E#109 Enpal die 2te: Mit AI-Agenten und Flexibilität gegen deutsche Bürokratie

Shownotes

In dieser Episode des Energiezone-Podcasts habe ich mit Benjamin Merle, dem CPO von Enpal, gesprochen. Enpal ist ein führendes Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien und hat sich auf die Bereitstellung von PV-Anlagen, Wärmepumpen und virtuellen Kraftwerken spezialisiert. Diese Folge baut auf unserem letzten Gespräch vor einem Jahr auf, als wir über die Entwicklungen im Energiesektor und insbesondere über die Rolle von Enpal in der Energiewende diskutiert haben.

Benjamin hat die wichtigsten Herausforderungen erläutert, vor denen der MPV-Markt aktuell steht. Dabei haben wir die Unterschiede zwischen dezentraler und zentraler Energieerzeugung beleuchtet. Besonders spannend war, wie Enpal mit dem virtuellen Kraftwerk Enpal One Innovationen zur Netzstabilität vorantreibt und welche Rolle Wärmepumpen dabei spielen. Es war auch interessant zu hören, wie sich die Produktstrategie von Enpal entwickelt hat und welche neuen Ansätze es gibt, um die Kunden besser zu bedienen und gleichzeitig den Übergang zu mehr erneuerbaren Energien zu unterstützen.

Ein zentrales Thema war der Einsatz intelligenter Messsysteme und deren langsamer Rollout in Deutschland. Benjamin thematisierte, wie wichtig eine Digitalisierung für das Energiesystem ist und wie hier potenzielles Flexibilitätspotenzial effektiv genutzt werden kann. Wir diskutierten auch, welche Maßnahmen nötig sind, um bestehende Prozesse zu optimieren und die Akzeptanz für Smart Meter zu erhöhen. Benjamin betonte, dass es an der Zeit ist, mutig für Veränderungen einzutreten, damit Deutschland nicht im internationalen Wettbewerb zurückfällt.

Wir haben uns zudem mit den Erfolgen von Enpal bei der Einführung neuer Produkte beschäftigt, insbesondere im Wärmepumpenbereich, und wie diese Innovationen zur CO2-Reduktion beitragen können. Benjamin war optimistisch, dass die Erfahrungen des Unternehmens in den letzten Jahren nun auch auf andere Märkte ausgeweitet werden können, während Enpal gleichzeitig wachstumsstark bleibt.

Die Diskussion hat auch das Spannungsfeld zwischen Innovation und Bürokratie in Deutschland beleuchtet. Benjamin merkte an, dass oft die Digitalisierung und die Verantwortlichkeiten der Netzbetreiber behindert werden, was für die Umsetzung neuer Technologien hinderlich ist. In diesem Kontext beleuchteten wir die Bedeutung eines einheitlichen europäischen Marktes und die Notwendigkeit, bestehende bürokratische Hürden abzubauen, um der Energiewende einen Schub zu geben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir in dieser Episode einen tiefen Einblick in die aktuellen Herausforderungen und Chancen im deutschen Energiemarkt erhalten haben. Benjamin hat eine klare Vision für die Zukunft von Enpal und der Energiewende präsentiert, bei der Flexibilität und Digitalisierung eine entscheidende Rolle spielen. Es war mir eine Freude, mit ihm über diese wichtigen Themen zu diskutieren, und ich freue mich auf die kommenden Entwicklungen im Jahr 2026.

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Speaker2: Moin zusammen und herzlich willkommen bei einer neuen Folge vom Energiezone-Podcast,

Speaker2: eurem Podcast für Energiestrategien und Geschäftsmodelle.

Speaker2: Es war ein bisschen ruhiger um uns die letzten Wochen und Monate.

Speaker2: Bei mir war privat sehr viel los, ich war extrem gefordert.

Speaker2: Aber jetzt sind wir zurück und 2026 startet natürlich mit dem Handelsblatt Energiegipfel

Speaker2: und einer weiteren Folge mit Benjamin Merle, dem CPO, Chief Product Officer von Enpal.

Speaker2: Wir hatten ja letztes Jahr genau vor einem Jahr schon eine Folge aufgenommen

Speaker2: und konnten da ganz gut wieder an.

Speaker2: Für alle, die ihn nicht kennen, Enpal ist eine große Firma, grünes Unicorn hier

Speaker2: aus Berlin und Benni hat einen beeindruckenden Werdegang von Oxford,

Speaker2: McKinsey bis hin zu Enpal hinter sich Und heute verantwortet er eben die Produktstrategie,

Speaker2: eines der relevantesten und, finde ich, auch spannendsten, so Energieebendeunternehmen in Europa.

Speaker2: Und in dieser Folge sprechen wir über die aktuellen Herausforderungen, MPV-Markt,

Speaker2: die Zukunft von dezentraler, vielleicht

Speaker2: auch ein bisschen versus zentraler Energieerzeugung und wie

Speaker2: N-Pile vor allem mit seinem virtuellen Kraftwerk N-Pile One die Netzstabilität

Speaker2: revolutionieren wir und verbessern wir und diskutieren wir auch über Wärmepumpen

Speaker2: und das Geschäft und was sich alles so vor allem entwickelt hat,

Speaker2: seit wir das letzte Mal gesprochen haben.

Speaker2: Genau, das wird eine coole Folge, intensive Folge mit tiefen Einblicken in die

Speaker2: deutsche Energiewende.

Speaker2: Ganz viel Spaß beim Zuhören. Auf geht's, ab geht's, let's roll it.

Speaker1: Moin Bernie! Herzlich willkommen zurück in der Energiezone.

Speaker0: Genau ein Jahr später.

Speaker1: Ja, hier begann alles. Auch auf dem Handelsblatt Energiegipfel hier in Berlin,

Speaker1: Ende Januar, Anfang 2025 und jetzt sind wir Anfang 26.

Speaker1: Das letzte Mal, ich habe gestern natürlich nochmal ganz kurz in die Folge reingehört,

Speaker1: um zu gucken, was haben wir schon besprochen, dass ich nicht zu viele Doppelfragen stelle.

Speaker1: Aber letztes Jahr war es so, da warst du vor dem Panel und jetzt bist du gerade vom Panel runter.

Speaker1: Du warst auf der großen Bühne und hast zum Thema Klima hier dich ausgetauscht

Speaker1: mit spannenden Panelisten, einmal Großindustrie.

Speaker1: Und genau, wie war es?

Speaker0: Und gut, wie immer zu kurz, also diese Panel-Diskussionen haben dann ja meistens

Speaker0: nicht genug Raum, um wirklich in die Tiefe zu gehen.

Speaker0: Aber genau, das Thema war, ist die Energiewende noch auf Kurs,

Speaker0: was ich verneint habe. Das ist eigentlich ehrlicherweise nicht so meine Art,

Speaker0: ein Negativstatement reinzugeben.

Speaker0: Ich glaube aber gerade aus unserer Brille sind wir viel zu wenig mutig und nimmt

Speaker0: auch viel zu wenig Raum ein, das ganze Thema,

Speaker0: wie schaffen wir wirklich ein durchdigitalisiertes System,

Speaker0: in dem wir überhaupt eine Chance haben,

Speaker0: dass sich die besten Technologien durchsetzen.

Speaker0: Also wie kommen wir denn überhaupt an die Flexibilitätspotenziale ran?

Speaker0: Wir sind in Deutschland immer noch bei unter 4% Smart Meter Rollout.

Speaker0: Wir haben in Deutschland weiterhin nicht nur Achtener Netzbetreiber,

Speaker0: sondern eben auch Netzbetreiber, die der Gatekeeper sind für sehr viele dahinterliegende

Speaker0: Prozesse, die man für die Flexibilitätsvermarktung braucht.

Speaker0: Und das Ganze wird auch in der neuen Bundesregierung nicht ernsthaft angegangen.

Speaker1: Und deswegen seid ihr hier mit einem Kommunikationsauftrag.

Speaker0: So ist es, ganz genau. Sehr gut.

Speaker1: Und du hast auch die Vorteile von dezentraler Flexibilität ein bisschen aufgezeigt,

Speaker1: insbesondere versus, ich sag mal, zentrale Flexibilitäten.

Speaker1: Oder da war ein großes Chemieunternehmen mit auf dem Panel, was gesagt hat,

Speaker1: Kraftwerke können wir nicht über Nacht bauen, chemische Prozesse kriegen wir

Speaker1: nicht flexibilisiert, die laufen so, CapEx, also irgendwie Kapazität ein bisschen ausgelastet.

Speaker1: Also diese Standard und ja auch zum Teil total verständliche Narrative.

Speaker1: Glaubst du, deine Nachricht wurde hier gehört? Glaubst du, es ist angekommen im Publikum oder ...

Speaker0: Ich muss sagen, ich glaube, die Nachricht wird gehört, wird aber von vielen sehr schnell abgelegt.

Speaker0: So, ach ja, genau, Entbürokratisierung, Digitalisierung, das sind einfach Worte,

Speaker0: die geistern ja durch alle Branchen seit 25 Jahren.

Speaker0: Und der Mensch ist ja auch irgendwo in seiner Natur rell bequem und gewöhnt sich auch an Reize.

Speaker0: Und das ist ein bisschen so ein Reiz, an den wir uns gewöhnt haben.

Speaker0: Ich habe eine unbequeme Matratze und irgendwann lerne ich dann doch damit zu leben.

Speaker0: Und die Hürde, die dann mal auszutauschen, mein Schlafzimmer besser, die ist dann doch hoch.

Speaker0: Und ich glaube, dieses Thema Digitalisierung, das müssen wir auch machen.

Speaker0: Das ist ein Reiz, an den haben wir uns als Gesellschaft komplett gewöhnt.

Speaker0: Und ich glaube aber, wir haben noch nicht verstanden, wenn man das jetzt mal mit einer sehr.

Speaker0: Brisanten Diskussion, so was macht eigentlich AI, ja, ein bisschen metaphysischer

Speaker0: verbindet, ich glaube, wir haben noch nicht verstanden,

Speaker0: dass die Phase, wo es um Digitalisierung geht, also ein Prozess,

Speaker0: der klassisch früher Papier war, die digitalisieren wir, die ist schon längst vorbei.

Speaker0: Die ist schon längst vorbei, den Zug haben wir schon längst.

