E#111 Milliarden-Schock: Zerstört die Bundesnetzagentur den deutschen Speicher-Boom?
Shownotes
In dieser Episode der Energiezone tauchen wir tief in aktuelle Entwicklungen der Regulierungs- und Rechtslage im Energiesektor ein. Ich habe Simon Hillmann, Partner bei AssmannPeiffer, einen erfahrenen Experten im Energierecht, eingeladen, um die neuesten Trends und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Energiewende zu analysieren. Aufgrund unvorhergesehener Umstände nehmen wir die Folge virtuell auf, was jedoch nicht davon ablenkt, dass der Austausch über die komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen umso wertvoller ist.
Wir beginnen mit einem Update zur Kundenanlage, einem Thema, das wir in unserer letzten Episode ausführlich behandelt haben. Simon erläutert, wie das Urteil des Bundesgerichtshofs Verwirrung gestiftet hat und nach wie vor Unsicherheit im Markt herrscht. Das kürzlich eingeführte Gesetz, das für bestehende Kundenanlagen bis Ende 2028 eine Art Schutz bietet, wirft eine Vielzahl von Fragen auf. Besonders kritisch ist, ob diese Regelung tatsächlich langfristigen rechtlichen Schutz bietet oder ob es sich lediglich um eine kurzfristige Entwarnung handelt.
Darüber hinaus widmen wir uns dem Agnes-Paket der Bundesnetzagentur, das grundlegende Änderungen bei der Berechnung von Netzentgelten und der Regulierung von Erzeugern und Speicheranbietern mit sich bringt. Simon erklärt die Notwendigkeit von dynamischen Netzentgelten, die Anreize schaffen sollen, das Einspeiseverhalten nach der Auslastung des lokalen Netzes zu orientieren. Wir diskutieren jedoch auch die Bedenken, die in der Branche hinsichtlich der Finanzierungsbeiträge von Erzeugern und Speicherbetreibern bestehen, die potenziell die Investitionen in neue Projekte gefährden könnten.
Ein zentrales Thema ist die aktuelle Diskussion um den Industriestrompreis. Simon bringt seine Perspektive dazu ein, wie dieser Preis als Subventionsinstrument gesehen wird und welche Kritik es an den damit verbundenen Anforderungen gibt. Er erläutert, dass viele Unternehmen enttäuscht sind, weil sie nicht in den Kreis der Begünstigten fallen, und wir beleuchten, wie wichtig es ist, die Subventionspolitik entsprechend den wirtschaftlichen Realitäten zu gestalten.
Wir wagen auch einen Blick nach vorn und betrachten den Gesamtzustand der Energiewende in Deutschland. Simon beschreibt die aktuelle Phase als einen entscheidenden Punkt, an dem die Systemintegration der erneuerbaren Energien eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich bringt. Die Bedeutung einer harmonisierten Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren der Branche wird als essenziell hervorgehoben. Es wird deutlich, dass ein gemeinsames Ziel verfolgt werden muss, um die Energiewende erfolgreich voranzutreiben.
Diese intensive Diskussion bietet nicht nur Einblicke in die rechtlichen Aspekte der Energiewende, sondern auch in die praktischen Herausforderungen, die sich für Marktteilnehmer ergeben. Simon und ich sind uns darin einig, dass eine klare Kommunikation und eine verlässliche rechtliche Basis für Investitionen in den Energiesektor unerlässlich sind, um die angestrebten Ziele der Energiewende zu erreichen.
Webseite: http://www.energiezone.org Community: https://forum.energiezone.org Feedback: team@energiezone.org Alexander Graf: https://www.linkedin.com/in/alexandergraf Ilan Momber: https://www.linkedin.com/in/imomber/
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Speaker1: Moin zusammen und herzlich willkommen bei einer weiteren Folge in der Energiezone.
Speaker1: Heute haben wir ein weiteres regulatorisches, rechtliches Deep Dive Special vor uns.
Speaker1: Denn, moin Simon, ich begrüße dich bereits zum zweiten Mal hier bei uns in der Energiezone.
Speaker1: Diesmal in einem virtuellen Studio. Ich bin nämlich leider noch nicht zurück in Berlin.
Speaker1: Aufgrund von der ganzen Situation im Nahost, im Irankrieg ist mein Flug gestrichen
Speaker1: worden und ich sitze noch im Vietnam fest.
Speaker1: Deswegen müssen wir diesmal, können wir uns nicht persönlich treffen und nehmen
Speaker1: jetzt hier virtuell auf.
Speaker1: Aber Simon, du kennst dich ganz gut aus im Energierecht und du bist auch Hörer der Energiezone.
Speaker1: Du warst schon mal bei uns vor sieben Monaten und hörst auch ab und zu die Monthly's,
Speaker1: die wir so aufnehmen und hast gesagt, hey,
Speaker1: wir könnten mal ein Update machen zu den Dingen, die ihr Monthly besprecht,
Speaker1: habe ich ein bisschen was hinzuzugeben.
Speaker1: Und in unserer ersten gemeinsamen Folge, falls ihr noch nicht gehört habt, hört unbedingt rein.
Speaker1: Das war vor sieben Monaten, die Folge 90, haben wir uns einem relativ komplexen
Speaker1: und gleichzeitig wichtigen Thema der dezentralen Energiewelt gewidmet, der Kundenanlage.
Speaker1: Wir haben damals analysiert, warum...
Speaker1: Das Urteil des Bundesgerichtshofs so viel Verwirrung gestiftet hat und wie die
Speaker1: Unsicherheit über diesen Rechtsstatus ganze Geschäftsmodelle von PV-Anlagen
Speaker1: auf Industriegebäuden bis hin zu Quartierskonzepten ins Wanken bringen konnte.
Speaker1: Und wir haben über den Europäischen Gerichtshof gesprochen und die Frage,
Speaker1: wie viel Freiheit der dezentrale Markt eigentlich über den großen Netzstrukturen hat.
Speaker1: Das Feedback auf diese Folge war ziemlich positiv.
Speaker1: Und genau, deswegen habe ich mir gedacht, lass uns eine zweite Folge machen.
Speaker1: Simon, wo erwische ich dich heute?
Speaker0: Ja, hallo Ilan. Erstmal vielen Dank für die Einladung. Freut mich,
Speaker0: mal wieder da zu sein und dich mal wieder zu sehen.
Speaker0: Du erwischst mich heute gerade im Homeoffice, genau, in Berlin.
Speaker0: Und genau, lass uns reingehen.
Speaker1: Genau. Ja, die Rechtslage steht nicht still.
Speaker1: Im Gegenteil, du hast ja auch schon im Vorgespräch gesagt, Energiewende ist
Speaker1: jetzt kein Kleinkind mehr.
Speaker1: Sie ist in der Pubertät. Es ruckelt an vielen Ecken.
Speaker1: Die Stimmung ist hitzig und wir stehen auch vor einigen regulatorischen Umbrüchen.
Speaker1: Und heute wollen wir weg von der reinen Kundenanlage und dem Blick ein bisschen walten.
Speaker1: Wir wollen sprechen über Agnes-Paket, Bundesnetzagentur, Investitionsstopp durch
Speaker1: Riedespetsch-Vorbehalt und über die Frage Vertrauensschutz für Speicherbetreiber
Speaker1: und so weiter und so fort.
Speaker1: Aber ich glaube, was am meisten Sinn macht, weil haben wir auch ziemlich viel
Speaker1: positives Feedback drauf bekommen, ist, wenn wir einmal ein kurzes Update geben
Speaker1: würden, wo wir denn aktuell stehen,
Speaker1: was die Kundenanlage gibt. Simon, hast du uns was mitgebracht?
Speaker0: Genau, ja, die Folge, die neunigste Folge, die wir gemacht haben,
Speaker0: das war, wenn ich mich richtig erinnere, Mai letzten Jahres, Ende Mai.
Speaker1: Echt, so lange ist es schon her?
Speaker0: So lange ist es schon her. Ja, ja, ich habe in der Vorbereitung schon nochmal geguckt, wann das war.
Speaker0: Das ist schon eine Weile her und dementsprechend ist natürlich da auch seither viel passiert.
Speaker0: In der öffentlichen Debatte, so auf jeden Fall meine Wahrnehmung,
Speaker0: hat das Thema spürbar an Relevanz verloren.
Speaker0: Meines Erachtens aus zwei Gründen. Einerseits, weil zwischenzeitlich so viel
Speaker0: passiert ist, so viele andere Themen irgendwie auf die Agenda gekommen sind,
Speaker0: dass das einfach ein bisschen in den Hintergrund gekommen ist.
Speaker0: Und zweitens, weil der Gesetzgeber eine Regelung erlassen hat.
Speaker0: Die in gewisser Weise einen Mantel des Schweigens über das Thema der Kundenanlage
Speaker0: zumindest vorübergehend legt.
Speaker0: Aus der Beratung, der alltäglichen Beratung, nehmen wir aber wahr,
Speaker0: Das Thema ist weiterhin virulent, es ist weiterhin nicht gelöst und es gibt
Speaker0: weiterhin extreme Unsicherheiten im Markt.
Speaker0: Es gibt großen Beratungsbedarf, ganz ehrlich, den ich persönlich lieber für
Speaker0: andere, für produktive Themen als die Kundenanlage aufwenden würde, aber so ist es nun mal.
Speaker0: Vielleicht nur ganz kurz, was ist passiert?
Speaker0: Es gab ja Ende letzten Jahres, im Dezember ist die ENWG-Novelle in Kraft getreten,
Speaker0: die erste ENWG-Novelle der neuen Bundesregierung.
Speaker0: Und darin hat auch der Gesetzgeber eine Regelung erlassen, 118 Absatz 7 ENWG.
Speaker0: Das ist eine Übergangsregelung. Und sinngemäß steht da drin,
Speaker0: alle Kundenanlagen, die vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes, also Dezember 2025,
Speaker0: einen Kundenanlagenstatus hatten, sind für die nächsten drei Jahre bis Ende
Speaker0: 2028 von allen regulatorischen Anforderungen als Netzbetreiber befreit.
Speaker0: Was man also gemacht hat, und das zeigt eigentlich auch die ersten Reaktionen,
Speaker0: man sagt einfach sinngemäß, wir ignorieren jetzt einfach die nächsten drei Jahre,
Speaker0: die unionsrechtlichen Vorgaben.
Speaker0: Da waren berechtigterweise die ersten Reaktionen zu sagen, Moment mal, das geht doch gar nicht.
Speaker0: Das lernt man eigentlich als Jurist relativ früh im Studium im ersten Semester
Speaker0: Europarecht. Es gibt den Anwendungsvorrang des Unionsrechts.
Speaker0: Wenn es nationale Vorgaben gibt, die unionrechtlichen Vorgaben widersprechen,
Speaker0: dann müssen die im Zweifelsfall von einem Gericht unangewendet bleiben.
Speaker0: Und dementsprechend war die Reaktion, ist ja schön und gut, dass jetzt hier
Speaker0: eine Regelung kommt, die besagt, liebe Betreiber von solchen Kundenanlagen,
Speaker0: macht euch keine Sorgen, ihr seid befreit von allem dem, was das Europarecht von euch will.
Speaker0: Nur wenn es hart auf hart kommt, dann wäre ein Unternehmen davon nicht geschützt,
Speaker0: weil ein Gericht in der Situation wäre,
Speaker0: dass es diese Regelung, die eben besagt, dass man bis Ende 2028 das nicht zu beachten hat,
Speaker0: weil diese Regelung unangewendet bleiben müsste.
Speaker0: Also deswegen war die erste Reaktion, ist das möglicherweise nur ein sehr trügerischer
Speaker0: Schutz, dass man jetzt sagt, alle Kundenanlagen, die vor Dezember 2025 schon Kundenanlagen waren,
Speaker0: dass die erstmal sozusagen Ruhe haben.
Speaker0: Meines Erachtens ist das aber gar nicht der entscheidende Punkt.
