E#118 Energiemärkte im Aufruhr – Energiefrühstück live von der OMR
Shownotes
In dieser Sonderfolge der Energiezone richten wir unser Augenmerk auf die ganz aktuellen Herausforderungen und Chancen, die die Energiewende prägen, live aufgenommen beim fünften Energiefrühstück auf der Dachterrasse der OMR in Hamburg. Unsere zwei starken Gäste, Karl Wuppermann von Citadel Flexpower und Torge Larsen von Encentive, teilen ihre tiefgreifenden Einsichten, speziell zur Flexibilität auf den Energiemärkten.
Der Gastgeber Benjamin Minack von RYSM gibt einen Einblick in die Entwicklung der Energiefrühstücke, die mittlerweile eine kleine Tradition geworden sind. Hier werden nicht nur Branchenakteure zusammengebracht, sondern auch wertvolle Informationen zu Energiewende und Marktentwicklungen ausgetauscht. Er bringt hervor, wie wichtig es ist, die Energiewende nicht nur fachlich tiefgehend zu diskutieren, sondern auch in verständlichen Begriffen zu erklären, um eine breitere Akzeptanz zu schaffen.
Die Episode zielt darauf ab, die aktuelle Marktsituation zu beleuchten, die durch geopolitische Krisen wie die Iran-Krise und deren Auswirkungen auf Öl- und Gaspreise dramatische Volatilitäten hervorrufen. Karl von FlexPower spricht über die Bedeutung von Flexibilität im Trading und erklärt, wie sein Unternehmen erneuerbare Energiequellen besser in den Markt integrieren kann. Er hebt die Wichtigkeit von flexibler Stromnutzung durch Unternehmen hervor, um auf plötzliche Preisänderungen schnell reagieren zu können.
Torge von Encentive hingegen widmet sich der technischen Flexibilisierung industrieller Verbraucher. Er erläutert, wie Unternehmen durch modulares Energiemanagement und marktgerechte Anpassungen ihrer Produktionsprozesse nicht nur ihre Energiekosten optimieren, sondern auch signifikante Wettbewerbsvorteile erlangen können. Dabei veranschaulicht er mit Grafiken die jüngsten Preisschwankungen und das immense Potenzial, das Unternehmen durch eine flexible Reaktion auf volatiles Preisangebot nutzen können.
Die Diskussion umfasst Fragen zur Verfügbarkeit und Handlungsfähigkeit von Industriekunden in Zeiten von Preisfluktuationen sowie die Herausforderungen, die damit einhergehen. Beide Experten betonen die Notwendigkeit, Transparenz in den Energieprozessen zu schaffen und präsentieren verschiedene Strategien, wie Unternehmen diese Flexibilitäten aktiv nutzen können. Zudem wird die Bedeutung von standardisierten Power Purchase Agreements (PPAs) thematisiert, die eine neue Dynamik in den Märkten ermöglichen.
Abgerundet wird die Episode durch einen offenen Austausch mit dem Publikum, der vielfältige Fragen zu aktuellen Trends und Entwicklungen in der Energiebranche beantwortet. Hierbei kommt die Herausforderung zur Sprache, wie traditionelle Unternehmen sich an den dynamischen Energiemarkt anpassen können. Die Gespräche verdeutlichen das Potenzial, dass durch innovative Ansätze in der Flexibilität und strategischen Energieeinkauf sowohl für Erzeuger als auch Verbraucher große Vorteile erlangt werden können.
Insgesamt vermittelt diese Episode reichhaltige Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der Energiewende und deren Auswirkungen auf den Energiemarkt und betont die entscheidende Rolle der Flexibilität für Unternehmen, um erfolgreich in dieser dynamischen Landschaft zu navigieren.
00:00:00 Willkommen in der Energiezone 00:00:46 Einblicke in die Energiewende 00:06:58 Flexibilität und Energiemärkte 00:12:29 Impulsvorträge von Experten 00:18:38 Technische Flexibilisierung in der Industrie 00:19:08 Interaktive Fragerunde 00:31:57 Herausforderungen der Flexibilität 00:34:13 Nachfrage und Marktveränderungen 00:48:42 Effizienz im Energiemanagement 00:53:52 Abschluss und Dankeschön
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00:00:00: Willkommen in der Energiezone, heute eine Sonderfolge live aufgenommen beim fünften Energiefrühstück oben auf der Schützenlachterrasse.
00:00:19: Der OMR in Hamburg am letzten Dienstag und wir hatten volles Haus.
00:00:24: Zwei starke Gäste, Karl Wippermann von Citadel Flags Power und Thor Gelasen von Encentif.
00:00:29: Es geht genau um das was die Energiewende gerade wirklich entscheidet Flexibilität.
00:00:38: und genau bevor ich hier viel quatsche, der Rest wird ihr erklärt.
00:00:42: Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei der Folge.
00:00:43: aus geht's ab gehts Let´s roll!
00:00:47: Ja wir sind hier zu Gast bei Benjamin Bei Rysim Früher Ressourcenmangel Und es ist jetzt schon fast eine kleine Tradition.
00:00:58: Es ist das fünfte Energiefrühstück Wir haben uns das dritte in Hamburg.
00:01:04: Wir haben vor zwei Jahren angefangen mit einzig mal fünf am Balliendamm Einmal und letztes Jahr waren wir hier.
00:01:12: Und es hat uns so gut gefallen, dass wir wieder hier sind.
00:01:16: Wir hatten auch schon mal eins in München und eins in Berlin.
00:01:18: aber Hamburg ist einfach immer am besten am Rande der OMR auf der und ich sage jetzt mal ganz deutlich schönsten Dachterrasse zumindest in der Nähe von der Messe die ich so kenne.
00:01:29: und ja bevor Ich zu viel einleiten Worte verliere einmal kurz das Mikro.
00:01:36: hasst man's okay Benjamin, der heute hier unser Gastgeber ist.
00:01:41: Was ist eigentlich Rysim?
00:01:44: Das ist ein Agenturname und jeder, der schon mal seinem eigenen Unternehmen einen Namen gegeben hat weiß dass man solche Prozesse im Nachhinein nicht mehr erklären kann und das es für alle Nichtbeteiligen auch relativ langweilig ist.
00:02:00: deswegen freundet euch einfach an mit diesem schönen Namen Rysm oder sprecht es aus wie ihr möchtet.
00:02:05: Es ist so gemacht, also aussprechen kann Wie er mag.
00:02:10: Schön, dass ihr wieder da seid, Ilan!
00:02:11: Das ist ja das dritte Gemeinsame.
00:02:13: Einmal Berlin, jetzt das zweite Mal Hamburg – das freut uns total weil was Alex und du, was ihr gemeinsam geschafft habt in diesem Podcast ist ja wirklich phänomenal.
00:02:23: Ich wiederhole mich da immer wieder es ist wie ich finde der beste Podcast zum Thema Energiewende, weil er die richtige fachliche Tiefe hat und trotzdem auch für Leyen wie mich weitestgehend verständlich.
00:02:36: finde ich eine große Leistung bei dem Thema, viel zu erklären.
00:02:39: Viel verständlich zum machen und über Verständnis auch Akzeptanz zu gewinnen.
00:02:43: Ich glaube das ist echt wichtig für unser gemeinsames Thema!
00:02:47: Ich hoffe da machen wir heute wieder ein paar schöne Schritte nach vorne.
00:02:51: Genießt die Aufzeichnung, genießt den Podcast mit Elan und den beiden Gästen, geniesst danach Gespräche untereinander oder auch mit mir und meinen Kolleginnen, die euch dann erklären was hinter den vier Buchstaben Risen wirklich steckt.
00:03:04: jeden Tag dafür tun, dass die Energiewende gelingen kann überwiegend auf der kommunikativen Seite.
00:03:10: Los geht's!
00:03:11: Danke dir!
00:03:18: Ja eins meiner Lieblings-Events in der ganzen Energiezone im Energiezone ja hier in Hamburg bei bestem Hamburger Wetter auf der Dachteraste mit euch zu sein.
00:03:28: wir haben uns vor vier bis sechs Wochen den Titel ausgedacht weil da ging gerade Iran Krise los, Energiemärkte in Aufruhe und Wir haben es alle gesehen, also wir kennen die Zapf-Säulen.
00:03:39: Wir wissen irgendwie... Öl ist wohl halt hier rund um hundertzwanzig Euro pro Barrel Gas, TTF irgendwo zwischen vierzig und fünfzig Und das hat natürlich dann auch Auswirkungen auf die Strommärkte.
00:03:54: Und ja deswegen sprechen wir heute darüber was machen die Profis Die mit den Strommerten interagieren?
00:04:01: Was machen die großen Strom & Gas Abnehmer in Deutschland Mit diesen Volatilitäten mit diesen hohen Preisen.
00:04:10: Wir haben zwei absolute Experten hier und zwei Firmen, die auch schon Energiezone berühmt sind.
00:04:17: Einmal Flexpower.
00:04:19: Flexpower war in zwei Folgen schon dabei einmal mit Max und Amani hier im Hamburger Office aufgenommen.
00:04:26: Und einmal war Max auch schon beim ersten Energiefrüstück.
