegen, wenn es gar nicht gut funktioniert,

ilan: dann macht es immer von alleine weiter. Genau.

Sophia: Genau, der Unterschied, die Schwierigkeit bei der Kernspaltung ist die Reaktion

Sophia: zu stoppen und die Schwierigkeit bei der Zenfusion ist, die Reaktion hinzubekommen und am Laufen zu halten.

Sophia: Dementsprechend würde da jetzt ein Flugzeug aufs Kraftwerk fallen,

Sophia: dann fällt es einfach auf, dann habe ich da keine weiteren Risiken.

Sophia: Aber genau, die Kernspaltung hat natürlich auch regulatorische Hürden gehabt,

Sophia: die wir jetzt für die Fusionsenergie aktuell auch nicht erwarten und wo sich

Sophia: auch abzeichnet, dass andere regulatorische Rahmenwerke sein werden,

Sophia: unter denen wir uns da bewegen.

Sophia: Nichtsdestotrotz gab es schon auch technische Aspekte, die man einfach vielleicht

Sophia: hätte besser machen können.

Sophia: Zum Beispiel, dass man jedes Kraftwerk neu entwickelt hat. Also man hat eigentlich

Sophia: nie in vielen Regionen, in manchen Regionen haben es auch ein bisschen besser

Sophia: gemacht, aber ein Design einfach mehrmals gebaut und so ermöglicht,

Sophia: dass man auch lernen kann.

Sophia: Man hat immer die Komponenten und so weiter so groß gemacht,

Sophia: wenn man gedacht hat, je größer man baut, desto günstiger wird es.

Sophia: Dann musste man immer alles vor Ort bauen. Dann waren das im Endeffekt riesige

Sophia: Bauprojekte. Man hat sich nicht erlaubt, zentral die Dinge zu standardisieren

Sophia: und zu wiederholen und so Lerneffekte zu ermöglichen.

Sophia: Und das ist was, was man insbesondere in der Laserfusion jetzt schon mitdenken

Sophia: kann und somit auch die Grundlage schaffen kann, um da später Lerneffekte zu ermöglichen.

ilan: Gar nicht. Und...

ilan: Rekrutiert ihr dann eigentlich auch sozusagen Kernphysiker, die jetzt nicht

ilan: mehr in Kernkraftwerken arbeiten können und die jetzt nach Jobs suchen,

ilan: aber mega klasse Talente sind?

Sophia: Ja, auf jeden Fall.

ilan: Auch die sind ja auch aus Finnetsburg und die ganzen Standorten.

Sophia: Ja, das sind jetzt dann eher die, die das betreiben. Aber genau von den entsprechenden

Sophia: Unternehmen, die die Kraftwerke entwickeln, haben wir auch Leute bei uns im

Sophia: Team, die jetzt eher dann aber im Power Plant Engineering arbeiten und die ersten

Sophia: Konzepte entwickeln, wie ein,

Sophia: Fusionskraftwerk aussehen kann.

Sophia: Und die Motivation dahinter ist genau die, dass es natürlich demotivierend ist,

Sophia: in einer Industrie unterwegs zu sein, die immer kleiner wird und wo jedes Projekt

Sophia: noch mehr schief geht als das davor.

Sophia: Und da so ein bisschen die Hoffnung war, dass man jetzt in der Fusion auch mal

Sophia: wieder wirklich an der Zukunft mehr arbeiten kann.

ilan: Ja, cool. Das stimmt. Also an was arbeiten, wo was entsteht,

ilan: was ein Potenzial hat, größer zu werden, macht sich ja mehr Spaß,

ilan: als gegen alle Widerstände zu kämpfen, was zu erhalten.

ilan: Verstanden. Und das baut ihr hauptsächlich in zwei Standorte,

Sophia: Ne? Genau, ja.

ilan: München und...

Sophia: Ja, unser Hauptstandort ist in München. Wir haben ein kleineres Team auch in

Sophia: Colorado, wo wir diese Technologie-Demonstrator-Anlage bauen.

Sophia: Genau, aber Technologieentwicklung, alle IP und so weiter machen wir alles dann.

ilan: Ich bin ein großer Colorado-Fan. Ich habe da eine Zeit lang gelebt.

ilan: Ich habe da meinen Aus- und Schüler-Austausch gemacht.

Sophia: Ah, cool. Ja, da muss man vorbeikommen.

ilan: Ja, stimmt doch vielleicht diesen Sommer nicht. Aber kann man sich da irgendwas

ilan: angucken? Wie sieht es da aus? Einfach ein paar Lamoure oder wie wäre man da

ilan: so ein großer Kühltwurm?

Sophia: Ja, da kann man sich mittlerweile was angucken. Also, was machen wir da?

Sophia: Ein großes Projekt mit der Colorado State University, mit dem Ziel,

Sophia: dort unsere Lasersysteme quasi in Proof of Technology nachzuweisen.

Sophia: Wir haben uns da verschiedene technische KTIs gesetzt, die wir als Grundannahme

Sophia: brauchen für ein kommerziell tragfähiges Kraftwerkssystem.

Sophia: Das ist einmal die Effizienz der Laser. Klar, wenn ich mehr Strom brauche,

Sophia: um den Laser überhaupt zu betreiben,

Sophia: dann kommt am Ende auch mit weniger Strom aus dem Kraftwerk raus.

Sophia: Das ist die Schussfrequenz. Das steuert am Ende auch, wie viel Strom rauskommt.

Sophia: Wenn ich natürlich häufig 200, sobald ich schießen kann, dann habe ich am Ende

Sophia: auch wieder mehr Stromoutput.

ilan: Und das fängt an, was ist die Begrenzung daran? Also warum kann man nicht so hoch schießen?

Sophia: Es ist so eine hohe Intensität von jedem einzelnen Laserpuls,

Sophia: dass die Komponenten, meine optischen Komponenten, meine Spiegel und so weiter,

Sophia: einfach einer extremen Belastung ausgesetzt sind.

Sophia: Und daraus habt ihr einfach Materialbelastungsgrenzen, die ich berücksichtigen

Sophia: muss, weil die Leute durchschießen. Zum Beispiel diese,

Sophia: Diese Forschungsanlage in den USA, wo der Durchbruch in der Laserfusion erreicht

Sophia: wurde, die können einmal am Tag schießen.

Sophia: Denen sind die Belastungsgrenzen nicht so wichtig, weil die halt danach einfach

Sophia: die Komponenten, die Spiegel und Linsen und so weiter austauschen können.

Sophia: In einem Fastplex-Betrieb geht das nicht. Also da muss mein Laser schon über

Sophia: eine Weile im Betrieb sein.

Sophia: Ich kann zwar sagen, das sehen wir auch vor, dass ich etwas mehr Laser baue,

Sophia: als ich tatsächlich brauche, damit ich immer wieder einen rausnehmen kann.

Sophia: Und Maintenance machen kann, aber ich fand nicht alle meine hunderte Lasersysteme

Sophia: nach jedem Schuss korrigieren.

ilan: Sorry, ich habe letzte Woche gerade ein bisschen erzählt, was in Colorado ist und was in München ist.

Sophia: Genau, in Colorado, wir bauen gerade zwei dieser Lasersysteme,

Sophia: die sind auch schon relativ weit fortgeschritten, die werden dann in diese Facility

Sophia: in den USA eingebaut und genau, da ist dann einfach das Ziel,

Sophia: diese KPIs, diese technischen KPIs dann auch nachzuweisen.

Sophia: Und genau, wir bauen das gerade dieses Jahr, Ende des Jahres soll es fertig werden.

Sophia: Wir haben immer so einen Timelapse im Office, den man auch anschauen kann, wie weit es gerade ist.

Sophia: Es war total cool zu sehen, die letzten Jahre war immer, wenn man den Timelapse

Sophia: angeschaut hat, sieht man halt so die ganzen Laster und so weiter, Wagger auf der Anlage.

Sophia: Und mittlerweile, so seit drei,

Sophia: vier Monaten, ist dann immer am Ende des Timelats auf einmal ein Gebäude.