Speaker0: Das ist natürlich auch der Gesetzgeber, der weiß natürlich, der kennt natürlich
Speaker0: den Anwendungsvorrang des Unionsrechts. Da sind ja sehr gute Juristen auch am Werk.
Speaker0: Meines Erachtens geht es aber auch gar nicht darum. Es geht eher darum,
Speaker0: bei dieser Regelung den für dieses Thema zuständigen Landesregulierungsbehörden
Speaker0: und auch den Netzbetreibern das Zeichen zu geben.
Speaker0: Liebe Landesregulierungsbehörden, liebe Netzbetreiber, lasst von dem Thema ab.
Speaker0: Kümmert euch nicht um das Thema der Kundenanlage bei Bestandskundenanlagen.
Speaker0: Und dann ist es ja schlichtweg, wo kein Kläger, da kein Richter.
Speaker0: Dann kommt es auch nicht zu einem Gericht.
Speaker0: Und dann wird es auch höchstwahrscheinlich nicht dazu kommen,
Speaker0: dass sich Gerichte damit zu befassen haben.
Speaker0: Klar, mit Blick auf die Europäische Union ist das schon ein gewisses Faulspiel.
Speaker0: Und da ist die Frage, wie die Europäische Kommission darauf reagiert.
Speaker0: Ich gehe aber mal fest davon aus, dass die Bundesregierung da irgendwie eine
Speaker0: Abstimmung auch mit der Kommission gemacht hat.
Speaker0: Und ich halte es ehrlich gesagt für eher unwahrscheinlich, dass in der aktuellen
Speaker0: politischen Lage die Kommission hier jetzt sich an die Bundesregierung wendet
Speaker0: und sagt, so geht das nicht. Also von daher...
Speaker0: Komme ich zu dem Ergebnis, ja, für Kundenanlagen, die schon vor Dezember welche waren,
Speaker0: die sind jetzt erstmal für die nächsten drei Jahre, kann man leichte Entwarnungen
Speaker0: geben, da sind gewisse Unsicherheiten drin, zumindest bis 2029.
Speaker0: Aber die Zeit verfliegt ja schnell und dann muss man gucken, was danach passiert.
Speaker0: Die Hoffnung ist, dass bis dahin der Gesetzgeber eine Lösung gefunden hat.
Speaker0: Welche Projekte, die immer noch im Feuer stehen und die unmittelbar davon betroffen
Speaker0: sind, sind neue Kundenanlagen.
Speaker0: Also solche, die jetzt erst seit Dezember irgendwie an den Start gehen.
Speaker0: Und da sehen wir erhebliche Probleme, gerade bei Batteriespeichern,
Speaker0: Großbatteriespeichern, beim Bereich von Co-Location,
Speaker0: gerade wenn es nicht nur um reine Grünspeicher, sondern um Mischspeicher geht,
Speaker0: also Speicher, die auch Strom aus dem Netz beziehen.
Speaker0: Da taucht dieses Thema immer wieder auf und es ist weiterhin ungelöst und beunruhigt die Branche.
Speaker0: Das kann man, glaube ich, als kleines Recap zu den letzten sieben Monaten zu diesem Thema sagen.
Speaker1: Okay, also es gab nennenswerte Bewegungen irgendwie, aber ehrlicherweise hört
Speaker1: es sich eher an wie so eine kurze Atempause für die Praxis.
Speaker1: Aber du sagst, diese Regelung ist eigentlich evident unionsrechtswidrig,
Speaker1: aber dass man die dann für drei Jahre einfach so ausschnipsen kann.
Speaker1: Als Nicht-Jurist irgendwie klingt das wie so ein Trick.
Speaker0: Ich glaube, das ist es auch.
Speaker1: Okay.
Speaker0: Also es ist keine Lösung in der Sache. Es ist einfach nur rausgezögert.
Speaker1: Okay, also so ein bisschen Realpolitik in der Energiewende. Man kauft sich Zeit durch wegschauen.
Speaker1: Und für alle, die bestehende Anlagen haben, so ein bisschen durchatmen,
Speaker1: aber auch nur kurz. und der Rest mal schauen.
Speaker0: Die ganz klare Erwartung ist, dass bis 2029 eine Lösung gefunden ist.
Speaker0: Es gab auch einen Entschließungsantrag im Deutschen Bundestag zu dieser INWG-Novelle von Dezember 2025,
Speaker0: wo der Bundestag ganz klar sagt, liebe Bundesregierung, wir haben die Erwartung,
Speaker0: dass ihr diese Zwischenzeit nutzt, um hier eine Lösung zu finden,
Speaker0: möglicherweise auch in Kooperation mit der Europäischen Union.
Speaker0: Und ja, die Hoffnung ist, dass die Bundesregierung diese Zwischenzeit bis Ende
Speaker0: 2028 auch nutzen wird, um hier wirklich eine Lösung, eine langfristige Lösung zu finden.
Speaker1: Ja, okay, cool. Ja, also wie gesagt, auf der E-World war das bei uns am Stand vom ONU Energy Stand.
Speaker1: Das sind ja auch genau diese Arten von Kunden, die Kundenanlagen haben.
Speaker1: Immer wieder Thema, auch sehr positiv immer wieder kommentiert worden und ich
Speaker1: glaube, da werden sich einige freuen, wenn jetzt da das Update zukommt.
Speaker1: Gut, genau, dann hatten wir aber auch noch, was auch über ONU lief und nicht
Speaker1: über die Energiezone, im, ich glaube, November, Dezember ein Webinar veranstaltet
Speaker1: zum Thema Industriestrompreis.
Speaker1: Also bringt uns quasi zum nächsten Thema, das aber so als Referenz hier nicht fehlen sollte.
Speaker1: Simon, wegen diesen regulatorischen Hürden für dezentrale Eigenversorgung,
Speaker1: wie wir es gerade bei Neuanlagen sehen,
Speaker1: wird die Debatte um einen subventionierten Industriestrompreis dann nicht zwangsläufig
Speaker1: auch irgendwie zum Dauerzustand?
Speaker1: Oder wie siehst du da die rechtliche Lage?
Speaker1: Gibt es ein Update zum Industriestrompreis?
Speaker0: Auf jeden Fall. Also damals, als wir das Webinar gemacht haben,
Speaker0: in der Vorweihnachtszeit, in der Adventszeit war es, das war ja relativ früh noch.
Speaker0: Das war der Zeitpunkt, als gerade die Bundesregierung erste Eckpunkte für eine
Speaker0: Förderrichtlinie für diesen Industriestrompreis veröffentlicht hatte.
Speaker0: Und wenn ich mich richtig erinnere, der Gedanke war ja, hier auch dieses politische
Speaker0: Instrument auch vielleicht positiv darzustellen.
Speaker0: Und als eine Chance, sich auf die zukünftigen Anforderungen des Energiesystems vorzubereiten,
Speaker0: in die eigene Flexibilisierung und Dekarbonisierung als energieintensive Industrie zu investieren.
Speaker0: Die Reaktion darauf, auf den Industriestrompreis nach meiner Wahrnehmung,
Speaker0: aber ich glaube, da bist du wahrscheinlich in der Praxis auch vielleicht mit
Speaker0: UNO nochmal deutlich näher dran, war eigentlich eher verhalten.
Speaker0: Also was ich als Reaktion auf den Industriestrompreis eigentlich wahrgenommen
Speaker0: habe, ist eigentlich zweierlei.
Speaker0: Einmal die ökonomische Grundsatzkritik gegenüber Subventionspolitik.
Speaker0: Eine Subventionierung des Strompreises bringt nichts. Stattdessen braucht man
Speaker0: eigentlich wirklich strukturelle Reformen.
Speaker0: Das einerseits und auf der anderen Seite aus der Energieintensiven Industrie eher Enttäuschung.
Speaker0: Einerseits, glaube ich, eine Gruppe von Unternehmen, die schlichtweg enttäuscht
Speaker0: waren, weil sie festgestellt haben, dass sie nicht in den persönlichen Anwendungsbereich
Speaker0: dieses Instruments fallen.
Speaker0: Der Industriestrompreis ist ja zugeschnitten auf energieintensive Unternehmen
Speaker0: mit einem erheblichen Verlagerungsrisiko, also mit dem Risiko,
Speaker0: dass sie sozusagen aufgrund hoher Energiepreise ins Ausland abwandern.
Speaker0: Es gibt ja eine feststehende Liste von Unternehmen oder Wirtschaftszweigen,
Speaker0: die da überhaupt nur in den Mund kommen können.
Speaker0: Die kann potenziell erweitert werden, aber sie ist doch deutlich geringer,
Speaker0: deutlich enger als vielleicht die erste Kommunikation zum Industriestrompreis
Speaker0: war. Ich glaube, die erste Kommunikation, die es eigentlich gab,
Speaker0: war, wir machen hier ein Instrument für den Mittelstand und das ist es schlichtweg nicht.
Speaker0: Also deswegen kamen aus der Industrie eigentlich, glaube ich.
Speaker0: Einige Reaktionen, die enttäuscht waren, weil sie einfach nicht in den Anwendungsbereich
Speaker0: kommen und eine andere Enttäuschungspolitik.
Speaker0: Der Bereich kommt meines Erachtens daher, dass der Industriestrompreis natürlich
Speaker0: die Subvention an Gegenleistung knüpft,
Speaker0: dass man sozusagen zumindest teilweise das Geld auch in die Hand nimmt,
Speaker0: um insbesondere in die Flexibilisierung des eigenen Stromverbrauchs zu investieren.
Speaker0: Und da verstehe ich sozusagen die Enttäuschung ein bisschen sozusagen als das
Speaker0: Gegenstück zur ökonomischen Grundsatzkritik.
Speaker0: Die ökonomische Grundsatzkritik ist zu viel Gießkanne und die Enttäuschung von
Speaker0: Seiten der Industrie eher so ein bisschen zu wenig Gießkanne,
Speaker0: zu viel Gegenleistung, die uns von uns verlangt.
Speaker0: Aber ich weiß nicht, Ilan, wie bei dir da die Reaktionen waren.
Speaker0: Also vielleicht war es bei dir gar nicht anders oder vielleicht ganz ähnlich.
Speaker0: Würde mich jetzt wiederum einmal interessieren.
Speaker1: Ja, doch. Also mein Eindruck deckt sich das schon absolut mit deiner Wahrnehmung.
Speaker1: Also wir haben total viel Aufmerksamkeit bekommen.
Speaker1: Das ist für uns sehr dankbar als Softwareanbieter, der da auch eine Lösung zu
Speaker1: anbietet, das genauer auszurechnen und so.
Speaker1: Das haben wir in dem Webinar dann gezeigt. Also wir haben eine totale Überzeichnung
Speaker1: dieses Webinars gehabt.
Speaker1: Wir haben, glaube ich, so 100 Plätze in unserem Standard-Software-Paket von
Speaker1: diesem Webinar-Programm gehabt und das war völlig überbucht.
Speaker1: Also es gab sehr viel Aufmerksamkeit auf dem Thema, es gab sehr viel Interesse an dem Thema, aber...
Speaker1: Dann, wenn man jetzt so ein paar Wochen, ein paar Monate danach mit den Leuten
Speaker1: spricht, so insgesamt in der Breite eher Ernüchterung.
Speaker1: Also ich höre nicht von irgendjemandem, der sagt, das ist super.
Speaker1: Und ja, die Politik hat ja den Begriff so Industriestrompreis als sehr,
Speaker1: sehr großes Rettungspaket damals vermarktet.
Speaker1: Das kommt jetzt im Mittelstand jetzt nicht so unbedingt an.
Speaker1: Da ist eher so das Signal, ihr seid nicht energieintensiv genug, ihr seid nicht gemeint.
Speaker1: Was ich aber extrem spannend finde, ist halt so das Thema Flexibilisierung.