00:04:29: Ja, Max war glaube ich auf dem Panel beim Ersten Energiefrühstück und Torge von Encentive war auch schon eine eigene Folge in der Energiezone gehabt und auch Nikola, der CEO, war einmal Energiefrühstück im Berlin.
00:04:44: Und genau wir sprechen jetzt über Energiemärkte und Flexilitäten
00:04:47: usw.,
00:04:48: deswegen vielleicht einmal kurz per Handzeichen wer von euch also so aus privater Perspektive ist denn schon überhaupt flexibel und reagiert auf zumindest mal jetzt Strompreise von dir weiß ich es.
00:05:01: Ein ganz kurzes Handzeich Okay, eins zwei drei vier fünf.
00:05:06: Von fünfzig, sag ich mal zehn Prozent.
00:05:10: und gibt's hier industrielle Großverbraucherabnehmer?
00:05:17: Bist du schon flexibel?
00:05:19: Nein okay genau das weiß es ja.
00:05:25: Good for you!
00:05:29: Genau leicht anderes Format diesmal mit so Impulsvorträgen weil die sind einfach die schlausten.
00:05:35: und bevor ich das mit fragen aus ihnen rauskitzel ganz kurze fünf bis acht minuten habt ihr.
00:05:41: bei fünf Minuten kriegt das erste zeichen von mir bei acht schneicht als wort ab und wir fangen an mit kahl Von flex power.
00:05:53: hi danke genau ich bin kahl von flexpower.
00:05:57: ilan hat diesen impuls vortrag betitelt nicht ich.
00:06:02: da steht drauf Tradingstrategien in volatilen Energiemärkten.
00:06:06: und warum könnte ich da überhaupt drüber reden?
00:06:09: Weil ich eben bei diesem Tradingunternehmen FlexPower arbeite.
00:06:13: Ich würde jetzt gerne damit anfangen, was FlexPower im Groben macht ganz kurz das erzählen und dann relativ kurz auf Tradingstrategen eingehen wobei da werde ich es wahrscheinlich eher bei Fähigkeiten belassen weil das ist glaube ich das wichtigere.
00:06:29: Also FlexPower als Direktvermarkter aktiv dabei erneuerbare Erzeugungsanlagen in den Markt zu bringen.
00:06:37: Das heißt, wir können kurzfristig Strom handeln und machen das mit erneuherbaren Erzeugungsanlagen im Hintergrund.
00:06:43: Das sind ungefähr zwei Gigawatt an Erzeugungen.
00:06:47: Umgerechnet in Atomkraftwerken wären das zwei.
00:06:52: Was war immer so ein Witz?
00:06:53: Dass alles in Atmkraftwerke umgerechnet wurde... das Handeln mit Strom machen wir nicht nur kurzfristig, sondern auch mit längeren strukturierten Produkten.
00:07:06: Das heißt, wir machen uns auch Gedanken darüber wie man über erneuerbare Preise fixieren kann mit sogenannten PPAs und PPA's kommen eigentlich daher dass ein Erzeugungsanlagenbetreiber also von einem Windpark oder einen PV Park mit einem industriellen Abnehmer direkten Vertrag geschlossen hat.
00:07:25: Das war in der Vergangenheit im Markt Standard, dass man das so macht Aber ein relativ ineffizienter Prozess dahin, weil die zwei Parteien sich dann einig werden mussten zu den vertraglichen Details was mit sehr viel Schwierigkeiten kommt und hohen Transaktionskosten im VWA-Sprech.
00:07:43: Und da ist unser Unternehmen glaube ich Vorreiter gewesen zu sagen man kann diese PPAs standardisieren und so behandeln wie Terminprodukte am Energiemarkt die es auch schon gibt.
00:07:57: Base und Peakload Produkte wurden schon seit Jahren an Börsen gehandelt, sind standardisiert verfügbar.
00:08:02: Und wir als diejenigen, die diese Anlagen vertreiben gut kennen und Risiken gut bewerten können, sind in der Lage das zu standardisieren.
00:08:10: Das haben wir gemacht.
00:08:12: Das hat uns in die Lage versetzt Industrieunternehmen direkt mit Strom zu versorgen.
00:08:17: Dann ist daraus entstanden ja dann lasst es eigentlich mal richtig machen also als Versorger und deswegen sind am Energiemarkt eben von der Erzeugung bis zum Abnehmer voll, voll tätig und dazwischen.
00:08:31: Und das kam auch schon vor und steht auch bei uns im Namen Flexibilität ist halt extrem entscheidend für das Gelingen der Energiewende und Flexibilitet kann ganz unterschiedlich entstehen.
00:08:42: aber eine Möglichkeit sind eben große Batteriespeicher und die vermarkten wir.
00:08:45: Wir sehen extremes Potenzial als Händler an den Kurzfristmärkten für diese Speicher dass man damit profitabel arbeiten kann und gleichzeitig für das Energiesystem eine Leistung erbringt, die die Energiewende erst ermöglicht.
00:09:02: Und jetzt sind die Märkte sowohl latil?
00:09:08: Was ist eigentlich im Augenblick los?
00:09:11: Hat Ilan ja das Thema gesetzt mit Energiemärkte im Aufruhr?
00:09:17: Wir haben mit der Iran-Krise mal wieder eine Krise im globalen Energiemarkt, würde ich sagen.
00:09:23: Die dafür sorgt dass Energiepreise extrem nach oben geschossen sind und zwar extrem schnell.
00:09:29: also wir haben glaube ich dann zwischen dem siebenzwanzigsten Februar und irgendwie Anfang März bei Gas einen Anstieg von hundert Prozent gesehen.
00:09:41: Also der Preis hat sich in kürzester Zeit verdoppelt.
00:09:44: das hat sich ausgewirkt auch auf den Strommarkt in Deutschland, aber witzigerweise nicht auf alle Aspekte dieses Strommarkts gleich.
00:09:53: Wenn man sich anguckt wie reagieren unterschiedliche Möglichkeiten Preise zu fixieren dann reagieren eben die erneuerbaren standardisierten PPAs weniger stark als ein Baseload.
00:10:06: das liegt daran dass dieses Baseloid Produkt diesen Risiko der Gaserzeugung viel mehr ausgesetzt ist und damit halt internationale Gaspreise, vielmehr durchschlagen auf das Baseloadprodukt als auch das PV Shape.
00:10:21: Also wenn ich ein standardisiertes PV Produkt verkaufe als Kunde Und das sind so Aspekte und deswegen wollte ich sagen also was?
00:10:31: Was ist mein Impuls?
00:10:33: der Impulse is Unternehmen müssen handlungsfähig sein.
00:10:37: Als Unternehmen, wenn du dich mit Energie versorgst bist in der Situation wo du die Märkte ja nicht steuerst.
00:10:44: Die werden halt so volatil sein wie sie eben sind.
00:10:46: aber du musst reagieren können und da ist Handlungsfähigkeit wichtig das heißt Geschwindigkeit.
00:10:52: Du musst in einer Situation in der sich die Märkte bewegen relativ schnell in der Lage sein darauf zu reagieren.
00:10:58: dir müssen die richtigen Produkte zur Verfügung stehen.
00:10:59: das heißt du musst eben nicht nur standardisierte Handelsprodukte Baseload Peakload handeln können, sondern eben auch standardisierte PPAs aus meiner Sicht weil du dich damit besser stellst und dir müssen Flexibilitäten zur Verfügung stehen.
00:11:11: Das heißt du musst in der Lage sein auf Flexibilität direkt zu handeln oder aufzubauen und das ist vielleicht der nächste Aspekt und dann vielleicht auch die perfekte Überleitung zu torgen.
00:11:22: Flexibilitäten sind eben ganz unterschiedlich zu betrachten.
00:11:25: also ein Unternehmen kann zum Beispiel seine Produktion Einstellen in einem Augenblick, wo die Strompreise sehr teuer werden und sie einfach diese Preise nicht zahlen wollen.
00:11:37: Dunkel flaute immer als Begriff.
00:11:40: wir haben im Winter irgendwie dann vielleicht acht Tage in Folge kaum Wind und kaum Sonnenstrom im Netz Die preise gehen hoch Und ein Unternehmen ist da in der Lage vielleicht nicht zu hundert Prozent zu reagieren sondern so ein bisschen.
00:11:51: das ist Flexibilität.
00:11:53: Der Batteriespeicher der einfach sehr kurzfristig Algorithmen basiert meistens entscheidet lade ich auf oder entlade ich der ist auch eine Flexibilität und diese, diese Dinge zusammenzubringen.
00:12:05: Das ist glaube ich unsere Aufgabe einmal aus Handelsperspektive aber auch von so Unternehmen dann die Incentives, die überhaupt Unternehmen in die Lage versetzen ihre Prozesse dann darauf auszurichten.
00:12:20: Ich weiß nicht wo ich gelandet bin in der Zeit Aber das wäre es erst mal als Impuls Ziemlich genau sechs Minuten.
00:12:27: Dann drehen wir den Stecker um, quasi von der Direktvermarktungsangebots Belieferungseite auf die Abnahmeseite.