Sophia: Genau, und das ist jetzt das Ende des Jahres fertig und der kommt ja dann mal bei uns.

ilan: Cool, und wie verteilt sich das sozusagen grob von den

ilan: Funktion und der Anzahl der Mitarbeiter aus den beiden Standorten München und Colorado.

Sophia: Genau, wir haben gerade ein recht kleines Team noch in Colorado.

Sophia: Es sind so drei Leute aktuell und das werden wir bis Ende des Jahres dann auch

Sophia: weiter aufbauen. Weil dann geht es natürlich auch in das Commissioning der Anlage,

Sophia: in das Commissioning der Lasersysteme und so weiter.

Sophia: Da brauchen wir dann auch ein Team vor Ort.

Sophia: Und aktuell, der Bau der Anlage wird übernommen von der Colorado State University

Sophia: und gemeinsamen Partnern, was natürlich für uns super cool ist, weil,

Sophia: wir quasi unser Equity investieren können in die Entwicklung der Technologie

Sophia: und nicht in den Aufbau eines Hauses.

Sophia: Aber genau, deshalb war jetzt da für uns aktuell noch nicht so viel zu tun und

Sophia: das ist deshalb noch relativ schlank.

ilan: Die Colorado State University, CSU. Genau, ja.

Sophia: Kostet auch irgendwann mal auf, hä, wieso baut die CSU mit einer Technologie-Ernustrator in Amerika?

ilan: Du hast ja auch gesagt, Teil deiner Rollenbeschreibung ist Finanzierung, Fundraising.

ilan: Über 400 Millionen Dollar oder sowas, das ist eine enorme Menge für ein europäisches

ilan: Deep Tech, da gucken alle hin.

ilan: Wie war das? Series B vor einem Jahr oder sowas? Dann haben wir eine Extension

ilan: gemacht. Wie habt ihr die Investoren

ilan: überzeugt, in so eine risikoreiche Wagnis-Technologie zu investieren?

Sophia: Naja, risikoreiche Wagnis-Technologie ist jetzt natürlich ein sehr deutsches Framing.

Sophia: Am Ende des Tages ist die Frage, in einem Investment ja immer eine Balance zwischen Risiko und Potenzial.

Sophia: Und das glaube ich, ist in unseren Investoren schon klar. Ja,

Sophia: es gibt ein technologisches Risiko, das ist auch früher als in anderen Unternehmen,

Sophia: aber das Potenzial des Marktes, das Return-Potenzial ist halt auch dementsprechend ein bisschen größer.

Sophia: Und das muss halt immer zueinander passen. Ich kann wahrscheinlich kein,

Sophia: also das Investment, wo ich zwar niedriges Risiko habe, enormen Return habe, muss mir jemand zeigen.

Sophia: Da will da natürlich jeder investieren. Genau. Aber das ist,

Sophia: glaube ich, so grundsätzlich die Gewertung, wie da vorgenommen wird.

Sophia: Wie konnten wir unseren Bitcoin überzeugen? Natürlich ist es einfach fundamental

Sophia: wichtig, dass man die Meinstände, die man sich vornimmt, auch umsetzt,

Sophia: dass man einen innovativen Ansatz hat, dass man ein exzellentes Team hat.

Sophia: Ich glaube, da sind wir einfach bisher sehr gut aufgestellt.

Sophia: Es ist natürlich auch ein Thema, wir haben auch noch hohe Kapitalbedarfe,

Sophia: man muss einfach auch in Kontakt bleiben, Beziehungen über einen langen Zeitraum aufbauen und so weiter.

Sophia: Fusion ist jetzt nichts, wo ich einen Cold-Outreach mache und einen Twitch-Deck

Sophia: vorlege und dann wird man einfach mal so.

Sophia: Da muss man schon auch Vertrauen aufbauen zwischen den anderen Leuten.

ilan: Nicht einfach so eine Pitch-Competition und dann die Teil-Kirche.

ilan: Ja, das ist vielleicht auch ein bisschen zu bilderbuchhaft.

ilan: Aber genau, dann habt ihr nochmal so eine 50 Millionen Extension gemacht,

ilan: wenn ich das richtig gesehen habe.

ilan: Und da hatten wir Siemens Energy Ventures, Equity und den EIC Fund.

ilan: Wie war das? Was sind das für Arten von unterschiedlichen Hintergründen von Investor?

Sophia: Also das ist ganz fundamental eines unserer Kernprinzipien im Fundraising,

Sophia: dass man wirklich ein breit gefächertes Portfolio an Kapitalgebern da zusammenbringt.

Sophia: Wir haben sehr, sehr starke Family Offices dabei, die einfach ein bisschen die

Sophia: Langflüssigkeit mitbringen. Wir haben sehr starke VCs dabei.

Sophia: Dabei wir haben jetzt eben auch strategische Investoren, beziehungsweise Energy

Sophia: natürlich jetzt auch jemanden, der auf der Technologieseite unterstützt,

Sophia: aber auch davor schon die Deutsche Telekom, die Investor Demand-Signal-Trift gegründet hat.

Sophia: Und dann öffentliche Investoren wie jetzt EIC und auch andere,

Sophia: Sprint in Deutschland zum Beispiel.

Sophia: Und das ist einfach ganz wichtig, dass man da ein gutes Setup findet,

Sophia: weil wir lange Horizonte haben und da einfach auch eine Investorenbasis brauchen,

Sophia: mit der wir diesen Weg gemeinsam über einen langen Zeitraum auch gehen können.

ilan: Und hat sich das irgendwie nach der letzten Extension dann nochmal verändert,

ilan: wie man mit denen zusammenarbeitet? Bei so einem Stratege wie Siemens denkt

ilan: der irgendwie auch anders drüber nach, als die anderen Investoren,

ilan: die ihr vorher drin hattet. Wie ist da so die Arbeitsteilung?

Sophia: Ja, also ich meine, wir sind natürlich ständig dabei, uns zu professionalisieren,

Sophia: unser Board-Setup zu professionalisieren und so weiter.

Sophia: Da gibt es jetzt gar nichts so sehr aus den neuen Investoren.

Sophia: Zudem konnte ich ja einfach generell, dass wir älter werden und da einfach uns weiterentwickeln.

Sophia: Aber genau, da sind wir auf jeden Fall auch dabei, neue Wege zu gehen,

Sophia: wie wir, ja, so wie das sind, die Garandent aufsetzen, um uns da bestmöglich

Sophia: auch für die Zukunft aufzustellen.

ilan: Cool. Und lassen wir mal zu diesem Pass-Igniter-Konzept kommen.

ilan: Also ihr habt ja sozusagen noch keinen funktionierenden Prototyp oder für den

ilan: kleinen Teil dann doch. Also das ist ja noch nicht so ganz klar.

ilan: Wenn ihr nochmal ausschlüsselt könntest, warum ihr glaubt, dass dieses Konzept

ilan: so wichtig ist für die Kommerzialisierung.

Sophia: Ja, ich fange vielleicht einmal nochmal vorne an bei diesem Experiment in den USA.

Sophia: Also super cool, die haben gezeigt, man kann mit einem Laserpuls am Ende Fusionsreaktionen

Sophia: auslösen, die genug Energie liefern, dass es mehr ist als in einem Laserpuls.

Sophia: Genau. Jetzt ist es aber so, es ist immer eine Frage der Systemgrenzen.

Sophia: Wenn ich auszoome und berücksichtige, wie viel Strom gebraucht wurde,

Sophia: um den Laser zu betreiben und einen Lichtpuls aus diesem Laser zu erzeugen,

Sophia: dann ist ganz schnell wieder, na Gott, das war nicht so. Dann ist das Verhältnis wieder.

Sophia: Kein Energiegewinn an der Stelle. Und da gibt es einfach verschiedene Hebel,

Sophia: an die ich jetzt rangehen kann, wie ich das effizienter mache.

Sophia: Der Laser in den USA oder die Laser in den USA haben einfach 0,5 Prozent Steckdosen-Effizienz,

Sophia: sag ich mal. Also von dem Energiebedarf, den ich aus der Steckdose nehme,

Sophia: kommen nur 0,5 Prozent in meinem Lichtpuls an.