Speaker1: Du sagst ja im Grunde, das ist kein bloßes Almosen, sondern ein Deal,
Speaker1: Geld gegen Wandel sozusagen. sagen.
Speaker1: Aber ja, ich würde sagen, insgesamt nicht die große Welle geschlagen,
Speaker1: die der vielleicht die Marketingabteilung von manchen Ministerien sich gehofft haben. Also genau.
Speaker0: Nur ein Punkt auch vielleicht an dieser Stelle. Ich glaube, es ist in erster
Speaker0: Linie ein kommunikatives Thema.
Speaker0: Also meines Achtens, es ist schlichtweg kein, es ist kein Gießkann-Instrument,
Speaker0: mit dem man sozusagen jetzt einfach bedingungslos das einfach Geld an die Energieintensiven
Speaker0: verteilt, sondern was es im Kern eigentlich ist, ist, es ist ein finanzieller
Speaker0: Zuschuss, es ist ein Förderinstrument,
Speaker0: damit Unternehmen sich Gedanken machen, wie sie flexibilisieren können,
Speaker0: um sich sozusagen auf den Energiemarkt der Zukunft vorzubereiten.
Speaker0: Und ganz ehrlich, das halte ich jetzt nicht für die völlig schlechteste Idee.
Speaker0: Und das ist für mich eigentlich auch keine Gießkanne, sondern eigentlich relativ zielgerichtet.
Speaker0: Insoweit kann ich ehrlich gesagt die ökonomische Grundsatzkritik nicht wirklich teilen.
Speaker0: Und ja, dass energieintensive Unternehmen dann an der einen oder anderen Stelle
Speaker0: vielleicht keine Lust haben auf die Gegenleistung, das kann ich nachvollziehen.
Speaker0: Aber es ist nach meiner Wahrnehmung einfach ein Förderinstrument,
Speaker0: um in diese Richtung zu denken.
Speaker1: Okay, aber dann lass uns weiter gehen. Also das war ja nur der Recap jetzt.
Speaker1: Industriestrompreis und Kundenanlage. Lass uns vielleicht so ein bisschen rauszoomen.
Speaker1: Makrolage, Zustand der Energiewende.
Speaker1: Also wenn man jetzt so die Schlagzeilen liest, die auf LinkedIn große Wellen
Speaker1: schlagen, schwankt ja die Stimmung so ein bisschen. Irgendwo zwischen krasem Aufbruch und Endzeit.
Speaker1: Wir hatten Benjamin Merle neulich hier im Podcast, also von Enpal,
Speaker1: den CPO zum Thema VPP und so.
Speaker1: Und der hat auch den Stand der Dinge so ein bisschen ganz gut analysiert.
Speaker1: Aber wie ist denn dein Blick, Simon, so als Jurist und Berater,
Speaker1: der die Details sehr gut kennt?
Speaker1: Würdest du sagen, wir scheitern gerade eher an der Komplexität oder wie würdest
Speaker1: du die aktuelle Phase beschreiben von der Energiewende in Deutschland?
Speaker0: Das ist eine schwierige Frage und ich hatte mir die Folge mit Benjamin Merle
Speaker0: von Enpal auch angeschaut und da war ja auch die Frage, an welchem Punkt siehst
Speaker0: du eigentlich die Energiewende?
Speaker0: Als ich das gehört habe und jetzt auch in Vorbereitung hier auf unsere Folge,
Speaker0: musste ich an meinen Dänem-Urmark-Urlaub letzten Sommer zurückdenken. Jetzt bin ich gespannt.
Speaker0: Und zwar schlichtweg, weil ich da das Buch von Tim Meyer, Strom, gelesen habe.
Speaker0: Der auch im Podcast war. Der auch im Podcast war und wirklich dieses Buch,
Speaker0: ich kann es wirklich nur empfehlen.
Speaker0: Und ich musste mich vor allen Dingen an eine Passage erinnern.
Speaker0: Und zwar ist es die Passage, in der er dieses Modell der sechs Phasen der Energiewende
Speaker0: der Internationalen Energieagentur,
Speaker0: ich glaube, vor etwa zehn Jahren hat sie das ausgearbeitet, die sechs Phasen der Energiewende.
Speaker0: Und die erste Phase, nur ganz kurz, ist eigentlich die, wo die Erneuerbaren
Speaker0: eigentlich überhaupt gar keinen Einfluss haben und dementsprechend auch die
Speaker0: Frage der Systemrelevanz überhaupt keine Rolle spielt. Phase 2, geringer Einfluss.
Speaker0: Phase 3, schon ab und zu punktuell eigentlich Phasen, wo fluktuierende,
Speaker0: also volatile Erzeuger eine Systemrelevanz haben.
Speaker0: Und dann übergehend Phase 4, wo wir in Situationen kommen, wo zeitweise wirklich
Speaker0: schon 100% des Energiebedarfs auch schon von Erneuerbaren gedeckt sind.
Speaker0: Da sind wir mittlerweile angekommen.
Speaker0: Übergehend mit Phase 5, der Phase, wo es wirklich zeitweise zu erheblichen Überschüssen
Speaker0: aus Erneuerbaren kommt und damit einhergehenden Auswirkungen für die Netze,
Speaker0: aber auch was die Marktpreise angeht, negative Preise und so weiter.
Speaker0: Bis dann in Phase 6 eigentlich man es geschafft hat, ein sicheres Betriebssystem aufzubauen,
Speaker0: in dem eigentlich sozusagen trotz volatiler Erzeuger eigentlich das System rund
Speaker0: läuft, jetzt mal sozusagen ganz vereinfacht gesprochen.
Speaker0: Wir sind jetzt aktuell gerade in der Phase 4, beziehungsweise wir sind schon
Speaker0: in der Phase 5, also in der Phase, wo es wirklich sozusagen die Systemintegration
Speaker0: auch Herausforderungen mit sich bringt.
Speaker0: Und für mich ist eigentlich erstmal das Allerwichtigste, das ist eigentlich
Speaker0: kein Zeichen, dass wir ein Problem mit der Energiewende haben,
Speaker0: dass wir hier sozusagen auf dem Holzweg sind, dass die Energiewende gescheitert ist.
Speaker0: Sondern ganz im Gegenteil, es ist eigentlich ein Zeichen, dass die Systemrelevanz,
Speaker0: dass die Bedeutung der Erneuerbaren immer weiter voranschritt und dass wir eigentlich
Speaker0: in eine Situation kommen,
Speaker0: die vorhersehbar war und die notwendig ist und die eigentlich eine Erfolgsgeschichte ist.
Speaker0: Also deswegen verweidere ich mich oder möchte ich mich eigentlich sozusagen
Speaker0: diesem Narrativ nicht verfolgen, zu sagen, die Energiewende ist hier gescheitert
Speaker0: und wir müssen das abbrechen, weil es irgendwie nicht funktioniert.
Speaker0: Nein, es ist sozusagen Bestandteil dieser Transformation und es ist vollkommen
Speaker0: nachvollziehbar, dass das sozusagen mit zunehmender Bedeutung der Erneuerbaren,
Speaker0: dass es da jetzt sozusagen sich andere Fragen stellen,
Speaker0: als noch in der Phase, wo die Erneuerbaren überhaupt keine Relevanz hat,
Speaker0: wo man einfach stupide drauf losbauen konnte, dass ich keine Fragen stellen
Speaker0: musste, wo bauen wir die Anlagen hin,
Speaker0: wie wirkt sich das sozusagen auf den Business Case aus.
Speaker0: Kannibalisierungsthemen gab es noch nicht.
Speaker0: Also deswegen, wir kommen jetzt einfach in eine neue Phase und viele liebgewonnene Instrumente,
Speaker0: die in den ersten drei Phasen der Energiewende vielleicht richtig und absolut
Speaker0: auch Treiber der Energiewende waren, wie wir.
Speaker0: Der vorrangige Netzanschluss, auch im Bereich der Förderung,
Speaker0: dass wir gesagt haben, man wird nach unten abgesichert, aber Übergewinne können
Speaker0: bleiben, dass man da jetzt Richtung CFD denkt.
Speaker0: Das sind alles sozusagen jetzt meines Erachtens notwendige Schritte,
Speaker0: über die man diskutieren muss, aber eben nicht unter dem Gedanken,
Speaker0: wir haben hier ein Problem, sondern dass es wirklich eine notwendige Weiterentwicklung
Speaker0: ist, die notwendigerweise jetzt stattfinden muss.
Speaker0: Du hast aber gefragt, wo sehe ich irgendwie den Stand der aktuellen Energiewende?
Speaker0: Also es ist auf jeden Fall so, die Schlagzahl, mit der sozusagen hier Änderungen
Speaker0: kommen und die ist natürlich immens.
Speaker0: Es ist auch für mich als jemand, der im regulatorischen Bereich hier berät,
Speaker0: da immer dran zu bleiben, das ist wirklich eine Herausforderung.
Speaker0: Und das macht einerseits Spaß, aber es ist auch wirklich anstrengend,
Speaker0: kann man ganz offen sagen.
Speaker0: Und ich sehe momentan einfach das Problem, dass wir gerade, dass ich nicht das
Speaker0: Gefühl habe, dass alle Akteure, wie es sein müsste, an einem Strang ziehen.
Speaker0: Also ich sehe immer stärker, wie wir es generell in der öffentlichen Debatte
Speaker0: haben, eine stärkere Polarisierung einerseits zwischen den Energiewendlern,
Speaker0: den Erzeugern von erneuerbaren Energien einerseits und auf der anderen Seite
Speaker0: vielleicht Netzbetreiber.
Speaker0: Aber ich glaube, wir brauchen eigentlich viel mehr ein Miteinander als ein Gegeneinander.
Speaker0: Und da sind wir momentan in keiner guten Situation.
Speaker0: Aber man muss auch ganz offen dazu sagen, wir haben hier momentan aktuell eine Ministerin.
Speaker0: Also ich persönlich, ich nehme es mir nicht ab.
Speaker0: Ich nehme es mir nicht ab, wenn sie sagt, wenn sie davon spricht,
Speaker0: dass erneuerbare Systemverantwortung übernehmen müssen, dass sie das wirklich
Speaker0: so meint, sondern dass es ihr in Wirklichkeit darum geht, die Energiewende auszubremsen.
Speaker0: Also ich glaube ihr das nicht, dass es wirklich für sie darum geht,
Speaker0: jetzt die passenden Instrumente von Phase 5 in diesem Sechs-Phasen-Schema,
Speaker0: was ich eingangs erwähnt hatte,
Speaker0: jetzt zu finden, sondern dass sie die Energiewende schlichtweg nicht gut findet.
Speaker0: Und dementsprechend ist die Gegenreaktion der entsprechenden Verbände meines
Speaker0: Erachtens ebenso erwartbar wie auch berechtigt, dass sie offensichtlich die Befürchtung haben,
Speaker0: es geht hier nicht darum,
Speaker0: jetzt sozusagen das System punktuell anzupassen, um sozusagen jetzt den regulatorischen
Speaker0: Rahmen an die Bedürfnisse der aktuellen Zeit anzupassen, sondern dass es in
Speaker0: Wirklichkeit darum geht, hier eine Vollbremsung hinzulegen.
Speaker0: Und wir sind hier sozusagen auch kommunikativ hier voll auf Konfrontationskurs.
Speaker0: Und das sieht man ja auch an den ersten Reaktionen auf die Leaks,
Speaker0: die es jetzt in den letzten Wochen gab.
Speaker0: Die waren, um es mal salopp auszudrücken, da war schon relativ viel Schaum vor dem Mund.
Speaker0: Man merkt immer sozusagen, die erste Empörungswelle ist relativ stark.
Speaker0: Und wenn man dann ein bisschen Zeit ins Land geht, dann werden auch die Reaktionen
Speaker0: irgendwie differenzierter.
