E#115 Bis zu 80% Stromkosten sparen: Warum gewerbliches Smart Charging für E-Flotten der absolute Gamechanger ist

Shownotes

In dieser Folge der Energiezone sprechen wir mit Claudio, einem innovativen Unternehmer und Gründer von Ridergy. Wir befinden uns im DENA Future Energy Lab in Berlin, einem inspirierenden Ort für Startups, die sich mit der Energiewende befassen. Claudio gibt uns Einblicke in seine Reise durch die Welt der Elektromobilität und Energiewirtschaft, angefangen von seinen frühen Erfahrungen bis hin zu seinen aktuellen Projekten.

Wir erfahren, wie Claudio trotz technischer Pannen und Herausforderungen stets motiviert bleibt, die Energiewende voranzutreiben. Er teilt seine Erfahrungen und die Herausforderungen, denen sich Startups im Energiesektor stellen müssen, von regulatorischen Hürden bis hin zu der Notwendigkeit, innovative Lösungen für die Herausforderungen der Elektromobilität zu finden. Claudio spricht über die Bedeutung von Flexibilität in der Energieerzeugung und -nutzung und wie Ridergy aktiv an intelligenten Ladelösungen arbeitet, um Unternehmen bei der Elektrifizierung ihrer Flotten zu helfen.

Ein zentraler Punkt des Gesprächs ist die Rolle von Ridergy im Bereich des Energiemanagements. Claudio beschreibt die Softwarelösungen, die das Unternehmen anbietet, um die Ladevorgänge von Elektrofahrzeugen effizient zu steuern und Kosten zu optimieren. Die Diskussion führt uns auch zu den Herausforderungen, die die Branche hinsichtlich der Verbraucherakzeptanz von Elektromobilität und den immer noch hohen Batteriekosten hat, während Claudio optimistisch bleibt, dass sich die Situation bald verbessern wird.

Das Gespräch umfasst auch Claudios erste Erfahrungen mit Elektromobilitätsprojekten in China, wo er an der Schnittstelle von Innovation und Technologie arbeitet. Er hebt hervor, wie wichtig es ist, von den Fortschritten in China zu lernen und dass die dortige Energiewende vor allem durch pragmatisches Handeln und Unternehmergeist geprägt ist. Claudio reflektiert auch über die Unterschiede zwischen den regulatorischen Umgebungen in Europa und China und diskutiert, wie Europa seine Innovationskraft bewahren und gleichzeitig von den dynamischen Entwicklungen in anderen Märkten profitieren kann.

Abschließend werfen wir einen Blick in die Zukunft von Ridergy und Cladio’s Pläne, weiterhin aktiv an der Gestaltung der Energiewende teilzuhaben und innovative Partnerschaften zu entwickeln. Dieses Gespräch ist eine inspirierende Reise durch die Herausforderungen und Chancen der Energiebranche, die zeigt, dass es trotz aller Hürden möglich ist, mit Kreativität und Entschlossenheit positive Veränderungen herbeizuführen.

Webseite: http://www.energiezone.org Community: https://forum.energiezone.org Feedback: team@energiezone.org Alexander Graf: https://www.linkedin.com/in/alexandergraf Ilan Momber: https://www.linkedin.com/in/imomber/

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Speaker1: Mit elf Jahren auf dem Schulhof quasi einen Schwarzmarkt für Maßriegel aufzieht,

Speaker1: heute fließend neuen Sprachen spricht und E-Flotten für Milliardenkonzerne optimiert, dann merkst du,

Speaker1: du hast einen echten Hustler, einen echten Unternehmer vor dir.

Speaker1: Es gibt wenige Menschen, die mit so viel, ich würde sagen, Herzblut und unfassbar

Speaker1: viel Optimismus an der Energiewende arbeiten, wie mein heutiger Gast und auch

Speaker1: für mich einfach ein guter Reminder, warum ich den Podcast aufnehme.

Speaker1: Das Gespräch hat mich wirklich extrem inspiriert und ich hoffe,

Speaker1: die Folge gefällt euch genauso.

Speaker1: Moin zusammen und herzlich willkommen in einer neuen Folge der Energiezone,

Speaker1: eurem Podcast, in dem wir die Energiewende greifbar machen und die Geschäftsmodelle

Speaker1: der Branche analysieren.

Speaker1: Mein Co-Host Alex, Alex Graf ist heute nicht mit dabei, deswegen zerpappt ihr

Speaker1: mich heute ganz für euch.

Speaker1: Und ich, ich bin Ilan, Dr. Ilan Momba und einer der drei Geschäftsführer von ONU Energy.

Speaker1: Ganz kurz gesagt, was machen wir bei ONU Energy? Wir sind eine Softwarefirma,

Speaker1: jetzt drei Jahre alt, vor ziemlich genau drei Jahren im April gegründet.

Speaker1: Und ja, wir vereinfachen die Energiebeschaffung für Industrieunternehmen in Deutschland massiv.

Speaker1: Und wie machen wir das als Softwarefirma? Naja, indem wir Software entwickeln,

Speaker1: die genau dies tut, also Lösungen, die es unseren Kunden ermöglicht,

Speaker1: die, ich sag mal, Volatilität der Märkte, also bei Preisen und bei Nachfrage, nicht nur...

Speaker1: Nicht unbedingt als Risiko zu sehen, sondern als echten Wettbewerbsvorteil zu nutzen.

Speaker1: Und das klappt ziemlich gut. Wir verwalten heute Energie im Wert von mehreren

Speaker1: 100 Millionen Euro und mehr als eine Terrarstunde Strom und Gas.

Speaker1: Übrigens zu diesem Thema, wie man Preisvolatilität smart und für sich nutzt,

Speaker1: veranstalten wir in Kürze auch wieder am 23.

Speaker1: April um 13 Uhr mittags. Es ist ein spannendes Webinar, wenn ihr euch anmelden

Speaker1: wollt, schreibt mir einfach eine LinkedIn-Nachricht und da kriegen wir euch da rein.

Speaker1: Und gleiches geht auch für Energiefrühstück auf der OMR, da sind wir auch wieder

Speaker1: mit Ressourcenmangel am Start.

Speaker1: Details kommen noch, aber genau, jetzt zu unserem heutigen Gast.

Speaker1: Ich durfte die Mikros im schicken Dena Future Energy Lab in Berlin einfach mit

Speaker1: nutzen, einer echt coolen Location für Energie-Startups.

Speaker1: Mir gegenüber saß Claudio, Claudio Geiken, der Gründer von Rider-G.

Speaker1: Und ja, kurzer privater Disclaimer, ich kenne Claudio jetzt schon eine ganze Weile.

Speaker1: Unsere Geschichte geht zurück auf die KTH in Stockholm vor fast 15 Jahren.

Speaker1: Er ist mir damals schon aufgefallen, weil er da so eine internationale Fußballmannschaft

Speaker1: initiiert hat, ins Leben gerufen hat und wir haben zusammen gekickt und wir

Speaker1: waren beide, wenn ich mich richtig erinnere, auch riesige Elon Musk Fanboys.

Speaker1: Zu einer Zeit, als zugeben, Tesla noch nicht so ganz bekannt war und eher noch nischig.

Speaker1: Jetzt ist er auch nicht mehr ein richtiges Startup, aber deutlich unbekannter.

Speaker1: Und auch Elon einfach nur für seine unternehmerische Leistungen bewundern konnte.

Speaker1: Ja, da ist er noch nicht so abgedriftet und da war die Welt vielleicht auch

Speaker1: einfach noch nicht so politisch aufgeheizt. Aber ja.

Speaker1: Warum Claudio hier in der Energiezone? Der hat seit Stockholm eine ziemlich

Speaker1: krasse Geschichte hingelegt. Er hat bei Northvolt ganz früh mitgewirkt.

Speaker1: Und ich würde sagen, heute bewundere ich Claudio vor allem als Unternehmer.

Speaker1: Er hat mit Rider-G eine megacoole Firma gebaut.

Speaker1: Komplett bootstrapped, extrem

Speaker1: lean, aber mit richtig namhaften Kunden wie HelloFresh und Audi an Bord.

Speaker1: Und explodiert auch gerade Richtung China. Spricht natürlich auch noch Chinesisch,

Speaker1: wie er im Podcast beweist. Aber ja, scheint für mich einfach so genau die richtigen

Speaker1: Dinge zu bauen und zur richtigen Zeit.

Speaker1: Und gerade jetzt, wo wir so in diese Agentic AI Future schauen,

Speaker1: ist für mich persönlich Claudius pragmatischer, fokussierter Ansatz wirklich ein Vorbild.

Speaker1: Also so Ökosystem getrieben und ja, auch für uns bei ONU, was wir für uns mitnehmen können.

Speaker1: Wir sprechen über Smart Charging, warum wir Pragmatismus in der Regulierung

Speaker1: brauchen und wie wir von der Umsetzungsgeschwindigkeit in China lernen können.

Speaker1: Genau, soweit erstmal hier die lange Intro. Ich wünsche euch ganz,

Speaker1: ganz viel Spaß bei dieser Folge mit Claudio Geiken von Ridergy.

Speaker1: Auf geht's, ab geht's, let's roll!

Speaker1: Alright, zweiter Anlauf. Müsst du es einfach kurz erzählen, oder?

Speaker1: Wir haben jetzt gerade 25 Minuten aufgenommen und vergessen,

Speaker1: auf Aufnehmen zu drücken.

Speaker0: Vielleicht liegt es auch an der Technik, wir wissen es nicht.

Speaker1: Genau, wir schieben es mal auf die Technik. Claudio, herzlichen Dank für die Einladung. Gerne.

Speaker1: Dafür kriegen wir das jetzt im zweiten Anlauf noch viel flüssiger und noch viel

Speaker1: besser und noch viel lustiger und smarter hin.

Speaker1: Herzlichen Dank für die Einladung hier ins DENA Future Energy Lab,

Speaker1: wenn ich das richtig zusammengebracht habe und ausgesprochen habe.

Speaker1: Hier einmal rumgelaufen in West-Berlin, neben der königlichen Porzellanmanufaktur.

Speaker1: Korrekt. So ein fancy alter Backstein-Industriegebäude, was irgendwie schick renoviert wurde.

Speaker1: Und dann so direkt daneben über drei Etagen ein krasses Office,

Speaker1: das mir eben eine Tour gegeben.

Speaker1: Und ich bin geflasht und total positiv beeindruckt. Und wir nehmen auch in einem

Speaker1: hochprofessionellen Podcaststudio auf,

Speaker1: was so mit zu der besten Technik gehört, die die Energiezone bisher gesehen hat.

Speaker1: Aber genau, vielleicht kannst du kurz einmal was sagen, wo sind wir hier eigentlich,

Speaker1: was ist das für ein krasser Space?

Speaker0: Ja, genau, ich finde auch, die Technik hier ist überragend. Ich freue mich auch

Speaker0: immer, meinen Podcast da aufzunehmen.

Speaker0: Smart Charge bei Rydogy, wo wir vor allem über intelligentes Laden sprechen.

Speaker0: Wo sind wir? Und das ist quasi die DENA,

Speaker0: ist eine Organisation, die vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert ist und

Speaker0: da geht es vor allem um Themen wie, wie schafft man es, die regulatorischen

Speaker0: Hürden oder Ansätze, die der Markt braucht, wieder hinzubringen zur Bundesregierung.

Speaker0: Und auch geht es darum, Innovationen zu fördern, beispielsweise wie Startups

Speaker0: hier in diesem Lab, wo jede Startup, was mich mit Energie beschäftigt,

Speaker0: auch hier einen Zugang hat zu einem Raum,

Speaker0: den man auch umsonst einige Monate kriegt und dann sich auch vernetzt mit der

Speaker0: Community im Energiebereich.

Speaker0: Klaus Müller von der Bundesnetzagentur war hier erst vor kurzem und viele andere

Speaker0: Wirtschaftsvertreter,

Speaker0: Geschäftsführer sind auch immer mal wieder hier und Politiker natürlich und

Speaker0: das ist auch sehr viel wert, wenn man vor allem ein Energie-Startup hat und

Speaker0: beschleunigen will und Zugang haben will.

Speaker1: Wie viele Startups sind hier so?

Speaker0: Ich glaube in der Community sind es so unter 100, aber die genaue Zahl kenne

Speaker0: ich nicht, aber so auf jeden Fall einige Dutzend.

Speaker1: Die sitzen auch alle hier?

Speaker0: Die hier vor Ort üblich sind, würde ich sagen ein Dutzend. Und dann rotiert es halt.

Speaker1: Okay, got it. Ja, also ein Eventspace gibt es ja auch mit einer großen Bühne

Speaker1: und professionellen Veranstaltungen und so.

Speaker0: Relativ offen auch für Leute, die sich im Energiebereich beschäftigen, dann auch zugänglich.

Speaker0: Also kann ich empfehlen, auf der Webseite die Events sich mal anzuschauen.

Speaker1: Okay, und nicht nur für Berliner, sondern eigentlich deutschlandweit, ne?

Speaker0: Genau, es gibt auch immer wieder

Speaker0: auch Veranstaltungen, die wirklich auch deutschlandweit Charakter haben.