Sophia: Da habe ich ein irre großes Potenzial, Effizienz rauszuholen.

Sophia: Das Zweite ist, wir nutzen einen Ansatz, die Laser werden quasi in so eine Target-Kapsel,

Sophia: eingebracht, die Laserstrahlen und in der Kapsel dann in verschiedene andere

Sophia: Energieformen immer umgewandelt, werden reflektiert, dann X-Rails und andere,

Sophia: sodass ich dann quasi diese Komprimierung des Fusionskerls oder des Brennstoffs erreichen kann.

Sophia: In jedem Umwandlungsschritt verdiene ich wieder ein bisschen Energie.

Sophia: Und da habe ich auch nochmal die Möglichkeit, indem ich einfach die Einkopplung

Sophia: des Laserpulses in das Target effizienter mache, dass ich meine ganze Gleichung

Sophia: wieder positiv bekomme.

Sophia: Das ist im Endeffekt genau das, wo Marve Fusion ansetzt.

Sophia: Wir haben unser eigenes Laser-Design, das jetzt schon mal 20 Prozent effizienter

Sophia: ist als die Lasern dieser Lasern in den USA.

Sophia: Wir haben auch weitere Konzepte, die uns da auch durchaus noch mehr Potenzial geben können.

Sophia: Und zum anderen arbeiten wir an der Energieeinkopplung.

Sophia: Und da setzen wir Aufnahmungsstrukturen. Das ist eigentlich ganz simpel,

Sophia: wenn man sich vorstellt, man schießt mit einem Laser mit Licht auf eine glatte

Sophia: Oberfläche, damit viel vom Licht einfach reflektiert.

ilan: Spiegel ist glatt.

Sophia: Genau. Wenn ich auf Nanostrukturen, wenn ich diese Oberfläche nanostrukturiere,

Sophia: dann habe ich einfach mehr Möglichkeit, mit dem Laserpuls in das Material einzudringen

Sophia: und die Energie auch absorbieren zu lassen.

Sophia: Was dann sehr vereinfacht.

Sophia: Passiert ist, dass ich mit meinem Lichtpuls auf meine Nanostrukturen schieße.

Sophia: Der Lichtpuls hat so eine enorme Kraft, kann man sich vorstellen,

Sophia: wie wenn man den Eiffelturm umdreht und sich auf die Fingerspitze stellt.

Sophia: Quasi der Photonendruck, den dieser Lichtpuls auf die Nanostrukturen ausübt.

Sophia: Er schiebt die Elektronen raus und was übrig bleibt, sind Ionen,

Sophia: positiv geladete Teilchen, die sich gegenwärtig abstoßen und Strahlung.

Sophia: Und die wiederum prallen in einen umliegenden Brennstoffringen und lösen in

Sophia: diesem Brennstoffring dann Fusionsreaktionen aus.

Sophia: Und diese einzelnen Schritte, Lichtpolis, Nadelstrukturen, Nadelstrukturen,

Sophia: Fusionsreaktionen, haben wir in einzelnen Experimenten auch so schon nachgewiesen, validiert.

Sophia: Was jetzt halt fehlt, ist das Ganze zu skalieren. Also bisher sind wir da auf

Sophia: subskaligen Größen noch unterwegs.

Sophia: Ganze zu skalieren und dann quasi auch in einem integrierten Target zu lassen.

ilan: Und aber der Name suggeriert ja Fast-Signal, dass es irgendwie besonders schnell

ilan: ist im Gegensatz zu anderen.

Sophia: Genau. Also durch diese extrem effiziente Absorption in die Nanostrukturen und

Sophia: die Beschleunigung der Ionen, habe ich da quasi genau geht über Geschwindigkeit.

Sophia: Das hilft mir auch enorm dabei, meine Instabilität. Also ein großes Problem

Sophia: bei der Fusion im Allgemeinen und auch bei der Laserfusion im Speziellen sind Instabilitäten.

Sophia: Man kann sich das vorerstellen, bei der Laserfusion versuche ich ja auch teilweise

Sophia: über Kompressionen zu arbeiten.

Sophia: Wenn ich jetzt eine Wasserbombe habe und die quasi in meinen Händen zusammendrücke,

Sophia: dann will die immer zwischen meinen Fingern irgendwo wieder raus.

Sophia: Und das sind Instabilitäten, die ich vermeiden kann, wenn ich so schnell bin,

Sophia: dass es quasi gar nicht zu diesen Instabilitäten kommt.

ilan: Also als du eben über die Wasserbombe gesprochen hast und über den Fusionskern,

ilan: hast du einmal so eine, für alle, die uns in den Lugbohren haben und mich richtig

ilan: auf mich wählen, hast du so eine Behandbewegung mit deinen beiden Händen gemacht.

ilan: Ist das so ungefähr die Größe, die Skala, die mit so und so oder

Sophia: Wie kann man die sagen? Ne, ist deutlich kleiner. Deutlich kleiner.

Sophia: Ja, genau. Also es sind eher so mini kleine Topplatten.

ilan: Okay.

ilan: Und dann, der Ring, der außen rum ist, der ist keine Sphäre,

ilan: sondern der ist wirklich nur ein Ring. Das heißt, es gibt irgendwie so eine

ilan: Art Dimensionalität, dass es nur in die Einrichtung dann.

Sophia: Ja, das Spannende ist auch diese Nanostrukturen, also die Industrie,

Sophia: die führend ist in der Herstellung von extrem kleinen Strukturen,

Sophia: ist ja die Haltblatterindustrie.

Sophia: Das ist für uns extrem cool, weil wir da einfach auf der Innovationsfähigkeit

Sophia: dieser Industrie auch aufbauen können,

Sophia: und haben da auch in verschiedenen Partnerschaften gezeigt, total cool.

Sophia: Was wir brauchen, sind extrem reguläre, kontinuierliche Strukturen,

Sophia: damit ich einfach kontrollieren kann, in welche Richtung gehen die Ionen und

Sophia: die Strahlung und so weiter.

Sophia: Wir haben da mit Partnern auch gezeigt, erste Tests zur Produktion dieser Nanostrukturen,

Sophia: richtige Kunstwerke mit ganz vielen Verästelungen und so weiter.

Sophia: Und dann hat es sechs Monate, fünf Generationen gedauert, bis wir wirklich hochreguläre,

Sophia: wie so ein kleiner Wald, uns stehen hier alle hintereinander, die Nanostrukturen.

Sophia: Und dann nicht nur einzelne Beispiele, einzelne Prototypen, sondern wirklich

Sophia: auch Wafer-Scale, also tausende pro Produktionsgang, genauso wie das in der

Sophia: Leiterindustrie auch passiert.

ilan: Das ist ja nur ein Wafer-Scale, das sollte mir gar nicht so sparen.

ilan: Und lassen wir ein bisschen zum Markt und Kunden kommen.

ilan: Wir haben ja eine Technologie abgedeckt und wie das alles entstanden ist,

ilan: aber ihr wollt ja irgendwie die

ilan: Energie auch ein Unternehmen bringen zum Beispiel, wie Funktioniert das?

ilan: Also wer könnten die ersten Kunden sein von eurem Kraftwerk?

Sophia: Ja, also wir sehen, wir sind relativ früh rausgegangen, da auch mit Endkunden

Sophia: zu sprechen und sehen im Endeffekt so drei Cluster, sage ich mal.

Sophia: Ganz besonderen Bedarf, insbesondere in Deutschland und in Europa,

Sophia: haben die energieintensiven Industrien,

Sophia: also Stahlproduktion, Metallproduktion, Chemie, Vielleicht in Zukunft auch Wasserstoffproduktion,

Sophia: die einfach enorm hohe Energieabnahme, oftmals Strom und Wärme an einem zentralen Ort haben.

Sophia: Die Anlagen stehen da seit hunderten Jahren.

Sophia: Rechnet sich für die nicht, die umzubauen und irgendwie dahin zu bauen,

Sophia: wo jetzt heute günstig Strom produziert werden kann.

Sophia: Und die stehen auch oftmals da, wo früher günstig Strom produzieren werden konnte,

Sophia: irgendwie im Ruhrgebiet oder so zum Beispiel.

ilan: Wo das auch kaum war.