Speaker0: Ich persönlich nehme durchaus wahr, oder das ist zumindest mein persönlicher
Speaker0: Eindruck, dass die erneuerbaren Verbände,
Speaker0: die Akteure absolut sich darüber im Klaren sind,
Speaker0: dass wir sozusagen hier Anpassungen bedürfen, dass es vielleicht nicht sinnvoll
Speaker0: ist, dass Erneuerbare immer weiter dort zugebaut werden, wo das Netz einfach
Speaker0: schon an seine Grenzen kommt.
Speaker0: Und ich glaube, da gibt es große Bereitschaft, dies zu tun.
Speaker0: Aber das Problem ist wirklich, so zumindest meine Wahrnehmung,
Speaker0: dass man den Eindruck gewinnt mit der aktuellen Bundesregierung.
Speaker0: Darum geht es gar nicht, sondern es geht wirklich um eine Vollbremsung der Energiebinde.
Speaker1: Ja, teile ich schon, so dieses Lagebild. Wir haben ja hier so ein bisschen wie
Speaker1: so einen regelrechten Clash von Kulturen.
Speaker1: Auf der einen Seite Regulatorik, die das Thema Wirtschaftlichkeit fast schon
Speaker1: mit so einem Schulterzucken abtut und auf der anderen Seite Brancheverbände,
Speaker1: die sich sowieso so ein bisschen im Belagerungszustand fühlen.
Speaker1: Aber Simon, wenn die Politik sagt, der Business Case ist uns egal,
Speaker1: dann riskieren wir doch, dass Phase 5 der Energiewende theoretisch zwar richtig
Speaker1: geplant ist, in der Praxis dann aber schlicht kein Kapital mehr findet, oder?
Speaker1: Lass uns das mal konkret machen. Also Thema, das diesen Konflikt geradezu symbolisiert
Speaker1: ist ja, die Streichung der Förderung für Anlagen bis 25 kW, oder?
Speaker1: Für die einen ist es der so längst überfällige Schritt in die Marktwirtschaft,
Speaker1: für die anderen, ich weiß nicht, wie stark wir da jetzt drauf eingehen wollen,
Speaker1: aber ich denke da an die heftigen Reaktionen von Philipp Schröder und Co.
Speaker1: Ist es so ein bisschen so ein Frontalangriff auf das Rückgrat der privaten Energiewende?
Speaker1: Wie schaust du da drauf?
Speaker1: Was sind deine Gedanken dazu?
Speaker0: Also ich glaube, in diese ganze ökonomische Debatte will ich gar nicht rein.
Speaker0: Ich bin Jurist, ich bin kein Ökonom.
Speaker0: Ich nehme wahr, dass es unterschiedliche Wahrnehmungen oder Positionen darüber
Speaker0: gibt, hinsichtlich der Kosten, dass einfach größere Anlagen kostengünstiger zu richten sind.
Speaker0: Und ich finde es durchaus berechtigt, wenn man einfach mal eine Vogelperspektive
Speaker0: einnimmt, diese Frage an dieser Stelle zumindest zu adressieren.
Speaker0: Es ist natürlich ein politisches Statement und dieses politische Statement ist auch gewollt.
Speaker0: Die Frage, die ich mir gestellt habe jetzt im Zusammenhang mit diesem Vorschlag,
Speaker0: dass für Anlagen kleiner 25 kW überhaupt gar keine Förderung mehr geben soll, ist die.
Speaker0: Also ich merke in meiner tagtäglichen Praxis, dass die ganzen Prozesse mit den Netzbetreibern,
Speaker0: auch bei größeren Anlagen, dass die unglaublich fehleranfällig sind und ganz
Speaker0: viel händische Kommunikation erfordern.
Speaker0: Also jetzt gerade nur als Beispiel, diese Woche habe ich mich mit mehreren Netzbetreibern
Speaker0: einfach nur befasst, wo es darum ging, Probleme in diesen Abstimmungsprozessen
Speaker0: zu lösen, die einfach für Mandanten hochproblematisch waren.
Speaker0: Und wenn wir jetzt sozusagen sagen, Anlagen in dem Bereich bekommen keine Förderung mehr,
Speaker0: die können sozusagen nur noch ihren Strom ohne Förderung im Rahmen der sonstigen
Speaker0: Direktvermarktung vermarkten, dann setzt das notwendigerweise voraus, dass die Prozesse,
Speaker0: weil es kommen ja dann sozusagen, wenn wir da ins Kleinanlagensegment reingehen,
Speaker0: dann notwendigerweise wird die Anzahl der Anlagen, die dann durch solche Prozesse
Speaker0: durchgehen müssen, wird zunehmen.
Speaker0: Ich habe da sehr, sehr große Bedenken, ob da die Netzbetreiber irgendwie da
Speaker0: schon entsprechend aufgestellt sind und ob solche Business Cases wirklich skalieren können,
Speaker0: weil es einfach die Prozesse auf Seiten der Netzbetreiber da noch fehlen.
Speaker0: Und da stelle ich mir schon die Frage, ob das, und das ist ja meines Erachtens
Speaker0: nach meiner Wahrnehmung auch eine Forderung aus der Branche, ob man sagt, ja okay,
Speaker0: Abschmelzen der Förderung, ja, aber das muss synchronisiert sein mit einer Vereinfachung
Speaker0: bei den Netzbetreiberprozessen einerseits und synchronisiert werden mit dem Smart-Mieterausbau.
Speaker0: Also da sehe ich durchaus einen Punkt, wo der meines Erachtens sehr berechtigt ist.
Speaker0: Eine spannende Frage, die sich für mich eigentlich, und das ist auch keine juristische
Speaker0: Frage, das ist eine letztendlich betriebswirtschaftliche Frage.
Speaker0: Ob eigentlich der Business Case für kleine dezentrale Anlagen,
Speaker0: die ohne Förderung über eine Virtual Power Plant, also die gebündelt und dann
Speaker0: von einem Vermarkter gebündelt vermarktet werden,
Speaker0: gegebenenfalls auch mit einem Speicher, ob das sich nicht auch ohne Marktprämie rechnet.
Speaker0: Also ich glaube, du hattest irgendwann auch Christian Kudoba von,
Speaker0: wenn ich mich richtig erinnere, von Luminazza mal da, der betont,
Speaker0: dass sie da ein Produkt im Portfolio haben, wo sie sicherstellen können,
Speaker0: dass sozusagen im Rahmen der Vermarktung ohne EEG-Förderung der Kunde am Ende
Speaker0: mindestens gleichwertig bei rumkommt.
Speaker0: Und deswegen bin ich mir da ehrlich gesagt auch nicht so sicher,
Speaker0: ob es wirklich so ist, dass nur weil man jetzt die Markt- bzw.
Speaker0: Die Einspeisevergütung für Anlagen kleiner 25 kW vollständig streicht,
Speaker0: dass damit das einhergeht oder dass das zwangsläufig bedeutet,
Speaker0: dass dieses Marktsegment deshalb trockengelegt wird.
Speaker0: Also ich glaube, das wird die Zukunft noch zeigen.
Speaker0: Ich habe da auf jeden Fall als beobachtende Person durchaus meine Fragen und
Speaker0: sehe das nicht unbedingt als zwangsläufig.
Speaker0: Wir haben ja auch zum Beispiel das Thema Energy Sharing.
Speaker0: Gut, Energy Sharing steckt noch in den Kinderschuhen.
Speaker0: Aber möglicherweise gibt es da sozusagen auch ganz andere Möglichkeiten,
Speaker0: dann zukünftig den überschüssigen Strom aus Kleinanladen dann lokal zu vermarkten. Also ich glaube.
Speaker0: Die Diskussion, die ist berechtigt und ich glaube, die muss geführt werden.
Speaker0: Und ich glaube aber nicht, dass es notwendigerweise, und würde da aber gerne
Speaker0: noch auch weiterhin lernen, ich glaube nicht, dass es notwendigerweise irgendwie
Speaker0: das Ende dieses Marktsegments bedeutet.
Speaker0: Aber da bin ich auch die falsche Person als Jurist. Das ist eine juristische Frage.
Speaker1: Nee, aber also ich fand es schon auffällig, wie hitzig da diskutiert wurde.
Speaker1: Und wo auf der einen Seite, so reden wir uns die Köpfe heiß,
Speaker1: wenn es um die Streichung von Förderung geht, aber natürlich auch von Unternehmen,
Speaker1: die davon profitieren und so.
Speaker1: Und dann gibt es aber an anderer Stelle Themen, bei denen eigentlich,
Speaker1: so meiner Wahrnehmung nach, mehr Einigkeit herrscht, also dass die die Energiewende
Speaker1: eigentlich ganz gut beschleunigen könnten. Aber die fliegen dann eher unter dem Radar.
Speaker1: Meine Überleitung zum Thema Netzanschlusspaket, da finden sich ja auch Dinge
Speaker1: wie Digitalisierung der Prozesse oder die unverbindliche Netzvoranfrage und so, ne?
Speaker0: Absolut. Also ist ja auch einer dieser Leaks gewesen.
Speaker0: Allein die Tatsache, dass wir jetzt in kürzester Zeit über zwei Leaks diskutieren,
Speaker0: das zeigt ja gerade, wo wir kommunikativ, dass es gerade kein großes Miteinander
Speaker0: ist, sondern ein Gegeneinander.
Speaker0: Das ist meines Erachtens absolut kein gutes Zeichen.
Speaker1: Sorry, dass ich da reingrenge. Aber ich habe heute Morgen, glaube ich,
Speaker1: ein Spiegelartikel gelesen, dass auch einige Leute E-Mails durchsucht bekommen
Speaker1: haben im Ministerium und so, weil die versuchen wollen zu finden, wo die Leaks herkommen.
Speaker0: Also ich glaube, wer von seiner Dienstadresse einen Gesetzentwurf,
Speaker0: der in einer hohen Vertraulichkeitsstufe ist, also ich glaube, das wird keiner machen.
Speaker0: Aber das Signal in die eigene Belegschaft hinein, das ist natürlich fatal.
Speaker0: Aber das zeigt, dass da natürlich zwischen Hausleitung, nach meiner Wahrnehmung,
Speaker0: zwischen Hausleitung und der Arbeitsebene, dass es da durchaus knirscht.
Speaker1: Siehst du auch daran, sorry, es ist einfach so aktuell, dass da auch einfach
Speaker1: Abgänge gibt und Kündigungen und vakante Stellen und so, so in der Leitungsabteilung
Speaker1: vom Wirtschaftsministerium,
Speaker1: schreibt der Spiegel zumindest, gibt es erneut mehrere Wechsel und könnt ihr
Speaker1: vielleicht auch am Führungsstil oder so liegen, wer weiß, aber gut.
Speaker0: Kann ich nicht teilen, steck ich nicht drin. Ja.
Speaker0: Aber du hast ja, also ich glaube auch da, die Reaktion war jetzt hier,
Speaker0: die erste Reaktion war absolut mit Schaum vor dem Mund und vernichtend.
Speaker0: Auch da muss man, glaube ich, wirklich vielleicht einen Schritt zurück machen.
Speaker0: Das, was du gerade erwähnt hast, unverbindliche Netzvoranfrage,
Speaker0: die Digitalisierung des Netzanschlussprozesses, da sind viele,
Speaker0: viele Themen drin, die steckten schon in dem Netzanschlusspaket.
Speaker0: Es gab schon mal ein Netzpaket der Ampelregierung aus dem Jahr 2024,
Speaker0: was dann damals, als im November 2024 die Ampel geplatzt ist,
Speaker0: dann der Diskontinuität zum Opfer gefallen ist und was dann nicht mehr weiterverfolgt wurde.
Speaker0: Aber ganz viele Punkte, die jetzt in diesem gelegten Netzanschlusspaket drin
Speaker0: sind, die waren auch damals schon drin.
Speaker0: Die waren auch damals schon drin und damals wurde es sozusagen als etwas Positives
Speaker0: wahrgenommen und jetzt ist es sozusagen negativ.