Speaker0: Und was jetzt noch nicht digitalisiert ist, haben wir schon verpasst.

Speaker0: Das heißt, wir sollten aufhören zu arbeiten, aber der Zug ist schon vorbei.

Speaker0: Wir reden ja jetzt darüber, dass auf unserer Seite gibt es mittlerweile AI-Agenten,

Speaker0: die Netzbetreiberanmeldungen machen.

Speaker0: Und auf der anderen Seite trifft es denselben teilweise digitalisiert,

Speaker0: teilweise nicht digitalisierten Prozess, den es auch vor fünf,

Speaker0: sechs, sieben, acht Jahren gab.

Speaker0: Und wenn man jetzt auch zum Beispiel sich wieder die Kommentare aus Davos anhört,

Speaker0: letzte Woche war ja das World Economic Forum da und es wird immer wieder gesagt, die Geschwindigkeit,

Speaker0: in der wir uns auseinander bewegen werden, also ein Prozess,

Speaker0: der komplett auf AI läuft, ein Prozess, der nur ein bisschen nicht auf AI läuft,

Speaker0: diese Schere geht immer weiter auseinander.

Speaker1: Oder die Zukunft ist bereits hier ist einfach nicht so weit verbreitet

Speaker1: Und wenn AI was ist, was den Fortschritt beschleunigt, naja klar,

Speaker1: geht die Schere dann noch stärker auseinander.

Speaker1: Bei denjenigen, die sie schon nutzen, eben zum Vorteil, bei allen anderen vielleicht,

Speaker1: die reden dann immer noch über Digitalisierung.

Speaker0: Genau.

Speaker1: Wie wird es wahrscheinlich hier seit, ich weiß nicht, wie lange es den Gipfel

Speaker1: geht, ich bin zum dritten Mal hier, aber das Wort ist bestimmt schon ein paar

Speaker1: Jährchen hier gefallen.

Speaker0: Genau so ist es. Und ich glaube, wenn man es jetzt wieder konkret macht,

Speaker0: am Ende versuchen wir ja,

Speaker0: oder wir tun das auch als Teil unseres virtuellen Kraftwerks,

Speaker0: Anlagen aus dem Standard-EEG-Regime mit einer festen Einspeisevergütung rauszumelden

Speaker0: in, jetzt auf Fachdeutsch, die sonstige Direktvermarktung.

Speaker0: Mit dem Ziel, dass wir sagen, wir glauben, dass wir da mehr Geld für den Kunden

Speaker0: rausholen können und auch mehr Systemnutzen rausholen können.

Speaker0: Und diese Prozesse sind eben für Kleinstanlagen noch nicht standardisiert und

Speaker0: auch teilweise nicht gelernt, könnte man sagen, von einigen der Netzbetreiber.

Speaker0: Auch nicht alle, ich will ja auch keine Verallgemeinerung mehr haben.

Speaker0: Und da trifft man ein Ende dann auf Digitalisierungsroadmaps.

Speaker0: Also man sitzt wirklich da mit seinem Counterpart von Netz, da sagt,

Speaker0: naja, wir haben hier eine SAP Digitalisierungsroadmap, Und da steht der Prozess

Speaker0: in sechs, sieben, acht Monaten drauf.

Speaker0: Und das sind einfach Zeiträume, die sind jenseits von dem, was eigentlich heute

Speaker0: möglich sein müsste. Weil es keine komplexen Prozesse sind.

Speaker0: Und ich glaube, hier tun wir uns einfach gesamtheit als Deutschland kein Gefallen

Speaker0: und werden zunehmend abgehangen.

Speaker1: Schon mal ganz kurz in dieses Thema reingezoomt, aber eigentlich ist es,

Speaker1: ich wollte noch ganz viele andere einleitende Sätze machen. Aber wenn du dir

Speaker1: anguckst, sonstige Direktvermarktung, also ich hole jemanden da rein,

Speaker1: was ist der Benefit für einen Kunden?

Speaker1: Also ihr könnt ihn ja quantifizieren und auch gerne unter Margeneinbehalt,

Speaker1: also sozusagen ihr könnt das wahrscheinlich in Preisen, in Endkundenpreisen

Speaker1: pro Kilowattstunde ausdrücken, wie das den Kunden verbessert, oder?

Speaker0: Ja, genau. Also pro Kilowattstunde.

Speaker1: Oder welche Metrik auch immer.

Speaker0: Genau. Also am Ende, vielleicht auch nochmal für die Zuhörer, was machen wir?

Speaker0: Wir haben ursprünglich gestartet mit einem lokalen Energiemanagement-System,

Speaker0: was mittlerweile Empire One heißt.

Speaker0: Ist eine Eigenentwicklung und seit mittlerweile, ich glaube schon über zwei

Speaker0: Jahren, haben wir stark darein investiert, ein virtuelles Kraftwerk zu betreiben.

Speaker0: Das heißt, eine Orchestration Layer über diese lokalen Hems,

Speaker0: die am Ende einfach nur dann die Connectivity Layer, die Verbindung zum lokalen

Speaker0: Endgerät und lokale Rechenleistung darstellen.

Speaker0: Und diese Orchestration Layer sagt vorher, wie jedes einzelne Essay,

Speaker0: jeder einzelne Knotenpunkt sich entwickeln wird über den nächsten Tag.

Speaker0: Also wie viel Stromnachfrage da entsteht, wie viel Stromerzeugung da entsteht.

Speaker0: Macht einen Forecast, genau, aggregiert das Ganze, macht auch für das Gesamtsystem

Speaker0: daraus einen Forecast und gibt das weiter.

Speaker0: Wie gesagt, an Algo-Trader, da arbeiten wir mit Entrix zusammen,

Speaker0: wo wir auch investiert sind und handeln damit die Flexibilitäten am Energiemarkt.

Speaker0: So, jetzt ist die Frage, wie übersetzt man das in ein Kundenprodukt?

Speaker0: Das ist, glaube ich, so eine der schwierigsten Fragen, über die wir auch das

Speaker0: letzte Mal gesprochen haben.

Speaker0: Wir übersetzen das in ein Endkundenprodukt mit zwei Komponenten.

Speaker0: Wir sagen, der Kunde will günstiger Strom konsumieren.

Speaker0: Er kennt seinen Stromvertrag, wenn man dem Kunden sagt, Strom kostet 30 Cent,

Speaker0: dann kann der das ein bisschen einordnen.

Speaker0: Wir sagen, okay, bei uns kriegst du den Strom immer am günstigsten.

Speaker0: Das sind ungefähr 10 Set Abschlag, die wir dem Kunden da gerade anbieten.

Speaker0: Und wir sagen, hey Kunde, du kennst deine Einspeisevergütung,

Speaker0: die bekommst du dann nicht mehr, solange du Teil des Kraftwerks fließt,

Speaker0: dafür bekommst du eine Endballvergütung.

Speaker0: Versucht im Namen ähnlich zu sein, damit die Kunden da möglichst geringe Hürde

Speaker0: haben und bieten dann eben eine höhere Vergütung als die Einspeisevergütung.

Speaker0: Das variiert dann sehr davon, insbesondere wie groß die Speicherleistung ist,

Speaker0: die der Kunde gekauft hat.

Speaker0: Aber wir reden hier über 50 bis 100 Prozent mehr als die normale Einspeisevergütung.

Speaker1: Und dagegen müsste man die Kapitalkosten der Investition oder der Akquisition von dem Kunden rechnen.

Speaker1: Der muss sich ja den Speicher da hinstellen, dafür hat er was gezahlt und das

Speaker1: muss man irgendwie finanzieren.

Speaker0: Genau, ich glaube, es gibt zwei Blickweise. Ich glaube, der eine Blickweise

Speaker0: ist, der Kunde hätte sich sonst eine dumme Solaranlage gekauft,

Speaker0: wie ja teilweise in der Branche mittlerweile gesagt wird, und kauft jetzt eine

Speaker0: Intelligente. Was ist der Mehrwert davon?

Speaker0: Da hat er teilweise kaum Zusatzinvestitionskosten.

Speaker0: Und das andere ist natürlich, klar, die Rechnung, ich beziehe den Strom einfach

Speaker0: aus der Steckdose und mache täglich gar keine Investitionen.

Speaker0: Weil was wir halt wirklich sehr, sehr stark spüren, einen kleinen Themawechsel,

Speaker0: aber was wir sehr, sehr stark spüren, ist die Elektrifizierung der Wärme.

Speaker0: Hat wirklich Fahrt aufgenommen.

Speaker1: Cool, da gehen wir gleich in die Zahlen.

Speaker0: Genau, und das treibt dann natürlich auch wieder die Solarinvestition.

Speaker0: Ich glaube, den Punkt wollte ich nur machen. Ja, cool.

Speaker1: Vielleicht ein kleines Service-Announcement für alle, die zuhören und die letzte

Speaker1: Folge nicht gehört haben, weil wir haben ja vor einem Jahr genau aufgenommen.

Speaker1: Einige von den Begriffen, die wir jetzt verwenden, zum Beispiel N-Pi-One oder

Speaker1: N-Tricks und Flexa und was weiß ich nicht alles, die haben wir schon besprochen letztes Jahr.

Speaker1: Also wenn wir da zu schnell drüber hinweggehen, gerne mal einfach Stop drücken

Speaker1: und nach Folge 70 suchen.

Speaker1: Da war Benni nämlich auch schon drin. Und da haben wir ganz viele von diesen,

Speaker1: ich sag mal, also erstmal mit dich vorgestellt, was machst du,

Speaker1: was ist deine Rolle, CPO und so und einige von den Themen, die wir heute besprechen,

Speaker1: da versuchen wir ein bisschen tiefer reinzugehen.

Speaker1: Und wem das so schnell ist, der soll einfach noch mal zurückgucken. Zurück zum Panel.

Speaker1: Also ich finde, also ich habe nicht das ganze Panel gehört. Ich bin so bei der

Speaker1: Mitte reingekommen und es gab so die Möglichkeit, zuzustimmen oder nicht zuzustimmen

Speaker1: mit diesen Handelsblattkarten.

Speaker1: Ich glaube, orange war Zustimmung, schwarz war nicht Zustimmung.

Speaker1: Und ist die Energiewende auf Kurs? Also was ich gesehen habe,

Speaker1: die Abstimmung, es war schon auch eher nein insgesamt.