Speaker1: Ich habe gerade das Set-Magazin oder das Future-Energy-Magazin in der Hand und

Speaker1: da auch irgendwie ein paar bekannte Gesichter irgendwie aus der Berliner,

Speaker1: aber auch deutschen Energie-Startup-Szene, irgendwie Einklang-Energy,

Speaker1: Gruppe-Aventures, I don't know, ganz viele so wichtige Player.

Speaker0: Total viele Investoren auch, ja.

Speaker1: Ja, mega gut. Und wie lange sitzt du schon hier oder wie ist dein Involvement mit der DENA?

Speaker0: Ja, also ich bin auch hier schon mittlerweile über ein Jahr,

Speaker0: habe mit der Dena schon auch Historie gehabt davor,

Speaker0: hatte auch bei regulatorischen Fragestellungen auch mal spannende Vorträge und

Speaker0: Events auch schon davor gehabt,

Speaker0: Kontakte gehabt und auch ein Mentoring-Programm, eben wo man ganz gezielt auf

Speaker0: unser Geschäftsmodell gegangen ist bei RIDERG.

Speaker1: Mhm.

Speaker1: Ja, ich meine, wir können ja offen und ehrlich sein. Wir beide kennen uns schon

Speaker1: eine ganze Weile. Du bist ein alter Hase im Geschäft.

Speaker1: Und zwar habe ich dich kennengelernt irgendwie so, es muss so vor 15 Jahren

Speaker1: oder sowas gewesen sein, 2012, 13 oder so.

Speaker1: Da waren wir an der KTH in Stockholm. Du hast einen Master gemacht und ich habe

Speaker1: da an der Uni promoviert oder einen Teil meiner Promotionsarbeit da gemacht.

Speaker1: Und du hast ein Fußballteam ins Leben gerufen, das so mega cool und international

Speaker1: war. Und daher kenne ich dich.

Speaker1: Aber wir haben auch sonst, wenn man auf unsere CVs guckt, irgendwie relativ

Speaker1: viele Überlappungen. Also du kommst auch aus Berlin.

Speaker1: Du bist auch nicht Vollblut Deutscher, sondern hast irgendwie so einen bunten

Speaker1: Hintergrund. und du warst doch am KIT, also am Karlsruher Institut für Technologie vorher.

Speaker1: Also irgendwie, are you following me or what's that?

Speaker0: Ja, ich versuche, ich bin ja ein paar Jahre, glaube ich, jünger,

Speaker0: dann versuche ich dir natürlich so viel wie möglich zu folgen als großer Bruder. Nee, Spaß beiseite.

Speaker0: Ja, es ist interessante Zufälle und ich fühle mich auch sehr Multikulti und

Speaker0: in dem Sinne, weil meine Mutter Italienerin ist und Vater Deutsch,

Speaker0: aber in Paris geboren und dann eine französische Laufbahn gehabt.

Speaker0: Diese drei Kulturen prägen mich viel, aber ich hatte dann auch im Zuge dieses

Speaker0: Masterprogramms, was du dann auch erwähnt hast, viel Kontakt auch zu 80 Nationalitäten,

Speaker0: also Leute aus der ganzen Welt.

Speaker0: Und ich fand, dass diese Mischung macht die Welt deutlich spannender.

Speaker0: Und das hat mir vor allem auch diese Erfahrung mit der KTH und dieses Masterprogramm

Speaker0: von den No Energy dann auch mitgegeben.

Speaker1: Ja, ja.

Speaker1: Ja, KIT war jetzt nicht ganz so bunt. Da war sozusagen Einzugsgebiet eher Deutschland,

Speaker1: aber auch gute Uni und irgendwie Elite-Uni.

Speaker0: Ein gutes Studium, gutes Basis-Maschinenbaustudium habe ich da bekommen.

Speaker1: Genau, aber dann wäre vielleicht diese Two-Hearts-Community,

Speaker1: da bin ich Teil hier in Berlin, auch was für dich.

Speaker1: Das ist so für so Leute mit ein bisschen diverserem Hintergrund.

Speaker1: Aber du hast ja mindestens drei Herzen dann, wenn ich das richtig verstanden

Speaker1: habe. Okay, aber erzähl mal, also du hast irgendwie was mit Ingenieurwesen studiert

Speaker1: und dann irgendwas mit Energy gemacht, oder?

Speaker0: Genau, auf einen anderen Podcast dazu, weil irgendwas mit Energie, nee, Spaß.

Speaker0: Ja, also ich habe die Energiewende seit 2004 begleitet mich.

Speaker0: Da hatte ich mich angefangen, da war ich nochmal in der Schule tatsächlich,

Speaker0: als Jugendlicher mich mit zu beschäftigen, Weil gerade das Projekt und die Vision

Speaker0: einfach spannend und als wir noch nicht mal 5% Erneuerbare hatten im Netz,

Speaker0: waren viele skeptisch, dass wir mehr schaffen würden und von so vielen Aspekten

Speaker0: können wir eigentlich profitieren.

Speaker0: Also auch insbesondere sehr relevant jetzt ohne Krieg.

Speaker0: Ich finde die geopolitischen Aspekte von Energie essentiell,

Speaker0: auch zu verstehen, wie wichtig auch Energie in dem Kontext ist und dass die

Speaker0: Erneuerbaren uns da deutlich mehr Flexibilität geben.

Speaker0: Und ich sehe auch eine friedvolle Welt mit erneuerbaren Energien.

Speaker0: Das hat mich auch sehr motiviert.

Speaker0: Aber günstiger, grüner und so weiter. Das Projekt ist einfach cool.

Speaker0: Und deshalb habe ich mich dann auch entschieden, im Studium erstmal eine Basisstudium

Speaker0: Maschinenbau, aber dann auch schnell mich zu vertiefen.

Speaker0: Und dann hat mich das mit der Innovation auch nochmal sehr stark gefallen.

Speaker0: Bei InnoEnergy ging es vor allem darum, vielleicht nochmal auch kurz da als Kontext,

Speaker0: weil es spannend ist in diesem Kontext, also InnoEnergy ist von der EU-Kommission

Speaker0: ins Leben gerufen worden, um Forschung und Business und vor allem Bildung besser zu vernetzen.

Speaker0: Und eines der Manifaziationen waren diese Masterprogramme, aber auch PhD gab

Speaker0: es mehr Bildungsprogramme und vor allem Investments in Startups und die dann

Speaker0: auch zu vernetzen, schon relativ früh,

Speaker0: um Ingenieure, die nicht nur Technik verliebt zu haben, sondern auch die in

Speaker0: die Businesswelt können und das ist ja nochmal ganz was anderes.

Speaker0: Und das hat mir sehr gut gefallen und dann habe ich mich auch entschieden,

Speaker0: während des Studiums schon eine Community mit aufzubauen an diesen Unternehmern

Speaker0: und Studenten verschiedenster Art.

Speaker0: Hatte ich dich auch mal eingeladen, weiß ich jetzt auch nochmal als Sprecher während der Zeit.

Speaker0: Und genau, das war eigentlich eine ganz coole Community.

Speaker1: Da warst du nicht nur in Stockholm, sondern irgendwie auch mehrere Stationen.

Speaker0: Ja, da war ich ein bisschen überall. Wir waren europaweit, hatten 60 Events

Speaker0: pro Jahr letztendlich, was ich da aufgebaut hatte in zwölf Städten,

Speaker0: glaube ich, europaweit.

Speaker0: Und genau, ich habe das quasi erst mal im Studium angefangen,

Speaker0: nur so pro bono und habe das dann gepitcht, dem CEO von den O-Energy.

Speaker0: Und er hat mich dann eingestellt, okay, mach das nochmal.

Speaker0: Und da war quasi nicht die klassische Ingenieurslaufbahn, SMA und so,

Speaker0: hatte ich da weitere auch Ideen noch und konkrete Sachen,

Speaker0: die ich hätte machen können, aber dann habe ich das gemacht und das hat mir

Speaker0: auch sehr gute Einblicke gegeben dann in die ganze regulatorische Innovationsszene

Speaker0: und Startup-Szene europaweit der Energie.

Speaker0: Genau, und das habe ich dann fünf Jahre lang gemacht, bis ich dann zu RIDG kam.

Speaker1: Ja, okay. Also man merkt schon, du hattest relativ früh schon so ein Unternehmergen,

Speaker1: wenn du da irgendwelche Ideen gepitcht hast und so.

Speaker1: Also auf jeden Fall hast du diese Fußballmannschaft, glaube ich,

Speaker1: mit initiiert. Und ich weiß auch, dass du irgendwann irgendwelche...

Speaker1: Ja, was heißt, irgendwelche ziemlich coole Austauschplattformen so initiiert

Speaker1: hast, diese Renewable Energy Group auf LinkedIn, I don't know,

Speaker1: du hast immer irgendwie so irgendwas angefangen.

Speaker0: Eine sehr lustige Anekdote, die ich vielleicht, aber vielleicht würde die den

Speaker0: Rahmen sprengen in der Schule gehabt.

Speaker0: Ja, los, schieß los. Okay, ja, vielleicht ist es auch nicht so,

Speaker0: die man so öffentlich, aber wie auch immer.

Speaker1: Werden wir sehen.

Speaker0: Ja, wir haben ja hier unter uns, ne?

Speaker1: Genau.

Speaker0: Ich hatte in der Schule entdeckt, dass es vor allem viele Mitschüler gab,

Speaker0: die sich so Snacks, so Mars beispielsweise, gekauft haben.

Speaker1: Ja, ja, habe ich auch gerade das vergessen.

Speaker0: Und das war relativ teuer, also als Schulkind, wenn man da so zwei Euro so ein Mars sich gekauft hat.

Speaker0: Und da habe ich das quasi in der Schulpause günstiger angeboten als die Kantine.

Speaker0: Und ich hatte immer so monatliches Geld, wo ich mir alles zahlen müsste,

Speaker0: 40 Euro. Und das hat aber, dann konnte ich mir das relativ gut mit der Zeit ergänzen.

Speaker1: Was fand deine Marge, die du da ansiedelt hast?

Speaker0: Relativ gut, ja. Das Stichwort Marge, da habe ich auch viel über Business schon

Speaker0: gelernt. Da war ich schon zu elf Jahre alt.

Speaker0: Also da habe ich quasi verkauft die Marken und da habe ich gemerkt,

Speaker0: die Eigenmarken von Aldi, die kommen auch noch gut an bei den Mitschülern und

Speaker0: da ist die Marge deutlich höher.

Speaker0: Also habe ich dann quasi diese Eigenmarken dann verkauft. Und dann kann man

Speaker0: sich vorstellen, ich kam dann immer von der Schule zurück.

Speaker0: In die Schule rein mit so richtig vielen solchen Snickers und Maßen,

Speaker0: hast du nicht gesehen. Mein Schulranzen war voll gepackt.

Speaker0: Hab dann auch relativ viel in der Schule gelagert, aber gewisse Sachen mussten

Speaker0: kühl gelagert werden, das heißt, da musste ich den Kühlschrank der Familie voll

Speaker0: mit gekühlten Getränken als der Schule bringen.

Speaker0: Hab dann relativ gut verdient, hat dann auch jemand eingestellt tatsächlich,

Speaker0: der das mit mir verkauft hat.

Speaker0: Der hat auch nochmal so seinen Cout bekommen vom Business.

Speaker1: Du warst ein Zuckerdealer. Du hast einen Hustler. Du hast so Sachen geflippt.

Speaker0: Da muss man aufpassen heutzutage mit Zucker. Und naja, die Geschichte hat ein

Speaker0: trauriges Ende gefunden, weil jemand ist eingebrochen in meinem Lager.

Speaker0: Und dann konnte ich den aber nicht so richtig fordern, dass er mir das zurückzahlt,

Speaker0: weil er mit seiner Clique war ein bisschen mehr. Und dann bin ich zur Direktorin,

Speaker0: der Schuldirektorin gewesen.

Speaker0: Und dann hat sie gesagt, ah du, ja, nicht so reagiert, wie ich es wollte.

Speaker0: Indem ich ihn irgendwie bestrafe, sie hat mich bestraft, warum verkaufst du

Speaker0: denn hier so sangenhafte Schule? Und dann war das das Ende des Businesses.

Speaker1: Okay, geile Anekdote, das wusste ich noch nicht über dich.

Speaker1: Aber du bist sozusagen, also das finde ich auch irgendwie spannend an dir,

Speaker1: du bist ziemlich lang schon irgendwie mit diesem guten Überblick und auch einer

Speaker1: gewissen technischen Tiefe in der Energiebranche, in der Energiewirtschaft unterwegs,

Speaker1: du bist ja auch schon sehr, sehr

Speaker1: Und ich weiß auch so eine der ersten Erinnerungen, die ich habe,

Speaker1: also so 2012, 13, als ich in Stockholm war und wir da Fußball gespielt haben,

Speaker1: auf deine Initiative hin, mit so einem auch sehr internationalen Team.

Speaker1: Grüße gehen raus an Afsal, meinem Prof damals und was weiß ich.

Speaker1: Das war echt eine coole Zeit. Aber dass du auch so ein bisschen,

Speaker1: so wie ich damals auch schon, Fanboy von Elon Musk warst.

Speaker1: Weil das war so die Zeit, da kannten wir noch nicht wieder.

Speaker1: Da musst du schon mal ein bisschen in der Zeit sein. Ich kannte den 2009,

Speaker1: war ich auf der Plug-in-America, da habe ich in Berkeley ja da meine Diplomarbeit geschrieben.