Speaker0: Aber ich glaube, bei den Reaktionen auf den Leak, da standen jetzt diese Themen
Speaker0: auch nicht im Vordergrund.
Speaker0: Aber ich glaube, um das sozusagen ein bisschen zu differenzieren,
Speaker0: muss man das schon auch irgendwie noch beifügen.
Speaker0: Also da steckt schon, das wird wahrscheinlich die Ministerin nicht hören wollen,
Speaker0: Aber da steckt schon noch ein bisschen Habeck drin an dieser Stelle.
Speaker0: Und wenn man vielleicht mal weitergeht, da sind auch durchaus...
Speaker0: Themen drin, die man vielleicht auch positiv bewerten kann.
Speaker0: Ein Thema zum Beispiel im Bereich der Co-Location von Speichern mit erneuerbaren Anlagen.
Speaker0: Da steht, wird vorgeschlagen, eine Regelung, dass beim Zubau eines Grünstromspeichers,
Speaker0: also eines Speichers, der nur Strom aus erneuerbaren Energien zwischenspeichert.
Speaker0: Der, weil er ja keinen Strom aus dem Netz beziehen kann und dementsprechend
Speaker0: auch keinen Netzanschlussvertrag braucht,
Speaker0: der sozusagen eine Netzanschlussleistung, eine Erhöhung der Netzanschlussleistung
Speaker0: voraussetzt, dass in solchen Situationen der Netzbetreiber einem solchen Begehren nicht ablehnen kann.
Speaker0: Hintergrund ist der, dass immer wieder sozusagen beim Zubau von Grünstromspeicher
Speaker0: auch Entwickler auch hier auf Probleme stoßen, dass der Netzbetreiber sich da in den Weg stellt.
Speaker0: Und da bringt jetzt an dieser Stelle, soll das Netzanschlusspaket zumindest
Speaker0: die Idee, eine Regelung bringen, die eben wirklich da einen Anspruch schafft,
Speaker0: dass dann der Netzbetreiber auch dementsprechend da den Netzanschluss für so
Speaker0: einen Grünspromspeicher gewähren muss.
Speaker0: Da reibt man sich als Energiejurist so ein bisschen verwundert die Augen,
Speaker0: weil im Grundsatz ist das eigentlich etwas, was meines Erachtens selbstverständlich sein sollte.
Speaker0: Es wird hier sozusagen etwas als eine Verbesserung dargestellt,
Speaker0: was sich meines Erachtens eigentlich schon aus der bisherigen Rechtslage so gab.
Speaker0: Also so ein bisschen wie wenn einem die eigenen Schuhe verkauft werden.
Speaker0: Aber immerhin, das ist was, was ich sozusagen so ein bisschen auf der Haben-Seite verbuchen würde.
Speaker0: Die ablehnenden Reaktionen, die haben natürlich ganz besonders mit zwei Instrumenten zu tun.
Speaker0: Das ist einmal das Thema mit den Einspeisebaukostenzuschüssen,
Speaker0: die in diesem Netzpaket angelegt sind, der sogenannte BKZ.
Speaker0: Da kommen wir vielleicht später nochmal drauf zurück, weil das ja auch im Zusammenhang
Speaker0: steht mit dem ganzen Agnes-Prozess. Aber vor allem, und das ist das Hauptthema,
Speaker0: das Thema Redispatch-Vorbehalt.
Speaker0: Das ist das, was hier für Aufruhr sorgt.
Speaker0: Nur ganz kurz, Redispatch-Vorbehalt, der Gedanke dahinter, ich weiß nicht,
Speaker0: ob das alle wissen, ist schlichtweg derer,
Speaker0: ein Anlagenbetreiber, der eine EE-Anlage errichten möchte in einem Gebiet,
Speaker0: wo es in einem hohen Maße zu netzengpassbedingten Abregelungen kommt,
Speaker0: Und da so die Idee nach diesem Vorschlag, der soll weiterhin die Möglichkeit
Speaker0: haben, ans Netz angeschlossen werden.
Speaker0: Also der hat einen Anspruch darauf, dass er eine flexible Netzanschlussvereinbarung bekommt.
Speaker0: Allerdings eben nur mit der Einschränkung, dass er auf jedwede Redispatch-Entschädigung,
Speaker0: also die Entschädigung, die man als Anlagenbetreiber bekommt,
Speaker0: wenn man wegen Netz-Inpass abgeregelt wird, nur wenn er auf diese Ansprüche verzichtet.
Speaker0: Und das Grundanliegen.
Speaker0: Ich glaube, da gibt es durchaus, meines Erachtens, keinen hundertprozentigen
Speaker0: Konsens, aber da gibt es schon eine gewisse Eiligkeit darin,
Speaker0: dass jetzt, wo wir in Phase 4, Phase 5, dieses Sechsphasenmodells,
Speaker0: was ich vorher erwähnt hatte, kommen.
Speaker0: Dass es vielleicht schon sinnvoll sein könnte, jetzt wo es einfach wir immer
Speaker0: mehr Richtung Systemrelevanz der Erneuerbaren kommen, dass man etwas stärker die regional steuert,
Speaker0: wo denn Anlagen zugebaut werden.
Speaker0: Bisher war sozusagen nach dem bisherigen Rechtsrahmen, war es schlichtweg so,
Speaker0: dass die Frage, wie ausgelastet das Netz ist vor Ort, dass das bei der Standortwahlentscheidung
Speaker0: schlichtweg überhaupt gar keine Rolle gespielt hat.
Speaker0: Und deswegen dieses Anliegen, da sozusagen eine gewisse regionale Steuerung
Speaker0: reinzukriegen, Das ist meines Erachtens absolut was berechtigt.
Speaker0: Die Probleme resultieren meines Erachtens aber schlichtweg daraus,
Speaker0: dass dieses Instrument des Redispatch-Vorbehalts so holzschnittartig bisher
Speaker0: konzipiert ist und so erhebliche Nachteile mit sich bringt, dass wirklich damit
Speaker0: gerechnet werden kann und muss,
Speaker0: dass das eigentlich einem erneuerbaren Ausbau Moratorium in solchen Netzgebieten,
Speaker0: die als kapazitätslimitiert ausgewiesen werden,
Speaker0: durch Netzbetreiber darstellen würde.
Speaker0: Ja, also das ist, vielleicht können wir da sozusagen noch ein bisschen im Detail reingehen.
Speaker0: Das Hauptproblem bei diesem Redispatch-Vorbehalt ist meines Erachtens,
Speaker0: Es ist für Projektierer und die dahinterstehenden Investoren schlichtweg nicht
Speaker0: quantifizierbar und nicht vorhersehbar,
Speaker0: wie erheblich dieser erzwungene Verzicht auf Lüdes-Espatch-Entschädigungen sein wird.
Speaker0: Und dementsprechend ist es schlichtweg nicht mehr investierbar.
Speaker0: Es ist sozusagen nicht mehr vorhersehbar, welche Auswirkungen das auf den Business Case haben wird.
Speaker0: Und deswegen sehe ich da die große Befürchtung, dass einfach die Investitionen
Speaker0: an solchen Standorten nicht mehr gestemmt werden können und dass es deswegen dazu kommt,
Speaker0: dass keine in solchen Regionen überhaupt nicht mehr gebaut werden kann.
Speaker0: Da wäre meines Erachtens zwingend erforderlich, dass es zumindest Transparenzanforderungen
Speaker0: gäbe, die es ermöglichen, Projektierern dann irgendwie zumindest Forecast zu erstellen,
Speaker0: anhand derer sie sozusagen die Relevanz dieses Verzichts auf die Entschädigung
Speaker0: quantifizieren können.
Speaker0: Dass es zumindest eine Perspektive geht, wie lange es denn andauert,
Speaker0: dass ein solches Gebiet als kapazitätslimitiert ausgewiesen ist,
Speaker0: damit man auch in der Zeit quantifizieren kann, wie lange man eigentlich dann
Speaker0: von diesen Entschädigungen betroffen ist.
Speaker0: Solange das nicht da ist und das ist im Status quo nicht da,
Speaker0: ist das meines Erachtens keine Fortentwicklung, keine notwendige Fortentwicklung
Speaker0: des Rahmens jetzt in Phase 5, sondern es ist ein Moratorium,
Speaker0: ein Baustopp und ein Verhindern.
Speaker0: Deswegen teile ich die negative Reaktion hier uneingeschränkt.
Speaker0: Es gibt, glaube ich, noch viele andere Punkte, wo man darauf eingehen kann.
Speaker0: Es wird die Frage sein, wie das jetzt politisch weitergehen wird.
Speaker0: Heute Morgen im Tagesspiegel-Background liest man, dass das Ganze eigentlich
Speaker0: ja geplant war, dass es noch im März ins Kabinett geht.
Speaker0: Dafür müsste eigentlich vorher auch noch die Verbändeanhörung stattfinden.
Speaker0: Die Verbände finden es ja auch nicht so wunderbar so toll, wenn man dann immer
Speaker0: nur ganz kurze Stellungnahmenfristen hat zu einem Gesetzentwurf.
Speaker0: Gut, man kann jetzt ja sagen, ja, durch den Leak hatten sie mehr Zeit,
Speaker0: sich darauf vorzubereiten. Deswegen ist das vielleicht ein Argument,
Speaker0: um zu sagen, dann reichen ein paar Tage für eine Stellungnahme.
Speaker0: Aber was man heute Morgen gelesen hat im Tagesspiegel Background ist,
Speaker0: dass dieser Kabinettstermin jetzt Ende März schlichtweg nicht mehr haltbar ist.
Speaker0: Und das zeigt, dass hier alles andere als Einigkeit in der Bundesregierung herrscht.
Speaker0: Und da kann man nur hoffen, dass da noch Gegenvorschläge entwickelt werden,
Speaker0: dass dieser Redispatch-Vorbehalt so weit ausgebaut wird, dass er eben nicht dazu führt,
Speaker0: dass damit die Energiewende vollständig zum Gegenkommt. Aber die Gefahr sehe ich durchaus, ja.
Speaker1: Also nur nochmal zur Wiederholung. Du sagst, die Netzbetreiber bekommen hier
Speaker1: quasi einen Freibrief und müssen das nur der Bnetz A anzeigen.
Speaker1: Aber dann fehlt ja quasi das Korrektiv, das sicherstellt, dass Netzbetreiber
Speaker1: die Zeit auch wirklich für Netzausbau nutzen, statt sich irgendwie auf diesem
Speaker1: Resus Bridge Vorbehalt einfach ausruhen zu können, oder?
Speaker0: Das ist genau, das ist ein ganz, also ich habe jetzt sozusagen bisher nur über
Speaker0: die Problematik hingewiesen, dass dadurch,
Speaker0: Projekte in Erneuerbare in solchen Gebieten uninvestierbar werden,
Speaker0: weil man schlichtweg nicht weiß, wie sich das auswirkt.
Speaker0: Aber das, was du gerade ansprichst, ist auch ein ganz, ganz entscheidender Punkt
Speaker0: und meines Erachtens kann das auf keinen Fall so bleiben.
Speaker0: Ja, bisher ist es so vorgesehen in diesem Gesetzentwurf, der Netzbetreiber selbst
Speaker0: hat zu entscheiden, ob er ein kapazitätslimitierter Netzbereich ist.
Speaker0: Das einzige Kriterium, was dafür aufgeworfen wird im bisherigen Vorschlag ist,
Speaker0: dass mindestens drei Prozent der in diesen Netzgebieten erzeugten Strommengen
Speaker0: aus Gründen des Redispatches, aus Gründen von Engpässen abgeregelt werden.
Speaker0: Das ist das einzige materielle Kriterium und danach ist es so,
Speaker0: die Netzbetreiber entscheiden selbst darüber.
Speaker0: Sie zeigen es der Bundesnetzagentur nur an.
Speaker0: Es gibt meines Erachtens nur sehr rudimentär irgendwie eine Überprüfung durch
Speaker0: die Bundesnetzagentur, geschweige denn eine Genehmigung, ein Genehmigungserfordernis.