Speaker1: Die Moderation hat es gar nicht

Speaker1: so klar gesagt, aber von daher würde ich sagen, du wirst schon gehört.

Speaker1: Oder zumindest gibt es ein ähnliches Sentiment hier im Raum.

Speaker0: Das glaube ich auch. Also ich habe auch wahrgenommen, zwei Drittel der Leute

Speaker0: haben gesagt, nicht auf Kurs.

Speaker0: Ich glaube, die Meinungen, warum nicht auf Kurs, gehen schon noch weit auseinander.

Speaker0: Das sind natürlich sehr viele energieintensive Unternehmen, die ja auch lautstark

Speaker0: seit Jahren sagen, die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland ist in Gefahr.

Speaker0: Und hier meistens auch einfache Lösungen fordern, also einfach im Sinne von

Speaker0: einem einfachen Mechanismus.

Speaker0: Im Industriestrompreis wurde ja lange diskutiert. Auf dem Panel wurde auch nochmal

Speaker0: das Thema ETS abschwächen angebrochen.

Speaker0: Und ich glaube, das sind ja auch alles aus deren Sicht faire Diskussionen.

Speaker0: Es geht natürlich auch wieder nicht an den Kern des Problems.

Speaker0: Wie machen wir das Gesamtsystem günstiger und gleichzeitig sicher und nachhaltig?

Speaker1: Ja, du sprichst immer von Mut, von Mut bei der Flexibilisierung der Netze. Was können wir denn tun?

Speaker1: Also wie kriegen wir die zwei Millionen Heimspeicher, die nicht intelligent

Speaker1: fahren in den Kellern, gezwungen marktwirtschaftlich, zumindest marktwirtschaftlich,

Speaker1: dann kann man immer noch netzdienlich irgendwie sagen, zu fahren?

Speaker1: Was sind deine Vorstellungen da? Was wäre mutig? Klaus Müller war ja auch auf

Speaker1: dem Panel vor dir, also der von der BNZ A.

Speaker0: Also ich glaube, es gibt zwei, drei relativ konkrete Sachen, die man machen kann.

Speaker0: Ich glaube, das eine ist, wir sind eigentlich alle einig, wir wollen ein Smart-Interviewer.

Speaker0: So, wir stehen bei 3,8%.

Speaker0: Wir haben zehn Jahre lang es nicht hingekriegt. Teilweise, weil der Druck auf

Speaker0: die GMSBs, also die grundzuständigen Netzbetreiber, die erstmal die meisten

Speaker0: Netzstellen halten, nicht da ist.

Speaker0: Die hatten wenig Innovationsdrucks, hier was zu machen.

Speaker0: Teilweise, weil wir sehr lange gebraucht haben, dieses Produkt zu regulieren,

Speaker0: was Datensicherheit und so weiter angeht. Aber die Phase liegt ja hinter uns.

Speaker0: Wir haben ja jetzt ein Produkt.

Speaker0: Und interessanterweise wird jetzt wieder die Diskussion aufgemacht,

Speaker0: sollte nicht der wettbewerbliche Messstellenbetrieb geschwächt und der Grundzuständige gestärkt werden.

Speaker1: Wo ich mich frage,

Speaker0: Naja, Moment mal, die haben es aber zehn Jahre lang nicht hingekriegt.

Speaker0: Jetzt fangen wir an, hier zu skalieren.

Speaker0: Und ich glaube, das sollte mal Baustein eins sein. Wir sollten alles Mögliche

Speaker0: machen, das jetzt der Smart-Eater-Rollout auch nicht über Quoten,

Speaker0: sondern über marktwirtschaftliche Mechanismen.

Speaker0: Das heißt, muss ich einfach lohnen, so ein Ding einzubauen. Es muss Wettbewerb

Speaker0: geben zwischen WMSBs, also wettbewerblichen und EMSBs grundzuständigen.

Speaker1: Funktioniert ja auch in anderen Märkten, oder? Es gibt ja Beispiele in Europa,

Speaker1: wo ganz klar das marktlich organisiert ist und da einfach Profitinteressen das dann treiben.

Speaker1: Also marktwirtschaftlicher Mechanismus.

Speaker0: Wir stehen bereit, wir könnten Hunderttausende Smart Mieter im Jahr wechseln.

Speaker0: Wir bieten das jetzt auch als Service für Dritte an.

Speaker0: Kleine Werbung in eigener Sache. und ich glaube, das ist der erste Baustein.

Speaker1: Sorry, bevor du zum Zweiten kommst, ich unterbreche dich immer nur,

Speaker1: wenn ich das wirklich total für wichtig halte.

Speaker1: Ich habe schon manchmal ein bisschen meine Zweifel, ob wir wirklich uns alle

Speaker1: einig sind, dass wir das brauchen.

Speaker1: Weil vielleicht sind es auch nur so Lippenbekenntnisse.

Speaker1: Es kann ja eigentlich nicht sein, dass wir in so einem fortschrittlichen Land

Speaker1: wie Deutschland und durch industrialisierten und so Land es nicht hinkriegen,

Speaker1: einen 2-Meter-Rollout zu machen.

Speaker1: Also ich bin, du bist da vielleicht mehr in den Stakeholder-Diskussionen auch

Speaker1: drin und kennst die Player besser, aber für mich als ein bisschen Außenstehender,

Speaker1: ich frage mich schon manchmal, ist das jetzt wirklich ernst gemeint?

Speaker1: Also weil wenn wir es ernst meinen, dann kriegen wir es doch irgendwie auch hin, oder?

Speaker0: 100 Prozent. Ich glaube, es passt ganz gut zu meinem zweiten Punkt,

Speaker0: weil, was heißt eigentlich Smart Mieter Rollout?

Speaker0: Smart Mieter Rollout organisieren, wenn man jetzt mal davon ausgeht,

Speaker0: es wird ein Mechanismus geschaffen, der wirtschaftlich ist, einen Smart Mieter einzustellen.

Speaker0: Ich glaube, das ist schon Aufgabe des Staates, zumindest so,

Speaker0: wie es hier in Deutschland organisiert ist, dass da ein wirtschaftlicher Case trotzdem ist.

Speaker0: Genauso wie die Netze, Netzausbaus auch, wenn er genehmigt ist,

Speaker0: immer wirtschaftlich, weil man irgendwie eine Real Asset Base hat,

Speaker0: die dann verzinst wird und so weiter. Also es muss schon ein wirtschaftlicher Case sein.

Speaker0: Ähm, Aber was heißt dann eigentlich Smart Meter Road?

Speaker0: Smart Meter Road heißt, man muss das Thema Handwerk knacken,

Speaker0: also Elektriker koordiniert kriegen.

Speaker0: Und das Zweite ist, die große Veränderung ist, der Messstellenbetreiber,

Speaker0: in dem Fall meistens eben heute der Netzbetreiber, muss von einem Zielpunkt

Speaker0: pro Jahr auf eben die Viertelstundenwelt gehen.

Speaker0: Und das bedeutet, das alte System, was in einem IT-System XY funktioniert hat,

Speaker0: teilweise auch noch mit Hand, händischen Korrekturen, mal anrufen,

Speaker0: mal einen Zettel abschreiben, mal ein Bild schicken lassen und sowas.

Speaker0: Weil du musstest im Prinzip aus deinen Sonderfällen mal drei-,

Speaker0: viermal im Jahr einen Messpunkt senden,

Speaker0: geht jetzt in ein Viertelstundensystem, wo du noch nicht ganz im Telco-Bereich

Speaker0: bist, aber in einem Bereich bist, wo du größere Datenmengen verarbeiten,

Speaker0: korrigieren und senden musst.

Speaker0: Und dieser Digitalisierungssprung, da bin ich bei dir, das ist,

Speaker0: glaube ich, teilweise nicht.

Speaker1: Das ist leckerlich, Benni, ich finde es möglich, das kann doch nicht sein.

Speaker0: Es ist, es ist eine, es ist, das ist richtig, aber es ist eine Herausforderung,

Speaker0: die einige Netzbetreiber mit ihren IT-Dienstleistern, die Systeme haben,

Speaker0: die vor 20 Jahren gebaut wurden, nicht gut hinkriegen.

Speaker1: Also mir geht das krass auf den Keks. Ich kriege sozusagen, das will ich so, wir, keine Ahnung, äh.

Speaker1: Also ich könnte jetzt tausend technische Innovationen nennen,

Speaker1: wo wir es irgendwie hinkriegen.

Speaker1: Mehr als einen Datenpunkt pro Jahr irgendwie einzeln. Zumal,

Speaker1: es gibt ja dann auch immer noch, also das ist ja der SAP-Kunde, der Privatkunde.

Speaker1: Und dann gibt es ja auch die meisten, RLM und so. Also sozusagen, es gibt ja Prozesse.

Speaker1: Und es funktioniert vielleicht nicht für Millionen von Kunden,

Speaker1: sondern für zig Tausende.

Speaker1: Aber anyway, sorry, ich habe dich schon... Es regt mich wirklich auf.

Speaker0: Also mich regt es auch auf. so ein klassisches Beispiel, wo der Innovationsdruck fehlt.

Speaker0: Und ich glaube, wenn wir jetzt die WMSBs stärken, beziehungsweise weiterhin

Speaker0: gleich behandeln und nicht weiter rumregulieren und wenn wir,

Speaker0: wenn überhaupt noch was ändern, dann, ich sage mal, den wirtschaftlichen Anreiz

Speaker0: für den Wechsel oder die Kosten für den Wechsel reduzieren, dann werden wir

Speaker0: das auch hinkriegen in den nächsten Jahren.

Speaker1: Okay, Stichwort Matrify. Ihr habt, ich glaube, vor zwei Monaten oder sowas auf LinkedIn Announce.

Speaker1: Ich bin einmal so durchgegangen durch eure Announcements und da sagt ihr,

Speaker1: ihr habt schon 65.000 intelligente Messsysteme in der Entpall-Tochter Metrify

Speaker1: und jetzt öffnet ihr das Angebot auch für Haushalte ohne Entpall-Solar. Genau.

Speaker1: Warum? Was steht dahinter? Also weil die Wärmepumpe oder der Speicher oder so,

Speaker1: das soll auch alles mitbekommen kommen.