Speaker1: Also so alt bin ich, damals hieß es noch Diplom.

Speaker1: Und da war ich auf der Plug-in-America und da hatte Tesla einen Stand.

Speaker1: Aber da war Tesla so nobody new, die waren 30, 40, 50 Leute oder so.

Speaker1: Und auch so ein irgendwie ein bisschen

Speaker1: geniusartiger, verrückter Unternehmer namens Elon Musk und du kanntest den auch

Speaker1: schon und du warst auch schon so total involviert und kannst die

Speaker1: Masterplan 1 und was weiß ich, die Details davon hast du auch die Pitches und

Speaker1: so das ist das, was dich auch noch relativ früh sich damit befasst.

Speaker0: Ja, Elon Musk ist auf jeden Fall ein Idol gewesen von mir, er hat Betonung ist

Speaker0: auf Idol und Betonung ist auf gewesen.

Speaker0: Ja, ich hatte mich ja sehr früh für ihn begeistert und für die Elektromobilität.

Speaker0: Das heißt, ich hatte auch da,

Speaker0: tausende Sachen jedes Mal, wenn es was Neues gab, zu lesen mich beschäftigt.

Speaker0: Und ich finde auch die Vision, das passt so gut zusammen mit Energiewende,

Speaker0: halt Elektromobilität.

Speaker0: Das ist so coole Schnittmengen.

Speaker0: Und Tesla hat da sehr viel für die Welt gemacht in die Richtung.

Speaker0: Und ich glaube, da sollten wir jetzt auch dankbar sein dafür.

Speaker0: Aber klar, die Person hat sich leider sehr stark ins negative Licht gebracht

Speaker0: in den letzten Jahren und da hat mich die auch sehr abgewandt von.

Speaker1: Ja, auf jeden Fall. Also unternehmerisch total beeindruckend,

Speaker1: was er da geleistet hat, aber

Speaker1: Auf anderen Ebenen nochmal ganz anders.

Speaker1: Und dann habe ich gelesen auch, dass du irgendwas mit Northvolt zu tun hattest,

Speaker1: relativ früh schon. Also, dass du beim Aufbau mitgeholfen hast, sage ich mal.

Speaker0: Ja genau, Northvolt ist eine spannende auch Geschichte gewesen,

Speaker0: das war ja auch Ex-Tesla-Mitarbeiter,

Speaker0: der die Gigafactory Nevada, die erste aufgebaut hatte und dann zu uns nach Europa

Speaker0: gekommen ist und vor allem InnoEnergy war eine der ersten Investoren und hat

Speaker0: auch die Türen geöffnet in die Europäische Kommission und die ersten Gelder

Speaker0: auch der Investitionsbank und so weiter,

Speaker0: das waren dann 40 Millionen und mit der Idee und der Kernpitch,

Speaker0: hey wir brauchen sehr sehr viele Gigafactories in Europa,

Speaker0: glaube ich 30 an der Zahl so grob und das sollte auch nicht nur Tesla,

Speaker0: und die Chinesen oder Asiaten machen,

Speaker0: sondern das sollten wir auch Know-how haben in Europa.

Speaker0: Und dann waren die Energiekosten im Norden Schwedens deutlich günstiger als Schwede.

Speaker0: Und dann hat er gesagt, wir bauen die erste dort.

Speaker0: Und dann, ja, kurze Geschichte.

Speaker0: Ich habe da vor allem auch geholfen in Sachen Talentakquise,

Speaker0: da die Talente, die man gebraucht hatte in den verschiedenen Netzwerken Europas,

Speaker0: die es so gibt, zu finden.

Speaker0: Und das war auch eines der wesentlichen Punkte, weshalb es nicht geklappt hat,

Speaker0: muss man auch sagen, weil es nicht so einfach war, Talente zu finden,

Speaker0: die genügend Know-how mitgebracht haben im Zellbatterieaufbau.

Speaker0: Und da, wenn man eine Erkenntnis auch aus dem Ganzen nehmen kann,

Speaker0: ist vor allem, wie schaffen wir es strategisch, Talente zu akquirieren,

Speaker0: sei es über Joint Ventures oder anderweitig, beispielsweise mit den Chinesen,

Speaker0: um dann zumindest am Anfang genügend Know-how schnell zu sein und dass es daran scheitert.

Speaker0: Und das eine und das zweite ist das Thema Energie, ob das wirklich das Wichtigste

Speaker0: gewesen wäre in Nordschweden, weil die Talente auch nach Nordschweden zu bringen.

Speaker0: Klar, Energiekosten sind niedriger da, aber ist das das Wichtigste am Anfang?

Speaker0: Und dann auch, zu guter Letzt waren die Gründer ein bisschen nicht fokussiert genug.

Speaker0: Also haben so viele Opportunitäten rechts und links gesehen,

Speaker0: dass die da zu viel auf einmal angepackt haben.

Speaker0: Und dann nicht erstmal die Hausaufgaben, also die Skalierungsphase eines Startups.

Speaker0: Da sollte man auch die Hausaufgaben am Anfang machen und dass gewisse Sachen

Speaker0: stehen, bevor man zu schnell skaliert.

Speaker0: Und das war auch ein Beispiel dessen auf sehr, sehr großer Skala.

Speaker0: Die haben ja, glaube ich, zweistellige Milliardenbeträge bekommen.

Speaker1: Ja, ich weiß noch, als die Gigafactory in Nevada announced wurde,

Speaker1: the machine that builds the machine.

Speaker1: Das war schon geil. Diese Technology unveils und die Product releases und so,

Speaker1: die waren schon immer irgendwie spannend damit zu sehen.

Speaker1: Aber okay, da hast du also sozusagen ein bisschen Community und Finanzierungsperspektive

Speaker1: irgendwie auch mit eingenommen.

Speaker1: Aber jetzt bist du in Berlin, wieder zurück in Berlin. Und was machst du?

Speaker0: Ja, ich habe mich entschieden, nachdem ich bei Energy vor allem in Barcelona

Speaker0: war, wieder zurück mit dem Startup nach Berlin zu kommen.

Speaker0: Warum Berlin? Berlin ist die Startup-Hauptstadt Europas.

Speaker0: Hoffentlich wird sie noch mehr weltweit. Da würde ich mich auch freuen.

Speaker0: Und dann zum zweiten, Deutschland ist ja die wichtigste Wirtschaftsmacht Europas

Speaker0: und insbesondere Automobil- und Energiewende sehr weit vorangeschritten schon.

Speaker0: Klar, Europa gibt es auch andere Länder, die die Energiewende haben,

Speaker0: aber diese ganzen Faktoren zusammengenommen, war das, denke ich mal,

Speaker0: ein guter Punkt, auch hier zurückzukommen und dann Ridergy aufzubauen.

Speaker0: Genau, bei Rydergy kann ich gleich erklären, worum es geht.

Speaker1: Ja, also vielleicht noch einen Punkt. Du hast ja auch einen eigenen Podcast, Smart Charge.

Speaker1: Und wie viele Gigafactory gibt es eigentlich jetzt? Haben wir 30?

Speaker0: In der Welt oder in Europa?

Speaker1: In Europa oder wie viel?

Speaker0: Also das eine ist, es ist immer ein bisschen kompliziert zu sagen,

Speaker0: wie viele die genau jetzt sind.

Speaker0: Es gibt einige, die sind im Bau, announced irgendwie, aber ich würde sagen,

Speaker0: die konkret im Bau sind, sind schon relativ viele.

Speaker0: Vielleicht so ein Dutzend sind, aus dem Stand weiß ich es nicht,

Speaker0: aber die, die jetzt live sind, das reden wir auch teilweise.

Speaker1: Und wäre das auch ein Thema, was ihr bei euch im Podcast habt oder ist es eher so...

Speaker1: Was weiß ich, Business-Modell-Strategie getrieben, was ihr da besprecht?

Speaker1: Oder geht ihr auch richtig so in Fertigung und, keine Ahnung,

Speaker1: die richtigen Hardware-Tech-Specs und so rein?

Speaker0: Ne, das wäre ein bisschen zu weit, glaube ich, vom Scope, also das Podcast,

Speaker0: weil wir versuchen schon ein intelligentes Laden von Elektroflotten und Elektrofahrzeugen

Speaker0: zu machen und dementsprechend neue interessante Batterie-Innovationen,

Speaker0: wie die aus Finnland, die jetzt gehypt wird.

Speaker0: Da könnte es sein, dass wir das gerne so einen Gründer mal im Podcast hätten,

Speaker0: aber jetzt sind die Fertigungstechnik-Batterien, das wäre ein bisschen zu weit vom Kernthema.

Speaker1: Also Shoutout, wer die kennt, bitte connecten. Wir hätten da Interesse an dem Intro.

Speaker1: Nee, okay, aber dann lass uns, also ich fände es geil, wenn wir es schaffen

Speaker1: in dieser Folge, sowohl deine, ich sag mal ein bisschen Makro-Perspektive,

Speaker1: deinen Überblick über die Branche und was so die Trends sind.

Speaker1: Du kommst auch gerade aus China, du warst bei der Slash und diese ganzen Themen,

Speaker1: die man, du bist ja auch sehr aktiv auf LinkedIn, die du da als Content auch spielst.

Speaker1: Aber ich fände es auch geil, richtig in die Tiefe zu gehen bei dir und deinem

Speaker1: Startup und so, was ihr da so macht. Also vielleicht fangen wir da an.

Speaker1: Unternehmer-Story schon so ein bisschen gecheckt vom Schulhof Mars-Verkäufer

Speaker1: zum Berliner Energie-Startup.

Speaker1: Aber genau, erzähl mal, was ist Ridergy? Was macht ihr da? Was ist euer Produkt?

Speaker0: Ja, also eines der Kernherausforderungen der Energiewende für all die,

Speaker0: die hier länger zuhören,

Speaker0: ist es keine News, aber trotzdem nochmal jetzt sinnvoll nochmal hervorzuheben

Speaker0: ist ja die Flexibilität, ist ja die neue Währung und die neue große Herausforderung.

Speaker0: In verschiedenster Art und Weise manifestiert sich das.

Speaker0: Wir brauchen Flexibilität, also der Zeitpunkt und wie man die Leistung vor allem

Speaker0: angeht in der Nachfrageseite und auch in der Produktion, aber vor allem die

Speaker0: Nachfrageseite und die Batterien und wie schaffen wir es,

Speaker0: dass das gut geregelt ist, damit die Netze uns nicht als Hürde...

Speaker0: Ja, wie soll man sagen, sich widerstehen und wir schaffen dann die 100% Erneuerbare

Speaker0: und E-Mobile zu erreichen.

Speaker0: Nun ist es so, dass die Netze auf jeden Fall begrenzt sind, die Elektroinstallationen begrenzt sind.

Speaker0: Also braucht man eigentlich allein für das Laden von Elektrofahrzeugen ab einer

Speaker0: bestimmten Größe brauchst du ein System, das das managt.

Speaker0: Ein sogenanntes Energiemanagement-System oder Energiemanagement-Software.

Speaker0: Und dann zweitens ist, es gibt so verschiedene Stufen der Intelligenz,

Speaker0: wenn man so will, bei der Energiemanagement-Software.

Speaker0: Das eine ist einfach nur sicherstellen, dass eine gewisse Grenze nicht überschritten

Speaker0: wird. Das ist so ein ganz einfaches Lastmanagement.

Speaker0: Aber sobald es dann ein bisschen komplexer werden muss, dann trennt sich schon die Räufe vom Weizen.

Speaker0: Da muss man viel mehr Datenverständnis haben, Echtzeitdatenverarbeitung.

Speaker0: Und dann geht es vielmehr so noch Softwarekomplexitäten und interoperable Systeme, die man braucht.

Speaker0: Also sprich Eigenverbrauchsoptimierung von Solar und im Zusammenspiel mit der

Speaker0: Batterie, wie lädt man so eine Flotte.

Speaker0: Und vor allem auch Strommärkte und die verteilen jetzt Übertragungsnetze,

Speaker0: wenn man die auch nochmal berücksichtigen möchte. Und das ganze Thema bidirektionales Laden.

Speaker0: Sprich, da spielt relativ viel Musik und viel Komplexität mit rein.

Speaker0: Und da waren die Lösungen, die ich am Markt gesehen habe, bei weitem noch nicht

Speaker0: so weit und aus verschiedenen Gründen.

Speaker0: Meines Erachtens war es vor allem Timing und Timing ist bei Innovation und Startups

Speaker0: ja hauptsächlich der wichtigste Faktor.

Speaker0: Deshalb fokussieren wir uns bei Rydegy vor allem darum, da einen wesentlichen

Speaker0: Baustein zu bringen an die Stakeholder-Markt, sei es die Hardware-Hersteller,

Speaker0: aber sei es auch Energieversorger etc., die genauso eine Software brauchen,

Speaker0: die es erlaubt als Schicht, vor allem Ladeprofile zu erstellen von Fahrzeugen,

Speaker0: sodass die Fahrzeuge möglichst günstig und zuverlässig laden und dann die Energiewende auch glückt.

Speaker0: Das ist, sagen wir mal, die Kernidee und dann natürlich gibt es viele weitere

Speaker0: Aspekte, wie wir das jetzt am Markt auch als Produkt schon haben und wo wir

Speaker0: hinwollen, auf die ich gerne nochmal drauf eingehen kann.