00:12:42: Die Großverbraucher, die flexibel steuern können insbesondere da wo thermische Prozesse gebraucht werden Genau unter anderem thermische Prozesse.
00:12:52: es gibt relativ viele Flexibilitäten aber das will ich jetzt heute mal ein bisschen genauer erklären.
00:12:56: Ich habe tatsächlich ein paar vorher mitgebracht, ich versuch das trotzdem so dazu stellen dass man auch im Nachgang wenn man den Podcast hört in der Lage ist natürlich zu folgen.
00:13:10: Wir beschäftigen uns im Konkreten um die technische Flexibilisierung bei Industriekunden.
00:13:14: Das heißt, wie können sie ihre Energieverbräuche, Energieströme und auch Lastverläufe modellieren?
00:13:21: Um entsprechend auf Signale aus den Energiemärkten reagieren zu können sich damit entsprechend zum einen resiliente Aufzustellen auf der anderen Seite aber auch dedizierte Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten durch eine Reduktion der Energiekosten.
00:13:35: Und genau das will ich jetzt mal kurz erklären, warum das so wichtig ist an der nächsten Folie.
00:13:41: Weil hier habe ich mal ein paar Grafen mitgebracht von verschiedenen Preiskurven im April Das ist der day hat preis einmal vom vierzehnten april, einmal von zwanzigsten april und einmal vom sechsundzwanzigste april.
00:13:52: Den ersten mai habe ich jetzt nicht mehr hier mit rauf getan aber es in ähnlicher shape wirds der sechsten zwanziger april die wirkliche outlierer ja jetzt in den letzten tagen auch waren und nochmal wieder mehr deutlich gemacht haben warum das so wichtig ist hier auch als industrieunternehmen eine antwort zu finden auf die volatilität.
00:14:10: Schauen wir uns den die Preise vom vierzehn-april ganz kurz an.
00:14:12: Das ist so eine ganz übliche Kurve, hier sind wir auch relativ teuer unterwegs mit einem Preis von dem tiefsten Punkt hundert Euro pro Megawattstunde.
00:14:21: dann in den Morgenstunden sind wir bei zweihundert Euro per Megawattsstunde abends sogar bei knapp dreihundert euro pro megawatt stunde.
00:14:28: das heißt wir sprechen hier von spread von zweihundert Euro innerhalb von wenigen Stunden auf ein relativ hohem Niveau.
00:14:35: Wenn wir dann uns den Zweiundzwanzigsten April anschauen, also nur acht Tage später einen Wochentag, steigen wir auch wieder mit hundert Euro pro Megawattstunde ein.
00:14:44: Gehen leicht auf Hundertfünfzig Euro pro megawatt Stunde haben aber ab zehn Uhr eigentlich einen negativen Preis bis ungefähr siebzehn Uhr.
00:14:52: Das heißt sieben Stunden kostet der Strom nix oder man bekommt sogar zum gewissen Grad Geld dafür.
00:14:58: Während wir abends dann wieder auf Knapp hundert-achtzig Euro nur drei Stunden später so sagen wieder bei Hundert-Achzig Euro sind.
00:15:06: Und wenn man sich jetzt noch die zwei Outlier Tage der letzten Zeit anschaut, einmal der sechsten zwanzigste Aprilen Sonntag und der erste Mai da sehen wir noch ein Verhalten was ganz interessant ist dass wir nämlich extrem auch ins negative rutschen können wo man wirklich richtig Geld verdient wenn man Strom verbraucht.
00:15:20: und das ist eigentlich ein Paradox weil ich glaube wir kommen eigentlich aus einer Welt wo man für sein Strom eben bezahlen muss.
00:15:27: Wir gehen immer mehr in eine Welt wo Strom eben auch zeitweise sehr günstig ist.
00:15:31: und wenn man jetzt als Industrieunternehmen eben auf der einen Seite natürlich seine Beschaffung entsprechend strukturiert, um hier ein gewissen Teil flexibilisieren zu können.
00:15:39: Auf der anderen Seite aber auch dann technisch in der Lage ist durch Speicher, durch Flexibilitäten, durch Produktionsverlagerungen auf diese Preissignale zu reagieren in einem gewissen Rahmen kann man sich hier eben wirklich Wettbewerbsvorteile erarbeiten und wenn es eine Folie weitermasst sieht man dass diese Volatilität auch eben in Zukunft noch ein ganzes Stück bleiben wird.
00:15:59: Das heißt, es lohnt sich wirklich jetzt in diese Flexibilisierung zu investieren weil das ist ja eine... Es gibt verschiedene Studien ich habe jetzt mal eine mitgebracht von der Uni Köln die zeige ich ganz gut dass eben bis zum Jahr zwanzig fünfunddreißig Modelljahr war zwanzigg dreinzwanzig die Volatilität an den Day-Ahead und Info der Märkten eben nochmal ein ganze Stück steigen wird.
00:16:18: und das ist einfach die neue Realität und eben Teil des industriellen Energiemanagements.
00:16:22: wie gehe ich mit Flexibilisierung um?
00:16:24: Genau wenn mir ist noch einen... Genau und als Industrieunternehmen möchte ich reagieren, wenn du noch eine weiter machst sieht man eben was es alles für Möglichkeiten gibt.
00:16:33: Das heißt wir sprechen hier nicht nur von dem was quasi vor zwei drei Jahren immer erzählt wurde dass man jetzt das Industrie-Unternehmen seine Produktion einfach ausmachen muss Sondern wir reden hier von verschiedenen technischen Einheiten an Industriestandorten, die es ermöglichen flexibel zu reagieren durch eine intelligente Regelung.
00:16:51: Und das sind eben thermodynamische Anlagen.
00:16:53: Wir reden hier vom Power to Heat, Wärmepumpen, kälte Anlagen auf der anderen Seite sozusagen aber auch natürlich Batteriespeicher, die jetzt immer weiter verbreitet werden und weitere auch Elektrifizierungsmaßnahmen wie zum Beispiel der Ausbau der Elektromobilität im Schwerlastbereich.
00:17:09: Das ist alles in sich technisch... flexibilisierbare Anlagen, die man hier nutzen kann um eben auf der einen Seite lokal schon mehr Werte zu erzielen durch mehr Eigenverbrauch zum Beispiel in Kombination mit eigenem PV oder Windkraftanlage aber natürlich auch im Bereich der Netzenkelte und dann eben auch als Reaktion auf die volatilen Marktpreise.
00:17:28: Und wenn du jetzt nochmal kurz auf das Slide gehst mit den Preisen also noch mal zurück, genau hier Da kann man sich das auch noch mal verdeutlichen.
00:17:37: Wenn wir jetzt hier an so einem Tag, nehmen wir mal diesen Mittwoch den Zwei- und zwölfsten Aprilen ganz normaler Wochentag Und dann würde ich hier eben Strich mit meinetwegen zwei bis drei mw fahren Dann hätte man im Durchschnitt hier wahrscheinlich so ein Preis bezahlt für den ganzen tag von so Fünfzig bis sechzig Euro Wahrscheinlich pro megawatt stunde.
00:17:56: wenn Ich Jetzt in der Lage bin zu gewissen Zeiten weniger Zuverbrauchen und zu anderen Zeiten mehr dann kann ich diesen Durchschnitt nochmal ein ganzes Stück weiter runter senken.
00:18:04: Und genau da entstehen dann wirklich die Energiekosteneinsparung und auch die Wettbewerbsvorteile, die man sich hier arbeiten kann gegenüber den Wett bewerbern, die eben sowas nicht können auf der Kostenseite.
00:18:14: Ich glaube das ist was mit dem sich jetzt jedes Unternehmen beschäftigen sollte und wo wir natürlich auch von Encentive gerne unterstützen diese ganzen technischen Systeme und Anlagen zu verstehen zu verstehen, wie man diese Anlagen flexibilisiert.
00:18:29: Diese Systeme dann auch zu steuern und aktiv mit dem Energiesystem den Energiemarkt zum Beispiel zusammen mit Flexpower in Mehrwette umzuwandeln.
00:18:39: Genau!
00:18:40: Cool!
00:18:40: Super!
00:18:41: Danke dir!
00:18:43: Karl, komm mal nach vorne.
00:18:48: Also ich habe mir ein paar schlaue Fragen überlegt natürlich für die beiden aber das Format funktioniert am besten wenn ihr euch auch welche überlegt?
00:18:56: Alex hat natürlich schon wahrscheinlich heimlich welche vorbereitet, aber alle anderen zückt euren Stift und überlegt euch auch ein paar.
00:19:06: Weil es macht viel mehr Spaß wenn wir hier so hintergehen ist ein Networking Event und dann könnt ihr immer sagen wer ihr seid und dann fallen die Gespräche dann hinterher noch leichter.
00:19:16: Genau Alex möchtest du gleich starten?
00:19:30: Du hast ja gezeigt, dass der Sprit steigt.
00:19:33: Der viertelstündige Intolay-Spread, wenn immer mehr Batteriespeicher in den Markt kommen... Also wenn das passiert, dann flacht es ab!
00:19:42: Wann passiert das und was heißt das eigentlich für eure Geschäftsmittel?