Speaker0: Also ich glaube, übergeordnet, ich meine, wir haben da auch letztes Mal kurz

Speaker0: z.B. gesprochen, verfolgen wir,

Speaker0: Eine Plattformisierungsstrategie, die schaut, welche Teile von dem,

Speaker0: was wir heute schon machen, können wir eigentlich als Plattform für den Markt

Speaker0: anbieten und da zum einen dem Markt helfen und zum anderen natürlich mitverdienen.

Speaker0: Das haben wir mittlerweile in drei Bereichen gemacht.

Speaker0: Der eine Bereich ist das Thema Metrifice und Mieter, reden wir gleich noch drüber.

Speaker0: Der zweite Bereich ist das Thema EFS, das heißt Finanzierung.

Speaker0: Wir bieten ja von Anfang an Finanzierungsprodukte an, Loan und Lease,

Speaker0: also Finanzierung und Miete.

Speaker0: Und das bieten wir über die EFS auch anderen Handwerkern an.

Speaker0: Das heißt, ein Handwerker kann eine Nicht-NPAL-Anlage über ein EFS-Finanzierungsprodukt finanzieren.

Speaker1: EFS ist der Name für die Gesellschaft. Achso, okay.

Speaker0: NPAL Financial Services. Und der dritte Bereich, wo wir das gemacht haben,

Speaker0: ist die sogenannte Enpal Pro, die als Großhändler für Hardware agiert.

Speaker0: Das heißt, wir haben ja einen eigenen Einkauf aus China,

Speaker0: haben natürlich selber hohe Nachfrage, aber haben den Teil unserer Wertschöpfung

Speaker0: auch plattformisiert und sagen, der Handwerker kann auch über unseren Großhändler

Speaker0: Dachhaken, Wechselrichter, Batterie beziehen. beziehen.

Speaker0: Das ist quasi eingebettet eine größere Strategie, wo wir sagen,

Speaker0: eigentlich wollen wir sukzessive Sachen praktizieren.

Speaker1: Wo wir sie machen.

Speaker0: Und Metrify ist, glaube ich, eine meiner Lieblingsgeschichten,

Speaker0: weil es fing eigentlich an aus einer Not geboren, dass wir bei unseren Mietanlagen,

Speaker0: also noch vor fünf, sechs, sieben Jahren,

Speaker0: schnelle Cashflow-Probleme gelaufen sind, weil der Kunde bezahlt uns ja nicht

Speaker0: an Tag eins das ganze Geld, sondern der Kunde bezahlt ja Mietraten.

Speaker0: Das heißt, wir mussten ja irgendwie zu einer Bank gehen und sagen, bitte vorfinanzieren.

Speaker0: Und die Bank hat gesagt, mache ich. Alles komplizierter, aber im Endeffekt hat

Speaker0: die Bank gesagt, mache ich. Aber ich will natürlich sehen, dass die Anlage läuft.

Speaker0: Und die Anlage läuft halt erst, wenn der Zähler getauscht wird.

Speaker0: Damals waren es noch zwei Richtungszähler und wir haben eins mal einen Mieter.

Speaker0: Das heißt, auf einmal wurde dieser Zählertausch, wurde quasi unser Cashflow-Gate.

Speaker0: Und dann kannst du dir vorstellen, was passiert ist mit acht und ein Netzbetreibern.

Speaker0: Die einen meinten, ich komme nächste Woche vorbei, der nächste meint,

Speaker0: ich komme drei Monate vorbei, der vierte hat gar nicht reagiert.

Speaker0: Und wir gucken quasi nur auf unser Konto und sehen, ach, meine Güte,

Speaker0: können wir jetzt hier noch ein paar Wochen machen. Und dann haben wir Probleme.

Speaker0: Und dann haben wir quasi angefangen, eine Abteilung aufzubauen,

Speaker0: die das managt, damals noch mit den Netzbetreibern.

Speaker0: Und sind daraus eigentlich sukzessive reingegangen und gesagt,

Speaker0: okay, wir brauchen eigentlich einen Prozess ganz deutschlandweit.

Speaker0: Und dann sind wir eher in so eine White-Label-Lösung gegangen,

Speaker0: wo wir uns hatten, der Messstellenbetreiber ist.

Speaker0: Aber wir konnten die Einbauprozesse managen und das haben wir quasi immer weiterentwickelt,

Speaker0: bis hin zur Metrify jetzt, die eben eine eigene GmbH ist.

Speaker0: Und End-to-End-Zählertausch und Messstellen-Operations und auch Messstellenfinanzierung macht.

Speaker0: Und genau, jetzt eben das Angebot an die Industrie und auch an die Privatkonsumenten,

Speaker0: wenn es irgendwo Engpässe im Smart-Mieter-Bereich gibt, das wir da gerne einspringen.

Speaker1: Und damit könnt ihr Geld verdienen. Ich glaube, das war auch ein Punkt,

Speaker1: wo ich ein bisschen kritisch gefragt habe, letztes Mal sozusagen, ist das nicht

Speaker1: aktuell schwierig da überhaupt?

Speaker0: Ja, spannende Frage.

Speaker1: Oder wie knackt dir das? Du hast ja davon gesprochen, was passieren muss,

Speaker1: damit es gut funktioniert.

Speaker1: Wie kriegt du zum Beispiel das Elektriker immer gut allokiert?

Speaker0: Genau. Also schon heute würde ich sagen, gibt es drei Themen.

Speaker0: Das Elektriker-Thema ist tatsächlich bei uns kein Thema.

Speaker0: Wir kriegen das ganz gut skaliert, einfach aus den zehn Jahren Erfahrung.

Speaker0: Ich glaube, das eine Thema ist, welchen Kunden kriege ich rein?

Speaker0: Weil wir heute eben noch diesen Unterschied haben zwischen Pflichteinbau und

Speaker0: Nicht-Pflichteinbau. Das heißt, die Frau Müller, die einen.

Speaker0: Verbraucher mit, ich glaube, mehr als 5 kW hat, oder ein flexibler Verbraucher

Speaker0: mit mehr als 5 kW, die ist ein Pflichteinbau.

Speaker0: Und im Pflichteinbau sind die Messstellen sehr auskömmlich, weil man eben höhere

Speaker0: POG hat, also Preis-Obergrenzen und einen Zuschuss von den Netzentgärten.

Speaker0: Und die Frau Meier, die daneben wohnt, die das nicht hat, ist kein Pflichteinbau.

Speaker0: Das heißt, da lohnt es sich heute nicht, einzubauen. Eine andere Absurdität

Speaker0: diesen Smart-Meter-Rollout hemmt, aber so, das heißt,

Speaker0: Im Wesentlichen wollen wir natürlich gerne Pflicht einbauen.

Speaker0: Deswegen kooperieren wir halt auch mit anderen Solarinstallateuren,

Speaker0: anderen Wärmepumpeninstallateuren.

Speaker0: Wir reden mit den großen OEMs im Wärmepumpenbereich, auch mit Konkurrenten von

Speaker0: uns, also Angebot an die Konkurrenz.

Speaker0: Und da sind die Preisobergrenzen auskömmlich. Das zweite ist einfach Operationsskalierung.

Speaker0: Das ist am Ende ein Skalenbusiness und es gibt erstaunlich viele wettbewerbliche

Speaker0: Messstellenbetreiber, die mit 10.000 Anlagen rumdümpeln und dann ist es kein

Speaker0: profitables Geschäft, sondern man muss hier,

Speaker0: unsere Schätzung ist, man muss hier im Bereich 150.000, 200.000 kommen, damit das Spaß macht.

Speaker1: Da seid ihr noch nicht ganz wahrscheinlich jetzt in den zwei Monaten.

Speaker0: Da sind wir noch nicht ganz, aber wir sehen den Weg dahin.

Speaker1: Genau, weil ich muss ja jetzt schon so Schätzfragen stellen,

Speaker1: damit wir im nächsten Jahr dann wieder gucken können, hat das überhaupt alles geklappt?

Speaker1: Ne, cool. Und das ist im Prinzip dann zugänglich für alle Verbraucherinnen und

Speaker1: Verbraucher, egal welche.

Speaker1: Ich wohne in so einem Einfamilienhaus hier in Berlin.

Speaker1: Wir sind ans Fernwärmenetz angeschlossen. Ich habe keine Batterie.

Speaker1: Ich habe aber einen Smart Meter.

Speaker1: Also hätte ich den jetzt nicht. Vorm Netz Berlin? Genau. Wärt ihr dann interessiert an mir als Kunde?

Speaker0: Also wir haben...

Speaker1: Wenn du die Kamera auslässt, kannst du mir gleich ein Spezialangebot machen.

Speaker0: Also wir haben tatsächlich eine B2C-Landingpage, über die alle B2C-Kunden sich anmelden können.

Speaker0: Und wir nehmen Einfamilienhäuser immer an. Im Mehrfamilienhaus-Segment sind

Speaker0: wir gerade noch zurückhaltend, weil da der Prozess noch ein bisschen anders

Speaker0: ist, auch nicht unser Kernsegment ist. Aber das wird auch kommen.

Speaker0: Das heißt, ja, wir würden dich als Kunden annehmen.

Speaker0: Und viel Geschäft kommt aber derzeit über B2B rein.

Speaker0: Also, wie eben schon gesagt, Installateur oder auch, genau.

Speaker1: Got it. dann lass doch mal so ein bisschen schauen, wie hat sich 2025 für euch entwickelt.

Speaker1: Ich weiß, du kannst nicht alle Zahlen teilen, aber da, wo du teilen kannst,

Speaker1: lade ich dich ein, weil ich glaube, das ist spannend.

Speaker1: Ich glaube, letztes Jahr im Podcast hast du gesagt, so 2024 war ein Jahr der

Speaker1: Konsolidierung und ihr nehmt gerade Anlauf, quasi für den großen Sprung 2025. 25.

Speaker1: Ich glaube, das war auch unter den Informationen, die wir zu dem Zeitpunkt hatten,

Speaker1: irgendwie ein ziemlich, vielleicht ambitioniert, aber faire

Speaker1: Erwartung. So, ähm,

Speaker1: Wie blickst du zurück auf 2025? Was zieht dir daraus für Lehren?

Speaker1: Und kannst du auch für Bärmepumpen gehen? Egal, welche Produkte.