Speaker0: Also dass man sozusagen als Netzbetreiber einen Antrag stellen kann,
Speaker0: dass das Gebiet als kapazitätslimitiert ausgewiesen wird und dass das sozusagen
Speaker0: auch daran geknüpft wird,
Speaker0: dass beispielsweise ein Plan vorgelegt wird, wie der Netzbetreiber es sicherstellen möchte,
Speaker0: dass er schnellstmöglich eigentlich wieder diese Ausweisung als kapazitätslimitiert
Speaker0: wieder aufheben kann. All das fehlt komplett.
Speaker0: Es gibt sozusagen dem Netzbetreiber eine sehr große Macht, das selbst zu tun.
Speaker0: Ja, es gibt in diesem Gesetzgebungsvorschlag, da gibt es einen Satz,
Speaker0: dass Netzbetreiber verpflichtet sind, solche kapazitätslimitierten Netzbereiche
Speaker0: prioritär beim Netzausbau zu berücksichtigen.
Speaker0: Das ist meines Erachtens wachsweich und das muss meines Erachtens deutlich stärker ausrechnen.
Speaker0: Ausgestaltet werden und die Ausweisung als kapazitätslimitierter Netzbereich
Speaker0: und vor allem auch die Dauer einer solchen Ausweisung daran geknüpft werden,
Speaker0: dass hier der Netzbetreiber einen ganz konkreten Plan vorlegt,
Speaker0: der zur Aufzeit, wie dieses Engpass-Thema beseitigt werden soll.
Speaker0: Also das ist jetzt nur ein Beispiel.
Speaker0: Es gibt noch viele andere Punkte.
Speaker0: Auch dieses Drei-Prozent-Kriterium meines Erachtens ist viel zu niedrig angesetzt.
Speaker0: Da könnten wir noch deutlich weitergehen.
Speaker0: Vielleicht noch mal einen Schritt zurück. Also bevor man hier jetzt anfängt
Speaker0: zu sagen, okay, wir geben den Netzbetreibern hier ein Instrument in die Hand,
Speaker0: wo sie eigentlich diskretionär entscheiden können, ob bei ihnen Energiewende
Speaker0: stattfindet oder nicht,
Speaker0: sollte man meines Erachtens sich die Frage stellen, gibt es eigentlich nicht
Speaker0: andere Instrumente, die hier geeigneter sind?
Speaker0: Und ja, es gibt, also der BDW hat hier zum Beispiel vorgeschlagen,
Speaker0: das Instrument Nutzen statt Abregeln, 13k ENBG. Vielleicht sagt das dem einen oder anderen was.
Speaker0: Das war vor etwa zwei Jahren, da hat man ein Instrument ins ENWG reingebaut,
Speaker0: das das Ziel hat, dass man, bevor man Strom abregelt, ihn lieber lokal nutzt.
Speaker0: Dieses Instrument fliegt bis heute nicht, was daran liegt, dass es einfach viel
Speaker0: zu komplex und viel zu marktfremd ausgestaltet ist.
Speaker0: Aber das wäre meines Erachtens eigentlich vorrangig, dass man erstmal vielleicht
Speaker0: diesem Thema, dass man das vielleicht praktikabler ausgestaltet,
Speaker0: bevor man hier sozusagen jetzt mit einem Redispatch-Vorbehalt eigentlich es
Speaker0: den Netzbetreibern überlässt, darüber zu entscheiden, wie die Geschwindigkeit der Energiewende ist.
Speaker0: Und es gibt ja auch schon Gegenvorschläge, also das Öko-Institut mit der Stiftung
Speaker0: Umwelt-Energierecht hat hier einen Gegenvorschlag gemacht, den findet man auch
Speaker0: im Internet, zu netzorientierten Ausschreibungen, wo man im Rahmen der Ausschreibungsverfahren,
Speaker0: je nachdem wie ausgelastet das System ist.
Speaker0: Für Solaranlagen, der Vorschlag ist auf Solaranlagen begrenzt und umfasst nicht
Speaker0: Windkraftanlagen, weil es da schon andere Steuerungsinstrumente gibt,
Speaker0: dass man damit erreichen kann, dass man über ein Malus-System,
Speaker0: also in den Ausschreibungen,
Speaker0: man erreichen kann, dass solche kapazitätslimitierten Gebiete etwas stärker
Speaker0: verschont werden, ohne dass man hier dem Netzbetreiber eigentlich ein diskretionäres
Speaker0: Recht weiß, das selber entscheiden zu können.
Speaker0: Also ich glaube, da gibt es deutlich bessere Vorschläge und ich hoffe sehr,
Speaker0: dass da noch vielleicht sich die besseren Vorschläge durchsetzen können.
Speaker0: Aber ich habe da so meine Zweifel.
Speaker1: Aber das erklärt ja so ein bisschen den massiven Widerstand.
Speaker1: Auch sozusagen diese Informationsasymmetrie zwischen einem Anlagenbetreiber
Speaker1: oder denjenigen, die da Investments betreiben und dem Netzbetreiber ist ja so hoch.
Speaker1: Und dann hat man schon irgendwie den Eindrucksministerium, wir es trotzdem irgendwie
Speaker1: durchziehen und da frage ich mich dann schon irgendwie,
Speaker1: warum ist man bereit, so ein hohes Risiko für EE-Zubau einzugehen?
Speaker1: Ist das Kalkül?
Speaker1: Also wir halten fest, Redispatch-Vorbehalt macht Projekte sehr,
Speaker1: sehr schwer kalkulierbar, fast unkalkulierbar, weil einfach niemand weiß,
Speaker1: wie oft er ohne Entschädigung abgeregelt wird.
Speaker1: Aber es gibt ja noch so ein weiteres Thema, das gerade massiv für Dissonanzen sorgt.
Speaker1: Und das ist das ganze Thema Agnes-Paket der Bundesnetzagentur.
Speaker1: Simon, du hast im Vorgespräch schon ein bisschen dazu was erzählt,
Speaker1: aber vielleicht kannst du vielleicht eine allgemeine Einführung nochmal für
Speaker1: diejenigen, die nicht wissen, was das Agnes-Paket ist,
Speaker1: geben, um besser zu verstehen, was da passiert im Sinne auch von Kapital nachhaltig
Speaker1: vergraulen und so weiter, wenn wir da tiefer reingehen.
Speaker0: Genau, sehr gerne, Ilan. Das
Speaker0: Thema Agnes, vielleicht muss man da einen kleinen Schritt zurück machen.
Speaker0: Es gab im Jahr 2021 dieses Urteil zur Unabhängigkeit der Regulierungsbehörde,
Speaker0: der Bundesnetzagentur.
Speaker0: Da hat der EuGH gesagt, das Thema Netzentgeltmethoden, das muss durch die Bundesnetzagentur
Speaker0: alleine entschieden werden. Das ist kein Thema, was politisch oder durch den
Speaker0: Verordnungsgeber geregelt werden kann.
Speaker0: Und das ist sicherlich was, was in der aktuellen Situation auch total nachvollziehbar ist.
Speaker0: Also dass eben nicht sozusagen man immer von Wahl zu Wahl denkt,
Speaker0: sondern dass man wirklich eigentlich die Sache im Blick hat.
Speaker0: Praktisch zu 100 Prozent einlösen lässt sich das selbstverständlich nicht.
Speaker0: Es gibt ja immer Wechselwirkungen dazwischen. Aber das ist die Grundidee und
Speaker0: deswegen ist die Bundesnetzagentur berufen, die ganze Netzentgeltsystematik neu aufzustellen.
Speaker0: Und das Ganze ist natürlich ein riesengroßer Prozess und ich glaube generell
Speaker0: kann man sagen, die Bundesnetzagentur macht das eigentlich auch richtig gut.
Speaker0: Also da gibt es vielfältige Stakeholder-Dialoge, es gibt Orientierungspunkte,
Speaker0: wo sie sozusagen ihre Position irgendwie darlegt.
Speaker0: Also der Prozess, das kann man einfach auch mal so sagen, das macht die Bundesnetzagentur
Speaker0: in meiner Wahrnehmung wirklich sehr ordentlich.
Speaker0: Worum geht es da? Es geht um die ganze Klaviatur der Netzentgelte,
Speaker0: es geht um Speichernetzentgelte, also Netzentgelte, die Speicherbetreiber zu zahlen haben.
Speaker0: Es soll auch um Erzeugerentgelte geben, was es bisher noch gar nicht gibt,
Speaker0: also dass auch Erzeugungsanlagen, EE-Anlagen Netzentgelte zu zahlen haben.
Speaker0: Für die Konstellation, gerade auch im Kleinbereich, wir haben ja oftmals die
Speaker0: Situation mit der Erhöhung der Eigenverbrauchsquote, spart man insoweit,
Speaker0: als dass man weniger Netzentgelte zu zahlen hat.
Speaker0: Und dadurch fallen natürlich Prosumer als Financiers deren Netzentgeltkosten weg.
Speaker0: Und es stellt sich natürlich die Frage, inwieweit das gerechtfertigt ist.
Speaker0: Auch für Sie steht ja sozusagen das Netz zur Verfügung und auch für Sie muss
Speaker0: das Netz vorgehalten werden.
Speaker0: Und ein vierter Bereich sind die Industrienetzentgelte.
Speaker0: Wir haben ja aktuell sozusagen das Bandlastprivileg, die 7000-Stunden-Regel.
Speaker0: Wir haben ein individuelles Netzentgelt für atypische Netznutzung.
Speaker0: Auch das wird bald enden. Auch dafür wird im Rahmen des Agnes-Prozesses eine
Speaker0: Nachfolgeregelung gemacht.
Speaker0: Also das sind so die Themenfelder, mit denen sich Agnes beschäftigt.
Speaker0: Worum geht es ganz allgemein?
Speaker0: Also es gibt zwei Stoßrichtungen im Rahmen von Arknas.
Speaker0: Das eine ist sozusagen die Anzahl der Schultern, die die Netzausbaukosten zu
Speaker0: tragen haben, zu vergrößern.
Speaker0: Also dass es einfach mehr Akteure gibt, die sozusagen auch den Netzausbaukosten
Speaker0: tragen und die dann entsprechend auch verursachungsgerecht diese Kosten zu verteilen.
Speaker0: Also es ist sozusagen die Finanzierungsfunktion der Netzentgelte,
Speaker0: um die großen Kosten zu finanzieren.
Speaker0: Und ein zweiter Aspekt dieses Agnes-Prozesses ist, dass man auch dynamische
Speaker0: Netzentgelte einführen möchte, also Netzentgelte mit einer Anreizfunktion.
Speaker0: Die Idee hinter dem Netzentgeld mit Anreizfunktion ist, im Status quo spielt
Speaker0: eigentlich in der Netzentgeltbepreisung der Zustand des lokalen Netzes überhaupt gar keine Rolle.
Speaker0: Es gibt da kein Preissignal über die Höhe der Netzentgelte. Und die Idee dahinter
Speaker0: ist, dass man durch Preissignale Letztverbraucher eben anreizt oder auch andere Anreize.
Speaker0: Netznutzer wie Erzeuger oder Speicherbetreiber, dass sie ihr Bezugs- oder Einspeiseverhalten
Speaker0: auch am Netz orientieren.
Speaker0: Also das sind sozusagen so die Grundfeste von Agnes.
Speaker1: Also Agnes ist ein großes Thema. Die andere Dimension davon sind ja zum Beispiel
Speaker1: dann auch die Einspeisenetzentgelte und Einspeisebaukostenzuschläge.
Speaker0: Richtig, genau. Also das ist ein Teil davon. Vielleicht nur ganz kurz zu dem
Speaker0: Thema Einspeisenetzentgelte.
Speaker0: Die Idee dahinter, die die Bundesnetzagentur eigentlich verfolgt,
Speaker0: ist, wie ich jetzt gerade schon gesagt habe, alle sollen ihren Beitrag an den
Speaker0: Netzausbaukosten leisten.