00:19:45: Weil ihr seid im Vorteil, wenn es besonders volatil ist.
00:19:51: Ja, das ist natürlich eine Frage, die sich viele stellen und ich glaube da gibt es auch keine richtige Antwort drauf.
00:19:57: Das muss ich einfach über die Zeit zeigen.
00:19:59: was wir aber sehen ist natürlich neben und was viele dann auch übersehen ist dass neben dem Hochlauf der Batteriespeicher ja immer noch ein Hochlauf in der Neuerbahn stattfindet.
00:20:07: Das heißt wenn wir auf der einen Seite die Flexibilitäten erhöhen, erhöhen wir parallel hier immer noch sozusagen die Volatilitätsquellen im wahrscheinlich sogar noch größeren Maße, das müsste man jetzt mal nachschauen gerade die Ausbauraten sind.
00:20:20: Was man auch nicht vergessen darf, ist dass wir im Sinne der Elektrifizierung auf der Abnehmerseite auch zusätzliche Veränderungen erzeugen in den Lastprofilen.
00:20:29: Das heißt wenn jetzt ein Logistiker auf einmal E-Lkw sich auf den Hof stellt dann kommen da mal schnell ja vierhundert KW bis einen MW oder sogar noch mehr an Ladeleistung zu dem gesamten Lastverlauf, den man die letzten Jahrzehnte kannte komplett verändert.
00:20:43: Dann haben wir dann auf der anderen Seite auch Speicher, die behind the meter arbeiten und auch hier Lastprofile verändern Power to Heat Systeme.
00:20:51: Die im Megawattbereich teilweise natürlich auch verändern wie Unternehmen Stromverbrauchen.
00:20:56: das heißt da kommen ganz viele Veränderungen sozusagen die Auf der Erzeugerseite und auf der Abnehmerseite dafür sorgen dass wir diese Volatilität weiter bekommen werden und die wahrscheinlich auch weiter steigen wird.
00:21:12: Also wir haben auch keine Glasgow über uns und können jetzt auch nicht sagen bleibt die Volatilität da, wo sie jetzt ist.
00:21:19: Geht es ihnen noch höher?
00:21:21: Was wir einfach sehen, ein Trend der letzten Jahre in Deutschland ist dass die Volaturität mit höherem Stellenwert der erneuerbaren im Netz immer angestiegen ist.
00:21:30: eine Iran Krise wie wir Sie jetzt gerade sehen hat die Volativität viel extremere Höhe wieder gepusht.
00:21:37: Das liegt nicht an der erneuerbaren Erzeugungseite, sondern daran das Gasvielteurer ist.
00:21:41: Die Erneuerbare drücken den Preis so wie Torge es ja hier schön dargestellt hat im Augenblick regelmäßig im Mittag sehr weit nach unten wenn Sonne viel scheint und dann halt auch noch mal Wind weht, dann noch extremer.
00:21:53: aber der Gaspreis führt dazu dass irgendwie hier diese zwei hundert euro die megawatt stunde, die dann am nachmittag erreicht werden ja auch ein sehr hoher wert sind.
00:22:02: und dieser spread den wir jetzt gerade sehen der wird durch ganz viele dinge bedingt so nicht nur das flexibilitäten da sind.
00:22:10: grundsätzlich stimme ich dir zu wenn all things equal also zeteres paribus nur mehr speicher im netz würden die sich gegenseitig da genau weg cannibalisieren weil sie alle das gleiche Prinzip verfolgen, sie wollen Strom möglichst günstig einkaufen und möglichst teuer verkaufen.
00:22:29: Das ist schon richtig aber im Augenblick sehen wir auch dass die Volatilität erst mal da bleibt.
00:22:35: Cool ja ihr wart ja beide schon Gäste in der Energiezone und ich wollte so eine Referenz machen auf die letzten Folgen wo ihr da wart.
00:22:44: Eine Standard-Fragen ist, wie groß seid ihr eigentlich?
00:22:46: Und du hast schon was gesagt, Karl.
00:22:49: Irgendwas wie zwei Atomkraftwerke... ...zwei Gigawatt, zweitausend Megawatt und ich erinnere mich auch noch.
00:22:55: Amani hat immer gesagt, der einer der Gründer möchte eigentlich im Unternehmen unter dreißig Personen halten.
00:23:02: Wo steht dir heute was sozusagen Anzahl der Leute und so weiter angeht?
00:23:06: und Torge auch für dich?
00:23:08: Du habt ja eine große Finanzierungsrunde gemacht!
00:23:12: Was ist so Proxies für Größe, für Relevanz wo ihr gerade steht?
00:23:16: Also wir sind jetzt größer.
00:23:18: Also Amani hat das nicht erfolgreich geschafft.
00:23:20: die dreißig Personengrenze einzuhalten im Sinne von unser Wachstum war jetzt so stark dass wir jetzt sechzig Personen circa sind.
00:23:27: aber man muss auch sagen Ich glaube, die Annahme, die Armani getroffen hat als er gesagt hat ich will nur dreißig Leute haben war dass wir eine bestimmte Rolle im Energiemarkt haben und bei dieser bleiben.
00:23:39: Und das ist irgendwie diese Direktvermarktung zu machen und als Handelshaus zu agieren.
00:23:45: Wir haben einfach unser Verständnis ausgeweitet was eigentlich unsere Rolle im Energiemarkt ist und das bedingt eher dieses Wachstum in Personenzahl.
00:23:55: Genau bei uns ist es so, dass wir jetzt fünfzig Leute sind und das eben von Hamburg und Berlin machen.
00:24:01: Und wir arbeiten jetzt mit über hundert industriellen Logistikstandorten zusammen, und haben natürlich neben den klassischen Casers aus dem wir kommen – Wir sind damals mit der Kühlhausoptimierung gestartet, wie können wir ein Kühlhause-Energiespeicher wandeln?
00:24:13: durch eine dynamische Regelung einer Kälteranlage?
00:24:16: Da konnten wir eben ein ganzes Stück unsere Use Cases, die wir abbildend erweitern also neben jetzt Batteriespeichern, die natürlich erst ein großes Thema sind auch Themen rund um Power to Heat, Ladeinfrastruktur für eLKWs komplexe Energiesysteme, die wir auch bei Brauereien zum Beispiel optimieren, wo wir über Zweiundzwanzig Aggregate eingebunden haben.
00:24:35: Das sind alles Themen, die jetzt auch abbilden konnten und uns natürlich freuen hier auf weitere spannende Use Cases zu finden.
00:24:43: Gibt schon Fragen aus dem Publikpunkt?
00:24:45: irgendjemand der sich traut, der da die gerne mit Mikro einmal durchgeben wird?
00:24:52: Ich habe mehrere Fragen.
00:24:53: Hi ich bin Lukas von Ponton Software.
00:24:57: Individual Software für UNB ist also für Stromnetz Betreiber.
00:25:01: Und da anderen, ich habe eine Frage an dich Karl aber auch an Torge Aber machen wir erst mal die Eine.
00:25:08: Du hast gesagt PPAs.
00:25:10: Ich hab mich gefragt weißt du oder kannst du einschätzen wie fern sich quasi euer Wirken auf der Größe sag jetzt Mal des ppa Markts ausgewirkt hat jetzt in deutschland?
00:25:21: wenn ihr sagt ihr kommt hin ihr standardisiert das dann ist ja so.
00:25:25: jetzt meine überlegung Dann ist er eigentlich recht attraktiv.
00:25:28: Das heißt irgendwie vielleicht oder idealerweise machen, dass mehr leute und kannst du es irgendwie einschätzen Wie sich das entwickelt hat?
00:25:35: Und was glaubst du wo die reise noch hingeht?
00:25:37: Was ist das potenzial für ppa's?
00:25:40: Jetzt mal unabhängig davon welche sorte von ppa ist?
00:25:42: wir reden aber so generell was da den punkt?
00:25:46: Ja cool danke.
00:25:48: also es ist ein Prozess der erst angefangen hat, glaube ich das PPA ist standardisiert und handelbar werden.
00:25:55: Das heißt die Vision davon dass das den Markt schon völlig dreht ist heute noch nicht realität würde ich sagen.
00:26:04: aber was wir glaube ich beobachten es halt ein Schiff von dem einen zum anderen.
00:26:08: also ich habe irgendwie ich glaube es war eine Ember Statistik noch gestern irgendwie bei LinkedIn gesehen so Der PPA-Markt ist zwischen zweiundzig, dreiundzwanzig und zwanzig eingebrochen.
00:26:18: War quasi so die Überschrift.
00:26:19: So, wir machen viel weniger!
00:26:21: Ja... In dem einen Bereich stimmt das auch, weil Unternehmen halt Schwierigkeiten damit haben irgendwie langfristige Lieferverpflichtungen irgendwie also langfristig Abnahmeverträge zu schließen.
00:26:31: Also in zehn, fünfzehn Jahres-Liefervertrag als Industrieunternehmen einzugehen ist halt schwierig kommt mit halt irgendwie Unsicherheit.
00:26:40: so standardisierte PPAs geben dir die Möglichkeit dass in Quartalen teilweise Monaten oder paar Jahre in die Zukunft zu machen.