Sophia: Genau, genau. Und die haben einfach enorm hohe Bedarfe, haben da einen großen

Sophia: Need, weil sie im Endeffekt eine Commodity produzieren, im internationalen Wettbewerb stehen.

Sophia: Wenn jetzt irgendwo anders der Strom oder die Energie halb so teuer nur ist,

Sophia: dann haben natürlich die deutschen Spieler einfach einen Wettbewerbsnachteil global.

Sophia: Gleichzeitig ist es aber natürlich so, dadurch, dass sie auch selbst in einem

Sophia: Commodity-Business sind, tun sie sich jetzt am Anfang ein bisschen schwer,

Sophia: das Risiko, das wir aktuell noch mitbringen, auch zu absorbieren.

Sophia: Also wir haben einen großen Bedarf und das werden auch auf jeden Fall die Industrien

Sophia: sein, die früh die Kraftwerke mitgestalten und abnehmen werden.

Sophia: Vielleicht sind es nicht die Ersten, das müssen wir noch schauen.

Sophia: Da zeichnet sich eine neue Gruppe ab, auch in den USA. Insbesondere haben wir

Sophia: da wirklich schon auch unterschiedliche Stromabnahmeverträge beobachtet.

ilan: Beobachtet aber nicht ihr?

Sophia: Genau. Das ist Datacenter und AI.

Sophia: Also in den USA Microsoft mit einem Wettbewerber und Google mit einem Wettbewerber.

Sophia: Natürlich enorme Energiebedarf ja auch oder Sprungbedarf jetzt in dem Fall konkret.

Sophia: Und ja, enormes Wachstum auf der Seite, vergleichsweise aber halt auch diese

Sophia: tiefen Taschen, die sich erlauben können, auch mal ein gewisses Risiko mitzugehen.

Sophia: Auch in Deutschland, da eben die Deutsche Telekom als zweitgrößter Stromverbraucher

Sophia: hat eben auch sich an unserer Series B beteiligt.

Sophia: Und wir sehen auch von, sowohl von denen natürlich, aber auch von den entsprechenden

Sophia: anderen Spielern in Deutschland dann mittlerweile Groß- und Wachstumsinteresse.

ilan: Ja, das wäre jetzt auch meine Frage gewesen. Braucht man überhaupt irgendwelche

ilan: Abnahmeverträge oder ist am Ende, es ist ja irgendwie ein Hochrisikoabnahmevertrag,

ilan: macht es da nicht mehr Sinn, quasi direkt eine Investition zu machen,

ilan: also sozusagen als Wagniskapitalgeber, so wie es sich die Telekom strukturiert hat?

ilan: Oder braucht es wirklich ein Google, die sagen, ja, wenn es dann da ist,

ilan: nehme ich es ab. Also am Ende, wir haben ja einen sehr gut funktionierenden, hochliquiden,

ilan: deutschen Strommarkt, eine der größten Gebotszonen in Europa,

ilan: die größte Gebotszone in Europa und weltweit.

ilan: So, braucht man da überhaupt PPAs für oder funktioniert es eigentlich,

ilan: also wenn es dann einmal da ist, dann wollen es doch alle haben, oder?

Sophia: Ja, also ich denke, es wird ein Mix sein. Klar braucht es die Investitionen

Sophia: und vor allem jetzt braucht es

Sophia: die auch, aber es wird in Zukunft auch die Stromabnahmevertränke brauchen.

Sophia: Das war ja auch bei den Erneuerbaren im Endeffekt am Anfang so und ist immer noch so.

Sophia: Ein Stromabnahmevertrag ermöglicht es mir als Unternehmen halt auch teilweise

Sophia: durch Fremdkapitalfinanzierung meine Anlagen zu finanzieren und wir sind schon

Sophia: davon überzeugt, dass es auch notwendig und hilfreich sein wird für die ersten Anlagen,

Sophia: da einen Stromabnahmevertrag einzugehen.

Sophia: Man kann ja immer diskutieren, sowohl bei den Investments durch einen möglichen

Sophia: Abnehmer als auch bei Stromabnahmeverträgen das ganze meilensteinbasiert,

Sophia: zu gestalten, sodass jetzt für beide Seiten das Risiko dann,

Sophia: irgendwie auch fair verteilt wird, dass man jetzt nicht hier up front das ganze

Sophia: Volumen eines Stromabnahmeverträges bezahlen muss, sondern man sagt,

Sophia: wenn gewisse Meilensteine erreicht sind, dann werden auch Payments ausgelöst.

ilan: Und du hast im Vorgespräch gesagt, dass du deine Doktorarbeit jetzt gerade jüngst verteilt hast.

ilan: Glückwunsch dafür. Ich stelle darauf an, in der Intro sage ich dann Frau Doktor.

ilan: Aber du hast dich ja in der Arbeit auch um die Integration von Fusionen in den

ilan: Energiemarkt damit befasst.

ilan: Gibt es da besondere Hürden, die du siehst, die jetzt nicht physikalischer Natur

ilan: sind, sondern wie wichst du da aus? entleiten hast.

Sophia: Also ich habe mir ganz bewusst nicht angeschaut, was die technischen Herausforderungen

Sophia: sind oder kann Fusion funktionieren, sondern wirklich an den Punkt eingesetzt,

Sophia: was passiert, wenn die Fusion funktioniert. Wie verändert sie unser System?

Sophia: Ich bin ja Energiewirtschaftlerin, deshalb habe ich mich quasi auf meine Fokusthemen

Sophia: da auch konzentriert und habe da Energiesystemanalysen durchgeführt.

Sophia: Also Vergleiche zwischen einem System mit Fusion zu verschiedenen Kostenpunkten,

Sophia: zu verschiedenen Zeitpunkten mit einem System ohne Fusion.

ilan: Hast du dann so die Energiesystemmodelle PyPSA?

Sophia: Genau, Pipestar.

ilan: Ja, cool. Grüße gehen raus. Ja, genau. Die Open-Source-Modeling-Community,

ilan: die mir auch sehr anherrscht.

Sophia: Genau, ich habe Pipestar dafür genutzt, weil Pipestar natürlich den Vorteil

Sophia: hat, es gibt ein vorparameterisiertes Modell.

Sophia: Da sind einfach schon alle Annahmen zum Energiesystem, Es ist ein Set von Annahmen

Sophia: zum Energiesystem drin, das integriert auch

Sophia: die aktuelle Brownfield-Infrastruktur schon total schön und es ist sehr,

Sophia: sehr umfassend und ich konnte mich dann quasi darauf konzentrieren,

Sophia: diesen System dann noch als weitere Technologieoption,

Sophia: Fusionsenergie mit verschiedenen Parametersets zur Verfügung zu stellen.

Sophia: Und habe mich dann darauf konzentriert, eben da verschiedene Szenarien miteinander

Sophia: zu vergleichen, was kann der Impact sein.

Sophia: Was super spannend ist, aus meiner Sicht ist, also der technische Beitrag,

Sophia: der Marktanteil, sowohl jetzt installierter Kapazität als auch Energieerzeugung,

Sophia: kann wirklich enorm groß sein.

Sophia: Egal, wann die Fusion kommt, kommen wir, wenn wir bis 2100 modellieren,

Sophia: kommen wir bei ähnlichen Marktanteilen raus.

Sophia: Aber man muss schon auch sagen, je früher die Fusion kommt, desto größer ist

Sophia: der wirtschaftliche Impact.

Sophia: Also ein Gigawatt-Fusionskapazität, das nach 2050 installiert wird,

Sophia: hat einfach weniger Systemkosteneinsparungspotenzial als ein Gigawatt,

Sophia: das vor 2050 installiert wird.

Sophia: Unter der Annahme, dass wir es schaffen, bis 2050 unser System auch zu dekabonizieren.

ilan: Weil wir dann nicht sozusagen viele der Investitionen tätigen,

ilan: die wir nicht brauchen in eine Fusion. Also zum Beispiel eine Überbauung des

ilan: Netzes und eine Überbauung von einer anneuerbaren Produktionsindustrie.