Speaker1: Ja, total. Also ich habe mich ein bisschen schlauer gemacht vorher und auf LinkedIn

Speaker1: recherchiert, was du da so geschrieben hast.

Speaker1: Und du schreibst unter anderem von so einem Chasm in der Elektromobilität.

Speaker1: Also so, die Early Adopter sind so ein bisschen durch, aber die Masse zögert noch ein bisschen.

Speaker1: Und was würdest du sagen, ist so der größte...

Speaker1: Das größte Hindernis, der größte Bottleneck, Flaschenhals, whatever,

Speaker1: das noch sozusagen fehlt, um

Speaker1: Energiewende mit Elektromobilität und mit Flottenmanagement so richtig zu.

Speaker0: Ich glaube, das eine waren bisher tatsächlich die Batteriekosten,

Speaker0: die dann auch zu höheren Elektrofahrzeugkosten geführt haben.

Speaker0: Die gute Nachricht ist, da habe ich ja auch heute nochmal einen Post gemacht,

Speaker0: wir haben 99 Prozent der Batteriekosten gesenken können in meinem Leben.

Speaker0: Also seit 1991 wurden die Batteriekosten um 91 Prozent gesenkt.

Speaker0: Und das ist relativ cool, natürlich solarähnlich.

Speaker0: Und das brauchte es, weil vor allem der größte Batzen an Kosten bei so einem

Speaker0: Elektrofahrzeug ist die Batterie.

Speaker1: Also CapEx sozusagen.

Speaker0: CapEx bei meiner Anschaffung, das ist das eine. Aber klar, das ist ja auch ein System.

Speaker0: Elektromobilität ist nicht nur das Auto, sondern wie man lädt.

Speaker0: Und das ist eine Umstellung.

Speaker0: Und bei jeder Umstellung und vor allem bei der Umstellung, finde ich,

Speaker0: ist es für die Verbraucher, die mitmachen müssen, eine der größten Umstellungen

Speaker0: in ihrem Alltag, würde ich sagen, im Vergleich zu anderen Energiewendemaßnahmen.

Speaker0: Also mal sich so ein 100% Zertifikat, dass der Strom grün ist,

Speaker0: da und dann vor allem sind die manchmal die Kosten die gleichen,

Speaker0: da braucht es jetzt nicht so viel.

Speaker0: Aber bei der Umstellung der eigenen Mobilität ist nochmal, glaube ich,

Speaker0: die Hürde am größten bei der Veränderung des Verhaltens.

Speaker0: Dabei aber auch die Hebel am höchsten. Deshalb, ich glaube, das wird sich jetzt

Speaker0: relativ schnell ändern, sobald die Kosten wirklich so attraktiv genug sind.

Speaker0: Das sehen wir jetzt auch schon bei der Dieselkrise jetzt, wie die plötzlich

Speaker0: alle sich mal informieren, wie sieht es aus mit der Elektromobilität.

Speaker1: Diese Krise, wir nehmen auf am, was ist heute, der 10.

Speaker1: April, also mitten in der Nahostkonflikt, Iran-Krieg, Energiemarkt-Volatilität, die wir da so sehen.

Speaker1: Montag ging es ein bisschen rum, nicht Montag, was sagen wir heute,

Speaker1: Freitag, Mittwoch ging es ein bisschen runter und Donnerstag,

Speaker1: weil man gesehen hat, dass irgendwie so Friedensgespräche sich abzeichneten

Speaker1: und jetzt ist er wieder hoch, auch weil dem

Speaker1: Braten traut man nicht so ganz.

Speaker1: Und die ganzen Leute, die noch Benzin tanken, die spüren das natürlich noch

Speaker1: viel mehr an der Tankstelle jetzt als Elektrofahrzeuge.

Speaker1: Aber was macht ihr denn jetzt genau? Und vor allen Dingen, wie verdient ihr Geld?

Speaker1: Ihr baut Software für Smart Charging, für Flotten.

Speaker0: Aber wo ist your customer? Das beste Beispiel ist immer so, wenn man ein konkretes

Speaker0: Beispiel gibt, wo ich auch denke, es ist ein cooles Beispiel,

Speaker0: weil wir hier in Berlin auch wieder sind.

Speaker0: Also ein Kunde von uns ist HelloFresh und da kannst du dir vorstellen,

Speaker0: die elektrifizieren ihre Flotte auch für die Lieferung ihrer Kochboxen ganz stark.

Speaker0: Das heißt, es wird verschiedene Depots, von wo sie aus diese Boxen dann auch

Speaker0: liefern, werden mit Ladeinfrastruktur verseht und der Prozess ist noch nicht

Speaker0: zu Ende. Die haben ja Aktivitäten global in 20 Ländern, vor allem in den USA.

Speaker0: Und hier in Deutschland haben sie auf uns dann vertraut, vor allem für das Energiemanagement.

Speaker0: Was machen wir da konkret? Die haben auch Elektroinstallationen an diesen Depots,

Speaker0: die eine reduzierte Leistung haben.

Speaker0: Also man kann nicht alle Ladesäulen auf einmal laden. Das ist das eine große Problem, das sie haben.

Speaker0: Also wenn sie es nicht gemäßt haben, im Blackout-Lokal, kennt man vielleicht,

Speaker0: wenn man mal eine Sicherung fliegen hat zu Hause.

Speaker0: Das wollen sie natürlich vermeiden, wenn sie dann die Boxen liefern müssen.

Speaker0: Das ist ein großes Problem, weshalb Sie unsere Lösung brauchen. Zweitens.

Speaker0: Also wir messen in Echtzeit, wie viel genau Leistung da ist und dann reduzieren

Speaker0: wir oder erhöhen wir auf Basis dieses Wertes.

Speaker0: Und das Zweite ist natürlich die Kosten, die Netzanschlussleistung.

Speaker0: Das ist der eine Faktor, aber die Lastspitzen, die führen auch zu Kosten bei

Speaker0: den Netzgebühren und auch die Energiebeschaffung machen sie schon 15-minütig.

Speaker0: Für die, die es, ja gut, in diesem Podcast wissen es die meisten,

Speaker0: 15 Minuten ändert sich der Preis.

Speaker0: Mittlerweile ist das ja gang und gäbe in vielen Unternehmen und da gibt es RLM-Zähler

Speaker0: und auf Basis dessen werden sie abgerechnet und wir laden dann,

Speaker0: wenn die 15 Minuten am günstigsten sind.

Speaker0: Und für diese Dienstleistungen, die wir erbringen, die sie nicht ohne uns erbringen

Speaker0: könnten, also selbst können sie so eine Software nicht bauen,

Speaker0: dann braucht es auch Interaktionen mit Integration, auch mit den Ladepunkten und etc.

Speaker0: Da benutzen sie unsere Lösung und wir verdienen Geld. Klassische Software als

Speaker0: a Service, wie ein Abo-Modell, wie man es von Netflix kennt und haben Einsparungen,

Speaker0: die quasi unsere Leistung bei Weitem überschreiten.

Speaker1: Okay, got it. Also und seien die das irgendwie pro Auto oder pro Ladepunkt oder pro Ladepunkt

Speaker0: Gerade machen wir es. Aber in der Zukunft sei mal offengestellt,

Speaker0: dass es auch mal pro Fahrzeug wäre.

Speaker1: Okay, okay. Und also HelloFresh ist ein Kunde.

Speaker1: Also ab wann qualifiziert man sich für welches Kunde? Adressierst du eher sozusagen

Speaker1: die großen Logistikflotten? Oder geht das auch für die Handwerkerbude bei mir

Speaker1: um die Ecke in Berlin-Neukölln?

Speaker0: Das Wichtigste ist für uns ein großer Energieverbrauch durch die Elektroflotte.

Speaker0: Also sprechen natürlich, wollen wir perspektivisch skalieren auf ganz kleine

Speaker0: Flotten beziehungsweise sogar einzelne Elektrofahrer.

Speaker0: Allerdings jetzt ist der Fokus schon größere Flotten. HelloFresh ist auf jeden

Speaker0: Fall eine super Hausnummer. So ab 20, 30 E-Fahrzeuge fängt es an und für unsere

Speaker0: auch interessant und auch für natürlich den Kunden.

Speaker0: Aber wir denken auch jetzt am Anfang, wo wir vielleicht weniger noch skalierbar

Speaker0: sind, wie jetzt in der Zukunft.

Speaker0: Und da wollen wir jetzt auf die größeren Unternehmen zugehen.

Speaker0: Nicht vielleicht die ganz großen, weil das nochmal wiederum zu viel.

Speaker0: Aber so die mittelgroßen, das ist so der perfekte Sweet.

Speaker1: Okay, aber es kommt beim Kunden raus. Also ihr versprecht irgendwo,

Speaker1: habe ich gesehen, bis zu 80 Prozent Kosten. Das ist natürlich eine Hausnummer.

Speaker1: Vielleicht können wir so ein Beispiel rechnen. 20 Elektrofahrzeuge,

Speaker1: die so und so viele Kilometer fahren.

Speaker1: Keine Ahnung, wie viel fährt so ein? 100. 100 pro Tag?

Speaker0: Ja, also je nachdem, was die Langitur ist, aber kann mehr oder weniger sein.

Speaker1: Das können wir ja so rechnen. 100 Kilometer, dann zahlt man pro 100 Kilometer,

Speaker1: braucht man irgendwie 20 Kilowattstunden oder so?

Speaker0: Also mehr.

Speaker1: Für die großen Fahrzeuge natürlich nicht.

Speaker0: Ja, mit den Paketen und so.

Speaker1: 30, 40?

Speaker0: Ja, so 25 bis 30.

Speaker1: Okay, also mal 30 sagen und eine Kilowattstunde für ein Gewerbe kostet was 20 Cent all in?

Speaker0: 20 und 30, genau.

Speaker1: Also muss ich jetzt mal überschlagen. 30 Kilowattstunden mal 20 Cent. 6 Euro pro Tag.

Speaker1: So roughly. Aber das ist ja ein Durchschnittspreis. Und wenn man zum guten Zeitpunkt

Speaker1: lädt und die Lastspitze vermeidet und so, dann kommt man wahrscheinlich von

Speaker1: den 20 Cent runter auf im Schnitt, keine Ahnung, 10, 12 oder was.

Speaker0: Ja genau. Und dann auch die Energiebeschaffung auch nochmal optimiert,

Speaker0: wo ja man zum Teil auch zu Nullkosten, insbesondere in den Frühlingszeiten am

Speaker0: Anfang, auch nochmal machen kann.

Speaker0: Und was man sagen muss, also diese bis zu 80% ist auf jeden Fall im M-Stadion,

Speaker0: wenn wir alle Hebel haben, also nicht nur die zwei jetzt genannten,

Speaker0: sondern die, die wir jetzt schon mit HelloFresh machen, sondern auch dann Stichwort Bidirektionalität,

Speaker0: und auch die,

Speaker0: Regelleistungserbringung, Netzgebühren,

Speaker0: dynamische Netzentgelte, die es ja dann auch geben wird, immer mehr in den Verteilnetzen.

Speaker1: Got it. Und Und kannst du sonst noch irgendwas sagen?

Speaker0: Und Eigenverbrauch habe ich vergessen. Ja, Eigenverbrauchoptimierung.

Speaker1: Kannst du sonst noch was sagen zu, was weiß ich, eurer Entwicklung,

Speaker1: Umsatz, Mitarbeiter, whatever is a good proxy, sozusagen, wo steht ihr? Wie lange, ich glaube,

Speaker0: Ihr seid, wir haben 22.

Speaker1: Also ihr seid ein bisschen länger, UNO gibt es seit 23, also ihr seid ein Jahr

Speaker1: älter sozusagen als UNO.

Speaker0: Also wir sind gebootstrapped hauptsächlich, was für die, die so ein Startup

Speaker0: sehen, wir haben zwar ein bisschen externes Kapital gesammelt,

Speaker0: aber nicht so viel, aber auch ein Fördergeld, aber vor allem gebootstrapped,

Speaker0: zwei Gründer und haben 22 gegründet, haben jetzt einige Kunden,

Speaker0: also der größte ist bisher Audi auch und haben wir jetzt von den Umsätzen und

Speaker0: den Mitarbeiterzahlen reden wir eigentlich noch nicht drüber, also öffentlich,

Speaker0: aber die...

Speaker1: Entwickelt sich gut.

Speaker0: Entwickelt sich ganz gut, so dass ich zumindest noch top motiviert bin.

Speaker0: Und Wachstum muss man ehrlicherweise sagen, der E-Mobilität haben wir auch darunter gelitten.

Speaker0: Also ich habe mir auch viele Themen ein bisschen schneller vorgestellt,

Speaker0: da haben sich glaube ich alle in der Branche, als sie sich da in den Anfang

Speaker0: 20er Jahren da so aufgestellt hatten, gedacht, okay die E-Mobilität,

Speaker0: 15 Millionen E-Fahrzeuge war ja mal so ein Ziel von der Bundesregierung.

Speaker0: Das kann man jetzt schon sagen, bei 2,6 Millionen Neuverkäufe,

Speaker0: die es so gibt im Jahr in Deutschland, außer es wird exponentiell mehr Verkäufe

Speaker0: geben, ist es einfach rechnerisch nicht möglich.