00:26:47: Das passt extrem viel besser zu dem, wie Unternehmen Energie einkaufen und was ich... Also mein aktuelles Bild darauf ist wahrscheinlich verzerrt weil ich mich irgendwie neunzig Prozent meiner Zeit damit beschäftige Aber ich sehe im Augenblick, dass halt viele Industrieunternehmen sich genau darum kümmern.
00:27:03: Also diese Art und Weise ist das eigentlich für mich eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative.
00:27:10: um meine Stromkosten zu fixieren machen glaube ich viele und ich seh in Augenblick ganz viel Dynamik.
00:27:17: aber die eine Kurve kommt von hier oben und die andere startet hier unten und ich glaube wenn es exponentiales Wachstum wäre dann dauert es wahrscheinlich noch so zwei drei Jahre und da ist der Markt wieder wo er vorher stand.
00:27:29: Super, danke.
00:27:30: Darf ich noch eine kurz?
00:27:31: Ja klar bitte!
00:27:32: An Torge und zwar oder willst du erst mal... Machen wir!
00:27:38: Du hast gesagt idealerweise passt jetzt der Kunde je nachdem wie das Strompreis sich entwickelt auch seine Produktion an.
00:27:44: Jetzt frage ich mich aber wenn ich mal auf den Output des Kunden gucke Je nachdem was der jetzt produziert weiß ich nicht unterschiedliche Industrien etc.
00:27:53: pp diese Absatzseite das muss ja auch damit extrem abgestimmt sein.
00:27:57: oder also kannst du nicht irgendwie dann auf halbe irgendwas produzieren weil gerade der strom passt oder Ja gut, Autos.
00:28:05: Aber ich weiß ja also, mir fühlt sich Fantasie was hast du noch für Kunden so?
00:28:09: Absolut!
00:28:10: Also das ist auch nicht unser Ansinn.
00:28:12: Das ist natürlich die Idealvorstellung dass man irgendwann eine vollautomatisierte Dark Factory hat, die irgendwie das ganze Jahr lang im Schnitt achtzig Prozent Auslastung fährt und dann wenn der Strompreis günstiger auf hundert geht und wenn der Sturmpreis teuer ist auf sechzig geht.
00:28:25: aber das ist natürlich aktuell so meistens nicht umsetzbar.
00:28:29: da sind wir auch völlig realistisch.
00:28:32: Was wir natürlich aber suchen, sind diese ganzen Energierelevanten Prozesse und Systeme die sich unabhängig vom Produktionsprozess oder vom Eingriff in den Produktions-Prozess flexibilisieren lassen.
00:28:46: die Kältemaschine im Kühlhaus.
00:28:47: Da kann man sehr gut mit den Temperaturen spielen, um quasi damit einen direkten Effekt auf den Lastgang des gesamten Standortes zu haben durch das Fahren der Kälternlage.
00:28:55: bei Power to Heat ist es genau das gleiche.
00:28:56: da kann man auch entsprechend arbeiten je nachdem ob da auch irgendwie ein Pufferspeicher da ist oder ob es eine Ritundanzsystem gibt und so weiter.
00:29:03: Da gibt's verschiedene Randbedingungen die man natürlich berücksichtigen muss oder eben beim Speicher, dem man ja auch entsprechend fahren kann.
00:29:10: Das Wichtig ist, dass es eigentlich in fast allen Prozessen eine Art von Randbedingungen gibt.
00:29:16: Die wir berücksichtigen.
00:29:17: auch beim Kühlhaus sind das gewisse Temperaturgrenzen die eingehalten werden müssen.
00:29:20: Auch bei PauTV-Systemen sind es gewisse Randbedingerung die eingehalten werden müssen damit der Produktionsprozess nicht negativ beeinflusst wird.
00:29:27: und diese Randbedienungen werden uns gegeben.
00:29:30: Und mit dieser Randbedingung erstellen wir dann die Farbpläne für die perfekten Säulwerte, die wird dann auch automatisiert in den Anlagen ausfahren.
00:29:39: Damit nutzt man eben seine bestehenden Freiheitsgrade oder Flexibilitäten gezielt aus ohne dem Produktionsprozess zu beeinflussen.
00:29:46: Nichtsdestotrotz ist natürlich trotzdem für uns sehr spannend... da auch tiefer rein zu Zoom und auch mit den Kunden darüber zu sprechen, wo hat man denn vielleicht in dem Produktionsplan gewisse Flexibilitäten und Freiheitsgrade?
00:29:57: Ein Beispiel sind zum Beispiel so Produzenten von Holz
00:30:03: z.B.,
00:30:04: die jetzt Hackschnitzel irgendwie produzieren, dann hat man da gewisse Messeringserspanner-Hammermühlen usw.
00:30:11: Und die puffern das meistens ins ein Bunker, sodass wird quasi da gepuffert.
00:30:15: Auch diesen Bunkern könnte man als Energiespeicher sehen!
00:30:18: Da muss man natürlich auch gucken, passt das zum Produktionsprozess?
00:30:20: Gibt es Abhängigkeiten die irgendwie wichtig sind.
00:30:23: Ein anderes Beispiel was Stefan Müller glaube ich schon mal in einer Podcast-Folge erwähnt hatte, sind die berühmten Schrauben, die man dann doch mal auf Halde produzieren kann wenn man eben da entsprechend Produktions Prozesse hat, die schnell reagieren können.
00:30:37: aber das ist natürlich alles Dinge, die schauen wir uns gerne an, aber wir sind natürlich da völlig realistisch und... Das ist eben so dieses Endgame, wo man irgendwann mal hin will.
00:30:45: Aber erstmal geht es darum die bestehenden Freiheiten gerade, die man gut technisch und einfach flexibilisieren kann zu heben genau.
00:30:50: Dank gespannt!
00:30:53: Ich wollte eigentlich rein aber Torge hat das dann doch gesagt noch?
00:30:56: Also den Status quo festzunageln ist eine sehr diplomatische Antwort, die Torge geben muss weil er natürlich mit Industrieunternehmen ständig zu tun hat, die sich nicht reinreden lassen wollen in ihre Flexibilität.
00:31:06: und auch zurecht ja ich verstehe es, weil du willst erst einmal an dem festhalten was du machst.
00:31:12: Ich finde es geht um so eine Art von Emanzipierung in dem Bereich, dass Unternehmen besser verstehen lernen.
00:31:18: Dass das halt einfach eine relevante Steuerungsgröße für sie ist die Sie auf kreative Weise für sich nutzen können.
00:31:24: und wenn es halt bedeutet, dass du halt ne Lagerhalle zusätzlich baust, um dann halt eben auf Halte zu produzieren, dann ist es ebenso, aber das gar nicht in Betracht zu ziehen weil du sagst Das kommt in meiner Gedankenwelt nicht vor, das ist irrelevant für mich.
00:31:37: Weil wichtig ist, dass mein Prozess den ich jetzt irgendwie sechzig Jahre lang eingeübt habe genauso durchballert.
00:31:43: Ich glaube, das immer gefährlicher wenn es darum geht, passt du noch in dieses Energiesystem indem du sein wirst und das wirst du nicht ändern.
00:31:52: Das wird halt sich verändern.
00:31:55: Hätte ich nicht besser sagen können.
00:31:56: aber ich muss ja diplomatisch bleiben... Wir schauen tatsächlich mit unseren Kunden gezielt nach solchen Dingen, das ist natürlich sehr langfristig Projekte.
00:32:04: Also bis man da mal eine Lagerhalle gebaut hat sozusagen.
00:32:07: Das dauert einfach.
00:32:08: aber das Thema was du gerade gesagt hast Transparenz ich glaube das ganz wichtig.
00:32:11: Transparens und Verständnis für Flexibilisierung.
00:32:15: Das ist etwas was wir auch versuchen bei unserem Kunden wirklich zu schaffen durch Daten, durch Erlösberechnungen die man auch machen kann weil viele... Bewegen sich dann doch sobald der Euro stimmt, also man muss eben wirklich den Business Case herausarbeiten und genau da können wir auch unterstützen.
00:32:33: Wie waren die letzten vier bis sechs Wochen für euch?
00:32:35: Habt ihr so einen richtig starken Nachfragepusch gespürt wie es wird jetzt irgendwie bei haushaltsnahem Energiedienstleistungen und Solar PV und Speicher und so hört also dieser Aufklärungsarbeit die ihr ja für die Industrie macht Ist die jetzt leichter geworden?
00:32:52: So rennen die euch die Bude ein.
00:32:54: oder also wir bei ONU, ONU Energy machen so btb Software für große Energieverbraucher für Energiebeschaffung.
00:33:02: Also Energieeinkauf für nächstes Jahr oder in zwei Jahren oder drei Jahren.
00:33:07: Wir spüren sie schon deutlich wird sagen verdoppelt so inbound und wie man es messen kann.
00:33:12: Wie ist das bei euch?
00:33:14: Sehe ich auch!
00:33:15: Also bewegt sich mehr, ist halt wieder mehr auf die Agenda gerückt glaube ich bei Entscheidungsträgern in Unternehmen.