Speaker0: Ja, also ich glaube, wenn ich zurück versuche, mich zu erinnern,

Speaker0: war es eine ziemliche Achterbahn, aber ich glaube, die Überschrift,

Speaker0: die ich damals gesagt habe, hat schon gestimmt.

Speaker0: Also wir haben Jahresabschluss 2024, glaube ich, auch schon veröffentlicht,

Speaker0: wir haben 2024, hatten wir ein sehr herausforderndes Jahr, vor allem in der

Speaker0: ersten Jahreshälfte, weil der Markt einfach von 2023, 2024 stark,

Speaker0: also gerade der PV-Markt stark gesunken ist.

Speaker0: Konsultierung, hatten wir damals so gesprochen, einige Firmen sind pleite gegangen.

Speaker0: Wir haben uns auch umstrukturiert und haben aber auch vor allem in der Zeit

Speaker0: gesagt, okay, wir müssen stark investieren oder wir wollen stark investieren in neue Bereiche.

Speaker0: Damals war eines der ganz großen Themen neben virtuellen Kraftwerke und Smart

Speaker0: Mieter eben das Thema Wärmepumpe.

Speaker1: Dragon, der Drache.

Speaker0: Dragon, interessanterweise umbenannt in Heat.

Speaker1: Frag mich nicht, warum.

Speaker0: Eine Entscheidung, die an mir vorbeiging, muss ich gestehen. Ja.

Speaker0: Und das hat sich aber ausgezahlt. Also das erste Halbjahr in 2024 war deswegen

Speaker0: herausfordernd, weil wir auch diese Investitionen tätigen mussten.

Speaker0: Aber gerade im zweiten Halbjahr und auch im Laufe von 2025 haben wir ein fantastisches

Speaker0: Wachstum im Wärmepumpenbereich hingelegt.

Speaker0: Ich weiß nicht mehr genau, was die Zahlen damals waren.

Speaker0: Also ich glaube, wir haben uns sicher seitdem ver-5, ver-6, ver-7-facht im Wärmepumpenbereich.

Speaker1: Und ist das, weil der Markt so stark gewachsen ist oder weil sozusagen ihr auch

Speaker1: einen signifikanten Marktanteil gewonnen habt?

Speaker0: Eher Zweiteres. Also es war für uns auch einfach ein neues Produkt. Eher Zweiteres.

Speaker0: Der Markt ist, würde ich sagen, relativ stabil geblieben im Vergleich zum PV-Markt,

Speaker0: der weiter etwas abgenommen hat.

Speaker0: Und wir sind eher in den Markt reingewachsen. Wir haben zum einen gesehen,

Speaker0: dass Kunden, denen wir in der Vergangenheit schon mal PV-Anlagen verkauft haben,

Speaker0: wirklich teilweise darauf warten, dass wir mit der Wärmepumpung hergekommen sind.

Speaker0: Das war auch eine ganz tolle Erfahrung, eigentlich in 2023 zu sehen,

Speaker0: wie viele Bestandskunden gesagt haben, genau, ja, Elektrifizierung habt ihr

Speaker0: ja auch schon immer gesagt und jetzt kommt das Produkt super.

Speaker0: Also wir haben auch gesehen, dass wir da sicher zehnmal so gute Abschlussquoten

Speaker0: hatten wie bei neu generierten Leads. Ich kann es überraschen wahrscheinlich.

Speaker0: Das heißt, da sind wir sehr stark gewachsen.

Speaker0: Wir sind da weiter auch mit Bosch als Partner unterwegs, haben aber auch vor

Speaker0: mittlerweile fast einem halben Jahr eine eigene Wärmepumpe gelauncht,

Speaker0: die wir co-developed haben mit einem großen OEM.

Speaker1: Produktname?

Speaker0: Der Produktname, wir sind nicht so kreativ, was Produktname angeht.

Speaker1: Also Dragon fand ich ziemlich geil.

Speaker0: Dragon war cool, aber die Wärmepumpe heizt, glaube ich, leider nur Enpal-Wärmepumpe.

Speaker0: Da müssen wir, glaube ich, noch ein bisschen kreativer werden.

Speaker0: Aber es ist wirklich ein ganz tolles Produkt und ergänzt sich auch gut an manchen

Speaker0: Stellen, wo passt die Bosch besser, an manchen Stellen passt eben die Enpal-Wärmepumpe besser.

Speaker0: Und war für uns auch nochmal ein großer Produktentwicklungsschritt,

Speaker0: wo man sagt, wir gehen wirklich in diese Co-Development der Hardware rein.

Speaker0: Wir enablen auch die Software-Seite von der Wärmepumpe, so dass sie im europäischen

Speaker0: oder im deutschen Markt funktioniert.

Speaker0: Also ich glaube, das war wirklich eine tolle Erfolgsgeschichte,

Speaker0: sind quasi auf dem Rücken dann auch oder auf dem Erfolg dann auch in 25 Jahre hier gut gewachsen,

Speaker0: ja, also Zahlen veröffentlichen wir noch, aber sicher im Bereich 20,

Speaker0: 30 Prozent Wachstum hingelegt, vielleicht sogar mehr,

Speaker0: was, glaube ich, gegeben der Marktsituation wirklich stark ist.

Speaker0: Und haben vor allem eben auch die Zeit genutzt, an dieser Plattformisierung

Speaker0: zu arbeiten. Und ich glaube, das ist so das, wo wir natürlich auch hinwollen.

Speaker1: Da kommt die McKinsey-Vergangenheit in dir hoch und die Strategie wird ausgeklügelt. Cool.

Speaker1: Ja, letztes Mal standen wir bei circa 100.000 Kunden, glaube ich,

Speaker1: kumuliert. Und so die Umsatzmilliarde war so das große Thema.

Speaker1: Kannst du dazu irgendwas sagen? Seid ihr jetzt bei 200.000? oder welche Marke habt ihr geknackt?

Speaker1: Wo steht dir was? Anzahl und vielleicht auch Umsatz.

Speaker0: Genau, in 25 war der Zuwachs der Kunden schon noch getrieben im Wesentlichen

Speaker0: durch Wärmepumpen und PV-Kunden, das heißt große Baskets. Das heißt,

Speaker0: da reden wir jetzt leider nicht über...

Speaker1: Also Expand nicht sozusagen.

Speaker0: Genau, da reden wir jetzt nicht über eine Verdopplung, sondern da reden wir

Speaker0: eben über diese, ich sage mal, bloß 30 Prozent oder sowas.

Speaker0: Aber wir haben die Zeit auch genutzt, eben uns stärker mit dem Thema skalierbare

Speaker0: Einstiegsprodukte zu beschäftigen.

Speaker0: Da kann Smart Leader 1 von sein. Auch das sehen wir als ein spannendes Einstiegsprodukt.

Speaker0: Strom als Standalone-Einstiegsprodukt haben wir in den letzten Monaten stark

Speaker0: pilotiert und sehen da einen wirklich spannenden Angle.

Speaker0: Was ich insofern interessant finde, dass Strom ist ja wahrscheinlich das Produkt,

Speaker0: das am meisten Wettbewerb gibt und am meisten Preistransparenz.

Speaker0: Das ist eigentlich nicht so der Markt, weil er sagt, er will jetzt rein.

Speaker0: Aber aus der Erfahrung her.

Speaker1: Enabler einfach sozusagen, da könnt ihr dann ganz viel zusätzlich.

Speaker0: Genau, und aus der Erfahrung heraus, wie gut bestehende Kunden auf weitere Produkte

Speaker0: reagieren, glauben wir eben sehr stark draus, dass wir hier einen deutlich höheren

Speaker0: Customer Lifetime Value erzielen können.

Speaker0: Und ich glaube, da würde es auch zeigen, dass es sich gelohnt hat,

Speaker0: mit den schweren Sachen anzufangen, also die schweren, verfilmenden Sachen zu

Speaker0: machen und jetzt eher in die skalierbaren Produkte einsteigen.

Speaker1: Und was sollte ich jetzt bei mir zu Hause noch machen? Soll ich mir einen Speicher

Speaker1: in den Keller stellen oder soll ich mir noch ein Balkonkraftwerk irgendwie irgendwo hinlegen?

Speaker0: Also ich kenne dein Haus nicht. Du hast gesagt Fernwärme, das heißt die Wärmpumpe ist schon mal draußen.

Speaker1: Das ist ein Neubau, gut isoliert.

Speaker0: Ja, okay, aber Fernwärme und kein Solar.

Speaker1: Kein Solar noch.

Speaker0: E-Auto, gar kein Auto.

Speaker1: E-Auto, also ich fahre manchmal hier so Miles-Autos, aber sozusagen kein eigenes.

Speaker1: 180 Quadratmeter.

Speaker0: Ja, also Jetzt wird es sehr privat Ja, sorry, ich hätte gar nicht sagen müssen.

Speaker1: Aber Ich wurde ja unter der Leine Aber Was brauche ich noch aus eurem Stack?

Speaker0: Naja, ich glaube Zwei Gedanken, ich glaube der eine Gedanke ist,

Speaker0: Ich glaube es wird jetzt eine sehr, sehr spannende Zeit, wenn du es noch nicht

Speaker0: gemacht hast Sich mit dem Thema E-Auto zu beschäftigen Weil es kommt jetzt,

Speaker0: die E-Auto-Förderung wurde ja Announced vor ein paar Wochen,

Speaker0: das heißt Es gibt hier wieder eine,

Speaker0: Cup-Ex-Förderung, auch für Leasing Das heißt, ich glaube, ab drei Jahre Leasing.

Speaker0: Das heißt, es ist schon sehr signifikant, was man da in Reduktion vom Staat kriegen kann.

Speaker0: Und das Thema Einbindung, E-Auto, Insgesamtsystem wird aufgenommen.

Speaker0: Klar, heute schon durch unidirektionale Ladesäulen und Energiemanagements wie

Speaker0: unseres sehr, sehr spannend, wo man wirklich die Ladekosten,

Speaker0: die eh schon viel günstiger sind als die Tankstelle, nochmal sicher um 20 Prozent reduzieren kann.

Speaker0: Und das Thema Bidirektionalität wird, glaube ich, ab nächstem Jahr mit ziemlich

Speaker0: viel Wucht uns dann doch treffen.

Speaker1: Auch für stationäre Heimsprecher? Oder für Bidi-Laden vom Elektronen?