Sophia: Ja, also man sieht auch, der Systemeffekt, den Fusion hat, der kommt nicht primär

Sophia: aus dem günstigen Strom.

Sophia: Fusion ist in meinen Annahmen, und die ich ja auch aus der Literatur und so

Sophia: weiter hergeleitet habe, nicht die günstigste Stromerzeugungsvariante.

Sophia: Solarenergie zum Beispiel wird immer günstiger sein.

Sophia: Aber ich habe halt mit Fusion die Möglichkeit, Grundlaststrom zu erzeugen.

Sophia: Und damit spare ich mir halt ganz viel Systemkomplexität ein.

Sophia: Ich muss weniger Speicher bauen, ich muss weniger Stromnetze ausbauen.

Sophia: Ich kann die Erzeugung wieder mehr an den Bedarf anbringen.

Sophia: Man sieht zum Beispiel, so ist ja ein europäisches Modell, man sieht zum Beispiel in dem Szenario,

Sophia: ohne Fusion, dass halt enorm viel der Erzeugung dann in die Randregionen Europas

Sophia: abwandern, also in den Süden wegen Solar, in den Norden wegen Wind.

Sophia: Und in einem Szenario mit Fusion kommt das alles wieder dahin,

Sophia: wo auch die Demandcluster sind, zum Beispiel halt dann auch mehr Erzeugung in Deutschland.

Sophia: Und das wiederum führt dann dazu,

Sophia: dass Fusion halt einen enormen Kosteneinsparungsfaktor darstellen kann.

ilan: Das ist ja

ilan: das große Versprechen, dass wenn das kommt, dass wir eben weniger System umbauen

ilan: müssen oder Systemumbaukosten vermeiden müssen.

ilan: Es gibt ja jetzt nicht nur Fans von Fusionsreaktoren oder den Ideen,

ilan: dass sie irgendwann mal kommen.

ilan: Kriegst du manchmal Gegenwind aus der, was weiß ich, Anneuerbaren-Community

ilan: oder aus der Gaslobby-Art-Gaskarte, die schon bei dir angerufen und gesagt hat,

ilan: was macht dir denn daran immer auf? Oder hey, die sind eigentlich supportive gerade, oder?

Sophia: Supportive, genau. Also generell

Sophia: haben wir politisch gerade sehr viel Rückenwind, was uns ja freut.

Sophia: Die deutsche Bundesregierung hat ja in ihrem Koalitionsvertrag sich auch vorgenommen,

Sophia: wenn man das erste Fusionskraftwerk der Welt in Deutschland stehen soll,

Sophia: was wir sehr begrüßen und da auch jeden Tag hart an Arbeiten.

Sophia: Aber klar gibt es auch Gegenwind. Ich glaube, viel davon kommt so ein bisschen

Sophia: aus der Angst heraus, dass wir jetzt nur noch Fusion machen und mit dem Rest

Sophia: der Energiewende jetzt aufhören.

Sophia: Das wäre aber nicht unsere Position beim Mavic-Gilfen. Also wir sagen schon,

Sophia: man muss die Energiewende weiter vorantreiben.

Sophia: Aber Fusion eben genauso.

ilan: Kann ein Bestandteil sein. Sollten wir aus Risiko-Diversifikationsgründen sowieso

ilan: nicht alle Eier in einen Korb. Absolut.

Sophia: Und wenn ich jetzt sage, also die Forderungen, die wir so stellen,

Sophia: was wir brauchen, ist so ein kleiner, einstelliger Milliardenbereich.

Sophia: Wenn ich mir überlege, wie viele Milliarden gebraucht werden,

Sophia: um das Netz umzubauen, um erneuerbare Überkapazitäten zu bauen und so weiter,

Sophia: dann ist es eigentlich verhindernmäßig wenig.

Sophia: Und ich kaufe mir damit ja quasi eine Option, dass ich eben viele von den anderen

Sophia: Investitionen gar nicht dringenderweise machen muss, wenn ich das mit den kommerziellen

Sophia: Gesundheitskraftwerken hinfahre.

ilan: Was ist die Forderung gerade? So drei Milliarden oder so

ilan: aus den Interessenverbänden sozusagen von euch? Das ist ja im Vergleich zu den

ilan: Förderungen, die wir in andere Subventionen gesteckt haben, schon deutlich kleiner eigentlich,

Sophia: Oder? Genau, also wir sind auch deshalb überzeugt davon, dass diese Unterstützung

Sophia: auch möglich sein sollte.

Sophia: Wie gesagt, weil ich mir damit Einsparungen an anderen Ecken ermöglichen kann,

Sophia: wenn ich das hinbekomme.

Sophia: Und am Ende des Tages ist es auch einfach fundamental wichtig,

Sophia: dass wir hier als Deutschland auch entschlossen voran gehen und auch mal ein

Sophia: bisschen Ambition zeigen, sage ich jetzt mal.

Sophia: Wenn man sich wieder den globalen Fusionsmarkt anschaut, dann sind einfach die

Sophia: Finanzierungsbedingungen in den USA,

Sophia: deutlich besser und da brauchen wir einfach auch die Unterstützung sowohl aus

Sophia: der Politik als auch aus der Industrie und da müssen wirklich jetzt mal alle,

Sophia: am selben Strang ziehen.

Sophia: Es sagt immer, wir haben die Softwarewelle verpasst, wir haben die AI-Welle verpasst.

Sophia: Jetzt versuchen wir gerade noch irgendwie einen Fuß in die Defensewelle zu bekommen.

Sophia: Und Fusion könnte wirklich diese Welle sein, wo wir zum ersten Mal wieder ganz vorne mit dabei sind.

Sophia: Wenn wir uns jetzt nicht im Übrigen, wir wollen es allen recht machen, verhindern.

ilan: Es gibt ja drei deutsche Fusion-Startups, also Marvel mit euch,

ilan: dann Proxima und Focus Energy noch. Und ihr fordert drei Milliarden.

ilan: Würdest du sagen, dass es realistisch ist, dass das kommt? Und wenn es nicht

ilan: kommt, braucht ihr es wirklich?

ilan: Was ist der Unterschied, ob es anderthalb sind oder zwei sind?

Sophia: Am Ende des Tages hat das Geld einen signifikanten Impact auf Geschwindigkeit.

Sophia: Wenn der Anspruch ist, dass wir das erste Fusionskraftwerk in Deutschland bauen,

Sophia: der politische Anspruch, dann brauchen wir eben auch die entsprechenden Rahmenbedingungen.

Sophia: Das inkludiert auch die entsprechenden Finanzierungsmöglichkeiten.

Sophia: Das am besten finanzierte Fusionsstartup weltweit ist aus den USA.

Sophia: Die haben drei Milliarden eingesammelt. Alleine.

Sophia: Also die beurdern das nicht. In einem Verbreitung sind wir alleine schon aus

Sophia: privaten Mitteln auch zum großen Teil das eingesammelt.

Sophia: Solche Runden in Europa zu strukturieren, ist extrem schwierig.

Sophia: Und da haben wir einfach einen Wettbewerbsnachteil.

Sophia: Wir sind trotzdem ja relativ weit gekommen. Also man könnte sagen,

Sophia: Notmacht erfinderisch.

Sophia: Wir haben da schon auch smarte Wege gefunden, wie wir uns finanzieren können.

Sophia: Wir haben viel über bestehende Infrastruktur auch schon an Fortschritten erzielen

Sophia: können durch unsere Experimentalkampagnen an bestehenden Laseranlagen zum Beispiel.

Sophia: Also das heißt, es hört jetzt nicht auf, wenn wir diese Finanzierung nicht bekommen,

Sophia: aber unser Anspruch, das erste Kraftwerk in Deutschland zu bauen,

Sophia: würde darunter fehlfrei sein.

ilan: Und wenn alles gut geht,

ilan: plant ihr mit Reaktoren, die live sind und ganz viel Strom ins deutsche Netz schicken,

ilan: In fünf Jahren, in zehn Jahren, in fünf Jahren, was ist euer aktueller Plan?

ilan: Ihr seid sicher sehr ambitioniert, wie ich mal verpasst.