Speaker0: Und da ist es jetzt, wenn man da unbefangen rangeht, auf den ersten Blick wirkt
Speaker0: das irgendwie plausibel, dass man sagt, ja warum sollen nur Verbraucher,
Speaker0: nur die, die Strom beziehen, die Netzkosten tragen, warum sollen nicht auch
Speaker0: die Einspeise, die nutzen ja auch das Netz, warum sollen die nicht auch ihren Beitrag leisten.
Speaker0: Ich glaube, das Argument ist jetzt kein juristisches, aber ich bin davon nicht überzeugt.
Speaker0: Meines Erachtens geht das fehl, weil wenn die Erzeuger auf den von Ihnen erzeugten
Speaker0: und ins Netz eingespeisten Strom Entgelte zu zahlen haben,
Speaker0: dann erhöht es natürlich ihre Kosten, die sie haben, was sich notwendigerweise
Speaker0: auf den Preis, den sie am Markt verlangen müssen, sich auswirkt.
Speaker0: Und es ist im Endeffekt auch so, wir haben ja im Status quo,
Speaker0: zumindest die E-Anlagen, wir haben ja noch die EEG-Ausschreibung. also das Förderregime.
Speaker0: Notwendigerweise, wenn Erzeugungsentgelte anfallen, wird das zu einer Erhöhung
Speaker0: der Gebotswerte in den EEG-Ausschreibungen führen.
Speaker0: Und da kommt für mich jetzt als Jurist eigentlich ein ganz entscheidender Punkt zum Tragen.
Speaker0: Die Einführung von Einspeisenetzentgelten, also ich sehe da auf jeden Fall erhebliche
Speaker0: finanzverfassungsrechtliche Bedenken in diesem Zusammenhang.
Speaker0: Vielleicht nur ganz kurz an diesem Punkt.
Speaker0: Wenn Erzeuger, also ein Betreiber einer EE-Anlage, Einspeisenetzentgelte zu
Speaker0: zahlen hat, dann wird er das notwendigerweise bei seiner Geburtsabgabe im Rahmen
Speaker0: der Ausschreibung einpreisen.
Speaker0: Das heißt, Einspeisenetzentgelte, davon ist meines Erachtens auszugehen,
Speaker0: wird dazu führen, dass die Geburtswerte insgesamt höher sein werden.
Speaker0: Das bedeutet auch, dass natürlich die Förderkosten für Erneuerbare steigen werden und damit ist für mich,
Speaker0: komme ich eigentlich zu dem Ergebnis, dass Erzeuger Entgelte,
Speaker0: Einspeiseentgelte zu einer mittelbaren Finanzierung des Netzausbaus vermittelt
Speaker0: über das EEG-Konto aus dem Haushalt führen.
Speaker0: Das kann man machen, meines Erachtens. Die Frage, die ich mir aber sozusagen
Speaker0: als Jurist stelle, ist das etwas, was die Bundesnetzagentur im Rahmen ihrer
Speaker0: Unabhängigkeit machen kann oder ist das nicht eigentlich etwas,
Speaker0: was durch den Gesetzgeber zu entscheiden sein müsste?
Speaker0: Also wir haben ja erst kürzlich die Situation gehabt, dass die Bundesregierung
Speaker0: oder der Bundestag sich entschieden hat, 6,5 Milliarden in die Übertragungsnetzentgelte reinzustecken.
Speaker0: Das kann man falsch oder richtig finden. Aber Fakt ist, dass es durch den deutschen
Speaker0: Gesetzgeber gemacht hat und der hat ja auch sozusagen die Haushaltshoheit.
Speaker0: Also ich sehe da irgendwie ein Problem, wenn die Bundesnetzagentur jetzt hier
Speaker0: durch die Hintertür hier eigentlich
Speaker0: Steuermittel qua Methoden der Entgeltregulierung langfristig bindet.
Speaker0: Und da stellt sich für einen Energiejuristen schon die Frage,
Speaker0: wo eigentlich sozusagen die Unabhängigkeit auch endet und wie weit sie überhaupt reicht.
Speaker0: Also sie ist meines Erachtens auf keinen Fall ein Freibrief,
Speaker0: dass die Bundesnetzagentur hier über Steuermittel disponieren kann.
Speaker0: Da merkt man sozusagen, die Grundidee der Unabhängigkeit ist eigentlich eine
Speaker0: sehr, sehr gute, aber in der praktischen Umsetzung ist sie natürlich dann oftmals
Speaker0: echt problematisch. Also deswegen von Einspeiseentgelten bin ich aus einer rechtlichen
Speaker0: Perspektive nicht überzeugt.
Speaker0: Mal schauen, was kommt. Das gleiche auch zum Beispiel bei dem Einspeise-BKZ.
Speaker0: Vielleicht nur ein Wort dazu.
Speaker0: Darüber kann man sicherlich diskutieren.
Speaker0: Wir haben jetzt gerade über den Redispatch-Vorbehalt gesprochen.
Speaker0: Der Redispatch-Vorbehalt soll ja sozusagen gerade dazu führen,
Speaker0: dass in Gebieten, wo Kapazitätsengpässe sind, keine neuen Anlagen errichtet werden.
Speaker0: Ein Einspeise-BKZ, der regional differenziert ist, hat ja ein ähnliches Ziel,
Speaker0: also sozusagen den Anlagenzubau dorthin zu lenken, wo im Netz noch Platz ist.
Speaker0: Und da frage ich mich manchmal, es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Vorschlägen,
Speaker0: von verschiedenen Akteuren, wo man oftmals den Eindruck bekommt,
Speaker0: dass die nicht wirklich gut an der Aufeinander abgestimmt sind,
Speaker0: möglicherweise sich in ihrer Wirkung überlagern oder sich sogar widersprechen.
Speaker0: Also da ist hoffentlich noch nicht das letzte Wort gesprochen.
Speaker0: Aber man muss sicherlich damit rechnen, dass Einspeise-Netzentgelte kommen werden.
Speaker1: Ja, genau. Der manche einer nennt das ja so die Kakophonie der Instrumente.
Speaker1: Wir haben Redispatch-Vorbehalt, wir haben Netzanschlusspaket und über allem
Speaker1: schwebt dann jetzt auch Agnes.
Speaker0: Wir haben sogar noch FCA's, wo der Netzbetreiber selber sozusagen da noch irgendwie
Speaker0: in diese Richtung irgendwie.
Speaker0: Also das Wort Kakophonie trifft es meines Erachtens wirklich sehr, sehr gut.
Speaker1: Ja, und Agnes klingt ja erstmal wie ein harmloser Vorname, ist aber insgesamt
Speaker1: dann doch irgendwie ein gewaltiges Paket an ...
Speaker1: Neuen Regeln für alles Mögliche. Genau, wie verhält es sich denn mit diesen
Speaker1: Speichernetzentgelten dann in diesem Ganzen?
Speaker0: Auch bei den Speichernetzentgelten muss ich vielleicht nochmal ganz kurz etwas ausholen.
Speaker0: Also grundsätzlich bei den Speichernetzentgelten ist es die gleiche Intention,
Speaker0: die ich eingangs geschildert habe.
Speaker0: Es soll einerseits sozusagen auch ein Finanzierungsbeitrag von Speicherbetreibern
Speaker0: geleistet werden für den Netzausbau
Speaker0: und andererseits soll sozusagen eine Anreizfunktion geschaffen werden,
Speaker0: also die dynamischen Netzentgelte, damit die Speicherbetreiber,
Speaker0: was im Status quo bisher nicht der Fall ist, bei ihrer Vermarktungsstrategie
Speaker0: auch das lokale Netz mit berücksichtigen können.
Speaker0: Das sehe ich, also zweiteres, die dynamischen Netze entgelten,
Speaker0: sehe ich absolut positiv.
Speaker0: Und so wie ich das wahrnehme in der Branche, gibt es da eigentlich auch keine großen Widerstände.
Speaker0: Zumal die Einführung von solchen dynamischen Netzen gelten auch sozusagen diesen
Speaker0: Vorwurf, dass Speicher netzbelastend sind, meines Erachtens doch sehr weitreichend
Speaker0: aus der Welt schaffen kann. Meines Erachtens sind Speicher netzbelastend.
Speaker0: Das ist grundsätzlich eigentlich nicht netzbelastend, aber sie können das in
Speaker0: gewissen Situationen sein.
Speaker0: Also insoweit ist das schon auch sinnvoll, dass sich die Bundesnetzagentur mit
Speaker0: diesem Thema beschäftigt.
Speaker0: Aber was gerade wirklich sozusagen eigentlich im Kern der Debatte um die Einführung
Speaker0: von Speichernetzentgelte,
Speaker0: wenn es um die Einführung der Speichernetzentgelte geht, dann geht es eigentlich
Speaker0: um den Finanzierungsbeitrag, also die Netzentgelte mit Finanzierungsfunktion,
Speaker0: den auch Speicherbetreiber leisten sollen.
Speaker0: Und da müssen wir jetzt wirklich nochmal einen Schritt zurückgehen.
Speaker0: Also im Status quo ist es folgendermaßen.
Speaker0: Speicher sind, wenn Sie bis zu einem gewissen Datum, das ist der August 2029,
Speaker0: in Betrieb gehen, dann sind Sie für 20 Jahre von den Netzentgelten befreit.
Speaker0: Das ist sozusagen 118 Absatz 6. Das ist eine Regelung, die wahrscheinlich auch
Speaker0: in erheblichem Maße dazu beigetragen hat, dass es so einen Speicherboom in den
Speaker0: letzten Monaten und Jahren jetzt gegeben hat.
Speaker0: Man muss dazu sagen, die Bundesnetzagentur hat, weil sie ja unabhängig ist und
Speaker0: weil sie sozusagen darüber eigentlich zu befinden hat,
Speaker0: hat im Dezember 2023 eine Regelung bekommen, die in diesen 118 Absatz 6 eingeführt
Speaker0: worden ist, wo drin steht, dass die Bundesnetzagentur den zeitlichen Anwendungsbereich
Speaker0: dieser Netzentgeltbefreiung anpassen kann.
Speaker0: Also es war damit zu rechnen, und es ist damit zu rechnen,
Speaker0: dass der Zeitpunkt, den man mit der Inbetriebnahme des Speichers erreichen muss,
Speaker0: um 20 Jahre Netzentgelt befreit sein, dass das nicht August 2029 sein wird,
Speaker0: sondern möglicherweise schon früher.
Speaker0: Ja, also Agnes soll nach den aktuellen Planungen Anfang 2029 in Kraft treten.
Speaker0: Insoweit war damit zu rechnen, dass dann, wenn man dann erst danach in Betrieb
Speaker0: geht, dass man dann nicht mehr von dieser 20-jährigen Netzentgeltbefreiung profitieren
Speaker0: kann. Die Sache ist jetzt die.
Speaker0: Und Projektierer, die haben darauf vertraut, dass diese Netzentgeltbefreiung,
Speaker0: wenn man es schafft, bis zu dem maßgeblichen Stichtag in Betrieb zu gehen,
Speaker0: dass dann 20 Jahre auch keine Netzentgelte gezahlt werden müssen.
Speaker0: Es sind zahlreiche Investitionsentscheidungen getroffen worden für bereits in
Speaker0: Betrieb befindliche Speicher, aber auch für Speicher, die noch nicht in Betrieb
Speaker0: sind, aber gerade im Bau sind, wo auch schon längst die Investitionsentscheidung getroffen worden ist.
Speaker0: Und in all diesen Fällen war eigentlich die Grundlage für die Investitionsentscheidung,
Speaker0: wenn wir es schaffen, vor diesem Datum.
Speaker0: Sei es jetzt Anfang 2029 oder August 2029, wenn wir es schaffen,
Speaker0: die Inbetriebnahme zu erreichen, dann können wir damit rechnen,
Speaker0: dass wir dann 20 Jahre lang von den Netzingelten befreit sind.