Speaker0: Bidi-Laden E-Auto. Bidi-Laden E-Auto erst mal. weil man sieht,

Speaker0: dass eben viele von den neuen Autoflotten jetzt einfach dafür schon ready sind.

Speaker0: Auch Volkswagen, der ID.4 ist einfach schon bereit dafür.

Speaker0: Das heißt, da fehlen jetzt nur noch wenige Bausteine, die, denke ich,

Speaker0: im nächsten Jahr gut zusammenkommen werden.

Speaker0: Und mit so einer bidirektionalen Ladesäule kann man eben seinen Tankkosten,

Speaker0: denke ich, schon um sicher 80 Prozent reduzieren.

Speaker0: Und damit Mobilität, wenn du danach Nachfrage hast, ich weiß nicht,

Speaker0: was so dein Alltag aussieht, aber das ist, glaube ich, ein sehr, sehr spannendes Thema.

Speaker0: Und ich glaube, das andere ist natürlich weiter, wenn du die Dachfläche hast,

Speaker0: Solar und Speicher lohnt sich und vor allem kommt eben immer mehr Value aus

Speaker0: dem Speicher, wenn man sie einbindet, wie wir das machen oder vielleicht,

Speaker0: wie es auch ein paar andere probieren.

Speaker0: Das heißt, man sollte immer mehr drüber nachdenken, kann ich mir vielleicht

Speaker0: wirklich einen deutlich größeren Speicher zulegen, der dann eben sich selber refinanziert.

Speaker1: Ja, ich glaube, ich würde eher in Speicher investieren als in Paneele.

Speaker1: So, wie ich die Lage aktuell einschätze.

Speaker0: Also ich bin ein Riesenfan auch von dem Gedanken, Speicher-only zu machen.

Speaker0: Es gibt ja auch in Amerika da Beispiele von Startups, die sehr schnell skaliert sind.

Speaker0: Wir sind hier wieder bei unserem Punkt, deutsche Anmeldungsprozesse.

Speaker0: Der deutsche Markt kennt ein

Speaker0: Battery-only-System nicht, weil es ist kein erneuerbares Energiesystem.

Speaker0: Das heißt, die Anmeldepflicht, die Netzbetreiber bei Neubrandenergiesystemen haben, fällt weg.

Speaker0: Das heißt, teilweise, wir haben ja auch schon Pilotanlagen verbaut,

Speaker0: teilweise sagen die Netzbetreiber, okay, das muss ich behandeln wie ein Großspeicher.

Speaker0: Teilweise sagen sie, ja, das melde ich an, aber das ist bei mir auf der Liste

Speaker0: ganz unten und ganz unten heißt halt… Fünf Jahre.

Speaker0: Genau, weiß man nicht, aber im schlimmsten Fall schon.

Speaker0: Das heißt, auch hier müssen wir, glaube ich, noch einiges an Regulierung….

Speaker1: Und wäre Balkonkraftwerk dann der Anlock dafür oder auch nicht?

Speaker0: Balkonkraft fängt nicht, weil es nicht mit dem Inverter, der,

Speaker0: des Batteriespfeierkrates verbunden ist, ist mein Verständnis.

Speaker0: Aber natürlich kann man kleine PV-Anlagen...

Speaker1: Okay, was wäre so die kleinste?

Speaker0: Also ehrlich gesagt, versuchen wir das gerade zu eruieren und ich glaube, die Antwort,

Speaker0: ist noch nicht ganz klar.

Speaker1: Okay, let me know. As soon as you know.

Speaker1: Okay, dann haben wir eben ganz kurz hier, als wir über... Wir mussten den Konferenzraum

Speaker1: wechseln und ganz kurz die Kollegen von Antrix getroffen.

Speaker1: Den Namen fällt mir gerade nicht ein, aber vielleicht schaffen wir es sogar

Speaker1: morgen noch eine Podcast-Folge hier zusammen aufzunehmen, weil wir haben es

Speaker1: in der Vergangenheit schon probiert.

Speaker1: Haben wir auch letztes Mal drüber gesprochen. Flexa ist ein Joint Venture zwischen euch und Antrix.

Speaker1: Und genau, du hast schon relativ gut erklärt, was ist ein Intraday-Markt und

Speaker1: wie funktioniert der und so. und wir haben über Liquidität diskutiert, ähm,

Speaker1: Seid ihr da irgendwie weitergekommen bei diesem ganzen Themenkomplex?

Speaker1: Also lohnt sich der ganze Aufwand noch mit Intraday Trading und den ganzen Algorithmen

Speaker1: und für den Endkunden und so weiter?

Speaker0: Ja, also wir sind erst mal total, total happy.

Speaker0: Ich glaube, eine der schwierigsten Sachen, ich meine, das haben wir vielleicht

Speaker0: letztes Mal auch schon angesprochen, ist, wenn man größer wird,

Speaker0: ist gegen eben diese Innovators-Dilemma zu kämpfen.

Speaker0: Also wie bleibt man noch innovativ, wie bleibt man noch unternehmerisch,

Speaker0: weil man hat einfach immer mehr Schlepp, man hat immer mehr Leute und Systeme

Speaker0: und Tagesgeschäft und heute kommt der Umsatz hierher und nicht daher.

Speaker0: Und ich glaube, deswegen haben wir eben damals auch die Entscheidung getroffen und gesagt,

Speaker0: okay, wir wollen hier schnell sein, wir wollen maximal innovativ sein,

Speaker0: wir wollen das richtige Talent anziehen und gründen es deswegen aus unter einer

Speaker0: eigenen Brand mit wirklich fantastischen Leuten an der Spitze und bauen das

Speaker0: eben da in München nahe an der Intrix aus.

Speaker0: Genau, ich glaube, wo wir viel weiter sind, ist, wir haben einfach viel mehr Kunden jetzt,

Speaker0: die live getradet werden, also im Fully Market Settel, das heißt wirklich in

Speaker0: der aktiven Direktvermarktung,

Speaker0: sind wir jetzt schon so roundabout bei 20.000, was glaube ich schon einer der

Speaker0: größeren, wenn nicht größte Netzwerke in dieser sonstigen Direktvermarktung

Speaker0: im kleinen Bereich sind.

Speaker0: Und wir sehen, es lohnt sich. Wir sehen, die Investitionen lohnt sich.

Speaker0: Und vor allem sehen wir auch, dass wir die richtige Vorbereitung gemacht haben

Speaker0: für eine mögliche Welt nach der EEG.

Speaker0: Also wenn wir jetzt die nächsten zwei, drei Monate ja wahrscheinlich auch lernen,

Speaker0: wie es mit dem EEG weitergeht, wird es überhaupt noch eine feste Einspeisevergütung geben?

Speaker1: Hat Katharina Reiche da heute Morgen irgendwas gesagt? Die war ja hier als Keynote.

Speaker0: Ich muss gestehen, ich habe es verpasst. Ich musste mich um operatives Business

Speaker0: kümmern, wie das bei Startups so ist.

Speaker0: Aber ihre Kommentare aus den letzten Monaten gehen ja sehr stark dahin,

Speaker0: dass sie möglichst schnell eigentlich aus einer festen Einspeisevergütung raus will.

Speaker0: Und ich meine, auch wir sind ja dafür, dass die Erneuerbaren auf eigenen Füßen stehen müssen.

Speaker0: Es muss halt ein gewisses Level-Playing-Field und Abbau von Bürokratie und Digitalisierung

Speaker0: die ganzen Schlagworte, wo die Leute abschalten, wenn wir vorhin geredet haben.

Speaker0: Die brauchen wir halt als Enabler?

Speaker1: Also ich habe, glaube ich, ich war da, da habe ich es tatsächlich geschafft.

Speaker1: Ich glaube, ich habe 50 Mal das Wort Gas gehört.

Speaker1: Also ich, ohne jetzt irgendwie das zu werten oder so. Und ich glaube,

Speaker1: ich habe das 5 Mal das Wort Batterien gehört.

Speaker1: Muss ja nichts heißen. Aber was ich auch mitbekommen habe, ist,

Speaker1: dass sie gesagt hat, sie hält an den Zielen der Vorgänger-Bundesregierung fest,

Speaker1: was 80% unerheuerbar bis 2030. Und

Speaker1: Und ja, genau, also EEG habe ich nicht explizit gehört, aber vielleicht habe

Speaker1: ich da auch die Hand schon abgeschaltet gehabt.

Speaker1: Aber genau, da kommt auf jeden Fall was auf uns zu, eine Neuerung.

Speaker0: Genau, es kommt eine Neuerung auf uns zu und ob das jetzt Ende des Jahres ist

Speaker0: oder auf einem anderen Zeithorizont,

Speaker0: der Weg geht natürlich aus der Solarsubvention raus in die freie Marktwirtschaft

Speaker0: und dafür stehen wir ja auch, dafür bauen wir das Ganze auch noch nicht.

Speaker0: Aber um zurückzukommen zum virtuellen Kraftwerk, ich glaube,

Speaker0: dass genau aus diesem Grund haben wir da rein investiert.

Speaker0: Und ich habe es im Vorgespräch schon ein bisschen gesagt, ich glaube,

Speaker0: was die Technologie angeht und unsere Geschwindigkeit der entwickelnden Technologie,

Speaker0: da habe ich ein sehr, sehr gutes Gefühl.

Speaker0: Ich glaube, wo gerade der Schwerpunkt der Schlacht ist, und da haben wir tatsächlich

Speaker0: in den letzten zwölf Monaten, in denen wir gesprochen haben,

Speaker0: auch wieder eine riesige Operations-Abteilung aus dem Boden stampfen müssen,

Speaker0: sind die Prozesse mit Netzbetreibern.

Speaker0: Also die Ummeldung in die Direktvermarktung mit allen Prozessen,

Speaker0: die hinten dranhängen, ist was, was der Markt heute noch nicht kann.

Speaker0: Das heißt auch unser Angebot an die Bundesregierung zu sagen,

Speaker0: hey, wir stehen bereit, lasst uns die Anlagen aus der dummen Einspeisevergütung rausholen.

Speaker1: Und was wir marktwirtschaftlich nutzen,

Speaker0: Sei es eine Marktprämie oder sei es eine sonstige Direktvermarktung,

Speaker0: das gilt natürlich nur mit dem weiten Satz, bitte baut aber auch den Druck auf,

Speaker0: dass diese Prozesse hinten funktionieren.