Sophia: Mitte der 30er ist unser Plan. Zwei Dinge, die dafür ganz entscheidend sind,

Sophia: ist einmal Parallelisierung.

Sophia: Also historisch gesehen wurde der Fusionsforschung ja vor allem an wissenschaftlichen

Sophia: Instituten vorangetrieben, die da großartige Arbeit gemacht haben,

Sophia: die aber natürlich auch in ihren Mitteln begrenzt sind und deshalb Dinge immer

Sophia: nur sequentiell angehen könnten.

Sophia: Die Freiheit, die wir jetzt als privatwirtschaftliches Unternehmen haben,

Sophia: ist, dass wir das Risiko eingehen können, Dinge parallel zu betrachten,

Sophia: obwohl es vielleicht in einem Workstream noch nicht die volle Klarheit über alle Annahmen besteht.

Sophia: Das heißt jetzt bei uns ganz konkret, dass wir während der experimentellen Validierung

Sophia: auch schon angefangen haben, ein Stabilizer zu entwickeln, die jetzt im Bau

Sophia: sind und auch angefangen haben, ein Werkkraftwerk zu entwickeln,

Sophia: wo wir letztes Jahr eine Pre-Conceptual Design Study mit Siemens Energy durchgeschwitzt haben.

Sophia: Natürlich, dieses Pre-Conceptual Design zum Beispiel ist jetzt eine Basis,

Sophia: das so ein System, das alle Komponente eines Kraftwerks zusammenbringt und so

Sophia: als Basis dienen kann für ein Kraftwerk in Zukunft.

Sophia: Allerdings, da wird sich noch einiges tun, das muss sich weiterentwickeln,

Sophia: das muss sich optimieren und muss quasi immer diesen Loop aus Physik und experimenteller

Sophia: Validierung, Target-Entwicklung, aus Laser-Entwicklung immer zurück zum Kraftwerk und da quasi so einen.

Sophia: Zyklus sicherstellen, damit die einzelnen Webstreams dann auch voneinander profitieren können.

Sophia: Das ist ja die eine Maßnahme. Die andere Maßnahme ist, einfach mit den führenden

Sophia: Unternehmen und Instituten in ihrem jeweiligen Bereich zusammenzuarbeiten und

Sophia: da das Wissen und die bestehende Infrastruktur und so weiter auch sinnvoll für sich zu nutzen.

Sophia: Da haben wir jetzt zum Beispiel auch diese Partnerschaft mit Siemens Energy

Sophia: in der Kraftwerksentwicklung.

Sophia: Ein tolles Beispiel. Müssten wir das Inhouse-Masken, müssten wir tausende Kraftwerksingenieure

Sophia: anstellen und würden ewig brauchen, diesen Wissensbräufer, den Siemens Energy hat, aufzuholen.

Sophia: Und das macht ja für uns auch gar keinen Sinn, das ist nicht der primäre Kern unserer IP-Krise.

Sophia: Klar kommt auch Wissen und IP aus der Integration der Systeme,

Sophia: aber unser Fokus muss natürlich auf der Target-Entwicklung und auf den Lasern,

Sophia: liegen und daraus die Kraft der Entwicklung sinnvoll ergänzen.

ilan: Okay, okay. Mitte der 30er Jahre fängt 2032 an und hört in 1830 auf.

ilan: Also es ist ja ein breiter, aber ich drücke die Daumen, dass es schnell passiert.

Sophia: Ja, nicht mit uns, sondern alt. Wir brauchen dieses Gebühren.

ilan: Als Marktbegleiter und keine Wettbewerber. Aber wie glaubst du oder mit was

ilan: für einem Strommix hast du da in deiner Doktorarbeit auch gerechnet?

ilan: Also das sind ja jetzt dann ungefähr zehn Jahre, sage ich jetzt mal, Mitte der 30er.

ilan: Hat sich da schon, wie weit sind wir da mit den Erneuerbaren in deinen Annahmen,

ilan: also in den Pipeser Bottle Runs, Siluatis, und du sagst, du hast bis 2100 ist

ilan: ja so eine ultralange Uhr geturnt, aber vielleicht kannst du dazu nochmal was sagen,

ilan: welche Erneuerbaren Projekte müssen jetzt schon anfangen, gehen Cashflow rechts

ilan: nun drauf, weil die gucken natürlich auf 10, 15, 20 Jahre, was sie schreiben

ilan: können, mit beachten, dass wir dann irgendwann anfangen zu produzieren.

Sophia: Genau, also Also das ist natürlich die fundamentale Frage dessen,

Sophia: wie schnell können Fusionskraftwerke dazu gebaut werden.

Sophia: Ich habe verschiedene Szenarien angeschaut. Das reine Fusionspotenzial ist natürlich

Sophia: enorm, weil es halt dazu beitragen würde, dass das System sehr günstig wird.

Sophia: Wie schnell man da zubauen kann, habe ich jetzt mal konservativ modelliert,

Sophia: wie schnell wurde die Kernspaltung damals zugebaut.

Sophia: Hatten wir ja vorher eher ein Negativbeispiel, weil einfach nicht auf Standardisierung,

Sophia: Modularisierung und so weiter geachtet wurde.

Sophia: Aber da war man so bei 10 Gigawatt im Jahr, das heißt wenn ich das jetzt annehmen

Sophia: würde, dann könnte ich halt über meine,

Sophia: das rampt dann auch erstmal hoch, typischerweise haben so Energietechnologien

Sophia: ja so eine S-Kurve, wie sie sich verbreiten dann bin ich irgendwo zwischen 50

Sophia: und 100 Gigawatt bis 2050 Okay.

ilan: Pass In Deutschland?

Sophia: In Europa Okay, klar.

ilan: Weil du aus Pipeser Europe Genau Sehr gut um

ilan: Verstanden. Und also würdest du irgendjemandem empfehlen, quasi jetzt weniger

ilan: erneuerbare Investitionen zu tätigen, weil das zu einer starken Konkurrenz kommt

ilan: dann schon innerhalb dieser Cashflow-Zeitraumbetrachtung für einen

ilan: Windpark-Investor oder Solarpark-Investor?

Sophia: Na, ich würde immer empfehlen, sowohl als auch zu machen und sich vor allem daran zu orientieren.

Sophia: Wenn ich heute jemanden fragen würde, ob er jetzt vor zehn Jahren sich lieber

Sophia: schon mal Gedanken über AI gemacht hätte, dann würde jeder sagen, ja, auf jeden Fall.

Sophia: Und ich glaube, mit Fusion sind wir genau an diesem Punkt jetzt.

Sophia: In zehn Jahren schauen wir zurück und denken, sonst hätten wir uns mal 2026

Sophia: schon Gedanken über Fusion gemacht.

Sophia: Wenn ich als Stromeinkäufer ein Grundlastprofil habe und,

Sophia: jetzt in den Austausch mit einem Fusion-Startup, also gerne mit uns trete,

Sophia: dann habe ich natürlich auch die Möglichkeit, über die nächsten Jahre,

Sophia: da ein bisschen auch die Entwicklung mit zu verfolgen, auch die Gestaltung,

Sophia: die Anforderungen einer Fusion-Kraftwerke mit einzubringen,

Sophia: und mir dann möglicherweise, wenn ich mich entsprechend engagiere,

Sophia: auch eine Option zu sichern in den ersten Kraftwerten.

ilan: Und wo finden die, wo dürfen sie dir schreiben? Also auf LinkedIn direkt?

ilan: Nicht, dass es euch jetzt an PR mangelt, aber ihr seid ja dann Energiezone berühmt

ilan: und dann werdet ihr ganz viele Anschriften machen, hoffentlich.

ilan: Wir kommen langsam zum Abschluss. Ich weiß, du bist busy und du hast jetzt auch

ilan: gleich den nächsten Termin. Das will ich respektieren.

ilan: Lass uns noch mal ein bisschen den Blick wieder weiten und vielleicht aufs Politische

ilan: gehen, wenn du jetzt Energieministerin wirst, wenn du oder Bundeskanzlerin,

ilan: let's think big oder was weiß ich, die Europäische Kommission anführen würdest.

ilan: Was wäre dir wichtig an politischen Maßnahmen, eine

ilan: regulative Änderung vielleicht auch, die wir brauchen, damit es euch schneller geht?