00:33:23: Ich habe aber auch einen anderen Effekt gesehen so unmittelbar um eben diesen Ausbruch der Iran-Krise herum das Unternehmen eigentlich quasi in der Lage waren oder... halt eigentlich kurz davor waren abzuschließen und halt irgendwie eine Preisvorstellung hatten, die dann halt noch Realität war.
00:33:39: Und dann halt irgendwie ne Woche später stand der Preis woanders sind.
00:33:42: das hat auch ne Verunsicherung erzeugt natürlich weil irgendwie wenn du gerade kurz davor bist irgendwas zu kaufen So kann man sich ja auch privat so vorstellen irgendwie, ich will mir einen Pulli kaufen und weiß ungefähr der kostet fünfzig Euro.
00:33:58: Und dann irgendwie gehst du eine Woche später hin und er kostet hundert.
00:34:01: Ah nee jetzt kaufe ich lieber nicht und dann beobachte ich eher den Markt.
00:34:05: das heißt wir reden gerade relativ viel aber diese Abschlüsse... Das ist da auch ne Timing Frage im Markt wann es ist richtig?
00:34:14: Aber ich glaube also da sehe ich Dynamik aber halt auch Unsicherheit.
00:34:20: Ja, wir haben auch tatsächlich einen echten Push erlebt dadurch.
00:34:24: Weil viele Infrastrukturprojekte eben jetzt nach vorne getrieben wurden.
00:34:28: Es wurde insbesondere zum Beispiel im Bereich Power To Heat.
00:34:30: Das hat eben noch mal wieder eine ganz neue Bedeutung bekommen.
00:34:34: Da hatten wir vor ein paar Wochen so auch ein Artikel im Handelsplatter, der Nikola das auch noch erklärt.
00:34:40: Am Ende ist es so dass... da Projekte auf dem Tisch liegen, Infrastrukturprojekte wo wirklich investiert wird jetzt auch in entsprechende Anlagen und Systeme.
00:34:49: Die werden dann so als die Preise wieder ein bisschen runtergegangen sind nach dem Ukraine Krieg werden diese Projekten dann wieder so ein Stück weiter depriorisiert Und es kommt wieder so einen Schock.
00:34:57: und dann sitzt eben der Chef und sagt zu dem Projektleiter sag mal hatten wir das Thema nicht schon Mal wollten wir das jetzt hier nicht einmal irgendwie besser im Griff kriegen um ein bisschen resilienter aufstellen.
00:35:06: und Jetzt Kommt Wieder So Ein Ding und ich glaube dass dass diese Projekte vorangetrieben werden.
00:35:12: Und das Wichtige bei diesen Projekten ist, wenn so eine Infrastrukturinvestition in Richtung der Elektrifizierung kommt erhöht natürlich das Exposure zu den Energiemärkten und damit nochmal wieder den Bedarf für Flexibilisierung.
00:35:24: Viele dieser Projekty werden erst so richtig wirtschaftlich, wenn man eben diese Anlagen flexibel regelt.
00:35:30: weil die Investitionen auch im Speicher, auch im Pautudietanlagen, Elektrifik von eRKWs Da geht es nicht darum, einfach die Hardware dahin zu stellen.
00:35:39: Sondern der Betrieb macht den Business Case und genau das ist das Wichtige, dass man das eben von vornherein dann auch mitdenkt und da überlegt wie kann ich den größtmöglichen Mehrwert hier rauszählen?
00:35:51: So, schlaue Frage aus Klubben ja!
00:35:54: Schlaue Fragen sogar mit Ansage.
00:35:58: Moin Jonas, nette Consulting.
00:36:00: wir sind in einer gesamten Wertschöpfungskette unterwegs, enablen diverse Tech-Unternehmen Um meine Frage geht es Richtung Regelleistung.
00:36:08: Und in beide Richtungen, gerade alles was ihr besprecht ist ja sehr ID-lastig oder der Headlustig sogar noch, gerade bei Industrieunternehmen.
00:36:19: und jetzt so mit Vehicle to Grid hatten wir die ersten Kunden, die auch gefragt haben zum Beispiel Heavy Duty EVs können wir sie eigentlich Regelleistungs enablen?
00:36:30: Können wir die am Regelleistingsmarkt trainen?
00:36:32: Da wollte ich euch einfach mal fragen Welche Relevanz hat Regelleistung in euren beiden Businesses?
00:36:41: Also ist für uns total relevant.
00:36:43: Ich glaube, bei Regelleistungen ist das Entscheidende die Entscheidung zu treffen eigentlich dieses Market Stacking zu betreiben.
00:36:51: also welche Partizipation habe ich in welchem Markt?
00:36:56: und das ist glaube ich etwas was man schon so erfahrene Händler machen lassen sollte weil Das ist, also so wie wir das betrachten auch abhängig davon irgendwie jetzt zum Beispiel der Batteriehochlauf weitergeht und ich glaube voll an deinen Case.
00:37:14: Und wir sehen es auch dass man Regelleistung anbietet nicht nur über zum Beispiel Batterien aber auch Aber auch als Industrieunternehmen, tun auch Industrie-Unternehmen ehrlicherweise heute schon die große Verbraucher haben und dann anbieten halt zum Beispiel Last zu reduzieren in einem Augenblick wo es dem Netz hilft.
00:37:35: Und am Ende geht's ja genau darum aber da beschäftigen wir uns viel mit.
00:37:40: Genau also Regelleistung ist tatsächlich ein Thema was auch bei uns relevant ist weil das für uns eben ein weiterer Erlösstream sozusagen der Flex Option ist die der Kunde hat Wenn man das jetzt mal ein bisschen technisch ausdrücken möchte.
00:37:52: Am Ende geht es ja immer um Last über Zeit, also wie kann ich mein Lastgang modulieren?
00:37:57: Wie kann ich den optimieren dass ich eben größtmöglichen Erlös habe unter den Randbedingungen die ich einhalten muss?
00:38:03: Also diese Heavy Duty Flotte muss ja bestimmt auch irgendwann mal vollgeladen sein damit sie benutzt werden kann.
00:38:07: Die kauft sich ja keinheit damit der Regelleistung erbringt.
00:38:09: Und genau da setzen wir auch an.
00:38:11: Das heißt, wir schauen auf Flexibilitäten wirklich immer ganz nüchtern als technische Flexoptionen und überlegen dann unter welchen Randbedingungen und mit welchen Voraussetzungen wir sie wann wo vermarkten.
00:38:23: Und das ist teilweise natürlich irgendwie eine lokale Vermarktung wie Eigenverbrauch also Vermarktung oder Eigenverbaucherhöhen oder Netzen-Gelte optimieren indem man zum Beispiel die Art typische Netznutzung einhält oder die Holharzeitfenster einhält.
00:38:37: Und dann geht es eben darum, was mache ich zu den anderen Zeiten?
00:38:40: Wo ich das nicht mache?
00:38:41: und da kann man dann schauen.
00:38:42: Okay, kann ich das irgendwie in die Regelleistung bringen?
00:38:44: Kann ich das im Intraday vermarken?
00:38:47: Mache ich eine Dayhead-Optimierung?
00:38:49: Bei der Regelleiste muss man ja auch dem Prozess präqualifizieren.
00:38:52: Das muss man natürlich berücksichtigen, dass noch ein bisschen mehr Aufwand hintersteckt.
00:38:55: aber vom Ding her sind das eben vierundzwanzig Stunden am Tag.
00:38:59: und diese vierund zwanzig Stunden, die kann man mit den Flexoptionen, die zum Zeitpunkt hier zur Verfügung stehen verschieben Ausregeln und ausoptimieren.
00:39:08: Und Beispiel ist eben vier Stunden Regelleistung, die man liefert mit den Flexibilitäten und die anderen zwanzig Stunden optimiert man auf der Held- und Holhaushaltfenster.
00:39:17: Das kann man dann in diesem Revenue Stacking Modell was quasi behind the meter Optimierung und front of the Meter Optimierung berücksichtigt erabbilden.
00:39:31: Vielleicht.
00:39:32: Hi, ich bin Stefan, Privatnutzer.
00:39:35: was ich mache ist so ein bisschen Strompreisabitrage.
00:39:38: das heißt hier habe zwei Standorte PV Speicher dynamische Preise bei Konsola noch.
00:39:46: wir haben Regelleistung angesprochen.
00:39:49: mach'e auch das heißt Auto hab ich nicht da aber ich schmeiß halt Bitcoin meiner an.
00:39:54: also in drei Minuten sind die Dinger hochgefahren und der Volllast spielt es Euren Moment, aber dafür wirst du nicht vergütet oder?
00:40:05: Der Coin hat ja einen Wert und der Coin ist spaltbar.
00:40:07: Und im Coin nehme ich in die Zukunft, das ist ein Review Stream zu am Anfang unbekannten Einkaufspreisen, aber ich kann ja die Ankaufs-Preise managen.
00:40:15: Aber deine Farm ist nicht so groß was du präqualifiziert bist im... Privatnutzern.
00:40:20: Das heißt ich habe die Bude warm und vierzehn Cent hab' ich auf jeden Fall auf die Kilowattstunde Return.