Speaker0: Das heißt, da ist ein Thema. Und das zweite Thema ist halt bei Energie, muss man sagen,

Speaker0: das Thema hatte ich auch als vielleicht Energienerd, dachte ich mir,

Speaker0: dass es schneller ankommt, auch in den Köpfen, was die Potenziale so sind und

Speaker0: die Annahme von Innovation.

Speaker0: Es ist gar nicht so einfach, muss man ehrlicherweise gestehen.

Speaker0: Wenn man so mit Fuhrparkleitern spricht und Leuten, die in dem Tagesgeschäft

Speaker0: sind, sind die schon ganz weit weg von diesen Themen, von denen wir sprechen.

Speaker0: Also die, die aus der Praxis kommen, muss man erstmal abholen.

Speaker0: Und da gibt es so einige, wie jetzt die, die ich schon genannt hatte,

Speaker0: die so extrem enthusiastisch bei der Sache sind.

Speaker0: Kann ich auch mal auf HelloFresh verweisen. Haben wir eine coole Folge neulich

Speaker0: auch aufgenommen mit dem Fuhrparkleiter.

Speaker0: Hier auch im Berliner. Genau.

Speaker1: Immer gut.

Speaker0: Immer gut.

Speaker1: Also ist ja schon beachtlich, so ein HelloFresh und ein Audi und ich bin mir

Speaker1: sicher, du könntest jetzt noch ein paar mehr Logos name droppen. Aber

Speaker1: Wie sieht es aus? Also wie findet ihr die Kunden? Also sozusagen Kundenakquisition ist es?

Speaker1: Du hast ja gesagt, du hast ICP auch ein bisschen eingegrenzt,

Speaker1: nicht die ganz großen, nicht die ganz kleinen.

Speaker1: Also mein Handwerker um die Ecke, wenn er nur zwei Fahrzeuge hat und die sind

Speaker1: noch nicht elektrifiziert, dann ist das noch nicht so spannend.

Speaker1: Also so, how do you find, wie?

Speaker0: Ja, da haben wir verschiedene Strategien und Ansätze.

Speaker0: Zum einen ist es mit Direktvertrieb oder Leute, die auf uns zukommen.

Speaker0: Das heißt, ich mache ja auch Inhalte, wie du schon gesagt hast.

Speaker0: Da kommen Leute schon auf mich zu.

Speaker0: Auf LinkedIn ist es schon so eine gute Plattform. Oder jetzt auch unser Podcast.

Speaker0: Da führt es auch schon zu Leuten, die auf mich zukommen.

Speaker0: Nichtsdestotrotz und das wäre auch meine Hauptstrategie als Infrastruktur Softwareanbieter,

Speaker0: wollen wir uns eigentlich eher so positionieren, dass wir mit Partnern viel arbeiten,

Speaker0: weil wir sind wir hängen von so vielen Stakeholdern auch ab,

Speaker0: dass es wichtig ist, gute Partner zu haben, die wiederum die Projekte auch bringen,

Speaker0: also wie jetzt eine ChargeCloud, die ich gerne auch habe als Partner,

Speaker0: die quasi in allen Stadtwerken die es so gibt in Deutschland und aber auch in

Speaker0: der Dachregion führend sind.

Speaker0: Das führende Backend sind für Ladesäulen und da sind wir die Energie-Management-Software-Partner.

Speaker0: Und da von solchen Arten von Partnerschaften finde ich, kann man beidseitig sehr viel profitieren.

Speaker0: Und da gibt es auch auf der Mobilitätsseite mehr Partnerschaften.

Speaker0: Auch in der eine, die noch in the making ist, aber die sehr cool ist,

Speaker0: zum Beispiel Leasing-Anbietern wie BNP Paribas Arval.

Speaker0: Da gibt es verschiedene Stakeholder-Arten, mit

Speaker0: denen man dann unsere Energie-Management-Software gut kombinieren kann.

Speaker1: Und wo kommt der Wettbewerb her? Sind das dann eher sozusagen diese

Speaker1: EMSPs, also Elektromobilität Service Provider, wo ich ja auch mal ich habe ja

Speaker1: eine EWE-Vergangenheit, weißt du und EWE Go, die Firma, die ich aufgebaut habe

Speaker1: bei der EWE, die haben wir dann sozusagen umgehängt als

Speaker1: Erst Schwesterfirma, dann quasi Tochterfirma übergeben an die EWGO, das ganze Team und so.

Speaker1: Und deswegen so ein paar Buzzwords kann ich schon noch droppen,

Speaker1: so ein paar drei, vier Letter-Combinations.

Speaker1: Oder sind das eher so die CPOs, also die Chargepoint-Operator?

Speaker1: Oder gibt es dediziert auch wirklich flotten Management-Software-Anbieter, ich weiß nicht, Gridix?

Speaker1: Also ich will jetzt nicht deine Wettbewerber pushen, aber sozusagen,

Speaker1: wo kommt der Wettbewerb her?

Speaker1: Und wie würdest du dich da differenzieren auch gegen die?

Speaker0: Ja, also ich sehe den Markt als sehr dynamisch und noch nicht so diese in dem Endzustand gut.

Speaker0: Ich glaube, jedes Ökosystem ist nie im Endzustand, aber es gibt da schon so

Speaker0: die E-Mobilität und Energiewende schon immer noch in so einem dynamischen Zustand,

Speaker0: wodurch man es auch nicht so 100% klarstellen kann, wer ist jetzt potenzieller

Speaker0: Partner oder Wettbewerber.

Speaker0: Und manchmal ist auch die Art von Stakeholder, gibt es manche,

Speaker0: die sind Partner, manche sind eher so Wettbewerber.

Speaker0: Bei den EMSPs, da sehe ich, dass manche sich da in die Richtung bewegen,

Speaker0: auch Energiemanagement, Steuerung und so weiter, Analytik, Intelligenz,

Speaker0: aber die wenigsten tun es.

Speaker1: Also du wärst offen, mit denen zu sprechen quasi, das wäre ein spannender Partner für dich auch.

Speaker0: Ja, wobei da, ohne zu stark jetzt ins Rabbit Hole reinzugehen, wie...

Speaker1: Wir haben ja Zeit.

Speaker0: Ich weiß nicht, ob die Rolle bestehen wird, also das ist gerade auch eine große

Speaker0: Frage in der Branche, Da gibt es so Ansätze, wie man quasi nur die Ladepunktbetreiber

Speaker0: hätte, ein bisschen wie in der Tankstelle und dann die setzen den Preis und

Speaker0: dann gibt es keine Mittelmänner.

Speaker0: Da würden wahrscheinlich auch in Sachen Transparenz für den Endanwender wäre

Speaker0: es einfacher, hat aber auch seine Nachteile.

Speaker0: Unser Fokus ist jetzt auch nicht unbedingt die ganze Abrechnung und Zahlvorgänge

Speaker0: da zu steuern, sondern mehr so die Energieseite ist für uns spannender,

Speaker0: weshalb ich da auch manchmal nicht so tief drin stecke, die anderen Stakeholder wie dieser alles sehen.

Speaker1: Aber du bist offen mit EMSPs zu reden und offen auch mit CPOs zu reden.

Speaker0: Auf jeden Fall, CPOs sind unser präferierter Partner mehr. Ich glaube,

Speaker0: das ist nochmal näher, weil die nochmal näher im Ladevorgang sind.

Speaker0: Als die EMSPs und an der Steuerung des Ladevorgangs sind die CPOs für uns relevanter.

Speaker0: Über Charge Cloud erreichen wir dann die CPOs, die wiederum mit den Flotten

Speaker0: auch zu tun haben. Also man sieht, die Kette ist ein bisschen lang.

Speaker0: Und dann sonst Wettbewerber zu einer Frage. Also die Wettbewerber kommen aus

Speaker0: unterschiedlichen Ecken.

Speaker0: Manchmal sind das für bestimmte Features, einfache Features,

Speaker0: können das auch ein E-Mobilitätsplayer sein.

Speaker0: Häufig sind es auch Energieplayer eher, die so versuchen, einen ganzheitlichen Ansatz zu fahren.

Speaker0: Dann aber wiederum nicht so tief drinstecken, wie was eine Flotte braucht.

Speaker0: Also vielleicht sind sie stärker in so einem Haushaltsszenario,

Speaker0: wo das immer das Gleiche ist.

Speaker0: Eine Person hat ein Haus und dann ein Familienhaus. Und das ist dann relativ

Speaker0: einfach noch abzubilden.

Speaker0: Aber so eine Flotte ist, ob es ein Bus, E-LKW und so weiter,

Speaker0: sind ganz andere Welten.

Speaker0: Und da sehe ich auch unsere Alleinstellungsmerkmale, weshalb wir uns auch darauf fokussieren.

Speaker0: Dass diese Komplexität dann so eine Rolle braucht, die diese Komplexität auch

Speaker0: versteht und dann auch in der Lage ist zu lösen.

Speaker1: Wir haben ja schon das eine oder andere Firma und das eine oder andere Startup

Speaker1: in der Energiezone gehabt, die irgendwas mit Smart Charging zu tun haben.

Speaker1: Also zum Beispiel, ich erinnere jetzt persönlich, Voltfang, die ja ursprünglich

Speaker1: mal gestartet sind, irgendwie aus quasi alten Autobatterien stationäre Gewerbespeicher

Speaker1: zu bauen, was sie jetzt aber irgendwie anders machen.

Speaker1: Aber du hast, glaube ich, eine These mal rausgehauen, dass es vielleicht gar

Speaker1: keine stationären Speicher bräuchte, zumindest Gewerbespeicher behind the meter

Speaker1: bräuchte, weil die Elektromobilität einen Großteil da auch abdecken könnte.

Speaker1: Do you stand? Also sozusagen ist das immer noch eine Aussage,

Speaker1: die du so treffen möchtest?

Speaker0: Also meine Kernidee und ich glaube, da stehe ich nach wie vor dahinter,

Speaker0: selbst wenn die Batteriespeicher so günstig werden, ist relativ einfach.

Speaker0: Vom First Principles gedacht, denke ich mal, das sollte man immer machen.

Speaker0: Die Tatsache, dass wir,

Speaker0: Batterien haben in den Autos, die schon abbezahlt worden sind,

Speaker0: die da sonst sind und nicht benutzt werden, ist eigentlich sehr ineffizient.

Speaker0: Wir müssen jetzt einfach nur diese Leistungselektronik und die Geschäftsmodelle,

Speaker0: ermöglichen, damit diese Batterie nutzbar ist und dann haben wir einen riesen Batteriepool,

Speaker0: vorhanden und selbst wenn man immer nur am Einfamilienhaushalt denkt,

Speaker0: wenn man Bidirektionalität denkt, es gibt genügend Flexibilität auch in den

Speaker0: Flotten-Use-Cases und auch im öffentlichen Bereich Da gibt es ja coole Beispiele,

Speaker0: Utrecht und in China und so.

Speaker0: Das heißt, das wird immer für mich zu einfach gedacht, dass man Bidirektionalität

Speaker0: immer nur mit dem Einfamilienhaushalt denkt.

Speaker0: Da ist am Beispiel am meisten Musik, weil die nochmal länger stehen,

Speaker0: aber trotzdem kann man auch die anderen.

Speaker0: Und wenn man sich die Batteriegröße vergegenwärtigt, sind das schon Größenordnungen,

Speaker0: die den täglichen Fluktuationsbedarf zumindest auf Makroebene decken würden.

Speaker1: Also 15 Millionen schaffen wir nichts bis 2030. Das heißt, wir schaffen 10 Millionen.

Speaker1: Ist das noch realistisch?

Speaker0: Wir sind jetzt gerade knapp bei 2. Das wird hart. Bis 2030.

Speaker1: Das geht doch jetzt total.

Speaker0: Aber sag mal, mindestens 5. Da würde ich auf jeden Fall stehen.

Speaker1: 5 und die stehen alle an einer 11 kW-Säule. Oder an einer 7 kW.

Speaker1: Also 7,2 kW. 32 Ampere. Oder?

Speaker1: Wie überschlägst du die?

Speaker0: Lass uns mal ganz einfach machen. 11 kW, 10 kW mal 10.

Speaker0: Also sind 10 kW mal 5 Millionen, das wären dann 50 Gigawatt,

Speaker0: wenn ich mich jetzt gerade nicht verrechnet habe.

Speaker0: Und dann hast du schon mal eine Größenordnung, also die Nachfrage gerade jetzt,

Speaker0: Stand heute sind 80 Gigawatt,

Speaker0: aber dann muss man natürlich die Energienummer zurechnen, eine Kapazität von

Speaker0: 50 kWh, da kannst du schon mal einige Stunden mit überbrücken,

Speaker0: vier Stunden, ganz so einfach gesagt.

Speaker0: Und wir haben PKWs oder LKWs und so weiter, aber die 50 Millionen grob Fahrzeuge,

Speaker0: die nutzbar sind jetzt im Endstadium, wenn alle elektrisch sind.

Speaker0: Und das sind ja nochmal 10 mal mehr.

Speaker0: Dann gibt es auch E-LKWs, die haben nochmal größere Batterien und Leistungen und so.

Speaker0: Es gibt nicht nur die 11 kW Lader, sondern auch die DC Lader,

Speaker0: wenn man das alles mal ganzheitlich auch zusammenführen würde.