Speaker0: Und jetzt kommt Agnes, jetzt kommt die Bundesnetzagentur, die hat jetzt Mitte
Speaker0: Januar ein Orientierungspapier veröffentlicht, wo sie zumindest in den Raum stellt,
Speaker0: dass sie mit dem Gedanken liebäugelt, die neue Speichernetzentgeltstruktur für
Speaker0: alle Batteriespeicher anzuwenden.
Speaker0: Und für alle Batteriespeicher anzuwenden bedeutet auch für diejenigen,
Speaker0: die schon vor diesem maßgeblichen Stichtag der aktuell noch geltenden Netzentgeltbefreiung
Speaker0: in Betrieb gehen, dass es auch für die gilt.
Speaker0: Also rein faktisch bedeutet das, die Netzentgeltbefreiung, mit der kalkuliert
Speaker0: worden ist bei der Investitionsentscheidung, dass diese Netzentgeltbefreiung beendet wird.
Speaker0: So und das ist nach meinem dafürhalten und da stehe ich bei weitem nicht alleine
Speaker0: da und auch die die ganze speicherbranche das ist.
Speaker0: Das ist auf jeden Fall erheblich und das führt dazu, dass bereits getroffene
Speaker0: Investitionsentscheidung nachträglich eingegriffen wird.
Speaker0: Jetzt kann man das so ein bisschen von verschiedenen Perspektiven an betrachten.
Speaker0: Die Speicherbranche oder die E-Branche, die spricht davon, dass momentan 16
Speaker0: Gigawatt an Projekten in der Pipeline sind,
Speaker0: bei denen zeitnah Investitionsentscheidungen getroffen werden sollen und die
Speaker0: eigentlich bisher davon ausgegangen sind, dass sie keine Netzentgelte zu zahlen haben.
Speaker0: Da steht momentan akut im Raum, wenn die nicht wissen, ob sie Netzentgelte zu
Speaker0: zahlen haben und in welcher Höhe, weil das Problem ist im Rahmen von Agnes,
Speaker0: zum jetzigen Zeitpunkt steht das noch gar nicht fest, in welchem Umfang sie
Speaker0: dann Netzentgelte zu zahlen haben,
Speaker0: dass solche Investitionsentscheidungen nicht mehr getroffen werden können.
Speaker0: Die sind vielleicht nicht unwiederbringlich dann verloren, diese Projekte,
Speaker0: sondern werden nur rausgezögert.
Speaker0: Aber allein die Tatsache, die die Bundesnetzagentur ankündigt,
Speaker0: dass das zukünftig auch für solche Projekte gelten könnte, führt dazu,
Speaker0: dass hier eine erhebliche Speicherlücke entstehen könnte.
Speaker0: Für jemanden, der irgendwie eher auf Gaskraftwerke steht, ist das vielleicht
Speaker0: jetzt nicht so ein Riesenproblem.
Speaker0: Aber mein Eindruck ist, die Bundesnetzagentur geht da wirklich davon aus.
Speaker0: Dass die Business Cases von den Speichern wirklich noch genug Fett auf den Rippen
Speaker0: haben und dass sie das schon verkraften werden.
Speaker0: Da bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher, ob das wirklich der Fall ist.
Speaker0: Man darf ja auch nicht vergessen, dass momentan gerade von ganz verschiedenen
Speaker0: Seiten der Business Case von Batteriespeichern erhebliche Einschränkte erfährt.
Speaker0: Wir haben FCAs, also flexible Netzanschlussvereinbarungen, wo erhebliche Restriktionen drin sind.
Speaker0: Es ist mittlerweile so, dass die notwendige Zustimmung zur Teilnahme an den
Speaker0: Regelenergiemärkten mit Speichern, dass die oft mittlerweile nur noch sehr,
Speaker0: sehr, sehr restriktiv von den Verteilnetzbetreibern erteilt werden.
Speaker0: Das sind alles Punkte, die sozusagen Einschnitte in den Business Case machen.
Speaker0: Und deswegen ist mein Eindruck, die Bundesnetzagentur ist, dass die Bundesnetzagentur.
Speaker0: Und offensichtlich, dass der Business Case deutlich besser ist,
Speaker0: als er es in Wirklichkeit ist.
Speaker0: Und das, ja, möglicherweise liegt auch ein bisschen der Gedanke dahinter,
Speaker0: naja, wir haben so eine riesen Pipeline, wir haben so einen riesen Batteriespeicher-Tsunami
Speaker0: und wenn ein paar Projekte nicht realisiert werden, so schlimm ist das auch nicht.
Speaker0: Da bin ich mir nicht so sicher, ob das wirklich sozusagen sinnvoll ist.
Speaker0: Aber das ganz Entscheidende ist eigentlich meines Erachtens,
Speaker0: dass es ein extrem, dass es ein fatales Signal an Investoren ist.
Speaker0: Also man muss meines Erachtens da berücksichtigen, Deutschland,
Speaker0: wir sind ein Land, was sich dadurch auszeichnet, dass wir hohe Rechtssicherheit
Speaker0: haben, dass wir hohe Investitionssicherheit haben und das ist natürlich die
Speaker0: Grundvoraussetzung dafür,
Speaker0: dass internationale Investoren in Deutschland Investitionen tätigen.
Speaker0: Und wir sind nun mal in der Situation, dass wir riesige Investitionen in die
Speaker0: Infrastruktur in Deutschland tätigen müssen.
Speaker0: Und Speicher sind meines Erachtens auch Infrastruktur. Und da jetzt das Signal zu senden.
Speaker0: Ihr könnt auf die Rechtslage hier nicht vertrauen. Das ist meines Erachtens ein fatales Signal.
Speaker0: Deswegen ganz egal, ob man jetzt Gaskraftwerke besser als Speicher findet oder
Speaker0: man sagt, naja, dann gehen halt ein paar Projekte über den Jordan.
Speaker0: Das ist ein Zeichen, das hier an Investoren gesendet wird, was meines Erachtens
Speaker0: deutlich über den Speicherbereich hinausgeht und was ein fatales Zeichen ist
Speaker0: und für den Investitionsstandort Deutschland absolut schädlich ist.
Speaker0: Vielleicht noch ein letzter Punkt beim EEG. Das EEG ist ja auch,
Speaker0: über die letzten 20 Jahre ist es gewachsen, das ist irgendwie immer wieder nachjustiert
Speaker0: worden, aber ein ganz fester Grundsatz war immer,
Speaker0: dass man sozusagen den Vertrauensschutz, dass man den gewährleistet,
Speaker0: was sich dann rechtstechnisch äußert darin, dass man ganz viele Übergangsbestimmungen
Speaker0: im EEG hat, aber der Grundsatz wurde im EEG immer durchgehalten.
Speaker0: Ein Investor, der eine Investitionsentscheidung in eine Anlage getroffen hat,
Speaker0: es wird nicht rückwirkend eingegriffen in die investiven Grundlagen.
Speaker0: Und das hat man meines Erachtens auch zu Recht gemacht.
Speaker0: Und hier jetzt bei Agnes, bei den Speichernetzentgelten, überlegt zumindest
Speaker0: die Bundesnetzagentur, das anders zu machen.
Speaker0: Ich hoffe, dass sie sich dann noch eines Besseren belehren wird,
Speaker0: aber das wird man sehen müssen.
Speaker1: Das ist doch ein marktwirtschaftlicher, demokratischer Grundsatz,
Speaker1: den man da nicht über den Haufen werfen sollte.
Speaker0: Es ist ein, ja, es ist ein marktwirtschaftlicher Grundsatz, wenn man Investoren anlocken möchte.
Speaker0: Es ist meines Erachtens aber auch ein verfassungsrechtlicher Grundsatz.
Speaker0: Ob das Ganze halten wird vor Gericht, wenn es wirklich so eingeführt wird,
Speaker0: da habe ich starke Zweifel.
Speaker0: Meines Erachtens ist das Risiko, dass das Ganze endet wie die Pkw-Maut von Andreas
Speaker0: Scheuer oder auch der Atomausstieg 2011,
Speaker0: der ja auch in milliardenhohen Entschädigungszahlungen dann geendet ist,
Speaker0: da bin ich mir nicht so sicher.
Speaker0: Also deswegen ist es meines Erachtens zumindest überlegenswert,
Speaker0: dass man davon wieder Abstand nimmt, zumal, so wie ich das höre,
Speaker0: eigentlich die Einnahmenverbesserung, die man dadurch erzielen könnte,
Speaker0: jetzt nicht unbedingt im Verhältnis steht zu dem Risiko, was man damit eingehen wird.
Speaker0: Also deswegen, meine persönliche Hoffnung ist, dass sich die Bundesnetzagentur
Speaker0: da hier vielleicht noch etwas differenzierter äußert, dass sie möglicherweise nur sagt, okay,
Speaker0: für Bestandsspeicher werden nur die dynamischen Netzentgelte angewandt,
Speaker0: aber sozusagen in die Investitionsgrundlagen rückwirkend einzugreifen,
Speaker0: das ist ein No-Go, was nachhaltig den Investitionsstandort Deutschland benachteiligen würde.
Speaker1: Okay, dann würde ich fast sagen, sind wir am Ende von einer jetzt schon sehr
Speaker1: intensiven, vollgepackten Stunde hier in der Energiezone.
Speaker1: Ich habe jedenfalls jede Menge gelernt. Energiewende ist gereift und sie ist anstrengend.
Speaker1: Da wird sich auch mal hitzig ausgetauscht, ist laut und fordert von uns allen,
Speaker1: dass wir vielleicht so liebgewonnene Instrumente aus den frühen Tagen des EEG
Speaker1: und so weiter hinterfragen.
Speaker1: Aber wir haben auch gesehen, wie gefährlich es sein kann, wenn,
Speaker1: ich sage mal, der politische Pragmatismus den Vertrauensschutz und die rechtliche
Speaker1: Stabilität opfert. Simon, ganz, ganz großes Dankeschön an dich.
Speaker1: Es ist genau diese Art von Fachwissen fundierter Tiefe, die Podcasts einfach besser machen.
Speaker1: Und du hast die Gabe hier, dich durch die Paragrafen und auch durch die politischen
Speaker1: Gesetzgebungsverfahren und so weiter den Überblick zu behalten,
Speaker1: dass am Ende klar wird, was das für den Business Case und für Deutschland als
Speaker1: Investitionsstartort bedeutet. Herzlichen Dank für die Einordnung.
Speaker0: Ganz herzlichen Dank, Ilan. Und vielleicht machen wir dann eine Fortsetzung
Speaker0: irgendwo in sechs Monaten. Da wird sich sicherlich...
Speaker1: Ja, genau. Könnte eine Routine werden. An alle da draußen,
Speaker1: wenn ihr Fragen zu den heutigen Themen habt, sei es zu Speicherentgelten oder
Speaker1: der Zukunft von Kleinanlagen, schreibt mir gerne direkt auf LinkedIn oder über
Speaker1: unsere Webseite www.energiezone.org.
Speaker1: Ich kann gerne auch weiterleiten an Simon bei den Themen, wo es relevant ist.
Speaker1: Wir wissen, dass diese Themen für viele von unseren Kunden bei ONU für viel
Speaker1: Diskussionsstoff sorgen.
Speaker1: Und genau, wenn euch diese Folge gefallen hat, geholfen hat,
Speaker1: da so ein bisschen Licht ins regulatorische Dunkel zu bringen,
Speaker1: dann teilt sie auch gerne mit euren Kollegen.
Speaker1: Bewertet uns auf den gängigen Plattformen.
Speaker1: Wir hören uns in der nächsten Folge wieder, wenn wir den nächsten Stein der
Speaker1: Energiewende umdrehen. Bis zum nächsten Mal.
Speaker1: Bleibt unter Spannung. Macht's gut. Ciao, ciao.