00:40:26: Diese vierzehn Cent können aber auch achtundzwanzig Cent werden.
00:40:29: Ein Jahr später, ne?
00:40:31: So von der Logik.
00:40:32: Spielt es bei euren Kunden eine Rolle?
00:40:34: Regelleistung die Bude warme und trotz drin noch ein Review Stream also Coin Wärme.
00:40:40: oder ist das noch nicht angekommen dass man quasi den Strom wenn er günstig zur Verfügung steht am Markt zwei Gleis ich noch zusätzlich nutzen kann weil eine Produktion anschmeißen brauche mehr Zeit.
00:40:53: Die sind in drei Minuten hochgefahren.
00:40:55: Das ist meine Frage.
00:40:57: Also Krypto-Mining haben wir tatsächlich noch nicht im Portfolio.
00:41:00: Es wäre vielleicht mal so eine Überlegung wert, tatsächlich haben wir ganz am Anfang als wir Enzente sozusagen aus der Taufe gehoben haben, mal überlegt wie man so Kryptoprojekte sozusagen auch damit einbinden kann.
00:41:15: Wir haben es aber dann nicht weiter verfolgt.
00:41:18: Grundsätzlich ist dieser Doppelmott nutzt natürlich schon interessant.
00:41:22: und ein Beispiel wo wir diese negativen Preise hatten.
00:41:29: Wenn man da natürlich als Produktionsunternehmen sowieso die Wärme braucht und eine Pautiteinlage hat, dann hat man da einen super Doppel nutzen weil man hat ein Erlös durch den Stromverbrauch Und man hat eben die Währme, die man in dem Prozess nutzen kann.
00:41:41: und damit ist das natürlich so ein doppelter Stream.
00:41:45: Man meint damit ihm nur kein Coin.
00:41:46: aber es wäre natürlich auch möglich Es gab so vor ich würde sagen acht oder so Jahren in Dresden mal so ein Startup dieser dezentrale Heiz Heizungen aus Rechnern gebaut haben irgendwie für den Haushaltsgebroach.
00:42:04: Aber ich weiß gar nicht was das Ding geworden ist, aber Jonte?
00:42:09: Wenn ich kurz darf, Jonte von FlexPowerWir nimmt tatsächlich jetzt im Juli ein Datencenter live hier in Hamburg um Land.
00:42:18: da hat der Landkreis quasi eine Gewerbefläche ausgeschrieben gesagt wir haben eine gewisse Vorstellung was wir an Gewerbesteuer für diese Fläche einnehmen wollen.
00:42:27: Und darauf hat sich das Datencenter beworben und gesagt, wir nehmen die Hälfte der Fläche.
00:42:32: Auf der anderen Fläche könnt ihr was für die Gemeinde bauen.
00:42:34: Da wird eine Schule gebaut oder wurde gebaut.
00:42:37: Und die Abwärme des Datencenters ist sogar sozusagen Wärme noch für die Schule.
00:42:42: also da haben wir genau diese Doppelnutzung, die es erlaubt.
00:42:46: Die Wärmen, die da dann eben kostengünstig sozusagen produziert wird, der eigentliche Output Daten sozusagen, Datenverarbeitung auf der anderen Seite die Schule diese Abwärme dann nutzen kann.
00:43:02: Cool!
00:43:02: Wir kommen so langsam auch zum Schluss gibt ja einige die dann rüber wollen.
00:43:06: zur OMR du hast glaube ich sogar einen Vortrag oder so musst irgendwann rüber.
00:43:11: bevor jetzt alle so langsam ausfizzeln würde ich sagen noch drei Fragen oder sowas.
00:43:15: Drei kurze knackige Fragen.
00:43:18: Der junge Herr da hinten war er nicht und Rappen wir, aber wir können noch weiter hier bleiben und nachher fangen.
00:43:27: Ja moin, Philipp Resquare Wir machen Projektentwicklung für Batteriespeicher Wind, PV und CDMOMC in den Allbereich unterwegs.
00:43:36: Jetzt sind wir hier offensichtlich alle irgendwie mit Energie im Berührung gekommen und interessiert und gehen da sehr schön ins Detail.
00:43:44: Aber wie seht ihr das ganze Thema Aufklärungen in dem ganzen Industrieunternehmen?
00:43:47: Weil ich sage mal unsere Wirklichkeit ist wenn wir zu den Industrie Unternehmen kommen sind sie jetzt eher nicht so begeistert von Flexibilitäten, sondern die sagen sich eigentlich wenn ich könnte würde ich einen Preis auf zwanzig Jahre fixieren.
00:44:01: und ja das ist der meiste wie schwierig damit umzugehen.
00:44:06: Ich glaube dass es eine Perspektivfrage natürlich wäre ich industrierend an dem würde ich das auch gerne auf Zwanzig jahre fixieren das ist ja klar.
00:44:12: also es einfach Sicherheit und Risikominimierung.
00:44:15: heutzutage ist nur so dass man mit dieser Preisfixierung anders umgehen muss immer noch möglich.
00:44:22: Und das ist eben eine Kombination aus entsprechend intelligenter Beschaffung, wo man Stromprodukte entsprechend kombiniert und auf der anderen Seite aber auch durch Steuerungen.
00:44:33: Weil die Flexibilisierung, die wir behind the meter machen also die technische Flexibilierung ist ja eigentlich von Prinzip hier auch nichts anderes als ein Hedge wenn man so will.
00:44:40: Das heißt immer wenn Preise teuer, verbrauchen wir weniger.
00:44:43: Wenn preise hoch, verbrachen wir mehr und damit senken wir den Schnitt und können dann relativ gut eben auf Preisprünge-Preispitzen reagieren was ein Hedge darstellt.
00:44:51: Ein Batteriespeicher ist auch nichts anderes als ein Hatch wenn man so möchte und dementsprechend ist es eine Form von Absicherung wo man sich einfach diesen Hedge hinter die Mehrstelle holt wenn man das möchte und das eben kombiniert mit einer entsprechenden Einkaufslogik.
00:45:05: Und ich würde auch ergänzen dass Diese langfristigkeit ein irgendwie preis im einkauf ich hatte das ja eigentlich genau andersrum dargestellt weil ich auch andersrum daran glaube.
00:45:16: Das ist auch ein risikopfer unternehmen langfristige preise eingeloggt zu haben in einem markt wo sie auch ihre abnahme strukturen jetzt nicht unbedingt für die nächsten zwanzig jahre gesichert haben.
00:45:25: das heißt wenn du Produkte einkauft, die du dann nicht brauchst musst du sie wieder verkaufen.
00:45:30: das gilt auch für strom.
00:45:32: und dass es auch Teil unserer leistung dann in der aufklärung Unternehmen genau dahin zu bringen, dass sie halt zu dem Punkt kommen, sich auch nicht zu überdecken mit irgendwelchen Dingen.
00:45:42: Also ich glaube das ist auch Teil der Verantwortung desjenigen, der als Experte auftritt dann auch zu sagen hier, dass es aus meiner Sicht ein sinnvolles irgendwie fixieren von Preisen sowohl in der Menge als auch in der Zeit so und klar wenn ein Unternehmen den Case hat, zwanzig Jahre irgendwie hat's gerade einen Liefervertrag abgeschlossen mit irgendjemandem zum fixierten Preis Die haben vielleicht die einzigen Anreiz, irgendwie jetzt für die zwanzig Jahre ihren Preis zu fixieren und sich schlafen zu legen.
00:46:09: Aber auch den könntest du ja empfehlen.
00:46:11: Du kannst dich halt wesentlich besser stellen wenn du es eben nicht tust weil du über die nächsten Jahre flexibel deinen Strom einkaufen kannst.
00:46:17: Weil derjenige der dir dieses Produkt verkauft wird immer einen Aufschlag für dieses Risiko nehmen was er selber trägt.
00:46:23: Also aus Handelsakteursicht würde ich sagen derjenge der kurzfristige Risiken eingehen kann weil er Flexibilitäten aufgebaut hat und so weiter, der kann Anreize haben das zu tun um sich halt im Erwartungswert besserzustellen.
00:46:41: Und ich würde es auch genauso erklären.
00:46:43: Ich glaube die Frage ist ein bisschen man müsste eben in der Industrie eigentlich noch viel früher Ansätze aus meiner Sicht.
00:46:47: Ich glaube für unsere Bubble ist es klar und wenn man hier mit jedem spricht Es ist total relevant.
00:46:54: Ich glaub bloß mit den Einkäufern und mit den Personen dem wir sprechen auch nicht mehr allen.
00:46:57: um Gottes Willen aber ich sag mal gerade mit denen Mittelstand, kleinere Mittelstand ist es eben einfach schwierig weil diese Aufklärung nie stattgefunden hat.
00:47:05: Und jetzt gerade findet so ein bisschen Stadt und natürlich über Krisen und so werden wir irgendwie alle damit konfrontiert aber es zieht sich ziemlich.
00:47:15: Ja ich glaube schon also Toge du hast ja nicht den ersten Mal hier auf dem Folgen, weil die du vorhin wahrscheinlich vorm ersten mal gemacht hast gut vorbereitet.