Sophia: Also wenn ich Politiker wäre, ich habe großen Respekt. Ich will eigentlich in

Sophia: der Regel nicht tauchen.

Sophia: Wenn ich Politiker wäre und das gilt auch nicht nur für den Energiesektor,

Sophia: dann würde ich nur eine Legislaturperiode aktiv sein wollen und in der Legislaturperiode

Sophia: dann ohne Rücksicht auf Verluste einfach mal einen Plan durchsetzen,

Sophia: der nicht alle unbedingt mitnimmt, weil ich glaube, wir arbeiten uns gerade,

Sophia: daran auf, immer alle versuchen mitzunehmen und uns wieder wählbar zu machen,

Sophia: anstatt wirklich uns an die großen Dinge heranzutrauen.

Sophia: Für die Fusion heißt es konkret, wirklich entschlossen, Rahmenbedingungen zu

Sophia: schaffen, die den Kraftwerksbau ermöglichen.

Sophia: Also nicht nur Einzelmaßnahmen und nicht nur hier ein bisschen,

Sophia: da ein bisschen alle zusammenbringen.

Sophia: Das ist auch wichtig, aber vor allem brauchen wir die große Linie zum Kraftwerk.

Sophia: Wir haben das Ziel, das erste Kraftwerk in Deutschland zu bauen und gerade sehen wir aber noch nicht.

Sophia: Es kommt vielleicht, es sind einige spannende Themen angekündigt,

Sophia: aber wir sehen gerade noch nicht, was da tatsächlich jetzt die Maßnahmen sind,

Sophia: die aufeinander aufbauen in Meilensteinen und dann den Kraftwerksbau auch anbieten.

ilan: Cool. Und vielleicht können wir noch als allerletztes irgendwie so das größte

ilan: Missverständnis der Klärfusion aufräumen.

ilan: Was sind so Widerstände, die irgendwann nerven, wenn man sie zehnmal erklärt

ilan: hat, die man auf den Dinnerpartys, auf den Barbangs gerne einmal komplett ausgeräumt

ilan: haben will, weil es irgendwie so offensichtlich ist.

Sophia: Also was ich immer ein bisschen schade finde, ist, dass wir in Deutschland uns

Sophia: sehr viel damit aufhalten, wann die Fusion endlich kommt.

Sophia: Okay, habe ich jetzt auch schon darauf rumgedrückt. Genau, und ob wir uns damit

Sophia: überhaupt beschäftigen müssen, so ungefähr.

Sophia: In den USA dreht man den Schieß einfach um. Man sagt, man möchte in zehn Jahren

Sophia: Kraftwerk haben, was muss ich jetzt tun, um da hinzukommen?

Sophia: Und das ist ein Moment, was mir hier noch ein bisschen fehlt und was ich extrem

Sophia: schön fände, wenn wir da hinkommen könnten.

Sophia: Ich glaube, Bill Gates hat mal gesagt, man überschätzt, was man in einem Jahr

Sophia: erreicht und man unterschätzt, was man in zehn Jahren erreicht.

Sophia: Ich glaube, das ist ganz fundamental, die Light-Venier-Defusion.

ilan: Aber das ist trotzdem einmal die 12- oder 18-Monats-Perspektive.

ilan: Was sind so Einschränkungen, auf die ihr euch freut?

ilan: Was passiert bei dir? Ihr werdet ja dann hoffentlich eine Update-Folge machen,

ilan: wenn ihr einen riesengroßen Meisterstein erreicht habt.

ilan: Worauf blickst du dann zurück? Was wir wirklich stolz gemacht haben?

Sophia: Unser Proof of Technology in den USA, also der Nachweis unserer Laser-Technologie,

Sophia: und dann in Deutschland hoffentlich ein meisteinbasiertes Finanzierungsprogramm,

Sophia: bei dem wir dann anfangen können, wirklich auch an die großen Infrastrukturen,

Sophia: die Pilotanlage heranzugehen,

Sophia: in den Permitting-Prozess einzusteigen, den ersten Abnahmevertrag unterschreiben

Sophia: und dann die Fusion wirklich umsetzen.

ilan: Okay, cool. Sophia, vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und ganz viel Erfolg euch.

Sophia: Dankeschön.

Ilan: So, das war das Gespräch mit Sophia von Marvel Fusion.

Ilan: Und bevor wir jetzt, wie versprochen, in die technische Tiefe nochmal abtauchen,

Ilan: habe ich eine ganz kurze Bitte an euch, wie immer,

Ilan: wenn euch diese Folge gefallen hat und ihr die

Ilan: Einblicke, die tiefen Einblicke in die Technologien und Strategien aus der Energiewelt

Ilan: hier bei uns in der Energiezone schätzt, dann lasst dem Podcast bitte eine Bewertung da.

Ilan: Egal auf welcher Plattform ihr seid, abonniert ihn irgendwie und teilt die Folge

Ilan: mit ein, zwei, drei anderen Leuten aus eurem Netzwerk, die den Content vielleicht

Ilan: auch spannend finden oder die davon wirklich profitieren würden.

Ilan: Warum fragen wir das? Naja, Reichweite und Wachstum helfen uns enorm dabei,

Ilan: auch in Zukunft gute Inhalte in genau dieser Tiefe zu produzieren und freuen

Ilan: uns sehr über eure Unterstützung.

Ilan: Wenn ihr jetzt aber eher zu den weniger technisch Interessierten gehört,

Ilan: könnt ihr an der Stelle schon aussteigen.

Ilan: Geschäftsmodelle haben wir jetzt besprochen und Strategien und so weiter aus

Ilan: der Startup-Brille und Innovationsbrille.

Ilan: Aber für alle, die jetzt wieder an die Arbeit müssen, bis nächste Woche in der

Ilan: Energiezone, ganz viel Spaß.

Ilan: Und für alle anderen habe ich mir überlegt, mache ich jetzt noch so einen Technical

Ilan: Add-on. Also ich möchte das, was ich hier verstanden habe und was hier technisch

Ilan: auch auf dem Spiel zu stehen scheint, nochmal zu.

Ilan: Ja, auf eine gewisse Art und Weise persönlich und plastisch machen,

Ilan: aufgrund von dem Eindruck, den ich hier gewinnen konnte.

Ilan: Also ich war jetzt im Nachgang an die Aufnahmen mit Sophia in Berlin noch in

Ilan: Colorado. Von hier nehme ich auch gerade auf.

Ilan: Also ich war heute konkret in Fort Collins an der Colorado State University.

Ilan: CSU, CSU, natürlich nicht die bayerische, sondern hier die Coloradierne.

Ilan: Und ich durfte dort wirklich nah dran sein. Ich habe, wie man sich es vorstellt,

Ilan: ein bisschen klischeehaft so einen weißen Kittel angezogen.

Ilan: So eine Laserbrille aufgesetzt und dann war ich halt da in diesem Lab und habe

Ilan: dann vor Ort gesehen, wie sie den Laser langsam hochfahren, wie so ein paar

Ilan: Wissenschaftler dann da ihre Experimente vorbereitet haben und konnte ganz viele Fragen stellen.

Ilan: Insbesondere an Alex und Eric. Beste Grüße gehen raus.

Ilan: Ich weiß gar nicht, ob die jetzt auf Deutsch den Podcast hören können,

Ilan: aber ja, mega cool. Es gibt auch da so ein Office. Die Tische,

Ilan: an denen die arbeiten, sind so mega massiv und wirken im ersten Moment fast

Ilan: so wie so Oldschool-Industrie-Hardware.

Ilan: Extrem stabil aufgebaut.

Ilan: Und ich hatte genau da den Gedanken eigentlich, der für mich das Ganze auch

Ilan: in so einer Art Gleichnis übersetzt.

Ilan: Die sehen ehrlicherweise genauso aus, als hätten sie auch im Manhattan Project stehen können.

Ilan: Und naja, wenn es gelingt, Fusionsenergie tatsächlich zu kommerzialisieren,

Ilan: was ja hier die Mission ist, über die wir heute sprechen, mal gesprochen haben,

Ilan: wäre das ein ähnlich riesiger Durchbruch, würde ich sagen.