Speaker0: Da entsteht eine riesen Batterie und so zwei Terawattstunden und das mindestens

Speaker0: so, dann hat man auf jeden Fall die Tagesüberbrückung können wir machen.

Speaker0: Aber man muss schon sagen, um das nuancierter zu machen, klar bin ich mir der

Speaker0: Komplexitäten bewusst, der Wahrscheinlichkeiten, wie lange sind die einmal angesteckt

Speaker0: und so und vor allem auch, dass es viele Hürden noch dahin gibt.

Speaker0: Und das werden wir aber Schritt für Schritt angehen, weil es einfach eine sehr

Speaker0: günstige Batterie ist, die es dann zur Verfügung ist.

Speaker0: Und als guter Letzt, die Verteilung dieser Batterie ist auch natürlich nochmal

Speaker0: ein Thema, aber es ist auch bei stationären Batterien so, die nützt uns gerade

Speaker0: nichts in diesem Netzgebiet.

Speaker0: Das heißt, man müsste es eigentlich auch auf der Teilnebene schauen,

Speaker0: wo sind die Engpässe mehr.

Speaker0: Und das, ja.

Speaker1: Du hast auf LinkedIn geschrieben, du warst auf der Slush, die große Startup-Konferenz

Speaker1: im November in Helsinki.

Speaker1: Da war ich auch vor zwei Jahren, aber ich glaube, da haben wir uns auch gesehen, ne?

Speaker0: Ja.

Speaker1: Aber du warst letztlich, ich habe jetzt einen LinkedIn-Artikel gesehen von dir.

Speaker1: Slush, da hast du ein bisschen Zeit mit Greg Jackson von Octopus Energy verbracht.

Speaker1: Ist ein Unternehmen, das wir hier auch im Podcast öfter hatten und extrem gefeiert

Speaker1: haben. Wir haben immer Bastian Giru, schöne Grüße gehen raus, der Deutschlandchef.

Speaker1: Greg, da habe ich noch nicht geredet, aber so, ähm,

Speaker1: Was war da so inspirierend? Was fandst du an der ganzen Octopus-Story und so?

Speaker1: Was hast du da mitgenommen?

Speaker0: Also Octopus für mich ist echt eine inspirierende Firma. Schade,

Speaker0: dass sie nicht deutsch ist, aber man will jetzt nicht nationalistisch sein.

Speaker0: Das ist einfach der Greg Jackson, auch was die Entstehungsgeschichte ist und wie er das angeht.

Speaker0: Und einfach sehr charismatischer Mensch, der genau auch verstanden hat, wo die Probleme sind.

Speaker0: Und auch sehr hands-on ist und kommt aus der Softwarebranche,

Speaker0: aber hat sich sehr viel Wissen, man merkt es,

Speaker0: angeeignet auch über die Jahre in der Energiebranche und verbindet sehr gut,

Speaker0: glaube ich, dieses Softwaredenken auch auf die Energiewelt und auch dieses wirklich

Speaker0: Unternehmerische und man merkt, dass er diese Geschwindigkeit mitbringt.

Speaker0: Und das sucht schon seinesgleichen auf der Größenordnung in der Energiewelt.

Speaker0: Und ich fand da beispielsweise eine Aussage, die mich sehr inspiriert hat,

Speaker0: dass er bewusst, er hatte gedacht, USA hatte schon eine erfolgreiche Firma verkauft

Speaker0: und dann hätte er gesagt, in den USA anfangen. Nee, USA ist das Energiesystem

Speaker0: nicht so cool zu innovieren wie jetzt in Europa.

Speaker0: Und deshalb hat er sich bewusst entschieden, lass uns mal in Europa machen.

Speaker0: Das würde sogar gar nicht gehen, hat er zitiert.

Speaker0: Und dieses konstante Challengen und diese Geschwindigkeit, die diese Firma hat

Speaker0: und auch die Innovation, die sie bringen und schon mal auf massiver Skala machen,

Speaker0: ist auch ein bisschen als Gründer, muss ich sagen, in der Szene auch nüchternd oder einschüchternd.

Speaker0: Wie stark die sind, aber auch bewundernswert.

Speaker0: Da kann man viel lernen, glaube ich, von und das sollte man sich auch machen.

Speaker0: Mein Credo ist ja auch, gut, es wird nicht nur eine Firma geben,

Speaker0: die das alles dominiert, da gibt es genügend auch loyale Menschen,

Speaker0: auch in der Szene oder aus anderen Gründen.

Speaker0: Viele Strukturen werden so bleiben, die müssen, andere müssen ja auch innovieren

Speaker0: und brauchen dann auch andere Player, wo wir uns dann auf jeden Fall positionieren wollen.

Speaker0: Genau. Und ja, habe gerade noch einen Post gemacht zum Smart Meter,

Speaker0: wo auch Bastian Girol tatsächlich einen sehr guten Punkt gemacht hat,

Speaker0: wie der Smart Meter Rollout besser sein sollte in einem anderen Podcast.

Speaker1: Ja, never ending story. Aber auf der Slash warst du auch bei Philipp, Philipp Schröder. Ja.

Speaker1: Und der ist ja auch ein gern gesehener Gast hier in der Energiezone und auch,

Speaker1: finde ich, ein super spannender Unternehmer.

Speaker1: So problematisch manchmal, was er so auf LinkedIn von sich gibt,

Speaker1: da poltert er manchmal gar nicht viel Leute, aber da müssen wir jetzt nicht reingehen.

Speaker1: Habe ich, glaube ich, zur Genüge kritisiert.

Speaker1: Und er verklagt ja quasi unsere Bundesregierung, weil er sagt,

Speaker1: so Fördergelder für Gaskraftwerke sind Quatsch, fördert lieber so die Mahnzeit

Speaker1: Flexibility, in deinem Fall halt irgendwie auch haushaltsnah.

Speaker1: Würdest du sagen, er hat recht?

Speaker1: Sollten wir eh flotten, B2B oder B2C mehr fördern?

Speaker0: Ja, das hatte mich sehr überrascht, auch da schon Habeck ja auch diese Gaskraftwerke

Speaker0: so stark in meinen Vordergrund gepusht hat.

Speaker0: Und man spricht immer von Technologie-agnostisch sein und da war es aber ganz klar,

Speaker0: irgendwie wurde gar nicht so viel debattiert, aber diese Flexibilität,

Speaker0: die wir auch gerade vorhin schon mal durchgerechnet haben,

Speaker0: also einige Gigawatt, die kriegt man schon irgendwo her, also wenn man auch

Speaker0: die anderen Technologien enabelt und das würde gehen.

Speaker0: Also die zentrale Transaktion kriegen wir schon hin auf massiver Skala,

Speaker0: wenn wir wollten und wenn wir das auch befähigen, müssen wir nicht immer wieder

Speaker0: zentralistisch da rangehen und nur eine Technologie pushen.

Speaker0: Also da fand ich den Ansatz eigentlich ganz gut, das zu sehr stark zu kritisieren

Speaker0: oder sogar so weit zu gehen.

Speaker0: Und ja, der Fokus sollte vielmehr nochmal auf diese kleinteiligen,

Speaker0: nachfrageseitigen Flexibilitäten gelegt werden.

Speaker1: Okay, got it. Und dann auch noch einen anderen Gründer, den du zitierst,

Speaker1: der von Vey, der in Hamburg war, aber Richtung Las Vegas verlassen hat,

Speaker1: einfach so wegen Regulierung zu autonomem Fahren und so weiter.

Speaker1: Und du hast ja auch immer relativ starke Takes sozusagen vorgelegt.

Speaker1: Energiepolitisch, Industriepolitisch, Start-up, Innovationspolitisch.

Speaker1: Wie blickst du auf Europa versus andere weniger stark regulierende Gebiete oder Regionen?

Speaker0: Ja, hier habe ich vielleicht mal eine kontroverse Meinung, weil Regulatorik

Speaker0: wird ja immer sehr stark kritisiert von allen Seiten.

Speaker0: Ich finde, die Regulatorik kann auch befähigen. Gute Regulatorik kann auch wirklich

Speaker0: ein Geschäftsmodell ermöglichen und diese Vorstellung, ein bisschen fast schon

Speaker0: anarchistisch, dass es keine Regeln geben sollte,

Speaker0: finde ich ein bisschen naiv, um ehrlich zu sein.

Speaker0: Dass viele Menschen bei Bürokratieabbau meistens sich wünschen,

Speaker0: es gäbe keine Bürokratie.

Speaker0: Und ich glaube, effiziente und gut gemachte Bürokratie ist das Wichtige.

Speaker1: Aber wir verlieren ja schon so ein bisschen das Rennen gerade bei Mobilität.

Speaker1: Also wenn du jetzt sozusagen nach USA oder nach China oder so guckst,

Speaker1: kommen die Innovationen noch, also schaffen wir es sozusagen,

Speaker1: ein innovationsfreundliches Klima zu schaffen in Europa, in Deutschland?

Speaker0: Ich glaube, dass es zumindest sehr stark auf der politischen Agenda da ist,

Speaker0: dass man die Regulatorik auf jeden Fall besser machen sollte.

Speaker1: Das ist eine sehr diplomatische Antwort jetzt.

Speaker0: Ja, die...

Speaker0: Wie soll ich sagen, es gibt verschiedenste Dimensionen bei der Thematik.

Speaker0: Ich glaube, ein gutes Beispiel von regulatorischer Änderung in letzter Zeit,

Speaker0: auch die Startups befähigt haben, war ja Flix, die Flix-Story,

Speaker0: die ja mal allein, weil es diese regulatorische Änderung dann was gegründet hat.

Speaker0: Insbesondere in der Energiewelt, so die Vorstellung, ohne Regulatorik zu leben, wäre unvorstellbar.

Speaker0: Gleichzeitig finde ich auch, das ENWG ist so voll, da muss man auch mal ein

Speaker0: bisschen schneller ran oder Sachen von Grund aus neu denken.

Speaker0: Da gibt es schon sehr viele Nuancen jetzt in der ganzen Geschichte.

Speaker0: Europa wird aber meines Erachtens da ein bisschen zu stark immer ins negative Licht geführt.

Speaker0: Und man kann auch viel innovieren, auch in diesem Kontext.

Speaker1: Also sie ist nicht so ein Exodus von Startups?

Speaker0: Ja, nee, eher so gerade, glaube ich, die letzten Statistiken zeigen auch,

Speaker0: dass Trump sich da auf jeden Fall keinen Gefallen getan hat,

Speaker0: nur so Anti-Nur-America-First gewesen ist.

Speaker0: Sowohl Inder, die jetzt nach Deutschland kommen, unglaubliche große Statistiken,

Speaker0: aber auch Amis, die nach Europa kommen.

Speaker0: Also wir haben einfach ein cooles Umfeld auch hier an Pfiffen,

Speaker0: an Talenten, Leute, die sehr gut ausgebildet sind und respektvoller Umgang, glaube ich, mit denen.

Speaker0: Und glücklicherweise noch mit verschiedensten Migranten von überall.

Speaker0: Das ist, glaube ich, die Stärke Europas. Da sollten wir auch viel mehr fördern.

Speaker0: Wenn man sich da in den USA anschaut, was die Top-Manager sind und die Talente

Speaker0: sind in den ganzen AI-Labs.

Speaker0: Nur Migranten, nur Leute, die top ausgebildet sind, die dann nach den USA gegangen sind.

Speaker0: Das sollten wir dann auffangen und sagen, okay, dann ist es kein Sundar Pichai mehr.

Speaker0: Und wie sie alle heißen, die Inder, die bei den Amis sind, sondern sind sie hier in Europa.

Speaker1: Ja, welcome, welcome. Bring him. Also, ich war jetzt gerade in Asien gefangen

Speaker1: aufgrund vom Iran-Krieg und dem ganzen Flughaushalt, dass es da so gab.

Speaker1: Und dann habe ich, weil ich fennigfuchser bin und nicht so viel Geld ausgeben

Speaker1: wollte für einen Rückflug, habe ich mir eine wilde Kombination aus Flügen ausgesucht,

Speaker1: die unter anderem einen Zwischenstopp in Guangzhou in China hat.

Speaker1: Und der Erste, den ich kontaktiert habe, war natürlich, warst du,

Speaker1: weil ich weiß, du bist ein China-Experte.

Speaker1: Du sprichst sogar auch Chinesisch, glaube ich.

Speaker0: Ja, voll vor Dschungel, ja.

Speaker1: Ja, siehst du.

Speaker1: Aber genau, du hast irgendwie eine Vergangenheit. Du warst schon mal in China,

Speaker1: du hast da schon mal eine Zeit lang wach.

Speaker1: Du sprichst Chinesisch und du warst kürzlich auf einer Delegationsreise auch

Speaker1: in China mit irgendwie Startup- und Innovationsleuten.

Speaker1: Wie war das? Was läuft da? Was können wir von denen lernen? Was fehlt uns?

Speaker1: Was machen die besser? Tell us everything.

Speaker0: Ja, China, extrem spannendes Land, insbesondere für die Energiewende und die

Speaker0: E-Mobilität gerade zu prägen wie kein anderes Land.

Speaker0: Also ja, ich nehme viel mit von dem Land.

Speaker0: Wir können auch viel lernen von China, was da bewegt sich immer noch so viel.

Speaker0: Es gab vielleicht das Relevanteste, was jetzt an Neuigkeit kam,

Speaker0: weil die das Fünfjahresplanen.