00:47:22: du bist.
00:47:23: Aber mit mehr und mehr solchen extremen Events wo man einfach dafür zahlt wenn man inflexibel weiter abnimmt Plus dann die ganzen Reformvorhaben, Agnes-Prozess.
00:47:31: Da seid ihr ja auch relativ viel.
00:47:33: Also von der Bundesnetzagentur gibt es ja diesen Reformprozess für Netznutzungshändgelte und Flexibilisierung und weg von den Bandlastprivilegien, Neunzehnzwei usw.
00:47:42: Und ich glaube das wird auch total viel... Wann erwartet ihr dass sich das durchschlägt?
00:47:49: Ich glaube also diese Bandlast Privilegierung tatsächlich auch zwanzig neun und zwanzi aufhört.
00:47:53: ich glaube das kann man sehr.
00:47:55: da kann man einfach jetzt fix von ausgehen dass es gesetzt trotz gaskarty und ja, das wird glaub ich also die bundesnetzagentur ist in dem Sinne auch bundesnetzagenturs im Gaskartie haut mich vom hocker.
00:48:07: Scheiße!
00:48:10: Die bundes netz agenturen sind in diesem Sinne ja auch unabhängig also die können das durchziehen und das ist eben eine gesetzte sache Und dementsprechend kann man davon ausgehen, dass das auf jeden Fall kommt und das eben zusätzlich Anreize bringt.
00:48:21: Also in dieser Agnes-Reform gilt es ja dann auch nicht nur das Bandlastprivileg zu verändern oder zu flexibilisieren sondern auch das Thema dynamische Nestengelte weiterzutreiben.
00:48:32: Dann gibt's von den Kapazitätsmarkten nach belgischen oder britischen Vorbilden wahrscheinlich eine Art.
00:48:39: Dann gibt es verschiedene weitere Anreize, die jetzt einfach kommen und das Thema Flexibilisierung noch attraktiver machen.
00:48:43: Und ganz wichtig ist eben dass die Unternehmen verstehen – und das ist glaube ich eine ganz wichtige Aufklärungsarbeit -, dass Energiemanagement nicht in zwei getrennten Welten stattfinden darf nämlich im Einkauf und in der technischen Infrastruktur also Technischer Leiter Energiemanager, sondern dass diese beiden Gruppen zusammen gedacht….
00:48:58: Also sie müssen zusammenarbeiten um wirklich diesen Reise mitgehen zu können und Flexibilisierungen ganzheitlich zu denken oder Energieoptimierung, Energiemanagement ganzheitlicher zu denken.
00:49:09: Besser hätte ich es nicht sagen können.
00:49:12: Eine letzte Frage aus dem Publikum noch, wer mag?
00:49:17: Mache ich den Abschluss Pjan Röse mit Weltenergie.
00:49:21: Wir sind so ein klassischer PV Entwickler und diese Kurve die da rechts ist für uns halt der Worst Case vor allen Dingen die da unten links also die so am Mittwoch noch viel länger so anhält.
00:49:35: genau Also diese negative Strompreise sind für uns natürlich das, was für euch gut ist.
00:49:41: Ist für uns schlecht und wenn man mit anderen Entwicklern spricht geht es denen natürlich nicht anders.
00:49:46: Und wir haben halt das Problem dass viele sagen wir arbeiten das jetzt mal ab was wir haben und dann gucken wir erst Mal was passiert.
00:49:54: also was ist das?
00:49:55: ihr braucht ja das was wir tun um eben damit arbeiten zu können?
00:50:02: die Idee oder was ist eure Antwort da drauf, die ihr uns geben könnt?
00:50:06: Die womit wir dann sagen okay.
00:50:08: Wir können auch in den nächsten fünf Jahre planen.
00:50:11: Also was wir auf jeden Fall ganz klar sehen ist bei uns eine extreme Häufung an Anfragen für sogenannte Kolobatteriespeicher.
00:50:18: also dass du mit deinem PV-Park auch direkt die Speicherkapazität dazu planst um eben genau nicht... Entschuldigung das hatte ich ihm vergessen zu erwähnen.
00:50:29: PV mit Batterie plant sowieso nur als co-location.
00:50:33: genau das hatte ich eben vergesst.
00:50:35: Genau perfekt also.
00:50:36: aber dass ist die erste Antwort darauf natürlich nicht die einfachste.
00:50:41: am ende ist es halt so.
00:50:44: du kannst ja den effekt nicht einfach ignorieren und der markt wird ihn auch immer bewerten, derjenige der sich strom kauft wird schon zurecht die entscheidung treffen wie viel irgendwie PV-Hedge will ich in meinem Portfolio haben, wenn ich ja im Sommer immer sehe dass der Strom eigentlich zu den Zeiten, wenn mein Produkt auch liefert.
00:51:04: Eigentlich gar nichts kostet.
00:51:05: so das ist... Das schlägt sich nieder.
00:51:08: deswegen ist ja PV-Strom als PPA auch günstiger als Baseload.
00:51:12: Trotzdem hat es ja auch andere Effekte.
00:51:14: du hast ja trotzdem so einen Preis Absicherungseffekt als Industriekunde.
00:51:19: Deswegen ist dieser PPA nicht wertlos und ich glaube da Das richtige Maß zu treffen, wo halt der Erzeuger immer noch genug kriegt.
00:51:29: Das muss dann eigentlich ein Markt regeln.
00:51:31: Also der Gaskarty mal dahingestellt, der einen Einfluss viel weiter reicht als ich gedacht habe, als ich gerade gesehen hab dass ihr das Wasserglas umwirkt.
00:51:43: Aussage wäre ja irgendwie, du musst das den Markt regeln lassen.
00:51:47: An der Stelle glaube ich da tatsächlich dran, dass halt in gewisser Weise das zu einem Spiel werden muss wo wirklich marktwirtschaftliche Prozesse dazu führen, dass auch der Projektentwickler das Projekt nur entwickelt weil er damit Geld verdienen kann, weil es jemanden gibt der bereit ist für diesen Strom genau diesen Strom genug zu bezahlen.
00:52:07: und natürlich ist der Energiemarkt relativ komplex.
00:52:10: So und irgendwie der Strompreis im Day-Ahead, wo man als Privatperson seinen Krypto meiner anschmeißen kann.
00:52:19: Das ist ja nur eine Ebene!
00:52:21: Wir haben dann den Intraday, wo du kannst Strom so unterschiedlich betrachten... ...und die Viertelstunde des Folgetages im Day Head Markt kann am Tag selber ganz viel wert sein.
00:52:34: Und ich glaube, am Ende geht es um... das smarte Zusammenspiel daraus und einen Verteilen vom Kuchen.
00:52:41: Wir haben ein Energiesystem, wenn es völlig ineffizient wird weil wir halt irgendwie an jeder Stelle nur PV-Anlagen bauen und die Gehörner überhaupt nicht hin und sonst macht gar keinen Sinn und der Netzausbau ist unglaublich teuer weil wir den irgendwie aus welchem Grund über Alpen ziehen müssen wie auch immer so dann zahlen wir das ja alle insgesamt miteinander.
00:53:02: Und dann ist irgendwie der Kuchen, der zu verteilen ist einfach kleiner und ich glaube dass es eigentlich die Aussage man muss halt dazu kommen, dass das System effizient genug wird marktwirtschaftlich gelöst um denjenigen die Anlagen entwickeln anreizzugeben ist zu tun und denen die den Strom brauchen halt diesen Strom zur Verfügung zu stellen.
00:53:25: Wenn's gut läuft?
00:53:26: Ja!
00:53:28: Das finde ich echt ein ganz gutes Schlusswort.
00:53:32: Also die Märkte, die die Knappheiten repräsentieren.
00:53:37: Wenn wir sagen Energiemärkte im Aufruhr dann bedeutet und wir sehen extrem Preis-Events, dann hoffen wir dass die gewisse Realitäten widerspiegeln und als effiziente Ressourcen Allokationsmechanismen das gut lösen für uns alle.
00:53:53: Ich habe es geschafft zum ersten Mal für alle die das jetzt nur hören auf der Bühne live mit dem Stuhl umzukippen und dabei mein Wasserglas auch noch auf den Boden zu verteilen.
00:54:02: Ich danke euch ganz herzlich, dass ihr heute hier wart und vor allem auch nochmal RISM die uns hier eingeladen haben.
00:54:08: Richard Pinker-Nelle der für den Sound geholfen hat Anna Mina Eleni alle die im Hintergrund mitgeholfen haben herzlichen Dank.
00:54:21: wir können hier noch ein bisschen bleiben.
00:54:22: bleibt gerne hier erst noch paar Croissants Früchte und genau lasst uns austauschen lasst Networken.
00:54:28: Und vielen dank aus Silabad.
00:54:37: So das war es auch schon wieder.
00:54:39: Fünfte Energiefrühstück live aus Hamburg.
00:54:42: Danke an Karl und Torge, an Rhythm for the Location und euch fürs Zuhören!
00:54:49: Wenn euch die Folge fein hat abonnieren weiter empfehlen und beim nächsten Mal seid ihr live dabei bis dann glatt flexibel tschau tschaud.