Ilan: Nicht nur wissenschaftlich, sondern als realer Baustein in der Energieversorgung,

Ilan: die ganz, ganz viele Probleme lösen könnte.

Ilan: Und ich finde das jetzt so cool, ich will jetzt noch mehr erfolgen, ähm,

Ilan: noch mehr Erfolgen der Fusion auch widmen. Ich glaube, da ist echt ein Riesenpotenzial.

Ilan: Aber jetzt, was habe ich heute gesehen? Also diese neue Atlas Facility,

Ilan: steht für Advanced Technology Lasers for Applications and Science,

Ilan: ist noch überhaupt nicht fertig. Also was man von außen sieht,

Ilan: ist einfach eine Baustelle, direkt da schön an der Mountain Range, super schön gelegen.

Ilan: Vom Balken wirkt es wie ein modernes Office-Gebäude oder so,

Ilan: was da gebaut wird, aber handelt sich halt um ein 150-Millionen-Dollar-Projekt.

Ilan: Und im Kern geht es dort genau um die Hardware, die in ihrer Intensität unglaublich

Ilan: schwer zu begreifen ist.

Ilan: Was mich vor Ort am meisten beeindruckt hat, ist sozusagen das absolute Extrem

Ilan: der Skalierung. Also die Anlage wird aus drei so ultra hochintensiven Lasern bestehen.

Ilan: Die gibt es ja noch nicht, aber wir haben mir sozusagen die Vorgängerversionen davon gezeigt.

Ilan: Und die neue soll dann eine Spitzenleistung von sieben Petawatt erreichen.

Ilan: Also ein Petawatt ist eine Billiarde Watt, muss man sich mal überlegen.

Ilan: Also mehr als das 5000-fache der gesamten Stromerzeugungskapazität aus den USA

Ilan: und nochmal Faktor 5 oder so, keine Ahnung, dann Deutschland

Ilan: und gebündelt in sozusagen einen winzigen Sekundenbruchteil,

Ilan: sogenannte Femtosekundenpulse

Ilan: Und dieser unglaubliche Energiewert wird dann synchron auf einen Fokuspunkt

Ilan: von etwa 100 Mikrometern geschossen.

Ilan: Das entspricht ungefähr der Breite von einem menschlichen Haar.

Ilan: Ich glaube, das hat Sophia auch erklärt.

Ilan: Und auch die Targets, die Sophia ja auch erklärt hat, auf die geschossen wird,

Ilan: sind extrem faszinierend.

Ilan: Also Marge Flusen nutzt ja da keine massiven Goldzylinder, in denen irgendwie

Ilan: ein Gas erhitzt wird oder so, sondern jetzt wie zum Beispiel bei der NIF,

Ilan: National Ignition Facility, sondern sogenannte Nanostruktur-Targets.

Ilan: Und die bestehen unter anderem aus Silizium-Nanostrukturen und können mit so

Ilan: etablierten Lithographie-Verfahren aus der Halbleiterindustrie auf Wafern gefertigen.

Ilan: Und das ist das, was da so viel Potenzial auch macht für die Kommerzialisierung

Ilan: da. Also der Brennstoff ist dabei quasi bei Raumtemperatur einfach fester.

Ilan: Das ist wirklich einfach wie so eine

Ilan: Glasscheibe, ein Kristall halt und der physikalische Mechanismus,

Ilan: den ich heute erst so richtig verstanden habe, was ich da war,

Ilan: der dahinter ist, ist einfach, anstatt einfach nur ein Plasma ultraheiß zu machen,

Ilan: also sogenannte thermische Fusion, geht es hier nicht nur um thermische Fusion, sondern

Ilan: die Laser Energie, die da

Ilan: Geschossen wird, versetzt die Kristallstrukturen der Targets in einen extrem angeregten Zustand.

Ilan: Also die Energie wird gezielt genutzt, um die Atomkerne des Brennstoffs dann

Ilan: auf eine hohe Geschwindigkeit zu beschleunigen, um so die Fusionsreaktion dann auszulösen.

Ilan: Und der Laser selbst starten wie so sehr kleine Blitzimpulse.

Ilan: Also da werden in Zukunft so Halbleiter-Dioden benutzt, das sind jetzt aktuell

Ilan: noch andere, und werden dann wie so in so Verstärkerröhren über eine Distanz

Ilan: von, wenn man es alles in einer Linie hätte, mehr als 100 Metern immer weiter hoch energetisiert.

Ilan: Aber das war nicht 100 Meter lang, sondern war ein kleineres Labor,

Ilan: ich schätze das mal 100 Quadratmeter oder 200 Quadratmeter oder sowas,

Ilan: und dann quasi wie so Schlaufen gelegt.

Ilan: Aber wenn man es halt hintereinander machen würde, dann wäre es 100 Meter lang.

Ilan: Und das alles passiert ja nicht nur einmal, sondern aktuell,

Ilan: in der aktuellen Version

Ilan: Der Anlage dauert drei Hertz, also dreimal pro Sekunde. Und für das kommerzielle

Ilan: System ist das dann anvisiert mit einer Wiederholungsrate von zehn Hertz,

Ilan: zehn Blitze pro Sekunde.

Ilan: Und aktuell schaffen sie die 3 Hertz auch nur über so 30, 40 Sekunden.

Ilan: Und warum finde ich das so spannend? Warum emotionalisiert mich das so?

Ilan: Naja, in der Energiezone geht es ja immer auch darum, was am Ende im Markt landet.

Ilan: Und wenn diese Anlage...

Ilan: Dann irgendwann ab Ende des Jahres oder irgendwann am Anfang nächstes Jahr oder

Ilan: auch immer, beweist, dass diese Systemkette aus,

Ilan: was sie Wallplug-Efficiency nennen, also Wand zu

Ilan: Steckdosen-Effizienz und dann auch die Target-Fertigung und diese 10 Hertz-Dauerfeuer,

Ilan: wenn das alles stabil funktioniert, dann verändert das halt die Energieplanung

Ilan: der Industrie fundamental.

Ilan: Und ich muss ehrlich sagen, so vor diesem Besuch war Laserfusion für mich einfach

Ilan: vor allem etwas sehr Abstraktes und irgendwie spannend auch und so,

Ilan: aber irgendwie ein Konzept auf Papier und vielleicht PowerPoint-Folien oder

Ilan: irgendwelchen Startup-Pitches oder so.

Ilan: Aber wenn man dann da hier in den Facilities steht und die Hardware sieht und

Ilan: mit den smarten PhD, Nuclear Physicists und Electric Engineering Dudes spricht,

Ilan: dann spürt man eigentlich irgendwie so, was da drin ist und auch so diese unfassbare

Ilan: Ingenieursleistung, wo schlaue Leute dran arbeiten.

Ilan: Und ja, das emotionalisiert mich.

Ilan: Ich fände es einfach mega cool, wenn wir es in Deutschland schaffen würden,

Ilan: mit einem deutschen Deep Tech Unternehmen diese absolute Zukunftstechnologie

Ilan: mit als erstes auf die Straße zu bringen und nicht erst dann,

Ilan: wenn der Zug schon abgefahren ist.

Ilan: Und genau, ich habe auch ein paar Bilder gemacht, die packe ich wahrscheinlich

Ilan: auf LinkedIn, könnt ihr auf meinem LinkedIn-Profil euch anschauen,

Ilan: wie es da so aussah, auf jeden Fall, genau, das war jetzt ein bisschen mein

Ilan: persönlicher Take nochmal und das bisschen Technical Deep Dive hier,

Ilan: was ich da so gelernt habe, auf jeden Fall ganz, ganz

Ilan: Viel Spaß beim Weitergucken, es gibt auch richtig coole andere Podcasts zum

Ilan: Thema Fusionsenergie, wie gesagt, will da noch ein bisschen mehr aufholen,

Ilan: aber soweit erstmal von mir,

Ilan: wünsche euch alles, alles Gute, Bis zum nächsten Mal in der Energiezone. Macht's gut.