Speaker0: Das wurde jetzt, das ist ja immer sehr wichtig in China, denkt man sehr langfristig.

Speaker0: Es gibt zwar diese Fünfjahrespläne, aber man denkt ja noch längerfristig,

Speaker0: weil die Fünfjahrespläne haben nichts mit Energie und E-Mobilität gehabt.

Speaker0: Das war der Fünfjahresplan davor, hatte es.

Speaker0: Heißt aber nicht, dass es nach wie vor nicht gebuscht wird, sondern es wird

Speaker0: so gesehen, dass die Technologie...

Speaker1: Läuft schon, ist eh schon da. Genau, es läuft.

Speaker0: Es wird so weiterlaufen.

Speaker1: Aber haben die schon einen Rider-G zum Beispiel? Also gibt es da das, was du machst schon?

Speaker0: Also eine interessante Sache auch, die man im Energiekontext sagen kann über

Speaker0: China ist, dass es nicht liberalisiert ist wie hier.

Speaker0: Wir haben hier schon 1997 angefangen, die fangen erst so richtig an und kopieren uns.

Speaker0: Das heißt, das ist eigentlich das Coole auch, weshalb ich China für mich auch

Speaker0: mit Rydegy sehr spannend finde, ist, weil es dort jetzt gerade erst die Einführung

Speaker0: von Spotmärkten beispielsweise gibt. Davor gab es die nicht.

Speaker1: Aber gibt es, ja? Wusste ich noch nicht.

Speaker0: Ja, und interessanterweise, weil wir Oktopus erwähnt haben, die sind von einem

Speaker0: Monat rein. Aha. Wegen dessen, weil das gerade spannende Möglichkeiten gibt.

Speaker1: Ah, okay.

Speaker0: Das heißt, und China ist natürlich E-Mobilitätsland Nummer eins.

Speaker0: Zehn Millionen Fahrzeuge werden da verkauft jedes Jahr an E-Fahrzeugen.

Speaker0: Das ist einfach so eine ganz andere Nummer.

Speaker0: Und deshalb gibt es noch nicht so etwas, was wir machen wollen dort.

Speaker0: Es gibt gewisse Sachen, es gibt schon. Es gibt virtuelle Kraftwerke,

Speaker0: beispielsweise für die Übertragungsnetzbetreiber, das gibt es schon gewisse

Speaker0: Sachen, aber so vieles noch nicht.

Speaker1: Aber nicht Merchant-Based, das sind immer State-Owned-Companies.

Speaker0: Ja genau, es gibt State-Crit, das ist eines der größten Unternehmen der Welt.

Speaker0: Der größte Energieversorger Chinas. Und genau, da gibt es jetzt Potenziale,

Speaker0: weil es diese Veränderungen auch gibt, regulatorisch bedingt.

Speaker0: Und da sehen wir viel Potenzial. Und sonst, weil wir so viel auch über Innovation

Speaker0: und Unternehmertum sprechen, ich glaube, was viel unterschätzt wird und was wir lernen können, ist,

Speaker0: man hat immer diese Vorstellung, China fördert mit viel Geld und dann läuft es von selbst.

Speaker0: Nee, es ist wirklich so eine kulturelle Sache.

Speaker0: Die Chinesen sind sehr unternehmerisch drauf.

Speaker1: Die verkaufen auch Mars auf dem Schulhof. Die husteln genauso wie du.

Speaker0: Ja, also ich wurde nie so stark verkauft. Wir haben ja nie wie in China,

Speaker0: also auf irgendwelchen Märkten.

Speaker0: Aber das meine ich eigentlich nicht. Aber trotzdem, die husteln wirklich und

Speaker0: haben wir vor allem so eine Krasse Geschäftsschene.

Speaker0: Im Pragmatismus vor allem, wo wir glaube ich viel lernen. Also wir sind natürlich

Speaker0: sehr gut und das habe ich ja hautnah erlebt da im Maschinenbau,

Speaker0: dieser Perfektionismus, sich da reinzudenken in Probleme und das perfekt zu lösen zu wollen,

Speaker0: das ist geil, aber trotzdem ist das auch ne Hemmend, weil man,

Speaker0: wenn man versucht sofort die beste Lösung zu haben bei Schritt 1 und nicht dann

Speaker0: nichts macht, bevor man nicht die perfekteste Lösung hat, insbesondere im Kontext

Speaker0: eines Unternehmensaufbaus, da muss man einfach mal schneller am Markt und iterieren und iterieren.

Speaker0: Und das haben sie irgendwie voll drin in sich selbst und skalieren aber dann

Speaker0: auch schnell, wenn sie dann mal genügend deterioriert haben.

Speaker0: Und das können wir uns mal anschauen, dass wir das ja auch übernehmen und mehr

Speaker0: so als Partner auch mit den Chinesen agieren. Also bisher haben wir es immer

Speaker0: so als Absatzmarkt gehabt und die haben einfach nur für uns Sachen produziert.

Speaker0: Das war so ein bisschen die Geschichte Deutschlands mit China.

Speaker0: Und ich glaube, jetzt ist ein Neudenken nötig von den neuen Geschäftsleitungen

Speaker0: deutscher Unternehmen, dass wir da China mehr als Partner sehen und mehr auf

Speaker0: Augenhöhe und schauen, okay, was bringst du, was bringen wir.

Speaker0: Und das auch gemeinsam für die Welt, weil ich denke, China hat auf jeden Fall

Speaker0: die Ambition, so ein Marktführer zu sein für die Welt.

Speaker0: Also nicht nur für sich, sondern die ganze Welt mit Erneuerbaren und E-Mobilien

Speaker0: und weiteren Technologien zu bringen.

Speaker0: Und ich glaube, das ergänzt sich gut mit Deutschland und Europa,

Speaker0: wenn man da zusammenspielt und nicht so jetzt sich komplett trennt.

Speaker1: Okay, aber was hast du da genau gemacht? Also du warst da einfach ein paar Wochen

Speaker1: und hast dir verschiedene Standorte angeguckt und Partnerschaften geknüpft?

Speaker0: Vereinfacht gesagt, da waren wir zu Gast bei vielen Regierungen,

Speaker0: Forschungsinnovationsorganisationen, Unternehmen, die sehr innovativ sind.

Speaker0: Vor allem in der Shanghaier Region, in Yangtze Delta, wie das heißt,

Speaker0: mit Hangzhou, was sehr über Alibaba geht.

Speaker1: Der Gelbe Fluss.

Speaker0: Wo auch der Merz übrigens zwei Wochen vor uns auch war und sich in die Tree

Speaker0: angeguckt hat, eine der führenden Robotikfirmen.

Speaker0: Das war auch ein großes Thema, die Delegation von Merz.

Speaker0: Die natürlich viel progenenter besetzt war als wir.

Speaker1: Noch progenenter.

Speaker0: Und dann, genau, das hat mir auf jeden Fall so ganz konkret gesagt,

Speaker0: bin ich jetzt mit einigen Partnern sehr gut verknüpft worden und auch habe mein

Speaker0: Geschäftsmodell nochmal viel

Speaker0: besser validieren können auch und ein Marktverständnis bekommen können.

Speaker0: Was es so an Förderungen auch gibt vor Ort für Startups, was ist die Lage,

Speaker0: was sind die Komplexitäten, wenn man dort Marktentritt macht und was sind die

Speaker0: Energiesystemgeschichten, die es da noch gibt.

Speaker1: Ja, du hast ja den Fünfjahresplan erwähnt und das ist jetzt vielleicht nicht

Speaker1: mehr ganz so prominent, aber ich habe jetzt durch diese Iran-Krise irgendwie

Speaker1: nochmal und dadurch, dass ich auch in Asien war zu der Zeit,

Speaker1: natürlich nochmal viel krasser verstanden,

Speaker1: was auch so die strategische Motivation und Komponente von der Elektrifizierungsstrategie

Speaker1: von China ist, dass es total schwer ist für die.

Speaker1: Also in extremer Abhängigkeit vom Öl und Ölimporteur und auch geostrategisch,

Speaker1: wir reden jetzt immer über Meerengen und Hormuz und Malacca oder wie heißt die andere?

Speaker1: Malacca in Singapur, nicht in Thailand.

Speaker1: Oder ich weiß nicht, ich bin quoting this wrong, aber und dass die auch sozusagen

Speaker1: schwer

Speaker1: offen zu halten ist in einem Konfliktfall oder so und dass die sozusagen nochmal

Speaker1: eine ganz andere Motivation haben, auch aus dieser Abhängigkeit rauszukommen.

Speaker1: Also mega spannend, aber du bist in China.

Speaker0: Ja, genau so, muss man auch sagen.

Speaker1: Ja, absolut.

Speaker0: Das ist ein großer Klima. Und ich finde es auch wichtig zu erwähnen,

Speaker0: dass ich glaube nicht, dass jeder nur egoist ist und sich nach eigenen Interessen

Speaker0: jetzt versucht, natürlich unabhängiger zu machen.

Speaker0: Ich glaube schon, dass das sowohl für die Chinesen wie für viele Europäer so

Speaker0: ein Denken ist, wir sollten die Klimakrise lösen.

Speaker0: Aber natürlich haben wir auch ein eigenes Interesse, da jetzt nicht so viel

Speaker0: zu importieren von allen Seiten.

Speaker1: Ja.

Speaker1: Gut, so, mega spannend, deine Perspektive dazu.

Speaker1: Also mein Ende auf jeden Fall war auch, ist es irgendwie, wenn man in diesen

Speaker1: asiatischen Megacities ist, also sei es sogar in Vietnam oder in Korea,

Speaker1: aber vor allem in China ist es halt irgendwie,

Speaker1: da kommt einem Berlin dann doch manchmal irgendwie so nicht ganz so dynamisch

Speaker1: und nicht ganz so modern, nicht ganz so jung vor.

Speaker1: Und total krass, was da irgendwie in kürzer Zeit irgendwie so aus dem Boden

Speaker1: gesklampt wird und mit was für einer Energie teilweise Ziele verfolgt werden.

Speaker1: Fand ich ziemlich inspirierend und beeindruckend. Also die königliche Porzellarmanufaktur

Speaker1: in Berlin, die hatte vielleicht auch mal so eine Dynamik, aber die ist sozusagen

Speaker1: ein bisschen mehr in der Vergangenheit irgendwie und da spürt man schon

Speaker1: extrem die Trends und so weiter.

Speaker1: Wir kommen langsam zum Schluss. Ich wollte nochmal einmal den Schlenker wieder

Speaker1: zurück machen zu deinem Geschäftsmodell und zu den ganzen, ich sag mal, energiepolitischen,

Speaker1: Energieregulierungsthemen, die dich und dein Geschäftsmodell vielleicht auch betreffen.

Speaker1: Also so Vehicle-to-Grid hat sowohl Bastian Girol,

Speaker1: Deutschlandschef von Octopus, als auch Benjamin Merle, der CPO von Antpile,

Speaker1: bei uns im Podcast gesagt, dass das irgendwie ein großes Thema ist, was jetzt kommt.

Speaker1: BD, Vehicle-to-Grid, nicht nur Grid-to-Vehicle.

Speaker1: Wie guckst du da auf die Regulatorik? Blockieren die Autohersteller noch?

Speaker0: Ja, G2V geht schon, B2G noch nicht. Ja, es gibt viele Hürden.

Speaker0: Je mehr man auch drinsteckt, desto mehr sieht man auch die ganzen Hürden.

Speaker0: Aber die werden ja auch positiv formuliert auch Schritt für Schritt abgebaut.

Speaker0: Das Gute auch an dieser derzeitigen Bundesregierung, aber auch die schon davor,

Speaker0: haben auch viel gemacht.

Speaker1: Hast du gerade etwas Positives über die Bundesregierung?

Speaker0: Also die Netzentgelte wurden, die auf beiden, wenn man BIDI gemacht hat,

Speaker0: quasi zweimal, das ist weg, die Steuern und Netzentgelte, das ist eine große

Speaker0: Hürde, die ist jetzt weggenommen worden.

Speaker0: Arbeitsbleiben, noch Unsicherheiten bei der Mess- und Regelungstechnik noch,

Speaker0: gewisse Sachen und vor allem, dass es nochmal einfacher gemacht wird bei den

Speaker0: Netzbetreibern und die dem Markt.

Speaker0: Verkauft diese Stroms, das ist noch nicht 100% geregelt,

Speaker0: das ist bei jedem, bei dem der 800 plus Verteidigungsbetreiber gut klappt und

Speaker0: dann das ist mehr so Standards, Das geht aber auch in Richtung Regulatorik,

Speaker0: sagen wir mal die Technik, die Grid-Codes.

Speaker0: Die man braucht, wenn man vor allem entlädt. Technisch gesehen,

Speaker0: die Komponenten müssen sich anpassen an die verschiedenen Regulierungen und

Speaker0: Anforderungen der Netze. Das ist nochmal so ein Thema.

Speaker0: Aber es wird da Schritt für Schritt angegangen. Also bin ein ganz guter Dinge.

Speaker0: Es gibt ja auch schon gewisse Sachen, die am Markt platziert wurden,

Speaker0: Produkte, die am Markt platziert sind.