Speaker1: Und was macht das für einen Kunden aus? Also sozusagen diese ganze Intraday-Smartness,

Speaker1: also wenn du jetzt sozusagen Standard, Smart Day Ahead, Smart Tarif,

Speaker1: Und neben die sozusagen Zusatzpotenziale von Intraday-Vermarktung,

Speaker1: egal ob das jetzt ein Speicher ist oder eure anderen Systeme, wie viel ist da drin?

Speaker1: Kannst ja approximieren oder so. Macht sich das bemerkbar für einen Kunden?

Speaker0: Also ich glaube, es sind zwei Sachen. Ich glaube, die eine Sache ist quasi so

Speaker0: eine reine Day-Head-Optimierung versus wirklich den Continuous Intraday.

Speaker0: Und das andere ist, optimiere ich nur den Bezug.

Speaker0: Also jetzt mal ein bisschen vereinfacht gesagt, Tibber-Modell,

Speaker0: ich habe einen variablen Stromtarif und der Bezug wird optimiert.

Speaker0: Entweder aktiv, weil irgendjemand meine Batterie steuert oder reaktiv,

Speaker0: weil ich sage, hier Kunde, da ist doch billig, mach doch.

Speaker0: Versus das, was wir machen, eben auch die Einspeiseseite zu optimieren und zu

Speaker0: sagen, ja bitte nicht mittags um 12 einspeisen, sondern anders.

Speaker0: Und ich glaube, wenn man die beiden Systeme vergleicht, also ich hole mir einfach

Speaker0: nur einen variablen Stromtarif und optimiere die Bezugsseite versus ich hole

Speaker0: mir ein full-fledged virtuelles Kraftwerk von Enpal,

Speaker0: wo ich Bezug und Einspeisung optimiere und nicht nur der Head,

Speaker0: sondern auch continuous intraday,

Speaker0: wäre jetzt so meine Schätzung, reden wir über vier, fünf Mal so viel Benefit.

Speaker1: Wow, das ist krass.

Speaker0: Und das wird noch deutlich mehr,

Speaker0: wenn man die feste Einspeisevergütung als Referenz rausrechnen würde.

Speaker0: Also wenn wir jetzt sagen würden, die feste Einspeisevergütung fällt weg,

Speaker0: weil wir müssen ja gegen die feste Einspeisevergütung performen,

Speaker0: dann würde ich sagen, dass wir da noch deutlich mehr rausholen können.

Speaker1: Und das sagt ja doch schon alles über den Systembenefit, der da drin steht.

Speaker0: Auf jeden Fall, ja. Und hier haben wir noch nicht drinnen alle schlauen Netzsignale.

Speaker0: Also man könnte sicher noch mehr...

Speaker1: Das wäre meine Frage jetzt gewesen,

Speaker0: Mann.

Speaker1: Also das haben wir auch zum Beispiel gebraucht, sozusagen, ihr optimiert ja

Speaker1: nur nach quasi Markt, also Börsenpreis, egal welcher Fristigkeit jetzt oder

Speaker1: welchem Tradingfenster.

Speaker1: Aber dein Appell war auch, Politik gebt uns lokale Preissignale.

Speaker1: Die in irgendeiner Weise den Zustand des Netzes lokal widerspiegeln,

Speaker1: damit wir dagegen optimieren können. Könntet ihr auch dann jetzt schon? Seid ihr ready?

Speaker0: Genau, wir sind ja auch im letzten Jahr einen Schritt weitergekommen.

Speaker0: Es gibt ja mittlerweile dynamische Netzentgelte, die auch wieder mehr oder weniger gut umgesetzt sind.

Speaker0: Und auch hier ist ein zusätzlicher Anmeldeschritt wieder vonnöten,

Speaker0: der gerade nur bei 20 Prozent der Netzbetreiber sauber funktioniert.

Speaker0: Aber dieses dynamische Netzentgelt ist ja schon mal der erste Schritt,

Speaker0: wo man sagt, die sind auch bei uns in Algorithmen hinterlegt.

Speaker0: Das machen wir also wirklich heute schon für die Kunden, bei denen die Anmeldung

Speaker0: geklappt hat und optimieren dann eben auch nach Hoch- und Tiefpreiszonen.

Speaker0: Was nur mein Wunsch wäre, da haben wir, glaube ich, letztes Mal ein bisschen

Speaker0: drüber geredet, ist, lasst uns weggehen von diesen pseudodynamischen Netzentgeln,

Speaker0: die ja ein Jahr vorhinein festgelegt werden, hin zu welchen,

Speaker0: die von mir aus am Tag davor festgelegt werden.

Speaker0: Also auch das ist ja eigentlich im Vergleich zu was wir sonst so auf der Welt

Speaker0: machen nicht so kompliziert, weil da könnte man, glaube ich,

Speaker0: dem System noch viel mehr helfen.

Speaker1: Ja, dann haben wir auch Thema Internationalisierung jenseits von DACH angesprochen.

Speaker1: Und ich glaube, Italien war live. Ein, zwei weitere Länder waren irgendwie geplant.

Speaker1: Aber da hast du auch erklärt, warum und wie ihr drauf guckt auf Expansion und

Speaker1: woran es liegt und Fixkostenregulatorik zu verstehen, Belgien versus Deutschland von der Größe und so.

Speaker0: Also tatsächlich war es,

Speaker0: wo wir nicht viel Zeit reingesteckt haben im letzten Jahr.

Speaker0: Also wir haben weiter viel Zeit in Italien reingesteckt und haben da mittlerweile

Speaker0: ein profitables Business, was wir jetzt auf dieser Basis der Profitabilität,

Speaker0: glaube ich, skalieren können.

Speaker0: Da bin ich gespannt, wir müssen ein Jahr wieder treffen, was wir da für eine

Speaker0: Größe erreichen können. Aber ich glaube, das wird sehr nennenswert sein.

Speaker0: Wir haben aber tatsächlich sonst gar keinen weiteren Schritt in die Internationalisierung gemacht.

Speaker0: Bewusst, weil wir das Gefühl hatten, dass wir hier im deutschen Markt unsere

Speaker0: Ressourcen besser auf die neuen Opportunities fokussieren können.

Speaker0: Also sei es die Plattformisierung, wir sind auch im CDI-Geschäft,

Speaker0: also Gewerbe sind wir stark gewachsen letztes Jahr.

Speaker0: Wir gehen auch gerade ins Mehrfamilienhaus rein, bauen da die ersten Mieterstromkonzepte.

Speaker0: Das heißt, wir sehen gerade das von dem, was wir gut können im Unternehmen,

Speaker0: sowohl unternehmerisch als auch von den Fulfillment Capabilities in Deutschland

Speaker0: viel zu holen ist und jetzt in einem Land wie Spanien oder Frankreich oder England,

Speaker0: will noch mehr aufbauen müssen.

Speaker1: Ja, man kennt euch eigentlich sozusagen als Heimlösung für Privatkunden.

Speaker1: Ist das was, wo ihr in Zukunft mehr reingehen wollt? Also C&I und da richtig

Speaker1: angreifen und wenn ja, was ist da das Product?

Speaker1: Variiert das zwischen Privat- und Geschäftskunde?

Speaker0: Ja, auf jeden Fall. Also C&I sind wir jetzt nicht so im Hyper-Growth-Modus gewesen

Speaker0: wie im Einfamilienhaus, weil auch der Markt ein bisschen anders funktioniert.

Speaker0: Aber wir haben mittlerweile ein wirklich nennenswertes, wachsendes,

Speaker0: profitables Gewerbekundengeschäft.

Speaker0: Und wir sind hier im Wesentlichen mit drei Modellen unterwegs.

Speaker0: Es gibt einmal das klassische Dachpachtmodell, was man im Gewerbebereich kennt.

Speaker0: Das heißt, man bietet einfach die Dachfläche und vermarktet dann den Solarstrom

Speaker0: selber, entweder über eine Volleinspeisung oder eine Mischung aus dem PPA und

Speaker0: einer Volleinspeisung.

Speaker0: Das ist das eine Konzept, was wir machen, was insofern gut zu uns passt,

Speaker0: als wir eben diese ganzen Finanzierungskonzepte aus dem Einfamilienhaus sehr

Speaker0: gut kennen und daher die Capabilities haben.

Speaker0: Das zweite Modell ist noch simpler, das heißt einfach Gewerbekunde kauft Anlage

Speaker0: von uns und benutzt sie ähnlich wie eine Einfamilienhauskunde,

Speaker0: teilweise für Eigenverbrauch, teilweise für Einspeisung, hier auch mit Speicher, mit Ladesäule.

Speaker1: Das wäre jetzt meine Frage gewesen.

Speaker0: Genau, auch hier. Und das dritte Konzept, was ich wirklich sehr,

Speaker0: sehr spannend finde, das ganze Thema in front of the meter Storage.

Speaker0: Das heißt, wir sagen quasi, lieber Gewerbekunde, du hast freie Fläche.

Speaker0: Wir schauen uns deinen Netzanschluss an und wenn der groß genug ist,

Speaker0: beziehungsweise nah genug bei dir ein Netzknotenpunkt ist, dann gibt es da einen

Speaker0: spannenden Case, einen Großspeicher, also einen Container oder zwei Container hinzustellen.

Speaker0: Und das Ganze dann über zum Beispiel Entrix vermarkten zu lassen und dann gibt

Speaker0: es verschiedene Benefit-Sharing-Mechanisms mit den Kunden, aber das Simpleste

Speaker0: ist, man bezahlt wirklich eine Pacht dafür, dass man da überhaupt stehen kann.

Speaker1: Und seid ihr dann bei so Gewerbekunden, also jetzt nicht bei dem In-Front-of-the-Meter-Case,

Speaker1: sondern bei dem Standard-Davor-Case, also den du davor gesagt hast,

Speaker1: aber sozusagen Kundenanlagen...

Speaker1: Und seid ihr dann auch Energieversorger? Also ist es zwingend für euer Geschäftsmodell,

Speaker1: dass ihr in die Versorgung geht, also im Bilanzkreis managt und dann diese Benefits

Speaker1: von Kurzfristhandel und so weiter darüber hebt?

Speaker0: Tatsächlich heute nicht. Heute nicht. Es ist gerade was, was wir dieses Jahr

Speaker0: aufsetzen wollen, weil wir sagen, eigentlich haben wir ja die Fähigkeit im Unternehmen,

Speaker0: auch die Reststrombelieferung zu machen.