Speaker0: Vielleicht haben der eine oder andere auch gesehen, namhafte Automobilhersteller,

Speaker0: die schon Sachen in Deutschland verkaufen und UK und weiteren Ländern. Echt, ja? Ja, ja.

Speaker0: Also man kann schon sich so Dienstleistungen kaufen, aber es ist ein bisschen das Problem limitiert.

Speaker0: Also man braucht eine gewisse kompatible Ladesäule, die dann kompatibel ist

Speaker0: mit dem Fahrzeug, die dann nur von dem einen Energieversorger kommt. Also so Geschichten.

Speaker0: Also die interoperable Welt ist noch nicht da, die wir brauchen.

Speaker0: Das wäre mein größter Wunsch.

Speaker1: Ich bewundere dich. Du bist wirklich immer sehr positiv und sehr,

Speaker1: Du bleibst irgendwie immer optimistisch.

Speaker1: Ich muss ehrlich sagen, ich habe es auch schon tausendmal hier im Podcast gesagt,

Speaker1: aber manchmal fällt es mir schwer, irgendwie optimistisch zu bleiben, weil

Speaker1: Alter, ich mache Elektromobilität oder irgendwas mit Energiewende und Elektroautos so seit 2008, 2009.

Speaker1: Und jetzt haben wir fucking 2026.

Speaker1: Und wir reden immer noch über diese scheiß Smart Meter. Und wir reden immer

Speaker1: noch, also sozusagen das Konzept, das habe ich verstanden als kleiner Student,

Speaker1: der irgendwie noch nicht so viel um die Ecke denken konnte.

Speaker1: Und irgendwie kann es, also so Leute wie mich, vielleicht hast du da ein paar

Speaker1: motivierende Worte für mich, die kann es total desillusionieren,

Speaker1: wenn es irgendwie so, so lange braucht, bis wir da irgendwie vorankommen.

Speaker1: Wie machst du das? Wo hast du die Energie?

Speaker0: Mein Ansatz ist einfach zu sagen, lass uns das versuchen, was geht,

Speaker0: wo es geht, aber es gibt es halt, ich bin bei dir, ich fühle das natürlich auch

Speaker0: umso mehr, weil das ja mein Alltag ist, so auch das versuchen voranzutreiben.

Speaker0: Nichtsdestotrotz, wenn alle dann aufgeben, dann wird es erst recht nicht funktionieren,

Speaker0: aber es ist halt ein komplexes Thema, erscheint ein komplexes Thema.

Speaker0: Was ich halt auch versucht habe bei den Smart Mietern beispielsweise,

Speaker0: habe ich jetzt einen Post gemacht, wo ich denke, lasst uns doch einfach mal pragmatischer werden.

Speaker0: So in so vielen Sachen, dass man ein bisschen Pragmatismus versucht in die Gesellschaft reinzubringen.

Speaker0: Weil das ist wichtig. Okay, nicht den Weg finden, weshalb es nicht funktionieren

Speaker0: sollte, einfach einen Weg, weil wie würde es jetzt selbst einmal funktionieren.

Speaker0: Einfach mal schauen, dass man den ersten Schritt und wenn, selbst wenn es nicht

Speaker0: perfekt durchgeeicht ist, was beispielsweise ja manchmal so ein Thema ist,

Speaker0: Reichrecht hier in Deutschland.

Speaker0: Es ist ja halb so wild, da kann man ja Energie verlieren und hier den einen

Speaker0: oder anderen Cent nicht haben.

Speaker0: Dafür hat man dann 700 Euro oder was befähigt.

Speaker0: Das heißt so ein bisschen dieser Pragmatismus, wo man sich manchmal so im Detail verfängt.

Speaker0: Und ich schöpfe Energie einfach, weil ich diese, wie du sagst,

Speaker0: ich habe das sofort auch verstanden und ich sehe da viel Potenzial und es macht

Speaker0: mich, beärgert mich, dass man es nicht jeden Tag, könnte man jetzt bei so vielen

Speaker0: zwei Millionen Elektroautos verschenken, mir eigentlich die Flexibilität,

Speaker0: schon sogar beim Laden, also wir müssen ja nicht mal bidirektional sein,

Speaker0: sondern beim Laden und ich denke,

Speaker0: dass es immer noch nicht gang und gäbe ist und da freue ich mich,

Speaker0: dass wir jetzt in unseren kleinen Teil zu beitragen, dass es zumindest bei gewissen

Speaker0: Flotten schon mal gang und gäbe ist.

Speaker0: Und das sollte aber beschleunigt werden. Und da hilft nur, dass die Message

Speaker0: einfach rausgebracht wird an die Leute, weil die Themen sind noch so weit weg

Speaker0: vom Alltag von den Menschen. Ich merke das immer wieder.

Speaker0: Und das ist auf jeden Fall ein Thema. Und am Ball bleiben,

Speaker0: dass jeder kooperativ vor allem am Ball bleibt und nicht so klein,

Speaker0: klein sein, klein, klein denkt, Weil es sind Systeme und es hilft nur Systemdenken

Speaker0: und Systemteilen, sonst wird es nicht funktionieren.

Speaker1: Cool. Also wirklich ziemlich inspirierender Typ.

Speaker1: Danke für deine positive Energie und die ganzen guten Dinge,

Speaker1: die du in der Branche vorantreibst.

Speaker1: Wo finden dich die Leute? Auf LinkedIn natürlich. Machst du noch x.com?

Speaker1: Oder sonst irgendwelche anderen Social Media? Ihr habt natürlich eine Website.

Speaker1: Irgendwelche Messen, auf denen

Speaker1: ihr zu finden seid oder irgendwelche junge Talente, die mit dir kommen.

Speaker0: Auf den üblichen Messen zu sehen, genau.

Speaker1: Bist du auf das Matter E in München?

Speaker0: Genau. auf jeden Fall, das wäre die nächste. Und sonst, ja, Smart Charge bei

Speaker0: Rydegi, falls die Themen irgendwie resonieren, wir haben echt coole Projekte,

Speaker0: Stakeholder da, die interviewt, schon, einfach mal reinhören oder abonnieren.

Speaker1: Also, wir sind null in Konkurrenz, wir pushen uns gegenseitig,

Speaker1: mega geil, dass ihr sozusagen den Podcast da nochmal, auch für Elektromobilität

Speaker1: nochmal spitzer und nochmal tiefer im Detail macht.

Speaker1: Geile Gäste da drin. irgendwelche Folgen, die du schon aufgenommen hast oder

Speaker1: die da in der nächsten Zeit kommen, auf die sich die Leute freuen können.

Speaker0: Die jetzt schon aufgenommen wurden.

Speaker1: Oder aufgenommen werden.

Speaker0: Ja, also die beste, die ich jetzt aufgenommen habe, vielleicht die auch ganz

Speaker0: lustig war, vielleicht die National Leitsche der Elektromobilität,

Speaker0: der Geschäftsführer war da.

Speaker1: Ah, wow.

Speaker0: Die war ganz cool. Der erinnert mich ein bisschen an deinen Co-Host,

Speaker0: weil er ist wahrscheinlich der Privatmensch mit den meisten Ladepunkten in ganz Deutschland.

Speaker1: Mehr als Alex Graf?

Speaker0: Ja, ich glaube, er hat zehn Ladepunkte für sein Dorf hier in Brandenburg. Ach, wirklich?

Speaker1: Und die betreibt er für die anderen?

Speaker0: Für sein Dorf, ja.

Speaker1: Als sozusagen Mini-CPO.

Speaker0: Ja, ein leidenschaftlicher Typ.

Speaker1: Behind the meter oder mit eigenen Zählpunkten?

Speaker0: Ich glaube, so tief sind wir gar nicht ins Detail, weil er hat mich ganz überrascht

Speaker0: mit dem Thema und ich hatte eigentlich ganz andere Themen noch vor im Podcast.

Speaker1: Ja, ich weiß gar nicht, ob ich den einladen dürfte, weil wir versuchen ja immer

Speaker1: sozusagen sehr, also nicht zu politische, nicht zu, mehr so Praktiker,

Speaker1: mehr Unternehmer, Entscheider wirklich.

Speaker1: Aber okay, das ist eine gute.

Speaker0: Ja, sonst war es noch nicht hier unter Dach und Fach, aber was ganz cool wäre,

Speaker0: vielleicht da kommt noch ein Verteilungsbetreiber mal, weil das ist ja,

Speaker0: was ich auch von Alice auch mitbekommen habe, da immer so ein Thema ist.

Speaker1: Ja, wir haben jetzt ein paar in der Pipeline. Da kommen wir auch, wir haben jetzt ein, ja.

Speaker0: Aber diese Genehmigungsthemen bei der Elektromobilität und wie man das beschleunigt

Speaker0: und Thema Netzgebühren, das sind so die zwei, die für die E-Mobilität sehr relevant

Speaker0: sind, gerade jetzt auch im eLKW-Kontext.

Speaker1: Also an alle Logistiker da draußen, an alle Kleingewerbe mit Flotten,

Speaker1: an die EMSPs, an die CPOs, an die Talente, die Bock haben auf Ratergy und die

Speaker1: Mission, für die du stehst, Claudio, einfach auf LinkedIn anschreiben,

Speaker1: oder? Das ist doch das Einfachste.

Speaker1: Und deinen Podcast hören und dann findet

Speaker0: Man dich schon. Ja, sehr gerne. Ich bin ein offener Mensch, ja.

Speaker1: Sonst noch irgendwas, worauf du dich freust in den nächsten,

Speaker1: keine Ahnung, zwölf Monaten oder so? Was liegt so vor euch?

Speaker0: Das, was am meisten jetzt ganz cool ist, ist vor allem nochmal diese Partnerschaft

Speaker0: mit China weiter zu verfolgen und den Marktentritt dort so weiter zu verfolgen.

Speaker0: Und Frankreich, dadurch, dass sie am Beispiel Francais...

Speaker1: Wie viele Sprachen sprichst du? Ich habe nur neun gelesen, stimmt das?

Speaker1: Ja, genau. Nein, das kann doch eigentlich... Du sprichst neun Sprachen.

Speaker1: Ja. Flüssig, fließend. Ja.

Speaker0: Digga. Aber nicht alle auf gleichem Niveau. Also Deutsch ist schon wieder der besten.

Speaker1: Paar mal.

Speaker0: Paar mal du du. Und dann haben wir MoveLab. Das ist so ein Netzwerk in Mobilität

Speaker0: in Frankreich, wo ich jetzt immer häufiger in Paris bin.

Speaker0: Und Station F hatte ich ja auch schon erwähnt, dass es ein cooler Innovationsstandort ist.

Speaker1: Station F ist sowas wie ein Coworking Space?

Speaker0: Ja, aber viel größer. Das ist so riesig. Es ist so ein alter Bahnhof gewesen.

Speaker1: So Future Energy Lab, noch größer?

Speaker0: Das ist ein alter Bahnhof wirklich, den sie komplett neu cool gemacht haben.

Speaker0: Also über 300 Meter und so, nur mit Startups und Innovationen für verschiedenste Themen.

Speaker0: Und da sind wir mal wieder, auch mit diesem jetzt MoveLab, um dann Ökosystem,

Speaker0: Mobilität in Frankreich auch nach vorne zu bringen.

Speaker0: Also das ist unsere Themen quasi in Frankreich, was ein sehr attraktiver Markt ist.

Speaker1: Cool, alright, dann ganz viel Erfolg.

Speaker0: Vielen lieben Dank für die Einladung.

Speaker1: Ja, gerne, immer wieder. Wir machen dann eine Folgefolge in einem Jahr oder

Speaker1: anderthalb oder so. Mal gucken, wohin das steht.

Speaker0: Sehr gerne.

Speaker1: Hau rein, Claudio. Danke dir. Ciao.

Speaker0: Ciao.

Speaker1: Yo, das war die Folge mit Claudio von Rider-G. Mich hat das Gespräch persönlich

Speaker1: wieder extrem motiviert.

Speaker1: In einer Branche, in der man sich schnell in Bürokratie und Bedenken verliert,

Speaker1: ist es ziemlich erfrischend zu sehen, wie jemand mit so viel Leidenschaft einfach

Speaker1: baut, Bootstraps, skaliert.

Speaker1: Ja, wenn ihr Lust auf noch mehr Deep Dives in die Elektromobilität habt,

Speaker1: hört gerne auch unbedingt in seinen Podcast, in Claudios eigenen Podcast Smart

Speaker1: Charge bei Ridergy rein.

Speaker1: Lohnt sich extrem. Und ja, vergesst nicht, Energiefrühstück wieder auf der OMR

Speaker1: und unser anstehendes ONU-Webinar zur Energiebeschaffung am 23. April, 13 Uhr.

Speaker1: Anmeldung direkt bei mir per DM auf LinkedIn.

Speaker1: Wenn euch diese Folge in der Energiezone gefallen hat, dann lasst uns gerne

Speaker1: auch eine Bewertung da, 5 Sterne Bewertung natürlich auf Spotify oder Apple Podcasts

Speaker1: oder diskutiert einfach mit mir auf LinkedIn, teilt die Folge und schaut auf

Speaker1: www.energiezone.org vorbei oder wenn ihr Feedback,

Speaker1: Gästevorschläge habt, immer gerne an team.energiezone.org Danke fürs Zuhören,

Speaker1: bleibt energiegeladen und bis zum nächsten Mal. Soweit erstmal euer Ilan.