Speaker0: Es ist aber natürlich bei Gewerbekunden dann doch ein bisschen nochmal anders,

Speaker0: da ein Stromprodukt hinzustellen. Das heißt, heute machen wir das noch nicht.

Speaker0: Heute geht es ja im Wesentlichen um

Speaker0: Spitzellastkappungen, über ein Energiemanagementsystem und solche Themen.

Speaker1: Ja. Glaubst du, dass es dann auch irgendwie um simple Tarife geht oder sozusagen

Speaker1: um Festpreise oder eher auch strukturierte Beschaffungen mit Standard-Handelsprodukten

Speaker1: und einem PPR? Also sozusagen dieser Beziehung.

Speaker0: Sehr individuell. Sehr individuell. Also es gibt Gewerbekunden,

Speaker0: die sind fast gleich wie ein Einfamilienhaus, die gehören einer Firma,

Speaker0: die haben nicht sonderlich viel Stromnachfrage und die haben klassische Produkte.

Speaker0: Und da gibt es natürlich Gewerbekunden, die vielleicht sogar auch über den 100.000

Speaker0: Kilowattstunden liegen.

Speaker0: Und da ist man dann schon eine deutlich professionellere Beschaffung,

Speaker0: wo man auch einfach sich mit dem Kunden einzeln hinsetzen muss und sagen muss,

Speaker0: okay, was willst du, wie viel willst du gehedged sein?

Speaker0: Und so weiter. Das ist schon nochmal ein bisschen eigenes Business,

Speaker0: was wir jetzt noch nicht so rein investiert haben.

Speaker1: Dann mein letzter Block, ich glaube wir sind auch ein bisschen at time,

Speaker1: ist das, was so ein bisschen der Elephant in the Room. Es gab ja

Speaker1: Also Philipp Schröder, der Gründer und CEO von 1,5, stellt es,

Speaker1: würde ich mal sagen, in den Medien so dar, als hätte, es gab so ein Manager-Magazin-Artikel

Speaker1: vor ein paar Wochen, als hätte Enpal fusionieren wollen.

Speaker1: Aber er habe abgelehnt, weil ihr technologisch, also Software-Karren,

Speaker1: also nichts zu bieten, das ist so, nichts zu bieten werdet.

Speaker1: Jetzt haben wir eine Stunde lang über eure Technologie geredet.

Speaker1: Naja gut, also ...

Speaker1: Kannst du dazu irgendeine Aussage treffen oder hast du da von Wolfi einen Maulkorb?

Speaker0: Das ist natürlich immer ein interessantes Thema und es steht ja auch in einer

Speaker0: längeren Historie von kleineren Aussagen und Spitzeln.

Speaker0: Und mittlerweile kennt man sich

Speaker0: ja auch schon ein bisschen besser über die Jahre im gemeinsamen Markt.

Speaker0: Ich finde es ein bisschen interessant, in welchem Kontext das eigentlich stand,

Speaker0: weil wenn man sich, das war ein kurzes Interview im Manager-Magazin,

Speaker0: eigentlich ging es ja darum, der Solarmarkt ist abgerauscht und hat auch sein

Speaker0: Geschäftsmodell gefährdet und was für Finanzierungsoptionen,

Speaker0: was für strategische Optionen hat man da überhaupt, irgendwie Konsolidierung,

Speaker0: gibt es überhaupt noch frisches Geld?

Speaker1: Er sagt ja, dann kann er die Targets viel günstiger kaufen, so wie er es gedreht hat.

Speaker0: Genau, also erstmal freuen wir uns, dass er da auch an uns denkt und sagt,

Speaker0: okay, wenn es eine Konsolidierung gibt, dann vielleicht auch mit NPAIL.

Speaker0: Aber generell, ich glaube, es ist ein bisschen so, wie immer wieder die IPO-Runde ankündigen.

Speaker0: Ich glaube, da gibt es auch genug Pressemitteilungen, dass vielleicht nächstes

Speaker0: Jahr der IPO kommt, der bis jetzt auch noch nicht gekommen ist.

Speaker0: Ich glaube, in dem Kontext muss man das so ein bisschen sehen.

Speaker0: Wir als Endpile waren da immer zurückhaltender, haben weder IPOs noch irgendwelche Merger angekündigt.

Speaker1: Ja, verstanden. Aber es ist schon so ein kleines bisschen auch ein Angriff auf

Speaker1: eure Bestandskunden, oder?

Speaker1: Philipp will mit seiner Software-Hardbeat ja irgendwie eure Hardware jetzt auch

Speaker1: steuern, oder? Habe ich das richtig verstanden?

Speaker0: Ja, ich finde das interessant. Also ich hoffe, dass nicht zu viel von seinem

Speaker0: Tag in diese Arbeit fließt, weil am Ende sehen wir davon fast nichts.

Speaker0: Also es gibt ja auch ein Video irgendwo, glaube ich, von 1.5 produziert,

Speaker0: wie eine Endpall-Anlage von Hardbeat gesteuert wird. Ja, aber wir sehen tatsächlich

Speaker0: im Bestandskundenportfolio nichts davon.

Speaker0: Wir sehen nicht, dass da irgendwo ein Wechsel stattfindet.

Speaker0: Und mal ganz ehrlich, am Ende ist der Markt auch groß genug.

Speaker0: Wir haben vier Millionen PV-Anlagen schon auf Dächer, wir haben zwei Millionen

Speaker0: Speicher, dementsprechend auch zwei Millionen PV-Anlagen noch ohne Speicher.

Speaker0: Das heißt, ich glaube, der Markt, auf den auch wir gucken, ist schon zu sagen,

Speaker0: okay, wie aktiviert man eigentlich diese Altkunden, mit welchen Produkten.

Speaker0: Auch wir rüsten unser Energiemanagement nach, teilweise bei Kunden da draußen,

Speaker0: die vielleicht eine PV-Anlage haben, aber noch keinen Speicher und dann quasi

Speaker0: unseren Speicher mit Energiemanagementsystem kaufen.

Speaker0: Also das sind, glaube ich, strategische Überlegungen oder auch Execution, die wir auch haben.

Speaker0: Ich hoffe nur, dass nicht zu viel von seinem Tag da reinfließt,

Speaker0: sich jetzt mit den Endpull-Kunden zu beschäftigen.

Speaker1: Okay, okay. Also ihr scheint einen Plan zu haben, wie ihr eure Kunden in eurem

Speaker1: Ökosystem haltet. Und ja,

Speaker1: Genau, ja, so das musste ich jetzt noch loswerden als letztes.

Speaker1: Dann, genau, irgendwas, worauf wir uns freuen können bei euch nächstes Jahr,

Speaker1: damit ich mehr Futter habe für die Folge, Folge, Folge.

Speaker1: Worauf ich dich dann festnageln kann nächstes Jahr, ob das passiert ist.

Speaker0: Was kündigst du an? Ja, auf jeden Fall. Also wir haben natürlich gerade im Produktbereich

Speaker0: wieder einige große Sachen geplant.

Speaker0: Ich glaube, die eine große Überschrift ist E-Mobilität, die uns dieses Jahr beschäftigen wird.

Speaker0: Also wie können wir hier ein noch besseres Produkt vielleicht gemeinsam auch

Speaker0: wirklich mit einem E-Auto für unsere Kunden hinstellen.

Speaker0: Wir werden auch das Thema angehen, was wir gerade gesagt haben,

Speaker0: was ist mit diesen Kunden da draußen, die eigentlich an die Energiewende glauben,

Speaker0: die schon eine PV-Anlage haben, wie können wir die smart machen,

Speaker0: wie können wir den Speicher hinstellen und damit verbunden auch wirklich so

Speaker0: diese Überschrift Battery First, also wir glauben daran,

Speaker0: dass wir dieses ganze Produkt Batterie wirklich im Markt nochmal neu definieren

Speaker0: können und welche Batteriespeichergrößen eigentlich sinnvoll sind für den Kunden.

Speaker0: Und ich glaube, da werden wir ein paar große Sprünge machen und da freue ich

Speaker0: mich, wenn wir nächstes Jahr darüber reden.

Speaker2: Cool.

Speaker1: Benni, habe ich noch irgendwas vergessen, was du noch anbringen möchtest?

Speaker1: Ansonsten freue ich mich jetzt schon auf den Handelsblatt Energie Gipfel nächstes

Speaker1: Jahr und ganz viel Erfolg euch.

Speaker0: Dankeschön. Ich freue mich auch.

Speaker2: So, das war es auch schon wieder. Eine weitere Folge, die 106.

Speaker2: Von der Energiezone im Kasten mit Benni Merle, CPO von Enpal.

Speaker2: Vielen Dank für dieses megacoole Gespräch, Benni. Immer wieder gerne.

Speaker2: Da lerne ich richtig viel und Austausch macht total Spaß.

Speaker2: Ja, und jetzt habt ihr Einblicke in die Produktstrategie von einem führenden

Speaker2: Solar- und Wärmepumpen- und VPP-Virtuellen-Kraftwerksanbieter Deutschlands, Europas.

Speaker2: Ich würde sagen, wir haben jede Menge gelernt, ich auf jeden Fall,

Speaker2: die ganzen Herausforderungen, die es auch noch so im dezentralen Energiemarkt gibt,

Speaker2: Die bisschen technischen Raffinessen von virtuellen Kraftwerken und auch darüber,

Speaker2: wie irgendwie Enpai versucht, die Energiewende voranzutreiben.

Speaker2: Besonders spannend fand ich auch die ganze Diskussion rund um den Energiegipfel und alle Dinge,

Speaker2: die dort diskutiert wurden und wie man hoffentlich in Zukunft da ein bisschen schneller vorankommt.

Speaker2: Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann abonniert gerne den Energiezone Podcast,

Speaker2: hinterlasst uns eine Bewertung oder teilt die Folge mit irgendwelchen anderen

Speaker2: Menschen, die sich für solche Themen interessieren.

Speaker2: In den Shownotes findet ihr wie immer ein paar Links zu Benjamin Enpal und den erwähnten Quellen.

Speaker2: Bis zur nächsten Folge, macht's gut, bleibt neugierig und energiegeladen.

Speaker2: Soweit erstmal, ciao, ciao.